Der Käfig und ich

credit: divinebitches.com – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Käfige haben mir nie besonders zugesagt. Sie liessen mich, irgendwie… kalt. Vor ihnen hat mein Kopfkino aufgehört zu funktionieren. Denn viel zu selten und daher viel zu kurz waren die Momente, in denen ich in meine Welt abtauchen konnte. Also wünschte ich mir zumindest Fesselung, eine Ansprache, in der ich meine Körperlichkeit fühlen konnte – und damit all das, was ich am meisten vermisste: Berührung.

Nun ist das anders. Ich muss keiner Sensation mehr nachrennen, ich muss nicht kompensieren, optimieren, realisieren. Ich muss nur noch sein. Und natürlich ist unter diesem Gesichtspunkt die Käfighaltung so was wie die haptische Visualisierung meines Ankommens in der sklavischen Bewusstseinstiefe. Im Käfig zu schlafen, auf Dich warten zu müssen, und zwar in einem Käfig, der seinen Namen verdient und wirklich gefangen hält, ist Botschaft, Reduzierung wie Verheissung.

Wenn Du wie eine Grazie um den Käfig streichst, auf ihm liegst, hinunter schaust, wenn Hände, Füsse, Stöcke nach mir greifen, stochern, ist Gehorsamkeit Pflicht… Aus dem Käfig gelassen zu werden ist immer der Anfang eines neuen Energieschubs, der mich tiefer in meine Abrichtung führt. In der Stille und Ruhe und Abgeschlossenheit des Käfigs flieht auch das Bewusstsein nicht. Es sammelt sich in mir – im Zentrum der Gitterstäbe… um sich vor Dir zu ergiessen, wenn Du mich zu Deinen Füssen befielst.

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