Befehle

Befehle können auf ganz unterschiedliche Art und Weise erteilt und ausgesprochen werden.

Der einfachste und für die dienende Seele eindeutigste Befehl ist der offene Imperativ. “ Wichse jede Stunde drei Minuten lang!“ oder „Sei still!“. Dies sind nur zwei Beispiele für die Eindeutigkeit dieser Anweisungsform. Hierauf hat neben der Verdankung umgehend die Umsetzung zu erfolgen.
Mit der Verwendung des Imperativs zeige ich deutlich, welche Stellung und Position ich in unserer Beziehung einnehme und welches Bedürfnis ich habe.

Doch mir ist diese Befehlsgebung häufig viel zu simple. Ich liebe es verdeckte Befehle auszusprechen. Ich liebe es, meinen sklaven durch diese Form der Anordnungsaussprechung wachsam zu halten und aktiv zu fordern. Erkennt mein sklave den verdeckten Befehl und führt er ihn aus, so erkenne ich den Grad seiner Präsenz und Wachheit und genieße darüberhinaus seine momentane Achtsamkeit. Was mir zudem daran ganz besonders gefällt ist, dass er mir durch die Erfüllung meines Bedürfnisses zeigt, mein Wesen und meine Persönlichkeit erfasst zu haben. Er liest mich, erkennt mich und folgt mir.
In der verdeckten Befehlsform, z.B.“ Ich liebe deine täglichen Tagebucheinträge“ oder „Es ist wunderbar, erfüllst du dein Versprechen, meine Fotze täglich anzubeten“, offenbare ich mein Bedürfnis und gleichzeitig meine Erwartung. Ich selbstoffenbare mich indirekt, und gemäß der Stellung meiner UnterwerfungsSau erreicht mich durch Erfüllung seine Ehrerbietung und seine Wertschätzung. Gleichzeitig steht hinter dieser versteckten Befehlsform das Erstellen einer Regel, die ich nicht zwingend fixieren muss, denn die Regel steht schon bereits mit der Äußerung meines Befehls fest und wird entsprechend des Lebensbekenntnis meiner Sau Erfüllung finden.

Sollte es vorkommen, dass eine Befehlsumsetzung nicht möglich ist, so muss dies nur kommuniziert werden, wobei das begleitende Gefühl nicht verschwiegen werden darf.
Mein sklave muss zwingend ausdrücken, was er fühlt und deutlich machen, was die fehlende Umsetzung bei mir im Gefühl auslöst. Durch diese Einfühlung zeigt sich sowohl sein Mitgehen, sein Mich- Wahrnehmen, als auch sein Bedürfnis, mir das zu sein, wozu er sich durch Schwur bekannt hat.

credit: illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Also ihr lieben Sklavenseelen, eine Abrichtung ist nicht unbedingt für jeden leicht. Und entgegen den meisten realen Sessions, an denen ich teilgenommen habe, seid ihr rundum gefordert, Körper und Geist aktiv wach zu halten. Euer Fokus hat im Gegenüber – in der Wahrnehmung auf eure Herrin- zu liegen, denn darüber bekommt eure Submission ganzheitliche Tiefe.

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