Komplett ausgeliefert

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Stillgelegt zu werden und all die Regungen, Gedanken und Gefühle auszuhalten, die einen dann überkommen – das ist bereits eine Gnade – und eine Aufgabe für einen Besitzsklaven wie mich. Es ist ja so, dass ich das liebe, dass ich immer dazu ja sagte, würde ich gefragt. Also gehe ich auch mit innerlicher Freude in die Bandagierung. Doch der Kern ist ja, dass Du mich körperlich an den Punkt bringst, wo die Einlassung eine Herausforderung wird. Wenn ich ganz neu erfahre, wie schwer eigentlich mein Körper ist, wie es sich anfühlt, in einer erzwungenen Spannung zu liegen, wenn die Blindheit und Hilflosigkeit sich so meiner bemächtigt, dass ich die innere Ruhe verliere und ich Deine Hand, Deine Präsenz brauche, um die Orientierung wieder zu erlangen.

Und dann greifst Du mir unters Kinn, hebst es an, und ich begreife, dass ich meine Maulfotze zu öffnen habe. Schon nur den Kopf in den Nacken zu legen, setzt meinen Körper unter Spannung, und dann fühle ich den Gummischwanz zwischen meinen Lippen und ganz schnell presst sich der Anschlag des Knebels gegen meine Lippen. Deine Hand ist noch immer da, hält mein Kinn in der Handschale, krallt sich in meinen Kieferknochen, während der Plug mir aufs Zungenbein drückt. Der Plug ist hohl und Deine geschäftigen Hände arbeiten flink… ich bemerke das erst, als das Ende des Röhrchens meinen Gaumen kitzelt… und dann tropft Flüssigkeit wie aus einem Tropfenspender in meinen Rachen und ich weiss ganz genau, dass ich nun nicht in Panik geraten darf, während Deine Hand weiter meinen Kopf anhebt… ich schlucke… ich kann gar nicht anders. Und schmecke nichts… es ist Wasser, muss Wasser sein, und jaaaah, ich bin durstig, und aus der Panik wird Dankbarkeit, und dann fühle ich Deine Wange an der meinen und ich höre Dich sagen:

Und du wirst heute schlucken, was immer ich dir einflösse. Wann immer und so lange ich es will.

Dann fühle ich die stützende Hand nicht mehr und ich lasse meinen ganz schnell sehr schwer werdenden Kopf zur Seite sinken. Vorsichtig fühle ich nach, wie gut ich unterstützend auch durch das Plugröhrchen atmen kann, bis…

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