Was noch sein oder werden könnte

Du magst es nicht, wenn ich zu sehr in einer möglichen Zukunft schwelge. Denn unser Leben, und was uns sicher ist, lebst sich im Jetzt. Und das ist sehr schön. Aber ich möchte doch ein paar Gedanken dazu formulieren, weil sie auch unsere Realität in der Gegenwart beschreiben.

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wir haben wenig Zeit für reale Begegnungen, und Du gestaltest sie so, dass wir Beide befriedigt und voller Ruhe und Freude in entsprechender Harmonie in die letzte Berührung und danach auseinander gehen können. Dadurch ist wenig Zeit und damit Gelegenheit, den härteren Ansprachen nachzuspüren. Damit meine ich nicht, dass mir Elemente fehlen, welche meinen Masochismus ansprechen würden, sondern die Erfahrung, dass Du für meine Disziplinierung mir sehr wohl auch Schmerzen zufügen kannst, und dass Du es scheinbar leichthin machen könntest – mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit welcher Du mich in den Leckdienst befielst. Dabei geht es auch darum, solchen Erfahrungen genügend Zeit hinten an stellen zu können, so dass ich einerseits nicht sehr schnell aus dem Erleben wieder herausgenommen werde, umgekehrt aber für das Danach – eben – erst recht Zeit gegeben ist.

Oft denke ich, vielleicht naiv, dass, wäre Dir körperliche Zucht mehr möglich, meine Abrichtung grössere und schnellere Fortschritte machte, und unsere Bewusstheit tiefere Ebenen auf noch mehr Wegen erreichen würde. Ich bin kein Held im Ertragen von Schmerzen, aber das ist auch nicht das Ziel – sondern die Führung, die mich aus Respekt vor Deinen Massnahmen disziplinierter sein lässt und die unmittelbare Erfahrung, das Erkennen, dass Dir meine Züchtigung kein Hemmnis ist und Deine Gesichtszüge das sehr deutlich zeigen…

Und auch dies: Dir zu zeigen, dass ich Schmerzen leide, wenn ich Dir nur nah sein kann, Sühne leistend oder schlicht Dir beweisend, was Du mir wert bist…

Ich lege Dir diesen Text vor und Du zeigst mir auf, wie ich mich verrenne. Sensation suche. Inszenierung. Du erklärst mir, dass der kleine Schmerz in Seele und Gefühl mehr als ausreicht, um Impulse auszusenden, die uns Entwicklung möglich machen. Keine Session ist dafür nötig, wenn wir gerade dabei sind, mich einzusammeln und ich in die sinnliche phyische und psychische Hingabe eintauche, in der ich das DU lebe und mich in ihm finde. Die Entwicklung geschieht im Hier, und es ist völlig ausreichend, dass ich ganz generell die Ernsthaftigkeit fühle, mit welcher Du mit liebevollem Nachdruck meine entsprechende Werdung förderst.

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