Offenheit für einander

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Als sklave mache ich mich nackt, lege ich mich offen, zeige ich mich ohne Panzer, ohne Schutz und Kleidung. Real und als Bild ist das gültig, und will ich mehr als eine Session-Erfahrung machen, ist es evident und Voraussetzung für tiefe Erfahrungen. Die Herrin begegnet mir als Herrin der Situation vielleicht mit „Reserven“. Sie bestimmt selbst, was sie offen legt. Dominas bedienen mit ihrem Outfit oft auch einen Fetisch. Er ist Teil des Spiels, und Manipulationen müssen nicht böse gemeint sein, sondern können den Wünschen und der Spielvorstellung des Gastes entsprechen.

Ein oder eine Dom aber, die wirklich führt, die ausbildet, formt, abrichtet und akzeptiert, dass der sklave dadurch auch ein Teil ihres Lebens wird, muss ich auch dem sklaven zeigen – und es auch wollen. Die Erfahrung, mit den eigenen Wünschen willkommen zu sein, gehört zu werden, nicht einfach, weil sie befohlen werden, sondern weil in der Erfüllung der sklavische partnerschaftliche Wunsch liegt, der angebeteten Frau die Annahme ihres ganzen Wesens vorzuleben. Vertrauen wächst in allen Beziehungen, auch in der unseren, gegenseitig, und ist unabdingbar. Gerade, weil ich Dich kennen darf, weil ich Deine Sehnsüchte und Wünsche kenne, weil ich Dein Wesen in der Tiefe ergründen darf, spüre ich die Liebe, die Dich strahlen lassen soll.

Noch mache ich mir nicht immer bewusst, welch zartes Wesen Du selbst auch bist, welche manchmal stillen Bedürfnisse von mir viel leichter, schneller und umfassender wahr genommen werden müssten – es genügt eben nicht, nackt vor Lederherrlichkeit zu knien, Erniedrigung zu bejahen. Und es ist schön und gut, dass es nicht reicht. Du bist Mensch, ganzheitliche Person, angebetet und geliebt, und es ist ein ganz besonderes Geschenk an mich, dass ich erfahren und fühlen darf, woran Dein Herz hängt und welche Sicherheiten Du Dir wünschst. Manchmal denke ich, dass ich gerade als sklave besonders acht geben muss, dass ich mir nicht einfach bequem in meinem Status gefalle, in dem Du ja auf einige meiner Dienste zählen kannst. Nein. Gerade für mich ist das doch erst die Initialisierung, mit der ich mein Interesse für Dich und Dein Wohlergehen immer weiter pflege.

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