Unser Wurzelwerk

Immer wieder ermahnst Du mich, nicht zu schwärmen, nicht zu versprechen, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft zu leben, sondern den Moment zu ehren, indem ich mich auch so verhalte, wie es sich für Deinen leibeigenen sklaven gehört.

Du hast es auch nicht so sehr mit Jubiläen, musst schon mal nachzählen, ob wir nun vier oder fünf Jahre unsere Bindung haben – während ich manchmal dazu neige, richtige Bilanzen aufzustellen und die Zahl der Mails zu zählen, die ich Dir schreibe. Alles nicht so wichtig, alles eingeordnet unter der Tatsache, dass ein jeder Tag einer von 365 im Jahr ist, an dem gelebt werden soll, was uns zusammen gebracht und mich gebunden hat. Und so hältst Du es auch mit Silvester und Neujahr – aber ich liebe es, dass diese Stunden des Übergangs eben doch Gelegenheit waren, uns all das gegenseitig zu bekräftigen, was wir doch so sehr spüren, gerade auch dann, wenn wir eine Unstimmigkeit aus der Welt räumen müssen.

Was ich an Dir bewundere, worin Du mir das allergrösste Geschenk bist, liebe strahlende Herrin Isis, ist die Emsigkeit, mit der Du meine Bindung pflegst. Nichts ist Dir zuviel und wenn Du von Dir auf andere schliesst, geht es Dir oft so, dass Du Dich verwundert fragst, warum für andere nicht selbstverständlich ist, was Du Dich selbst gar nicht fragen musst. Um so beschämender ist es für mich in jenen Momenten, in denen ich mit Abstand und Gelassenheit auf mich selbst blicken kann, dass selbst Deinem sklaven nicht immer klar ist, welch riesiges Geschenk Deine Präsenz darstellt – und wie schnell Du mich abholst, wenn ich jeden Stolz liegen lasse.

Was wir in diesen Tagen so beeindruckend spüren, ist, wie der Samen, den wir gesetzt haben, wie die Gartenarbeit, mit der wir Unkraut beseitigt und unserer Erde Wasser gegeben haben, unseren Baum ein Wurzelwerk haben schlagen lassen, das sich tief und in fester Erde verzweigt und verästelt hat. Es ist ein starker Baum, der an einem idealen Standort täglich Wasser und Licht bekommt und von uns Beiden gepflegt wird.

Wir haben eine Bindung, die von Lust geprägt und erfüllt ist, und kein Dienst für Dich ist so wichtig wie die tägliche Ansprache meiner Lustherrin. Du lehrst mich, dass in Deiner Befriedigung sowohl Entspannung wie Stärkung für all meine anderen täglichen Aufgaben liegt, und wenn Du fühlst und weisst, dass dieser mein Wunsch genau so gross wie der Deine ist, so bist Du in dieser Bindung immer auch meine Hütefrau, die sich um all meine Probleme sorgt und die realen Sorgen meines Alltags mittragen hilft.

Dabei bist Du meine Obhutfrau, die nicht nur klagt, nicht befriedigt zu werden, sondern dann echten Schmerz verspürt, wenn Du annehmen musst, ich würde in unserer Bindung keine Kraft und Stütze suchen, weil ich gerade mal wieder mich vergrabe angesichts anstehender Sorge, statt mich weiter offen zu halten und mit Dir zu teilen – und damit jedes Problem zu halbieren, bevor es überhaupt wachsen kann.

In meiner beschwingten Freude auf mein persönliches Neues Jahr schwingt aber auch das Staunen mit, dass all diesen menschlichen Qualitäten eine ungetrübte, ja unzähmbare Lust am Sex, an der Vereinigung, am Femdom-Leben als Lustherrin und dem sklavischen Bekenntnis Deines Dieners zugrunde liegt: Du wirst nicht müde,nach Deinem sklavenSchwanz zu fragen und Deinen Fotzenanbeter zu ersehnen, der seinerseits nichts lieber täte, als Dich täglich in den Tag und in die Lust zu lecken. Tausende von Bildern haben wir ausgetauscht, immer wieder hirnficken wir uns in unserer Lust und Sehnsucht, und wenn wir uns dann real begegnen, vertiefen wir jedes Mal unsere Bindung im Rausch einer Vereinigung, die schon mit der ersten Berührung beginnt. Täglich möchte ich Dir Nahrung sein mit meinem Wesen. Täglich füllst Du meinen Speicher und machst mich in aller Versklavung zum Mann: Denn welcher Mann wird so sehr gewollt wie ich?

 

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