Am Boden und endlich im Himmel

Irgendwann siehst du als Teenager das erste Bild eines vor einer Frau knienden Mannes, und die Erregung, die Du spürst, ist genau so befreiend wie verstörend. Ich bin also ein Mann – aber was für einer? Die Frau als Wesen hat alle Macht über mich, aber wo ist das eine Wesen, das diese Macht nutzt, aber nicht ausnutzt? Wo ist der Mensch, der das Potenzial erkennt und genau darin seine Freude sieht? Der Mensch, welcher auch nicht einfach geniessen will, was so bequem vor ihm bereit liegt, bis es ihm langweilig wird?

credit: divinebitches.com – Illustration vom diener der SHI –
courtesy of kink.com

Wenn ich heute so da liege vor Dir, dann frage ich mich nicht mehr, was Komisches ich bin? Ich sammle nicht Fetzen von Verständnis ein und bleibe weder auf der Hut vor mir selber noch werte ich mich ab. Ich gehöre da hin und mache glücklich. Und ich erlebe auch Glück. Und wie sehr ich das tue!

Und wie ich so daliege, vergesse ich das Gestern und kümmere mich nicht um das Morgen. Es zählt der Moment und Deine Gegenwart und meine Fähigkeit, mein Dienen in hörige sklavische Wollust zu packen, um Deine Lust zu feiern, Deine Schönheit, Deinen Stolz, Deine Weisheit, Deine Weiblichkeit, Deine Fähigkeit, Deinen Besitz zu formen und mir so Entwicklung möglich zu machen – und die Reise zu mir selbst. Und dafür ist nichts notwendig als Gefühl, Horchen auf die eigene Seele und das Herz, das sklavisch lieben darf.

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