Ich krieche und Du strahlst

Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, in Sessions mit Dominas meinem aufgezwungenen Kriechgang wirklich Lust entnehmen zu können. Mir schien das lächerlich, übertrieben – Haltung und Vorgang passten nicht wirklich zur Begegnung, die Relation war künstlich – und diese Art der Unterwerfungs-bezeugung war mir und ist mir viel zu wenig Fetisch, dass ich sie hätte von Personen abstrahieren können.

Wie anders ist das geworden! Ich empfinde jede Art Gang an der Leine als Gelegenheit, meine Identität zu finden – und ganz entscheidend dabei ist, dass DU die Leine führst. Sie ist Verheissung, nicht bloss Symbolik, und alles, was mir dieser Zug an dieser Leine mitteilen will, wird von mir gehört – und verstanden. Es liegt in Allem, was Du anwendest, um mir meine Unterwerfung bewusst zu machen, immer auch Deine Verheissung, in welcher umfassenden und ewig gültigen Weise Du Ja zu mir gesagt hast. Und so krieche ich eben wirklich hinter meiner Herrin her, zeige DIR meine sklavenSchaft und fühle dabei, wie ernst wir das Beide meinen – weit über die körperliche Lust hinaus. Aber auch die gibt es in diesen Momenten! Und vor allem gibt es da die Beine meiner Herrin, die stolz vor mir schreiten oder fest auf dem Boden stehend meine Ankunft erwarten. Alles, was Dich an mir freut, macht mich glücklich und ist mir sehnsüchtige Hingabegelegenheit. Und ich sehe Dein Strahlen, selbst wenn ich meinen Blick zu Boden gerichtet habe – denn es ist in Deiner Haltung greifbar und klingt in Deiner Stimme mit.

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