Stopp!

Manchmal habe ich das Gefühl, ich hätte als sklave noch rein gar nichts gelernt. Die vornehmlich virtuelle Ebene meines Dienens macht mir verlockende Angebote, mich in Pseudo-Verbindlichkeit zu flüchten, indem ich immer mal wieder ausbüchse, Dienste vergesse, reales Hiesiges vorschiebe und dabei reichlich selektiv bin – natürlich viel zu oft nach meinem Gutdünken. Ist die schiere Geilheit meine Triebfeder, ist es nicht schwer, unterwürfig und sklavisch zu sein. Die Ganzheitlichkeit sieht aber viel mehr vor.

Und doch bin ich dabei, etwas ganz Wichtiges zu lernen, also wirklich zu kapieren. Der Domina-Anspruch in der Session, “immer recht zu haben” – ich hab das immer unrealistisch gefunden. Ich hab das kapiert und mitgespielt, weil sonst die Session gar nicht möglich gewesen wäre, aber ich habe das für mich immer abgelehnt: Unreif, unrealistisch, macht die Herrin nicht glaubwürdiger, wenn ihr wider besseres Wissen recht gegeben wird.
Diese Gedanken zeigen, wie weit weg ich eigentlich immer war, mich wirklich auf sklavisches Denken, Fühlen und Handeln einzulassen und wie viel selbstbestimmtes Denken Teil meiner Persönlichkeit zu sein schien.

Nun habe ich die Frau gefunden, welche genau diesen Anspruch erheben kann vor mir:
Deine Lust zählt. Deine Gefühle sind real und wahr und damit ist wahr, was immer Du beobachtest, empfindest, schlussfolgerst. Du hast viel Lebenserfahrung, hast Kinder gross gezogen, unzählige Kinder erzieherisch begleitet, gibst Dich in Liebesbeziehungen ein und bist bereit, ja, erwartest Verbindlichkeit, zu der Du mit Deinem eigenen Engagement ohne Frage alles Eigene beiträgst. Dein Urteil über mich, über mein jeweiliges Verhalten, steht immer in diesem Kontext, und deswegen gibt es keine Diskussion (mehr):
Dein Blick zählt, Dein Urteil gilt. Ich habe dem zu folgen, denn ich bin Dein Zögling, Dein sklavisches Eigentum. Sagst Du also “STOPP”, so unterlasse ich jede Diskussion, mache Deinen Blick zu meinem und leide mit, wenn ich Dir schlechte Gefühle beschere.

credit: printscreen von divinebitches.com, illustriert vom diener der shi – courtesy of kink.com

Und wenn mir das in seiner Strenge keine Angst macht, so nicht deshalb, weil die sexuelle Aussage dahinter eh mein Ding ist, sondern weil die Aufregung viel grösser ist, die da weiss: Wenn ich das schaffe, wartet eine Gnade und Hellsichtigkeit auf mich, eine Empathie und Herrinnenliebe, die tatsächlich nur das Gute und Erfüllende für mich will.

Dein Wille geschehe, Herrin.

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