Die ersten und letzten Meter

Sie stand einfach da, zurecht gemacht in den edlen Strümpfen und hochhackigen Schuhen, die er so liebte. Sie war geschmeidig durch die offene Tür getreten und hatte sie hinter sich zufallen lassen, und schaute ihn durchdringend an, bis er seinen Blick auf den Boden richtete. Es lagen nur ein paar Meter zwischen ihnen, doch es waren gleichzeitig gefühlte Kilometer oder auch gar nichts, denn es gab nichts für ihn in diesem Raum als diese Frau an der Tür, und die Meter zwischen ihnen, die er so schnell wie möglich überwinden wollte. Er wartete nur auf ein Zeichen, ein klitzekleines Zeichen, eine unmerkliche Bewegung, einen leisen Befehl.

Dann hob sich ein Absatz ganz leicht und klopfte einmal auf den Boden, und er setzte sich sogleich in Bewegung. Kriechend. Langsam, und doch entschlossen, seiner Herrin seinen Respekt zeigend, mit jedem Stück Weg, das er auf Knien und Händen hinter sich brachte, das Kreuz durchgedrückt, den Kopf gesenkt, die Hand- und Fussgelenke in Eisen gelegt… Und dann kniete er vor ihr. Endlich. Während seine Herrin jeden Moment genoss und die Strecke für sie gerne viel länger hätte sein können, war für ihn das schon vergessen… er blickte auf ihre Füsse, auf die eleganten, wunderschönen Schuhe, und atemlos formte sein gebeugter Körper eine einzige Bitte, die sie ihm schliesslich gewährte:

Ja, mein sklave Felix, du darfst meine Schuhe küssen. Ganz sanft, zart, langsam, immer wieder.

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

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