Meine mütterliche Hüteherrin

credit: Illustration diener der shi
credit: Illustration diener der shi

Der Muttertag war mir stets ein Kunstprodukt. Eine künstliche Attitüde, dazu da, Fehlendes schön zu reden und ein Sinnbild dafür, dass man nichts einfordern kann, was eh nicht da ist. Oder was nicht gesehen werden kann.

So viele Mutter-Kind-Beziehungen sind voller Störungen, weil in ihnen das Besondere der Mutterliebe sich nicht ausdrücken kann. Statt der Hüte- und Unterstützerliebe der Mutter wird Einengendes empfunden – oder die Überforderung der Aufgabe, der Mächtigkeit zwischen Mutter und Kind wird nie überwunden?

Du bist Mutter, und Du bist Herrin. Ich kann nicht mal sagen, ob Du schon immer Herrin warst, aber ganz sicher weiss ich, dass Du die meine bist. Und Deine Führung und Liebe ist in ganz besonderer Weise von mütterlicher Art. Du hast ein ganz starkes Hüterinnen-Gen, mit dem Du Deine Hand über mich legst und mich bei Dir birgst. Du willst mich besitzen, mich zu Deinem Eigentum nehmen, aber Du bist wie die Gärtnerin, welche der Blume niemals vor der Sonne stehen will. Du gibst mir Wasser, kräftigst meine Wurzeln, willst mich blühen sehen.

Du tust alles in grosser Selbstverständlichkeit und mit einem so reinen Herzen. Du bildest in Deinen Handlungen ab, was Du fühlst, und lebst damit Deine Haltung. Unfassbar, wie sehr ich mich als sklavenkind geborgen fühlen darf! Eine mir unbekannte Geborgenheit, die eine tiefe Wirkung auf mich hat, über die ich aber noch immer weiter lernen muss, dass sie wirklich da ist und bleibt: Immer dann, wenn ich ungehorsam bin oder fehlerhaft und meine nächste Aufgabe darin erfüllt wäre, dass ich dies einfach eingestehe, fürchte ich, verstossen zu werden. Unbegründet. Durch nichts von Dir genährt. Aber nicht einfach abzulegen. Das darf Dir niemals wie Misstrauen vorkommen oder fehlende Wertschätzung – es ist nur Ausdruck einer Not, die langsam schwindet.

Die Mutterliebe ist wie die Herrinnenliebe etwas ganz Eigenes, mit nichts zu vergleichen. Dass Du mich zu Deinem sklavenkind genommen und Dich entschlossen hast, mit meiner Erziehung ein zweites Leben einzugehen, soll Dir täglich jene Art von göttlicher Lusterfüllung bescheren, welche eine Frau wie Dich täglich Muttertag feiern lässt – in jener lustvollen Weise, welche feuchte Hitze tiefer Geilheit durch Deinen Körper strömen lässt.  Noch ist mein Schreiben viel zu sehr ein Schwelgen, muss Deine Fotze unverhofft Tage ohne Anbetung erleben – aber für mich selbst ist kein Tag ein guter Tag, an dem ich Dir mein Begehren nicht zitternd und flehend, leckend und fickend bewiesen habe.

 

 

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