Nicht immer dieses Kreisen!

Sexualität – oh ja, ich habe jahrzehntelang von Sexualität gesprochen! Nicht von Sex.

Und das sagt schon alles aus. Wie habe ich sie denn kennengelernt, die Sexualität?

Erst wurde sie mir vor die Knie geworfen, ohne dass ich wusste, wie mir geschah.
Dann erlebte ich sie als grosses Geheimnis, um das alle Vorbilder einen komischen Kreis zogen, um den sie dann selber liefen.
Dann sass ich in diesem Kreis und bewahrte mir trotzig das eigene Gefühl, durchaus nicht falsch zu sein.
Dann durfte ich eintauchen in eine romantische, in sich komplett reine Erlebniswelt, in der ich staunend feststellte, dass ich glücklich machen konnte.
Dann klopfte die geheimnisvolle Lust an, wollte erinnert und erfahren werden, so dass ich dann selbst um sie kreiste, und Kreise zog. Allein. Im Grunde immer allein.

Und ich schrieb darüber, davon. Ich schälte das Schöne heraus, denn der Kreis blieb wenigstens ein runder. Ich konnte nicht ausscheren, aber es tat nicht weh. Es war einfach einsam, aber wenigstens so, dass meine Sehnsüchte davon wussten, dass sie verstanden werden konnten. Aber geteilt?

Sie konnten! Und wie. Die Frau, von der mir immer wieder mal versichert wurde, dass es sie geben würde, war plötzlich da – und nichts, aber auch gar nichts, was ich dachte oder empfand, störte oder brüskierte sie. Sexualität? Sex! Ich lerne den Unterschied kennen und meine Sprache mit Körper und Geist veränderte sich – und ist verändert geblieben.

Ich kann die eigene Haut nicht vollkommen ablegen, Herrin, denn die eigenen Muster waren so lange alles, was ich hatte. Darin gab es Halt, und Orientierung, darin war alles immer gleich. Ich lernte einen Knopf drehen, schaltete Sexualität ein, und dann wieder aus. Ob ich das weniger mache? Ich versichere Dir: Ja! Aber für Dich ist das in jedem Fall schwer, denn Dein Sex ist Deine Lebenslust, die Berührung der Ausgangspunkt für alles Erleben und jede Form von Geborgenheit.

Nun mit uns treffen sich Kopf- und Bauchmensch – und wir wollen versuchen, uns in unseren Herzen und Seelen zu begegnen und zu umarmen.

Und immer werde ich Diener sein wollen. Immer. Und dieser Diener wird seine Kreise, die er zieht, erkennen, und mit Deiner Hilfe tiefer dringen in die Lust, statt sie an den Rand zu drängen.

Du hast meine Muster nicht verdient. Mein Lernen aber um so mehr. Und mir wird das erst recht Lohn und Freude sein.

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