Ich devoter Mann

credit: Divine Bitches – vom diener der SHI illustrierter Printscreen – courtesy of kink.com

Wir Devoten sind keine richtigen Männer. Ein Mann, der sich unterwirft, ist nicht attraktiv.

Ja, natürlich gibt es Geschlechtsgenossen, die mich nicht verstehen. Ganz sicher ist das so. Obwohl gerade Männer im Austausch über Sexualität oft nicht über oberflächliche Witze und Zoten hinauskommen. Aber es ist ja in mir drin, dass ich mich manchmal in fröhlichen Männerrunden unvermittelt frage:

Was wäre, wenn sie wüssten?

Ich mache mir diese Gedanken über die Einschätzung meines Wesens gegenüber männlichen Kollegen viel mehr als bei Frauen. Das ist interessant, zeigt mir aber auch, dass ich genügend eigene Erfahrungen gemacht habe, die mir zeigen, dass ich „nicht falsch bin“.

Wenn ein jeder Mann „seine“ Frau findet, erleben immer zwei Menschen ihr eigenes besonderes Glück. Das schlägt jede gesellschaftliche Wertung, nicht wahr?

Es ist immer wieder wunderschön für mich, dass meine Bereitschaft zur Unterwerfung bereits ein Zauber für Dich ist. Meine Fesseln oder Käfige schränken mich objektiv ein, machen mich handlungsunfähig, doch genau diese Insignien tragen mit zu Deiner Bindung an mich bei. Du hast mich eingeschlossen und könntest nun weggehen, Dich nicht weiter um mich kümmern. Nie mehr wiederkommen. Doch Deine Botschaft ist eine andere. Der Käfig macht auch mit Dir etwas, und unsere Begegnung mag oft nicht auf Augenhöhe sein, aber sie hat eine seelische Ausgewogenheit, in welcher wir uns in der Tiefe begegnen. Respekt für einander gehört in jede menschlich berührende Begegnung – für uns ist er erst recht ganz direkt unverzichtbar, und weil wir um den Respekt wissen und ihn immer fühlen können, sind die Restriktionen viel mehr Türöffner zu unserem inneren Wesen. Indem wir eine einzelne Berührung verweigern oder versagt bekommen, werden wir um so offener und befreiter für die alles umfassende Annahme, die über jedem unserer „Spiele“ steht und in der jede Szene endet.

Der Käfig im Spielzimmer öffnet sich irgendwann, die Herzen und Seelen sind niemals verschlossen. Was wir einander in unserem unerschütterlichen Vertrauen geben, beseelt jeden Moment unseres Lebens, durchdringt unseren Alltag und lässt wahrhaftig bleiben, was wir im Lustmoment erleben. Auch wenn ein Paar Femdom auf die sexuelle Ebene beschränken mag, trägt der dabei erfahrene Umgang mit Macht oder Ohnmacht durch die Beziehung.

Mit welcher Ausrichtung auch immer: Partnerschaft, die strahlen lässt, macht das Beste aus uns. Für unsere Welt und uns selbst.

2 Kommentare zu „Ich devoter Mann

  1. Das verrückteste ist die Annahme, Männer hätten immer alles im Griff. Noch verrückter ist es das viele das auch noch selbst glauben. Die Macht der Männer über die Frauen ist doch vorwiegend begründet in der körperlichen Gewalt. Die subtile Macht der Frauen ist in den meisten Beziehungen erheblich. Die sogenannten devoten Männer (sind wir gefühlt nur für unsere eigene Partnerin) versuchen und bemühen sich für offene und klare Verhältnisse und gestehen es ihrer Frau auch zu, dass sie das eigentliche starke Geschlecht sind. Mich nervt es oft in der Öffentlichkeit nicht offen zeigen zu dürfen, wer in vielen Dingen die Entscheidung trifft und auch die Hosen an hat. Ich ertappe mich so oft noch selbst mit den dicken Armen. Die eigentliche Aufgabe der Männer in einer Beziehung ist es das Umfeld zu schützen und das weibliche zu unterstützen. Kurz um ein sehr guter Artikel !
    Gruß
    Mike
    Diener seiner Herrin Anna

    Gefällt 2 Personen

    1. Diener Mike, wir danken Dir für Deinen Kommentar!
      Ich sehe meine eheliche und gesellschaftliche Aufgabe als Mann ganz ähnlich wie Du, und auch mir ist es sehr wichtig, meiner Herrin auch Schutz zu bieten. Da sind auch die dicken Arme gerne mal zuvorderst. Ich habe auch einen dicken Kopf und nicht immer das feine Händchen, zu sehen, wo er NICHT angebracht ist. Was ich beim Lesen Deiner Worte sehe, ist, dass mir im Grunde nur der Hetero auf den Sack geht, der mich in meinem männlichen Verständnis lächerlich und schwach findet. Aber das ist Beschäftigung mit Luft, die sie sich nie einfangen und wegpusten lässt. Wichtig ist am Ende, für DIE EINE Frau DER sklave zu sein, auf den sie sich verlassen und den sie bedingungslos geniessen kann. Und welcher Mann wünscht sich nicht, seinem Weib, seiner Flamme, seiner Frau Genuss zu schenken, ja, damit gleichgesetzt zu werden?

      Gefällt 2 Personen

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