Du bist wirklich gross

credit: Printscreen; Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich habe gerade etwas strube Zeiten. Geradewegs absurd ist es, was mich dabei wie in Beschlag nimmt – und doch kann ich nicht einfach die Augen schliessen und die Aufgaben übergehen. Aber ich kann immer wieder die Augen schliessen, innehalten, Deine Stimme im Ohr haben, Deinen Atem fühlen, als stündest Du tatsächlich gerade hinter mir.

Ich kann Deine Hand fühlen an meinem Arsch, auf meiner Lende, auf meinem Bauch. Deine wandernde, fragende, fühlende, findende, besitzende Hand. Ich kann Deinen Triumph fühlen, Deine Macht beweisen, weil sich meine Lippen sogleich öffnen und ich schwerer zu atmen beginne und mein Schwanz nach Blut schreit… und gehört wird… von uns Beiden…

Meine letzte Begegnung – und viele davor – sie sind immer nah, präsent, so viele Sinneswahrneh-mungen bleiben mir unbeschränkte Zeit erhalten. Aber das wirklich wunderbare ist: Es ist nicht nur der Hauch und die Stimme der Lust, die ich höre. Es ist auch die Erzählerin, die Lehrerin, die Frau, das Weib. Mein Weib. Meine Herrin. Meine Hüterin. Du bist immer da und gibst mir einerseits Schwung, indem Du mich unterstützt und „mein Ding machen lässt“, aber auch Ruhe, weil niemand so sehr dafür steht, wie relativ klein doch jedes Problem ist, das ich überhaupt kennen mag. Sie sind am Ende des Tages unbedeutend, werden ganz klein, während Du gross und weich und warm mich in Deinen Händen hältst und ich mich in Deinen Armen finde. Was könnte da wichtiger sein?

Und jaaaah, die Termine stehen, die Bockigkeit der Partner bleibt, Sachzwänge mögen sich aufbauen und Zeit fressen. Aber mich auffressen können sie nicht. Und wenn es genug ist, ist es genug und ich lasse los, ziehe eine Grenze, sehe das wirklich Grosse. Und nichts kann im Gehetz eines Streits, wie unvermeidlich er auch scheint, so gross werden wie Du.

Du liegst neben mir, längst müde und so gelassen, dass Du gut schlafen kannst, und ich streiche über Dein Haar, zeichne die Form Deines Kopfes ins weiche Kissen und bette meine Hand auf Deine Wange, bis ich Dir in den Schlag gefolgt bin, wo ich Dich immer treffe, wie in meinem Alltag auch.

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