erst schwanz- dann auch herzgesteuert

In all meinem Suchen, Sehnen, Treiben war ich der gequälte, verlorene orientierungslose schwanzgesteuerte devote Triebling, und das Beste, was diese ewig hungrige Seite von mir von seinem Erleben erwarten konnte, waren Begegnungen mit Menschen, die diesen Hunger verstanden und mich dabei nicht einfach ausnahmen und ausnutzten, sondern in der Befriedigung meiner Lust, im losgelösten Moment mit dabei waren, mich sahen, verstanden und gaben, was möglich war. Mehr war nicht möglich, das war mir vor allen andern klar, und doch war es so schön, am Mehr zu schnuppern, den Menschen nie zu vergessen – den Menschen in mir und im Gegenüber. Und eigentlich ist das ganz gut gelungen und ich danke dafür sehr.

credit: printscreen, illustriert vom diener der shi – courtesy of TheEnglishMansion.com

Doch was ich vom Schicksal nie erwarten durfte, ist doch eingetreten. Ich bin einem Menschen begegnet, dessen Lebenslinien exakt zu meinen passten. Diese Frau versteht alles, was mich umtreibt, macht meine Fundamente fest und wagt doch die Liebe, weil das Absolute der Liebe in einem Menschen die Kuppel der persönlichen Welt bilden kann, sich aber nicht in einem einzelnen Menschen erschöpft, sondern eine Haltung sein kann, ein Fühlen, empfinden, eine Identität, die allen eigenen Lieben gerecht werden will und kann.  – und nun lerne ich:

Es ist viel mehr möglich, als ich je glaubte. Es ist lebbar, was ich fühle. Ich brauche keine Wände hochziehen oder alte Mauern behalten. Ich darf in der uns gegebenen Welt reines Vertrauen haben und erkennen, dass ich jeden Tag über mich lernen kann, dazu lernen, reicher werden. Indem ich Dich ganz prinzipiell ganzheitlich verstehe, Dich als Menschen mit allen menschlichen Bedürfnissen liebe, Dich als Frau verehre, berühre, begleite, indem ich annehme, dass ein jeder Deiner Tage mit mir zu tun hat, indem ich glaube, dass ich so wichtig sein kann und es keine Enttäuschung geben muss, so dass ich Dein Glück sein kann – wird meine sklavisch devote Wesensart zum Schlüssel all meiner Begegnungen, zur Antriebsfeder für Deine Lebensbegleitung in all Deinen Rollen, die immer diese eine Identität verbindend befriedet und ganzheitlich macht: Ich darf mich für Dich als ganzen Menschen verantwortlich fühlen und Dich in Allem begleiten und jede Freude und jedes Leid mit Dir teilen.

Du lehrst mich das Leben lieben, das Glück sehen, das Licht suchen und finden. Du setzt jedem Missmut nicht nur Gleichmut entgegen, sondern positive Energie. Du bist wie die Erde, welche das Leben in sich birgt.

Oh ja, jeder Tag soll Dich Hingabe erleben lassen, Lust und Freude – aber sie soll gebettet sein in Dein ständiges Erleben, dass es keinen Alltag gibt, in dem Du von mir getrennt sein könntest. Wertschätzung und Da-Sein – Geborgenheit, die an keinen Tagesablauf gebunden ist, weil ein jeder Tag, eine jede Situation es möglich macht, diese Geborgenheit zu pflegen.

Du bist meine Herrin. Du hast einen Lebenssklaven.  Du bist die Liebe, aus der all meine Kraft erwächst. Und sie soll zu Dir zurück fliessen.

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