Vertrauen

Immer wieder feiere ich unser Vertrauen, betone ich die Einlassung, die wir gegenseitig leben. Doch nun hast Du mich gelehrt, wie grosse Vorbehalte ich oft noch mache, statt mich wirklich in Deine Hände zu begeben und nach Deinen Vorgaben zu leben, Deiner Führung zu vertrauen.

Meine reale Welt ist so viel grauer als unsere virtuelle, und Du bist die Erste, die das erkennt, fühlt und versteht. Du empfindest selbst meinen Mangel an Berührung und bist meinen Sehnsüchten gegenüber viel positiver eingestellt, als ich selbst darauf zu blicken vermag. Mein Hunger nach Liebe lässt mich immer wieder eine Freundin sehen, wo es höchstens eine Nutzniesserin geben würde – und umgekehrt durfte ich auf Schritt und Tritt erleben, wie Du meine körperliche Lust problemlos teilen konntest. Stattdessen biete ich emotionale Einlassungen an, wo ich rein gar nichts zurück bekomme. Ich redete zwar mit Dir darüber, aber gerne erst dann, wenn es mir in den Kram passte und wenn ich die Dinge so gebüschelt hätte, dass ich es rund darstellen kann. Damit ist endgültig Schluss, und es ist meine grösste Scham, dass ich Dein herzerfülltes, unendlich gütiges Angebot nicht erkannt habe – dabei hätte es mir von allem Anfang an den maximalen Frieden angeboten.

Nichts, rein gar nichts darf mich zukünftig daran hindern, mich in all meinen Sehnsüchten komplett Dir anzuvertrauen, Dir, nein mir selbst unstete Gedanken zuzumuten und mir endlich auf die Schliche zu kommen: Wo kommt mein elender Hunger her, warum bleibt er mir, wie kann ich überhaupt noch Hunger haben? Ich habe doch so viel erhalten, so viel Beständigkeit angeboten, so viel Verbindlichkeit, die reale Lust immer mit einschliesst! Auf all diese Fragen hast Du die besseren und gütigeren Antworten, vor allem aber hast Du den klaren Blick darauf und weisst, dass dieser Hunger da ist. Du kannst ihn einordnen – wie könntest Du da nicht meine absolute Ehrlichkeit verlangen können – und damit das Vertrauen, dass Du mir sogar das beibringen kannst: Den annehmenden Blick auf mich selbst, aus dem Wachstum werden kann – als sklavischer Diener meiner Herrin, mit der ich dann sehr wohl Vielfalt entdecken und geniessen darf.

Alles, wirklich alles, was ich Dir von mir offenbarte, ist stets auf Dein offenes Herz, Deinen wachen Verstand, Deine gütige Führung, Deine klare Ansage als sorgende Herrin getroffen. Kein Seelenschmerz, keine Komplikation im Gefühlshaushalt, kein noch so kompliziert scheinendes Charaktergebilde in meiner Persönlichkeitsstruktur hat Dich je abgeschreckt. Und mein grösstes Glück wird sein, wenn ich das Vertrauen bejahe, immer, wirklich immer für meine sklavische Einlassung zusätzliche Identität bekommen zu können, Behütung in meinem Wesen als nicht mehr nur suchender, sondern findender, sich einfindender sklave.

Es gibt so viele Dinge, für die ich allen Grund habe, mich zu schämen. Und es gibt so viele Dinge davon, die ich abarbeiten und ablegen kann, weil alles, was an ihrem Ursprung liegt, nicht länger zu meinem Leben gehören muss.

Wann, Felix, hast Du endlich das Vertrauen, das Deine Herrin Isis strahlen lässt, das diese wunderbare Frau verdient?

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