Den Widerspruch verlieren können

In Deiner Gegenwart ist nicht nur jedes Hoch ein Himmelsgang – auch und gerade Züchtigung, Mahnung, Tadel, Korrektur kann ich dann wunderbar annehmen. Ich bin eigentlich eine ziemlich fragile Kreatur, ertrage Kritik nicht besonders gut – und diese Erfahrung machst Du mit mir ja auch, vor allem im virtuellen Austausch.

Aber mein Widerspruch, mein Hader quält mich ja selber am meisten. Denn ich stehe damit meinem Lernen selber im Weg – und gerade wenn ich Korrektur schriftlich über den Chat entgegen nehme, sollte es mir möglich sein, in Ruhe zu reflektieren und anzunehmen, sklavisch, demütig, ohne Widerstreben.

Wenn wir zusammen sind, ist das viel einfacher für mich, weil ich immer körperlich-seelisch ganz direkt durch Deine unmittelbare Einwirkung spüre, wie Du es meinst und was immer dahinter steht: Sorgsamkeit und Bedacht, Beobachtung und liebevolle Sorge. Dir kann dann auch nichts entgehen, denn ich stehe offen und nackt vor Dir. Das Bild ist gerade für diese Aussage wunderbar: Da ist nicht einfach die Ohrfeige als Lust an Macht und Strafe. Der Akt wird begleitet vom prüfenden leitenden Blick der Herrin – alles ist unter Kontrolle – unter einer Führung, in die eine devote Seele sich fallen lassen kann. Sie ist nie besser behandelt worden und begreift, dass die Abrichtungsziele Potenzial freilegen. Nicht kleiner wird die Welt, sondern konzentrierter und intensiver, und es finden sich neue Wörter und Handlungen in der Sprache des sklavischen Dienens.

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