Körperliche Schwere, Geistige Leichtigkeit

credit: Captive Male, Illustration: diener der SHI – courtesy of kink.com

Auch das ist eine prägende Erfahrung: Plötzlich in Fesseln ganz plump zu werden, vom eigenen Körpergewicht zu Boden gedrückt, ungelenk, unfähig, die eigene Masse gegen den Willen der Person zu bewegen, die sehr genau weiss, was sie tut und entsprechend zufrieden das hilflose Gebaren beobachtet…

Ich spüre den kalten Boden, mein Kinn liegt schwer auf, während eine Peitsche leicht und luftig über meinen Rücken züngelt… dann spüre ich Deine zarte Hand über meinen Rücken fahren, fühle Deinen Zeigefinger, der die Wirbel meines Rückgrats entlang sich nach unten tastet, und ich fühle die kühle Ohnmacht, dass ich überhaupt nichts gegen die Erkundung tun kann, tun will, denn gleichzeitig mit der Spur, die Du legst, fühle ich Deine Lust an Erkundung, meiner Erforschung, die in dieser Unterwerfung mein Wesen weiter öffnet…. Ich bin auch jetzt ganz da, nicht nur der Flucht nicht fähig, sondern selbst versinkend in meinem Ich, meinem Innern, meinem Bauch, während mein Körper offen und schutzlos Dir ausgeliefert ist.

Doch Du nimmst nicht nur in Besitz, Du nimmst mich immer wieder neu zu Dir, und ich spüre nicht Scham; ich empfange Geborgenheit. Du liest in meinem Buch, und Dir macht die Lektüre immer wieder Freude. Und ich? Mein Körper mag sich schwer anfühlen, mein Geist aber schwebt und erdet sich gleichzeitig. Und dann drehst Du mich um, und …

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