Ein Raum für das besondere Innere

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Es ist eine wunderbare Welt… und ein jeder dieser BDSM-Räume hat seine Geschichte. Jede Vorrichtung, jedes Utensil erzählt von Erfahrungen und lädt zu eigenen ein… alles dient dazu, Herrin und sklave in ihr eigenes Licht zu rücken, indem sie in ihrer Bestimmung angesprochen werden. Nichts ist beliebig, alles hat seinen Platz, und die zum Ausdruck kommende Hierarchie schafft Klarheit und Freiraum für Macht und Unterwerfung. Wenn du als Suchender zum ersten Mal einen solchen Raum betrittst, ergreift dich oft ein Schwall von Gefühlen und Eindrücken, die sich in einem Widerstreit miteinander befinden. Alles erscheint fremd und ist doch anziehend, und du begreifst, dass all das, was du empfindest und ersehnst, andere längst zum Anlass genommen haben, ihren eigenen gleichen Sehnsüchten eine Realität zu schaffen.

Wer mag in den Käfigen schon alles mit sich gerungen und dann sich fallen gelassen haben? Wer trug die Eisen, die Fesseln auf der Suche nach der eigenen inneren Findung zuletzt? Für was ist dieses Teil, das ich gar nicht kenne? Was macht die Frau wohl mit mir? Was wird es mit mir machen? Und danach gehst du mit einem Sturm an Eindrücken nach Hause, verlässt die Heimlichkeit und behältst sie doch in dir. Die Welt rührt dich an, gibt dir ein Gefühl, das sich aus der Ahnung in ein konkretes Erleben gewandelt hat, und wenn du dich einigermassen lieb hast und deine Domina eine gute Frau ist, wird dir ein Erkennen bleiben, das dich sicherer macht, ganz gleich, wie du dich zukünftig zu deinem inneren Wünschen verhältst.

Ich bin sehr dankbar, dass jede meiner Begegnungen meine Verehrung für die Frauen noch gemehrt hat. Ich habe den Respekt erfahren, der all meine versteckten Gedanken für mich selbst aus dem waberigen Moraldunst befreit hat. Zurück im Licht der Sonne habe ich ein Lichtlein weiter gehütet, das anzuzünden in diesen Räumen nicht schwer war. Gerne bin ich zum offenen Buch geworden – ich habe es nie bereut.

Und nun? Nun schreiben wir gemeinsam unser Buch weiter, entdecken grundlegende Kapitel und wollen nichts anderes, als wir selbst sein. Mehr ist nicht möglich, ist nicht nötig, und mit Respekt und Liebe machen wir es uns schön.

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