Keine Last

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Vieles kann im Leben eine Last sein und manche von uns haben wahrhaftig schwer daran zu tragen. Meine Ketten sind etwas ganz anderes! Denn sie sind ersehnt, angenommen und bejaht. Und noch etwas ist anders: Ich werde in den Ketten umsorgt und getragen. Sie helfen, mich zu fokussieren auf die Gunst und die Gaben meiner Herrin – und entsprechend glücklich versuche ich, meinerseits alles zu geben, was in mir steckt. Denn es wird mir damit nicht genommen. Es vervielfältigt sich.

Manchmal denke ich, dass sich hoffentlich in manchem Kontakt in meinem Alttag in etwa dies abspielt: Meine Gesprächspartnerin weiss nicht, dass ich und wie ich sklave bin. Und leider weiss ich auch nicht, welche ganz reale Last sie quält. Aber durch mein Glück und die Freude am Geben, ist da Zeit und Aufmerksamkeit, um ihr zuzuhören, wirklich „da“ zu sein. Ich lerne Präsenz für meine Herrin, aber ich kann es überall und immer anwenden. Auch dadurch spreche ich mit der Stimme und den Überzeugungen meiner Herrin, lebe ich das, was auch sie in mir sieht. Ich will Gutes tun, Gutes bewirken, Menschen schlicht durch meine Lebenssicht und -überzeugung helfen. Und manchmal kann ich dann womöglich eine Inspiration sein.

So, wie mich die Fügung zu meiner Herrin geführt hat, so begleitet sie mein Leben weiter und das aller Lesenden. Und Begegnung und körperliche und seelische Berührung brauchen wir alle – und können wir alle geben. Kein Wort, das gesagt oder geschrieben wird, ist vergebens. Es kann auch nicht mehr zurückgenommen werden. Also sollte ich noch viel mehr darauf achten, was ich sage – und wie. Auch beim Schreiben hat jeder Satz eine Farbe, eine Temperatur. Jeder Satz formt auch Zwischenzeilen. Meine von mir in Demut angenommenen Ketten drücken eine Zugehörigkeit aus, ein Versprechen. Die Kraft, die daraus wächst, kann andere Ketten vielleicht nicht sprengen – aber die Fügung kann es. Jederzeit. In diesem Bewusstsein lebe ich und liebe ich. Dich, meine Herrin, und damit alle Liebeswesen dieser Welt und in uns Allen und in der Natur das Wunder der Schöpfung.

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