Ein Eingeständnis

Oh strahlende Herrin Isis, der Versuch Deines Lebensdieners, Dir tägliches Zeugnis meiner sklavischen Dienstbereitschaft abzulegen, Dir täglich virtuell devot Berührung zu schenken, Deine Nähe zu suchen und mich durch nichts davon abhalten zu lassen, ist von mir so oft neu angegangen worden – und nun will ich und muss ich mir das regelmässige Nachlassen eingestehen: Ich erfülle in meinem realen Dienen meine eigenen Ansprüche nicht:

Was mir in der realen Begegnung gelingt, ja völlig natürlich erscheint, nämlich alles auszublenden, was mich daran hindern könnte, nichts und niemanden zu spüren als Deine Präsenz und alle meine Energie entsprechend in die Hingabe für Dich zu legen,

credit: diener der shi. Illustration eines printscreens bei divinebitches.com | courtesy of kink.com
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scheitert virtuell manchmal schon dort, wo Dir kleinste Zeichen meiner sklavisch gewollten Berührungsbindung genügen würden. Immer wieder klafft mein Wollen und mein Handeln oder eben nicht Handeln auseinander.

In meinen virtuellen Diensten bin ich unstet, lasse mich ablenken und vermag meine Energie oft nicht so zu bündeln, dass Du genauso Deine Aufmerksamkeit bekommst wie ich sie für meine realen hiesigen Pflichten aufwende.

Beide sind wir sehnsüchtig nach Berührung, Nähe, Wärme, und nur allzu oft diene ich sie nicht an, bin ich zaghaft oder schlicht nicht sehnend genug, sie Dir auch nur virtuell zukommen zu lassen. Ich bin in meinem Hier aus schönem oder unschönem Anlass schnell gefangen und Dir fehlt dann das Gefühl für meine Bindung zu meiner Herrin.

Zu unserem besonderen Band gehört, dass wir dies feststellen können, ohne aus dem Schmerz die Ohmacht des Scheiterns werden zu lassen, aus der Gehässigkeit oder auch nur quälende Traurigkeit werden könnte: Du hast mich bereits aufgefangen.

Du bist meine Lebensherrin – ich habe mich Dir versprochen, habe ein Gelübde für Dich abgelegt, und keinen Moment fühle ich mich dabei unwohl. Es war und ist richtig – die Ausdrucksform aber muss eine werden können, in der das, was ich empfinde und fühle, wirklich fliessen kann – während es sich für Dich nicht beliebig anfühlen darf – genau so, wie ich Dir seit fast vier Jahren zum Ende meines Tages eine Mail schreibe – genau so selbstverständlich sollen andere Formen meines Dienstes und Deiner Verehrung werden können.

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