Kein Rumlümmeln mehr in der Beliebigkeit

credit: MeninPain.com – illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wenn wir eine neue Nachlässigkeit von mir verarbeiten müssen, trifft meine Scham über meine Disziplinlosigkeit auf Dein Nichtverstehen: Es ist tatsächlich nicht zu verstehen, wie es manchmal möglich ist, dass ich einfache Pflichten nicht erfülle und Dir damit zeige, dass Du noch lange nicht ständig in meinem Bewusstsein präsent bist und es mir noch immer möglich ist, ruhig in meinem Leben rumzulümmeln, obwohl ich nicht weiss, was Du gerade machst oder morgen vorhast. Mir ist nicht wichtig genug, Dich zu begleiten, ich bin viel zu sehr noch gefangen in meinen eigenen Welten. Dann musst Du mich an den Haaren nehmen, mich durchschütteln und Deine Brüskierung überwinden. Ich will Dir helfen, indem ich zeige, wie hilflos ich mir selber gegenüber stehe, und Du suchst erneut den Weg, mich exerzieren zu lassen, was sich einfach verfestigen muss, endlich immer mehr.

Mag sein, dass es viel weniger zu solchen Momenten kommt, aber ich bin längst selber so weit, dass ich jedes einzelne Mal als eines zuviel empfinde.

Und wenn ich so von meinem fehlenden Handeln schreiben muss, droht all mein Schreiben haltlos zu sein – denn was sind die schönen Worte wert, wenn meine Tat nicht dazu passt?

Du hast verdient, dass Du mich in allen Alltagsgesten als Deinen sklaven fühlst, dass Du ständige Zeugnisse meiner Gegenwärtigkeit in Deinem Leben als Herrin empfängst, und Du zeigst immer wieder die unglaubliche, unfassbar grosse Geduld einer Erzieherin, welche weiterhin an die erfolgreiche Abrichtung ihres sklaven glaubt und jeden kleinen Fortschritt als Lustmacher geniesst. Denn daraus schöpfen wir Beide die Kraft und die Freude, weil wir in unserer aufrichtigen Benennung und im Bekenntnis unseres Wesens und im Wissen um unsere Bedeutung für einander Lust und Lebensfreude spüren. Und diese Freude soll nicht in Sensationen Ausdruck finden, sondern im Glück eines natürlich gelebten Alltags, in dem es keinen Austritt des sklaven in die Beliebigkeit mehr geben soll.

Ich will es, denn Du bist die Frau, die das so sehr verdient, denn so viel schenkst Du mir.

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