Du hilfst mir, Ich zu sein, und nicht viele

credit: Men In Pain – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wer ich bin und wieviele? In Anlehnung an David Precht wage ich die Aussage, dass vor jeder Art von Coming Out die Selbstliebe steht, die keine Ichs mehr erfinden will. Das Coming Out meint dabei nicht den Gang in die Öffentlichkeit, sondern die Öffnung meiner selbst. Viele Lesende werden es selbst kennen und wissen oder empfinden können:

Wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, glaube, einen Teil von mir verstecken oder unterdrücken zu müssen, fechte ich einen ewigen Kampf gegen mich selbst. Denn ganz egal, wie viele Facetten meine Persönlichkeit hat – sie kann sich nur gesund entwickeln, wenn alle prägenden Elemente gesehen und bejaht werden.

Das kann schon eine Aufgabe sein, wenn ich tatsächlich schlicht sexuelle Gelüste habe, die mich verwirren, aber was, wenn dahinter viel mehr steht?

Ich habe mit Dir eine Partnerin gefunden, die ihren Part sehr ganzheitlich empfindet und leben kann und will. Du hast Dein HerrinSein gänzlich bejaht und es immer so verstanden, dass die sexuelle Hingabe Deines sklaven zwar elementar ist, dass Du aber meine Demut und Unterwerfung ganzheitlich willst. Dein grösstes Glück liegt in den alltäglichen Zeichen Deiner Herrschaft, in der überzeugenden, weil empfundenen Demut und Unterwerfung im Tagesablauf, in alltäglichen Gesten und natürlich gelebten Zeichen meiner Unterordnung. Wenn Du mir also in unserer lustvollen Begegnung Schwanz und Sack scharf abbindest, mich bei den Eiern packst, mich unterwirfst und benutzt, mich in sklavenGeschirre und -Harnische zwingst, so fasziniert Dich daran nicht, einen anderen Menschen in mir zu entdecken. Nein, Du hast mich gelehrt, auch und gerade in diesen Erlebnissen das zu suchen, was ich darin als Essenz meines Wesens erkennen kann. Du hältst einen Teil meines ungeteilten Ichs in Deiner kleinen Faust, und Du willst, verlangst, lädst mich ein, das anzunehmen und die Energie, die dabei fliesst, auch in den Alltag mit zu nehmen: Eins werden, sehen, dass alles in einem Kopf und einem Herzen Platz hat, dass ich ganzheitlich geliebt werde und ebenso liebe, das befreit, schenkt Klarheit und Aufrichtigkeit – und einen neuen Stolz für die spannende Persönlichkeit, die wir alle vor dem Spiegel entdecken können. In diesem absolut liebevollen Betrachten angeleitet zu werden, ist natürlich ein ganz grosses Glück!

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