Von der Demut

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Ich bin nicht gerade frei von Selbstmitleid. Doch Du weisst, mich aufzunehmen und mich meiner Eigenverantwortung zuzuführen. Ich bin selbst für mein Leben verantwortlich – vor allem für meinen Blick auf mich und mein Leben. Ich habe es wunderbar. Und jeden Tag, an dem ich es nicht zu sehen vermag, ist ein verlorener. Wie viele Menschen neige ich immer mal wieder dazu, das Problem zu sehen, das Dunkle, die Schwäche – statt mich ins Licht zu stellen, die Sonne herein zu lassen.

Du gibst mir das wunderbarste Beispiel, wie es sein kann, und ich habe längst die Reflexe ausgeräumt, mit denen ich in solchen Vergleichen einfach davon ausgehe, dass Du oder andere es bestimmt einfacher haben. Ich weiss darum, ich fühle mein Dasein nicht nur mehr in spontanen Situationen als Glücksmoment, sondern finde in eine Grundzufriedenheit, zu welcher eine grosse, tiefe Dankbarkeit gehört. Die Demut ist keine Traurigkeit, sie hat einen festen Grund, fühlt die Erde, hat einen sicheren Stand. Demut ist natürliche Bescheidenheit, weiss darum, dass nichts selbstverständlich geschenkt ist und Glück auch eine Lebenserfahrung ist. Mein sklavisches Wesen bringt mir den Zauber der Demut näher. Das tiefe Empfinden fällt mir aber vielleicht nicht leichter als Euch Lesenden – aber ich werde immer wieder zum Einstieg angeleitet, angeregt, geführt. Durch meine Herrin, aber auch durch die Grundimpulse, die zu meinem Wesen gehören. Was ich erleben darf, ist in so vielen Bereichen wunderbare Sinnstiftung, pure Freude.

Ich glaube an eine Führung, einen Schöpfer, eine Begleitung und immer wiederkehrende Zeichen, die mir meinen Sinn in diesem Leben zeigen wollen. Ich glaube an die göttliche Ideen unseres Menschseins. Unsere kognitiven Fähigkeiten erlauben uns die Ausnutzung oder Nutzung der Ressourcen, wir denken über uns nach, sind wie ausgetreten aus unseren Körpern und müssen wieder hineinfinden. Doch wenn uns das gelingt, wenn wir ganz Mensch sind, wie ein Hase ein Hase ist, dann können wir so viel mehr als andere Wesen sehen und in Verbindung mit der Schöpfung stehen.

Und daher zeige ich nicht nur meiner Herrin ihre Göttlichkeit und Grösse, ihre Strahlkraft und Anbetungswürdigkeit – sie zeigt mir die Kraft meines Dienens, wenn ich mein Wesen erkenne und mich fühle – uns zum Wohl und meinem Schöpfer zum Wohlgefallen.

Ich will immer dankbar bleiben und mein Leben annehmen. Tag für Tag. Und beugen wird mein Haupt nicht irgend ein Gram, sondern die Sprachlosigkeit über mein Glück und die Gnade der spürbaren unmittelbaren Nähe meiner Herrin.

Ein Kommentar zu „Von der Demut

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