Die Gnade meiner Öffnung

Die sklavische Öffnung bedeutet, dass ich wahrhaftig nackt werde. Ich gebe Dir nicht nur meinen Körper, ohne etwas bedecken oder verstecken zu können, ich lege auch alle Gedanken und Gefühle in Deine Hand. Fesseln, Eisen, Käfige bekommen andere Bedeutungen. Erst führen sie mich in die Offenlegung, machen fest, was ich versprochen habe oder mir selbst schon eingestanden habe. Nachdruck hilft, mich fallen zu lassen und mich einzufühlen in diesen Zustand, wenn nichts mehr verborgen bleibt und Du in mir lesen kannst, wie wenn alles über mich an Deinem schwarzen Brett angeschlagen wäre.

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Das auszuhalten und zu fühlen, was es mit mir macht, ist eine ganz wunderbare Erfahrung. Von der Scham, dem Versuch, dem eigenen inneren Bild von mir selbst auszuweichen bis zum Erleben, dass alles, was Du siehst, Dir Freude ist – dieser Weg ist reine Gnade, Erlösung, Freude und Erfüllung.

Du siehst mich wie niemand sonst. Du weisst mehr von mir als irgend jemand. Und Du bejahst mich wie kein anderer Mensch. Wie könnte ich denn da anders, als mich geradezu in diese Nacktheit, in dieses Ausgestelltsein hinein zu sehnen? Denn alle Scham schmilzt unter Deinem Lächeln, alle Komplexe werden lächerlich im Erleben Deiner Freude und Lust.

Hier bin ich und Du siehst mich an. Hier muss ich bleiben. Hier will ich bleiben. Und die Fesseln und Gitterstäbe werden zu Deiner Bekräftigung meines Glücks. Ich liebe meine Fesseln!

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