Täglich devote Freude

Was mich weiterhin beschäftigt, mir immer wieder mal aufstösst, ist die selbstkritische Frage, wie viel echte Demut ich eigentlich in mir trage? Ein sklave wird wohl immer von sich behaupten, altruistische Neigungen zu haben, erst recht gegenüber seiner Herrin, die ihn erkannt und angenommen hat. Mein vorläufiges Fazit ist: Ich bin sicher devot veranlagt, und zwar so, dass ich in ein sklavisches Dienen geführt werden kann und darin auch aufgehe. Aber es ist genau so klar, dass das mit mir dann am besten funktioniert, wenn ich schlicht meine Geilheit darin befriedigt sehe.

Begegnen wir uns also real und sprichst Du mich in meinem sexuellen Verlangen an, so kannst Du alles – oder sehr viel – von mir erwarten.

credit: Illustration von sardax.com – courtesy of sardaxart.wordpress.com

Aber was ist mit all den weniger bewussten Momenten, mit meinen faulen Tagen, mit meiner virtuellen Präsenz, wenn der Alltag scheinbar Vorrang beansprucht? Wie bewusst bin ich mir der ständigen Anbindung, wie viel Energie habe ich für Deine Lust, wenn ich um Dein Verlangen weiss, mir selbst aber banale Sörglein im  Wege stehen?

Noch immer messe ich meinen Dienst für Dich schlicht an geil lüsternen Begleitungen Deiner Lust, an meinem „Ausstoss“ von Dich in Deinem Lustbedürfnis abholenden Impulsen – während ich umgekehrt es verpasse, Dich in eben genau diesem Alltag immer spüren zu lassen, dass ich Dich immer bei mir trage. Dabei ist genau dies das so unglaublich Schöne: Dich interessiert alles an mir, Du bist immer gerne in Gedanken dabei, und wenn Du um mein Tun und meine Stimmung weisst, ist für Dich alles gut. Umgekehrt geht es mir ja genau gleich.

Und dafür braucht es so wenig – wann immer ich durch meine Tür trete, bietest Du mir ein Willkommensein an, also habe ich so viele Gelegenheiten, Hallo zu sagen. Ein paar Worte reichen und machen glücklich. Wie schön ist das!

Wir hatten heute Beide einen sehr geschäftigen Tag – und bestimmt wenig Zeit für einander. Aber wir konnten uns begleiten und uns an den kleinen Schritten des Tages des andern freuen.

Weisst Du: Es ist schön, neben der Möglichkeit, jederzeit den Impuls meiner devoten Hörigkeit meiner Herrin darlegen zu können, mich darin zu üben, das Bewusstsein, eine Lebensherrin zu haben, in meinen Alltag zu integrieren.

Ich sitze nun hier an meinem Schreibtisch, und alles liegt so sonnenklar vor mir. Ich wünschte, ich besässe diese Übersicht immer, könnte diese Achtsamkeit immer schenken. Ich kenne die Frau, die sich darüber so sehr freut, dadurch noch schöner wird – und hoffentlich jeden Tag ein bisschen Glück durch mich erfährt.

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