Unterwerfung leben

sklave werden ist kein Wunschkonzert. Du glaubst, was ich Dir verspreche, und ich habe Dir von meinen Träumen erzählt. Längst wissen wir, dass die Essenz dieser Träume meinem Wesen entspricht. Ich will wahrhaftiges Dienen lernen, mich dem Urteil meiner Frau anvertrauen und erst recht Ihrer Lust dienen. Wärst Du eine Masochistin, so hätte ich keinen Zugang zu Dir gefunden. Dass Du Dich aber nicht scheust, mich zu quälen, wenn es Dir für meine Abrichtung notwendig erscheint, ist gerade deshalb so wirksam: Dir wäre immer lieber, es wäre nicht nötig – und gleichzeitig bin auch ich froh, habe ich wenigstens die Möglichkeit, auch über den Schmerz zum Gehorsam geführt zu werden.

Einem Gehorsam, der mir nicht aufgezwungen wird. Nichts wird mir angedichtet, nur weil es Deiner Freude entsprechen würde. Es geht darum, dass ich mein Wesen erkenne, es genau so spüre wie Dich, und ich das Vertrauen nicht nur beteuere, sondern so lebe, dass Du tatsächlich erlebst, dass ich Dich ins Zentrum meines Handelns und Seins stelle.

Die Worte sind nur eine Bekräftigung der Absichten – und selbst eine phantastische, lustvoll geschriebene Phantasie ist weniger sinnlich als die in kleinsten Gesten gelebte Unterwerfung. Wenn Wort und Tat zusammen passen, bin ich Dein Stolz und werde ich Deinen Bemühungen gerecht. Erst dann ist meine Abrichtung auf dem Weg zu Lebensgrundlagen, die so verinnerlicht sind, dass sie mir selbstverständlich werden.

Ich begehre Dich, ich huldige Dir, ich habe oft wunderbare Worte, die ich für keinen anderen Menschen so finden würde. Ich liebe Dich und ich kann sehr leidenschaftlich davon schreiben. Doch was ich empfinde für Dich wird dann greif- und fühlbar, wenn Du siehst, dass ich Dich entsprechend behandle und auch über jede Distanz virtuell in der Anbindung bleibe.

Wenn Du mir aus Deinem Leben erzählst, wenn ich greifen kann, wie Du in diesem Leben geerdet stehst und Dein Beispiel gibst, wenn ich fühle, wie Deine Liebe allen Menschen gilt, verstehe ich erst, wie gross Du bist. Und wie riesig mein Glück ist, Dich fassen zu dürfen, Dich in allen Elementen Deines Wesens erfahren und stärken zu dürfen – weil Du es Dir selber so wünschst. Du bist ganz wunderbar, und so oft werde ich Dir nicht gerecht. Auch deshalb ist mir die klare, scheinbar einfache Aufgabe lieb: Dir gehorchen. Auf Dich hören. Dich halten. Fühlen. Mensch sein und auf den Menschen bauen, der mich wie keine andere Person erkennt und annimmt. Weil auch ich in dieser Deiner Liebe berührt werde – und gerade ich in dieser ganz besonderen, tiefen Weise. Auch darum ist die Lust immer zentral. Sie wach zu halten, heisst wach zu sein in meiner Aufmerksamkeit für Dich.

Lang lebe meine Herrin! Sie tut den Menschen so gut.

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