Von der Engelsnähe

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credit: Illustration by diener der shi

Wie streichle ich einen Engel? Wie nähere ich mich ihm? Wie kann ich ihm gerecht werden?

Während der Flügelschlag des Engels die Luft im Raum bewegt, meine Wange von seinen Flügeln berührt wird, wische ich womöglich zerstreut über mein Gesicht, ohne Ahnung, welche Kraft mich gerade umgibt.

Ich brauche meinen Engel, auf dass er mir immer das Fenster öffne, durch welches das Licht so hell hinein scheint, dass auch ich es sehen kann. Und während Du da sitzt, und Dein Körper im strahlenden Licht schimmert, blendet mich das Glück noch viel zu oft. Ich kann es gar nicht fassen, dabei wäre es so leicht:

Ich muss nur meine Hand ausstrecken, um Dich berühren zu wollen und Dir zu sagen, wie gut mir Deine Zärtlichkeit tut, Deine Umsicht, Deine Sorge. Du entspannst Dich dann, wenn ich mein Danke in die eigene Zuwendung verwandle, wenn ich das Licht in Deinem Schoss werde, und uns die Hitze der Lust im Licht aufgehen lässt, bis sich die Linien unserer Körper verschmelzen, gerade so, als würdest Du Dich, mein Engel, zu meinem Ebenbild machen. Dabei wirst Du in aller irdischer Lust erst recht göttlich, und unsere Sinne bleiben vereint, wenn sich die Fenster schliessen.

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