Erst Seile, längst aber auch Ketten

credit: illustration vom diener der shi eines printscreens von divinebitches.com – courtesy of kink.com

Ich habe Ketten lange nicht so sehr gemocht. Wenn ich Dominas besuchte, so schienen mir Ketten eine Vorspiegelung falscher Botschaften: Ketten haben etwas Endgültiges, eine statische aber endgültige Aussage- die ja nie der Realität entsprach. Ich würde ja gleich wieder weg gehen und wusste meist nicht, wann ich wiederkommen würde. Darum also lieber Seile… mit Fesselungen konnte meine Dominatorin mit mir reden, individuelle Botschaften aussenden, mit Zug und Druck spielen und mein Körper, meine Haut hatte vielfältige Reize… die dann wenigstens noch eine Weile nachwirkten.

Ich liebe Seile noch immer, aber Eisen und Ketten spielen bei Dir und mit Dir eine ganz andere, neue, zentrale Rolle. Denn nun habe ich eine wahrhaftige sklavische Bindung, und Ketten und Eisen sind Ausdruck davon. Ich nehme sie immer wieder hervor, und wenn ein Schloss einschnappt, dann ist dieser Vorgang ein Abbild von Realität. Denn ich BIN das Eigentum einer Frau geworden, und so wie Dir, so gefällt mir diese Botschaft, und wir stellen uns Beide vor, wie es wäre, ich würde solche Zeichen nie mehr ablegen. Und das Metall in all seinen Formen ist Ausdruck für wahrhaftige Ewigkeit, Endgültigkeit, Anbindung als Ankettung. Manchmal muss mir das mit Zug an der Kette in Erinnerung gerufen werden, meist aber geniessen wir Beide diese Momente einfach, in denen wir die Eisen real oder virtuell fühlen.

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