Ewiges Eigentum

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Käfige haben mich früher nie besonders fasziniert. Langweilig. Wegsperren statt Action. Aber das war ein anderes Leben. Eines, in dem ich mir meine atmosphärischen, fühlbaren BDSM-Momente als Gast eines Domina-Studios erkaufte. Die Frau und Domina war eher Statthalterin einer Phantasie, Darstellerin eines unerreichbaren Ideals, und die Stunden hatten eine therapeutische, durchaus wohltuende und doch auch schmerzvolle Funktion, mit welcher ich meine Sehnsucht befrieden konnte. Sie wurde angesprochen, ich in meinem Wesen wurde für mich selbst fühlbar und von der Partnerin auf Zeit geschätzt. Aber Käfig? Das passte nicht dazu. Das war verlorene Zeit intensiverer Ansprachen…

Wie anders ist das heute! Der Käfig nimmt mir nichts. Die Zeit ist nicht flüchtig. Sie verdichtet sich eher. Denn die Frau, die mich einsperrt, ist die Frau meines Lebens. Ich buche sie nicht, sie bleibt nicht für eine vereinbarte Zeit, sondern ist immer da. Was sie tut, ist eine persönliche Feier ihres Eigentums, das auch weiter besteht, wenn sie die Käfigtür öffnet.

Ich liebe den Stolz, den ich bei Dir fühle, den ich sehen kann in Deinen Augen, aber auch in Deiner ganzen Haltung, und es ist bei aller Reduktion, die mir der Käfig auferlegt, auch eine immer wieder fühlbare Gnade für mich, dass allein die Tatsache meiner Gefangenschaft Dich bereits erhebt und entsprechende Gefühle in Dir weckt. Und diese Gefühle wahrzunehmen, ist reines Glück für mich.

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