Sehnsucht

Das Gefühl ist so unheimlich stark. Ja, wohl hat mich kein Gefühl in meinem Leben so sehr – und so ambivalent beschäftigt, wie die Sehnsucht.

Viele Jahre war es ein Gedrängtsein, ein Verlangen mit unbestimmtem Ziel. Ohne wirkliche Aussicht auf Stillung – und vor allem auf Teilung.

credit: illustration vom diener der shi

Wie anders ist das mit Dir geworden! Damit hat sich die Sehnsucht an sich gewandelt. Nun ersehne ich keine Phantasie – ich ersehne die Vertiefung, die Bekräftigung einer virtuellen Realität. Es soll fühlbar sein, was ich weiss – nicht nur mit meinem Bauch, sondern ganz direkt auf meiner Haut. Es soll warm werden und dann heiss, die Hand auf mir soll nicht meine sein, sondern Deine. Ich kenne die Hand, ich kenne die Frau, ich bin als Gehöriger real. Wie könnte es anders sein, dass ich mir mehr wünschte. Und für immer.

Und gleichzeitig ist da Ehrfurcht über das, was sein darf. Und Behutsamkeit, auf dass das, was möglich ist, auch bleiben möge. Wirklich für immer.

 

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