Wir sind zurück, weil wir vorwärts gekommen sind

Es ist nun endlich Zeit, dieses Blog weiter zu führen und darin unserer Femdom-Beziehung weiter nachzuspüren. Unsere Bindung ist nicht ohne Stürme, und ich bin weit davon entfernt, das devote willenlose Geschöpf zu sein, das man sich gemeinhin unter einem sklaven vorstellt. Aber darum geht es ja auch gar nicht! Die Einlassung auf alles Sklavische in meinem Wesen braucht nur die Ablage jener Art Stolz, die genau das verhindert. Ich bin fast verzweifelt ob der Anforderung meines Lebens, das „zivile“ selbstbestimmte, ja selbst Führung übernehmende Identitätsgefühl mit meinem Verlangen, meiner tiefen Sehnsucht nach devoter Hingabe zu verknüpfen – und meiner Herrin diesen Zwist verständlich zu machen. Nach und nach ist dies gelungen, und heute, so glaube ich, ist ein solches Verständnis gar nicht mehr „nötig“, weil ich immer besser lerne, meine Hingabe so auszudrücken, dass sie nicht als Rückseite einer Identität die Spaltung voran treibt, sondern vielmehr zu einer Art Kern meines Wesens wird, aus dem sich mein Leben so bestreiten lässt, wie es erforderlich ist, um darin meinen Menschen gerecht zu werden. Meine devote Hingabe ist in Liebe gebettet – auch in die Liebe zu mir selbst, denn ich werde als genau dieser Mensch geliebt.

Die strahlende Herrin Isis und Ihr Diener Felix haben im Umgang miteinander zu ihrem inneren Wesen gefunden – und so kommt es uns oft vor, als wären wir nur in dieser Bindung wirklich vollständig – und könne es keine andere Person geben, welche diese Nähe und dieses bejahende Gefühl so im Anderen fördern kann.

credit: Illustration by Diener der shi - printscreen divinebitches.com | courtesy of kink.com
credit: Illustration by Diener der shi – printscreen divinebitches.com | courtesy of kink.com

Wir sind bestimmt noch weit davon entfernt, sturmfrei über viele Wochen Alltag leben zu können – aber wir nähern uns dem an und haben das gleiche Ziel. Und immer wieder staune ich, wie meine strahlende Herrin immer wieder bereit ist, die eigenen Positionen zu überdenken. Und so fällt es mir leichter, die für sie unverzichtbaren Elemente unserer Verbindung für mich selbst notwendig zu betrachten – und dies dann auch umzusetzen.

Auch Selbstkorrekturen funktionieren immer besser: Meine Neigung, immer wieder von einer (noch) besseren Zukunft zu schwärmen, kann ich nun immer häufiger selbst einbremsen, noch bevor etwas Derartiges verschickt worden ist. Meine Herrin lehrt mich, im Jetzt zu leben, im Jetzt zu arbeiten und im Jetzt sich über das zu freuen, was schon da ist.

Unser Antrieb ist und bleibt unsere Lust, und die Lust meiner Göttin versiegt offensichtlich nie. Auch deswegen soll es nicht sein, dass Ärger die Lust verhagelt. Stattdessen stellen wir fest, dass es immer häufiger vorkommt, dass genau diese Lust jede Art Trübsal oder die Sorge um kranke Freunde vertreibt oder mildert – und ich lerne, dass ich als echter Lustsklave tatsächlich und wahrhaftig täglich gefragt, gefordert und willkommen bin.

Das Leben ist schön, und diese Erkenntnis wünsche ich allen Lesern dieses Blogs – und wage nun einfach mal die Prognose: Wir sind zurück. Darüber freuen wir uns sehr.

 

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