Das Gespräch hat keine Grenzen

Wir werden auf uns zurück geworfen. Gerade erleben viele Menschen, was es bedeutet, Beziehungen ohne Berührung, ohne körperliche Gegenwart der Anderen pflegen zu müssen. Das Beste daraus machen, im Sätzchen zuvor das „müssen“ durch „dürfen“ ersetzen zu können, ist die Kunst.

Ich denke oft daran, dass nun viele Freundschaften genau so gepflegt werden, wie wir es mit der unseren seit Anfang an tun.

Wir können mit den digitalen, virtuellen Möglichkeiten eine ganze Menge tun, um einander lebendig und mit Herzwärme unsere Verbundenheit zu zeigen, sie fühlbar zu machen. Eine jede unserer Freundschaften hat eine Geschichte, hat unzählige Erinnerungen voller Nähe – und wenn wir in uns hinein hören und fühlen, bevor wir einander schreiben, so kommt das mit den und zwischen den Zeilen auch auf der anderen Seite an. Und ich kann Euch etwas voraussagen: Wenn Ihr einander schreibt, überwindet Ihr zuvor eine gewisse Hemmschwelle. Ihr überwindet Trägheit, bündelt Eure Gedanken für die Empfängerin.

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Das, was Ihr nun schriftlich allenfalls pflegt, ist nicht minderwertig. Es hat eine Wahrhaftigkeit, welche sofort zwischen Euch ist, wenn Ihr Euch wieder seht. Und eine Lebendigkeit hier und jetzt, in Eurem digitalen Kontakt. Ihr könnt spüren und feiern, dass jedes Wort Zuwendung ist und Ausdruck von Gefühl und Haltung: Hallo, Du bist mir wichtig, ich liebe Dich. Wie geht es Dir? Magst Du mir erzählen?

Bei Menschen, zu denen ich den Kontakt erst per Mail (die guten alten Zeiten) pflegte, hat die erste physische Begegnung nie eine Ernüchterung gebracht: Da war schon so viel klar, eine bereits tiefe Basis gelegt, so dass wir miteinander zu sprechen beginnen konnten, ohne dass es ein Anfang war. Die Begegnung war einfach die Fortführung des umfassenden Gesprächs. Dass ich das in so durchschlagender Weise ganz besonders stark mit Dir, meiner Herrin, erleben durfte und darf, ist Zeugnis für diese Erfahrung – und bleibt ein riesiges Geschenk.

Ich rufe Euch einfach zu: Es gibt immer Grund, an die Kraft der Begegnung zu glauben, und damit an das wahrhaftige Wort. Und es gibt überall und immer Menschen, welche diese wahrhaftige Schönheit in Botschaften erkennen können, daran glauben und entsprechend vertrauen. Weil sie lieben wollen. Auch sich selbst. Dieser Wunsch, dieser Versuch, dieses Streben und lernen endet nie. Und Zärtlichkeit, die daraus wächst, hat so viele Möglichkeiten, sich zu zeigen!

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