Angriff aus der Erinnerung

Gerade wirft sich meine Kindheit ungefragt über mich. Sie überfällt mich gewissermassen von hinten. Was an Erinnerung für eine Verarbeitung näher angesehen werden muss, was verdrängt werden darf oder soll – wer vermag das zu sagen oder zu bestimmen?

Irgendwie macht das jeder mit sich selber aus. Und die Maxime gilt am Schluss für uns Alle: Es ist Vergangenheit. Ungeschehen machen lässt sich nichts, bestimmend muss es nicht bleiben. Oder ist es längst nicht mehr. Manchmal hängen wir dem Leid auch an, obwohl es schon abgelegt schien und dies auch sein könnte.

Es liegt eben ein Betrug darin, einem Kind ein Stück Leben vorzuenthalten – und in der Trauer über Entgangenes kann man sich auch als Erwachsener verlieren.

Ich lebe heute. Ich lebe jetzt. Und in diesem Leben gibt es Liebe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.