Das erste Mal

credit: Men In Pain – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Das erste Mal ist prägend, sagt mann. Tatsächlich war ich wild darauf, mein Kopfkino endlich befriedigt zu bekommen. Realität ist dann nochmals etwas anderes, und ganz sicher ist da erst mal gehöriger Respekt… Und das ist ja auch gut so, das gehört immer dazu, wenn aus einem Kopfkino ein Erleben wird. Ich bin sicher nicht der einzige sklave, der sich nur vollständig angekommen und angenommen fühlt, wenn dieser Akt vollzogen wird. Es ist ein sehr mächtiges Signal und ein Vollzug von Besitznahme, die bis dahin die letzte Ernsthaftigkeit nicht besitzt.

Und doch habe ich erfahren, dass alles, was davor an Erfahrungen schon da war, unbedeutend wird, wenn die Penetration die Botschaft jener Frau ist, die aus Liebe wirklichen Besitz an mir ausüben will. Wahnsinn. Die feinfühlige Frau, die Herrin voller Fürsorge und Umsicht fickt mich in den Arsch, in sehr tiefer Ernsthaftigkeit, weil sie damit den Eigentumsanspruch an mir in mein Hirn hämmern will. Danach bleibt nicht nur die Tiefe des Erlebnisses als solches haften, sondern eine Erfahrung, die wie als Beweis für die Vielschichtigkeit unserer Bindung steht. Und sie löscht alle prägenden Momente, die es zuvor in meiner Wesensfindung gab, vielleicht nicht aus, aber sie verblassen völlig – weil, wie bei ganz vielen anderen Erlebnismomenten auch, die neue, wirklich persönliche Erfahrung alles davor Gewesene überlagert. Was davor war, ist nur mehr Vorbereitung, Hinführung, Entwicklungsteil, bis zu diesem Moment, in welchem meine Unterwerfung aufbricht und sich in meiner Anbetung meiner Herrin erfüllt.

Jeder Stoss bekommt etwas Feierliches, wird eine heilige Bekräftigung, und wir kommen beide an unser Ziel. Wie viel Respekt für mich auch immer bei diesem Akt dabei ist, ich will ihn, will diese Erfahrung, diese Botschaft, sauge sie auf, feiere sie, fühle mich sexy und als sklave erkannt und geprägt. Du hast es wunderbar selbst ganz treffend ausgedrückt:

Mein Schwanztraining hat dir deine Stellung aufgezeigt. In uns hat sich neben dem rein pragmatischen Ansatz gleichzeitig viel Aufregung, Spannung, Lust, Erfolg, Geilheit, Stolz Kontrolle, Macht und Unterwerfung, Spieltrieb und Diziplin ausgebreitet.

Ein Kommentar zu „Das erste Mal

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