Hohle Worte, wahre Taten

credit: Illustration. Original: istockphoto.com - VLADGRIN
credit: Illustration. Original: istockphoto.com – VLADGRIN

Eine Beziehung, die sich über lange Strecken virtuell bewähren und entwickeln muss, stellt eine ganz spezielle Herausforderung dar. Wir haben in der modernen Medienwelt zwar immer mehr Ausdrucksmöglichkeiten, aber sehr oft gibt es einfach das geschriebene Wort, genau so, wie hier auf diesen Seiten. Und hier schreibt mit meiner Person jemand, der das Herz auf den Lippen hat oder eben in den Fingerkuppen.

Und ich bin ein Schwelger, ein Schwärmer, und ich neige zu Versprechungen. Du lehrst mich, im Moment zu leben und mein Gewicht auf meine tatsächliche Haltung und den entsprechenden Beweis einer dazu passenden Handlung zu legen. Doch wie bringt man seiner Herrin die objektiv tatsächlichen Umstände nahe, welche hinderlich sind? Und welche Hindernisse sind objektiv verständliche Einschränkung – und was müsste weg gedrückt, von mir negiert werden können? Das ist sehr schwer, und womöglich liegt dabei die Wahrheit irgendwo zwischen meiner Beteuerung und Deiner Einschätzung.

Natürlich müsste es grundsätzlich einfach die Maxime des Willens der Herrin geben.

Aber vielleicht, liebe strahlende Herrin Isis, ist Dir auch ein Massstab, wann ich selbst Glück empfinde? Glaube mir: Bin ich einen Tag von Dir getrennt, schaffe ich die Nähe zu Dir nicht, finden wir keine Gelegenheit zur wenigstens virtuellen Nähe, bin ich selber sehr traurig. Du hast mich heute gemahnt, Dir das auch zum Ausdruck zu bringen, Dich mit dem Erzählen meines eigenen Frustes in dem Deinen abzuholen, Dein Gefühl zu erfassen und es zu teilen. Und ich will das beherzigen, denn wir wissen Beide:

Wenn die Worte, die wir finden, nur wie laue Versprechungen tönen, wenn sie hohl scheinen, wenn ich für Dich zum Plauderer werde, dann haben wir verloren.

Dabei danke ich Dir: Hast Du Zweifel, teilst Du sie mir mit, schätzt Du die Sachlage anders ein, erfahre ich es ungeschminkt – und gerate ich in Not, so hast Du mich noch immer wieder aufgefangen – in einer Weise, die mir erlaubt, meine subjektiven Einschätzungen immer wieder zu hinterfragen – auch über ein paar hundert Kilometer Distanz. Auch dafür danke ich Dir sehr, meine strahlende Herrin Isis.

 

 

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