Deine Züchtigung annehmen

credit: courtesy of Sardax Art

Wenn Du mir meine Züchtigung ankündigst, wird mein Mütlein klein. Doch mir ist alles darum herum eine Hilfe, um mich in die Bejahung einzufinden, denn die Sinnlichkeit und die tiefe innere Botschaft ist jeder Züchtigung genau so eigen wie jede andere Zuwendung auch: Ich erfahre Zuwendung, Hilfestellung, Leitung, und was sich mit den Schlägen über mich legt und in mir ausbreitet ist ein heiliger Ernst: Du willst mich, Du richtest mich ab, weil Du an mich glaubst. Und darin liegt kein Druckversuch, sondern schlicht die Botschaft, dass Du mich siehst und erkennst und förderst, was Du in mir liebst. Ich muss nur zulassen. Und lernen. Deine Züchtigung legt frei, was ich bin, und die Zelebration, die Vorbereitung, der fokussierte Verlauf bringen mich bereits in eine empfangende Demut, die nicht fliehen, sondern büssen will.

Die Fesseln krallen, würgen mich nicht, sie halten mich fest, sie bekräftigen, sie zeigen mir, dass Flucht nicht möglich, und Widerstand nicht nötig ist. Denn im Druck meiner Fesseln liegt auch meine Wahrnehmung, mit welcher Sorgfalt und Bedachtsamkeit Du sie angebracht hast und wie Du dabei immer wieder mit Deiner Hand über meinen Körper gestreift bist.

Ich sehe im Spiegel mein Gesicht und fixiere mein Wesen und meine Bestimmung. Und ich werde daneben Dein Antlitz sehen, wenn Du hinter mich trittst, bereit, mir meine Bestimmung zu zeigen umd mich anschliessend genau darin aufzufangen.

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