Die Frau, die mich ganz will

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ein ganzes Leben lang habe ich intensiv mit Selbstbefriedigung verbracht. Das hatte Folgen. Ich hatte mir angewöhnt, jegliches Verlangen schnellstmöglich zu befriedigen – in der mir bequemsten Weise. Doch dabei blieb ich immer mit mir allein. Und, ganz der typische Mann, war es oft schlicht Triebfolge, und danach? Pffft, Dampf aus dem Kessel und gut is. Bis zum nächsten Mal. Eine sehr monotone, nur in den Phantasien sehr lebendige Sexualität. Und konkrete, reale Begegnungen waren eh selten – und wurden noch rarer, bis sie ganz fehlten. Druckabbau, das war was Privates, die permanente Notlösung, für die Begegnung genügte mir das nie. Ich suchte, nein, träumte von dem Gegenpart mit gleichen Nöten und gleichen Bedürfnissen – also…. ganz anders verfolgten gleichen Bedürfnissen. Und ich habe Dich gefunden.

Nein, Du hast mich gefunden. Nun wichse ich nicht mehr so viel. Aber nun wichse ich zu wenig. Du willst es durchaus. Du willst präsent sein in meinem Leben, meinem Kopf, und ich tue es auf Befehl und bettel darum, und wenn ich die Erlaubnis habe, erzähle ich davon, dokumentiere, wichse für Dich. Und nur dann, wenn Du es erlaubst. Alles soll zu meinem verfestigten Bewusstsein beitragen, dass ich im Du lebe, alles für Dich mache, nach Dir frage und Dir diene. Und die jetzt praktizierte Selbstbefriedigung ist ein gutes Bild dafür: Der Lohn ist das Empfinden von Gemeinsamkeit. Wichsen stürzt mich – unmittelbar nach dem Höhepunkt – nicht in die elend empfundene Einsamkeit. Meine Phantasien sind nicht länger Phantastereien, sondern werden geteilt und haben in sich den Kern jenes Wissens, das mir immer sagt: Sie sind nicht phantastisch. Alles kann gelebt werden. Wenn es den zweiten Menschen gibt, der es will. Und oh ja, Du teilst meine Phantasien, und einiges haben wir schon umgesetzt. Genug, um mich fühlen, ja, wissen zu lassen, wie sehr ich in allem Verlangen geborgen bin. Und Du hast alles getan, dass ich in Deinen Fesseln aufblühe und Du mein Begehren in JEDER Weise geniessen, steuern, fördern kannst, ohne dass je etwas Anderes in unserem Zentrum stünde, als Deine Lust. Und genau so möchte ich in meinem ganzheitlichen Denken voran kommen – für die Frau, die mich ganz will – und immer wieder bekommen soll.

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