Eine Installation

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du hast mich tatslächlich an die Wand „gebohrt“… Die einzelnen Elemente meiner Fixierung passen ideal zu meiner Körpergrösse, denn Du hast die Eisen über meine Gelenke gelegt und dann direkt in die Holzwand gebohrt. An der Kopfkiste hast Du zuletzt die Scharniere mit feinen Bohrungen vorbereitet und dann die Schrauben reingedreht, während mit das Hirn noch immer von den Vibrationen und dem Bohrgeräusch brummte. Nun spüre ich nur noch den Zug des Holzes, das leise knarrend auf die letzten Drehungen der Schrauben reagiert.

Du öffnest das Sichtfenster, schaust mir tief in die Augen. Du meinst, dass Du viel zu tun hättest an diesem Wochenende, und ausgehen möchtest Du auch noch. Ich habe nur eine Aufgabe: Deine Botschaften aufzunehmen. Meine Bestimmung zu fühlen und sie vertieft wahrzunehmen und anzunehmen. Mit der Zeit würde meine Position, obwohl scheinbar bequem, anstrengend werden. Aber Du hast Hilfen vorbereitet, wirst mich später noch mit einem Brustring unter den Armen fixieren.

Sollte jemand vorbeikommen, so kann kein Zugriff auf mich erfolgen, den Du nicht billigst. Und dazu greifst Du mir in den Schritt und fühlst, den Stahlkäfig in meinem Schoss in der Hose…

Vielleicht gibt es einen Pissdienst, der zwischendurch kommt und Deinen Schwanz aus meiner Hose holt und mich im Käfig in einen Eimer oder auf den Boden abharnen lässt? Vielleicht machst Du das selbst? Du wirst sicher nach mir schauen, immer mal wieder. Aber wie oft? Und was wirst Du dann mit mir machen? Ich soll mich schlicht als eine Art Kunstinstallation verstehen, die für klare Aussagen steht – für die äussere wie meine innere Betrachtung… Du machst das Tor des Kopfkastens weit auf und befielst mir, den Mund zu öffnen. Du schiebst mir einen Maulplug zwischen die Lippen und schliesst das Türchen. Du öffnest das kleine Sichtfenster, fixierst mich und fragst, ob ich den Plug aus dem Maul drücken kann. Du befielst es mir, und ich versuche es, aber es gibt schlicht nicht genug Platz, der Plug stösst sofort am Türchen an.

Du siehst es mit Freude. „Guuuuut“, befindest Du, öffnest das Törchen wieder ganz und nimmst mir den Plug aus dem Maul. Du machst eine Aufhängeschlaufe um das Schaftende, treibst neben meinem Kopf einen Nagel in die Wand und hängst den Plug daran auf. Perfekt. Du verschliesst die Kopfkiste wieder komplett und dann höre ich Deine Schritte immer leiser werden…

Dann bin ich allein… ?

2 Kommentare zu „Eine Installation

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