Liebe und Unterwerfung

credit: Divine Bitches – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com – post in english further down

Ich schreibe viel von den Insignien der Unterwerfung. Von Fesseln aus Seilen und Gurten, von Ketten, Pranger und Käfig. Und diese Ausdrucksmittel und Erfahrungsmöglichkeiten und Abrichtungsmittel sind wichtig – sie sind ja auch die optische Thematik, die in jeder Dokumentation und Bildgebung die Wirkung von Submission verdeutlicht. Doch all das bliebe ohne tiefe Wirkung, hätte nur Bedeutung als Spielform für ein Abenteuer, wenn es eben nicht auch den Umgang mit Berührung gäbe. Geschenkte und empfangene Zärtlichkeit, gefühlte und gelebte Liebe macht den Akt der Unterwerfung für uns Beide noch weit bedeutsamer als die schöne Feststellung, dass zwei Spielende das Gleiche lieben.

Wenn Du mich unterwirfst und erniedrigst, suchst Du mein Wesen, öffnest Du meine Seele. Du willst nichts und niemanden zerstören. Wir schaffen eine Welt, in welcher wir uns finden und erfahren können und empfinden in den gesprengten Grenzen des scheinbar Normalen eine andere, ehrliche Authentizität, in der es erst recht darum geht, einander wahrzunehmen und zu achten.

Du bist eine Herrin aus Fleisch und Blut, kein Fabelwesen. Du bist eine Göttin mit Seele und spirituellem Horizont. Du willst nichts zerstört sehen, löst mehr Knoten als Du knüpfst, aber Du erntest die Dankbarkeit Deines sklaven und strahlst in der Welt, die Dich ehrt und anbetet. Und wenn Du mich an Dich drückst, ich mich an Deine Brust schmiege, ich die Wärme Deines Körpers fühle und mich an Dich dränge, dann lächelt der Engel in Dir und fühlt sich die Mutter aller liebenden Wesen in der Bestimmung ihres Lebens daheim. Du atmest den Frieden, die Freude und die Liebe Deines sklaven, und nicht nur ich werde das Licht meines Engels sehen können.


Love and submission

I write a lot about the insignia of submission. Of shackles made of ropes and belts, of chains, pillories and cages. And these means of expression and experience and dressing are important – they are, after all, the visual subject matter that illustrates the effect of submission in every documentary and image. But all this would remain without deep effect, would have significance only as a play form for an adventure, if there were not also the handling of touch. Tenderness given and received, love felt and lived makes the act of submission even more significant for both of us than the beautiful statement that two playful people love the same thing.

When you submit and humiliate me, you seek my essence, you open my soul. You do not want to destroy anything or anyone. We create a world in which we can find and experience ourselves and feel in the blown-up boundaries of the seemingly normal another, honest authenticity, in which it is all the more about perceiving and respecting each other.

You are a mistress of flesh and blood, not a mythical creature. You are a goddess with a soul and spiritual horizon. You don’t want to see anything destroyed, you untie more knots than you tie, but you reap the gratitude of your slave and You shine in the world that honours and adores you. And when You press me against You, I nestle against Your chest, I feel the warmth of Your body and press against You – the angel in your soul smiles and you feel you as the mother of all loving beings in the destiny of your life. You breathe the peace, joy and love of your slave, and I am not the only one who will be able to see the light of my angel.

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