Sicherheit auch in der Schwäche

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Credit: Illustration diener der shi – tumblr.com

 

Bin ich ein ausgeglichener oder launischer Mensch? Ich wage keine Einschätzung (mehr). Ich habe viel über mich gelernt, aber dazu gehört auch, dass ich mancher falschen Beurteilung über mich selbst aufgesessen bin, gerade so, wie es sich leicht zu leben schien mit dem eigenen Ich. Wie verhalte ich mich in Beziehungen? Was tue ich für den Erhalt der Bindung? Was gilt im Zweifelsfall? Nachgeben für einen Frieden, der eines andern Willen ist? Beharren für die Sache – oder vielmehr für den eigenen Egoismus? Das ist oft sehr schwer abzuwägen, und ohne einen liebevollen aber klaren Blick von aussen beinahe unmöglich.

Wie viele Reaktionen meinerseits beruhten wohl schon auf der Angst, Du könntest mich verlassen? Das Gebot der Vernunft, dass kein Mensch durch einen anderen lebensfähig sein oder bleiben kann, dass also die Lebenskraft immer für den eigenen Weg aus eigenem Antrieb reichen muss, ist mir bekannt und habe ich verstanden. Dennoch habe ich wohl manches, was Du mir aufzeigtest, nicht wirklich an mich heran gelassen, weil mein Blick auf mich selbst längst nicht so verstehend und gütig war wie der Deine. Obwohl Du schonungsloser als jeder andere Mensch, den ich an mich heran gelassen habe, aufzeigen kannst, was mir fehlt, gilt nämlich:

Auch ohne meine Ausflüchte, auch ohne Aussicht auf schnelle Korrektur, ohne jede Ablenkung, mit klarem Blick auf das, was da ist und das, was fehlt, bleibe ich Dein sklavischer Diener, hältst Du Deine Hand über mich, bist Du da. Im Gegenteil: Je offener ich dafür bin, mein IST anzunehmen, um so näher komme ich meinem Sein, kann ich erkennen, was mir fehlt, und nach den Ursachen forschen.

Und ich kann mich üben. Ich habe Dich heute mit einer Geringschätzung Deiner Güte brüskiert, habe Bilder von Dir, die Du mir spontan gesandt hast, erst mit Verzögerung gewertschätzt  und nicht mal dann verstanden, wie verletzend das für Dich war, als Du mich sanft darauf aufmerksam machtest. Ich war einfach lahm und bequem und in meiner eigenen momentanen Welt behaftet – ohne auch nur einen Grund dafür zu haben.

Du hast entsprechend reagiert. Du hast mir aber auch deutlich gemacht, dass ich mich an meinen Regeln immer halten und aufrichten kann, weil sie zwar mein Befolgen wollen, aber für den Fall meines Fehlverhaltens zwar Strafe vorsehen, aber nie Verstoss.

Ich bin in Deiner Führung immer auch geborgen. Und kann mir in die Augen, in mein Herz sehen und weiss, dass Vieles von dem, was darin zu sehen ist, Dich immer wieder erfreut. Ich will das brennen sehen für Dich. Für uns. Und wertschätzen, wie Du mich ermunterst und unterstützt und mich durch Deine gütigen Gaben unterstützt und führst. Und wenn durch meine Missachtung Dein Ärger oder Dein Zorn geweckt wird, so hilft uns meine Sühne, enger zu einander zu kommen, indem ich Dir gehorche und folge, wie es Dir als meine strahlende Lebensherrin Isis gebührt.

 

 

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