Beide Seiten kennen, so gut wie möglich

Der Wunsch, selbst auch gefickt zu werden, hat sich erst Jahre nach dem Beginn meiner Entdeckung meines inneren Wesens entwickelt. Lange war da einfach der Wunsch, submissiv demütig der Lust einer Frau zu dienen und sie in ihrem göttlichen Wesen anbeten zu dürfen, meine Hingabe und Verehrung weich, demütig und schwärmend zeigen zu dürfen. Am Anfang standen viele Träume und fast so viel Selfbondage, und die eigene Öffnung für mein Wesen im Kontakt mit Menschen, die damit Geld verdienten. Interessant ist, dass auch da es eine ganze Weile dauerte, bis diese Handlung an mich herangetragen wurde, was zeigt, wie sehr eine Domina in erster Linie das rückmeldet, was Mann selbst schon ausstrahlt und signalisiert. Und das ist gut so, weil die persönliche Verbindung zu guten Stücken imaginär bleibt, weshalb die Erfahrungen nie weiter gehen sollten als die Bereitschaft sich schon ausgebildet hat.

credit: Printscreen, illustriert vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Doch je mehr ich meine Entdeckung und Einlassung mit Frauen im wiederkehrenden Kontakt entwickeln konnte, um so stärker wurde die Symbolik, die im Arschfick des sklaven liegt. So begann ich es mir zu wünschen, so erhielt ich ihn auch und machte erste Erfahrungen. Als ich dann meine Herrin fand, als ich tatsächlich eine Beziehung zu einer dominanten Frau aufbauen durfte, war dies mein sehnlichster und mit wichtigster Wunsch, was meine Vorbereitung zur Abrichtung und meine Konditionierung betraf:

Ich wollte von meiner Herrin gefickt werden. Ich bettelte darum, die Vorstellung allein schon war so mächtig. Ein Hirnfick, der dem Arschfick vorausging, Tag für Tag, bis es – endlich – so weit war. Dieser Tag hat alle früheren Erfahrungen überlagert, und auch da fügte sich in meinem Bewusstsein ein, dass das Davor nur eine Vorbereitung war, eine Öffnung für DEN Akt, DIE Botschaft meiner Besitzerin. Heute ist es für mich Teil meiner Selbstverständlichkeit, Bejahung dafür, dass Penetration eine Machtdemonstration ist, und es ist für mich undenkbar, in Dich einzudringen und nicht selbst erfahren zu haben, was das immer auch bedeutet, wenn ich zu Dir kommen darf:

Es ist die intimste, tollste Erfahrung, Berührung und Begegnung, die wir Menschen machen können, und für mich als submissiver Mann ist sie dadurch erst begreifbar, dass ich selbst weiss, wie unterschiedlich, wie reich und vielfältig die Sprache jedes Ficks sein kann und was er auslöst, weshalb es so wunderbar schön und wichtig ist, wenn er eingebettet ist und bleibt in ein ganzheitliches Beziehungsmuster, indem ich immer weiss und nie vergesse, wer ich bin und welch Gnade ich erfahre. Passiv eh, aber auch und gerade als aktiver Diener.

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