Die Nähe

Wie erotisierte mich immer dieses Spiel von Nähe und Distanz, wie einfach erschloss sich mir die Tatsache, wie breit das Spektrum der Begegnung wird, wenn sich damit spielen lässt – und jede einzelne Annäherung eine Besonderheit wird.

Und wie gern war ich bereit zu glauben, dass mir das reichen würde. Diese sicher persönlich verkörperte Macht der Domina, die bei sich entschied, wie unnahbar sie bleiben wollte. Die professionelle Distanz, die all zu viel emotionale Verstrickung sehr wohl verhindern mochte und ganz sicher dafür sorgte, dass die Rollen immer klar verteilt blieben… Die Nähe, die für Schwindel sorgen würde, blieb aussen vor… Gewollt war ich dennoch – durchaus von Herzen und mit meiner Inbrunst in der devoten Hingabe, aber wie viel Berührung blieb mir verwehrt…

Dass dem so war, ist auch einer Achtung vor der persönlichen Wirkung tiefer Intimität und jeder Vereinigung geschuldet, und in diesem Sinne nur ehrlich. Und das Spiel von Macht und Unterwerfung machte es auch leichter, die Leere zu verdrängen, die am Ende immer blieb – nicht nur, weil ich in eine andere Welt zurück kehrte, sondern auch, weil die Einlassung immer in einem Ungleichgewicht blieb…

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credit: tumblr.com – eigene Illustration, Diener der shi

Und dann lerne ich Dich kennen. Und in allem kommt das Attribut der Nähe hinzu, würzt jede Form der Begegnung, macht aus jeder Geste der Demut, jeder Handlung aus Hingabe eine Berührung, die wirklich Haut und Seele erreicht – und erwidert wird. Denn Dein Hunger nach tastender und schmiegender Nähe, Deine Bereitschaft zur Umarmung und Dein Durst nach Vereinigung braucht keine Grenze, die nicht überschritten werden dürfte – weil Du mit dem Wesen Deiner Gebieterschaft nicht nur meine eigene ewige Sehnsucht erkennst, sondern ihr auch gütig gnädig gierig nachgibst – ohne jeden Zweifel, ob Du die Herrscherin bleibst. Du siehst mein Dienen und kennst mein Wesen, und jedes Erlebnis Deiner ungeingeschränkten Nähe verstärkt nur noch meinen Wunsch, Dir total ergeben dienen zu dürfen. Die Befriedigung Deiner Lust schliesst alles ein – und mein Glück ist ohne Worte. Jahrzehnte lang habe ich nicht erlebt, was nun selbstverständlicher Teil meiner Dienerschaft ist – und umgekehrt gibt es kein Tabu, das mir im Weg stünde, den lüstern dominanten Part Deiner Lust befriedigen zu wollen.

Ich danke Dir für Deine Nähe, für die Berührungen, für die anschmiegsamen Stunden, für Deine wundervollen, sich hungrig öffnenden Beine, für die bedingungslose Lust, die Du empfangen und geben willst, und in der all mein devoter Dienst für Deine Geilheit aufgehen darf. Es ist unfassbar schön, dass Du mich so unbedingt willst, dass Du mir immer wieder zeigst, wie, und dass wir so unglaublich viele Möglichkeiten haben, Deine Lust zu wecken, zu geniessen und zu befriedigen.

Du bist mein wirkliches Wunder, das ich immer wieder staunend berühre: Du bist wahr. Und du bist in all Deinen Ansprachen, in Deinem Wollen und Verlangen wahrhaftig und beständig und ehrlich und sinnlich und gütig, wann immer ich mich Dir öffne und offenbare.

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