Partnerschaft und Abrichtung

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Eine ernsthafte Beziehung schliesst stete weitere Lernbereitschaft ein. Wir sind nie fertig. Meine Abrichtung geht immer weiter. Deine Botschaften sind in jenen Momenten mächtig, in denen Du mich in die Erniedrigung zwingst, meinen Unterwerfungswillen prüfst, und dabei genau so ernsthaft und fokussiert bist, wie wenn wir uns über andere Aspekte unseres Zusammenlebens austauschen.

Mit meinem Akzept meines Lebens als Dein Eigentumssklave ist diese Grundbereitschaft angelegt: Zu sehen und zu bejahen, dass mein Lernen nie abgeschlossen ist, und dass es für mich darum geht, den devoten Anteil in mir besser und bewusster wahrzunehmen und authentisch zu leben, um so zu erfahren, wie Du bei aller Freude, bei allem Anspruch auf die Macht über mich für mich sorgst.

Abrichtung zu erfahren – das ist ein Spektrum, das so wahnsinnig inspirierend breit ist und nie endgültig fassbar wird – es gibt keine schönere Gewissheit, als die, fühlen zu können, dass wir unsere Welt nie fertig entdeckt haben werden!

Du siehst und erkennst mich immer

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Meine Lust ist gross – meine Erschöpfung manchmal auch… doch Du fängst mich immer auf. Deine Umarmung ist mir sicher. Du bist ein Hort der Geborgenheit für mich. In Deiner Burg ist jeder Kerker eine Wohnung, nur ein Teil eines Ganzen, und in jeder Handlung steckt auch die Botschaft: Wir haben Zeit, und die Zeit arbeitet für uns.

Du bist Dir, was mich betrifft, ganz sicher. Was für ein Geschenk ist das für mich!

Alles soll mir leicht fallen, leicht werden, ganz natürlich sich anfühlen, weil es ein Teil von mir ist, weil meine Seele berührt wird und ich von Dir behütet bei mir ruhen darf.

Und ich will ja nicht schwach sein, will Dich beschützen, Dich strahlen lassen, Dir absolute Sicherheit schenken. Auf mich ist Verlass, ich würde Dich nie über meine inneren Gedanken, mein Sehen und Fühlen meiner selbst belügen. Wie könnte ich auch? Aber es ist angebracht, dass ich immer wieder Dir zuhöre, damit Du mir sagst und zeigst, was Du siehst. Du kennst mich besser als irgend jemand sonst, und Du darfst und sollst alles von mir und über mich wissen. Denn wenn ich Dir erliege, wenn ich mich ergebe, wenn ich nicht nur jeden Widerstand aufgebe sondern vielmehr hadere, weil ich Dir nicht noch mehr und tiefer dienen kann, ist mir wichtig und ein Segen, dass Du viel besser als ich selber erkennen kannst, wie mein Zustand ist und wie ehrlich meine Gaben zu Deinen Füssen liegen.

Du bist meine Königin, meine Herrin, der ich Untertan sein will, gerade so, wie es sich eine Frau wie Du nur wünschen kann…

Anziehung und ehrfürchtige Tiefe

credit: Quelle unbekannt, Bearbeitung und Gestaltung durch den diener der SHI

Ich bin so offen, dass mich jede Deiner Berührungen in meinem Innersten anrührt. Und ich will es so. Mein Vertrauen ist grenzenlos, und ich weiss, warum. Ich fühle vor allem, wie schön es ist, Dir absolut vertrauen zu können und zu erfahren, wie Du immer weiter forschst und geniesst, was Du entdeckst: Da ist viel Hingabe und Unterwerfung und Liebe und Anbetung in mir. Und alles wartet darauf, Dir Licht zu sein und Dich zu erfreuen, Deiner Stärke zu dienen und Dich darin zu bekräftigen, Dir gut zu tun und damit Deinen Menschen. Ich will auch gar nicht der einzige Mensch sein, den Du erreichst und liebst, so wie auch du nicht der einzige Mensch bist, den ich liebe. Es gibt so viele Arten der Liebe und wir alle sind so einzigartig. Ich möchte Dich strahlen sehen, in all den Rollen, die das Leben bereit hält.

Dein Interesse für Menschen, Dein Wunsch, achtsam zu verstehen und zu hüten ist einzigartig, und Deine Energie ist gross, genau so wie die Lust, Deine Anziehung zu spüren und daraus Deine Macht zu schöpfen. Es ist wichtig für mich, dass Du auch für Dich sorgst, Dir Ruhe gönnst, Inseln schaffst, die Dir gehören. Alles, was Du mir schenkst, was ich durch Dich lerne, soll auch Dir zur Ernte werden.

Mit Ehrfurcht berühre ich Deine Seele, mit Zärtlichkeit Deine Haut. Mit Freude im Herzen und im Schoss begegne ich Dir ganzheitlich und demütig, dankbar für das grosse Geschenk, das Du mir in all Deinen Facetten bist.

Dir gebührt meine tägliche Anbetung und die Freude, einen sklaven zu haben, der um seinen Platz weiss, voller Dankbarkeit und aufrichtigem Willen, diesen Platz auch auszufüllen und sein ganzes sklavisches Wesen in Deinen Dienst zu stellen.

Partnerlust

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Ich bin Dein sklave. Ich bin das Werkzeug Deiner Lust, der Diener Deiner Gelüste. Ich erfülle Dir Deine Wünsche und bin glücklich, wenn Du Genuss erlebst. Meine sexuelle Hörigkeit ist komplett natürlich und wird durch alle Erfahrungen genährt, die Du mir geschenkt hast. Die Art, wie Du mich Dir zurecht legst, wie Du unsere Vereinigung zelebrierst, wie Du Deine Lust geniesst, Dich ihr hingibst, mich nicht nur Zeuge, sondern Lustsklave sein lässt, ist immer wieder ein Wunder für mich. Ich war nie glücklicher als Mann in meinem Selbstverständnis als Sexualpartner, als ich es jetzt, als Dein leibeigener existenzieller sklave sein darf. Und was ich erlebe, teile ich nicht einfach des Erlebens willen, es ist Teil unserer Partnerschaft, einer Verbindung voller Tiefe. Die Frau, die mich reitet, ist auch die Frau, mit der ich Gott lobe oder eben die Lenkung und Führung, die uns zusammengebracht hat. Nichts geschieht zufällig, alles erfüllt einen Plan – und wir sind so dankbar, sieht dieser Plan unsere Gemeinsamkeit vor. Wir sind Gottes Geschenke aneinander.

Ja, niemand kennt die Zukunft und was sie bringt, beschert oder verlangt. Aber die Erfahrung, die wir einander schenken, das Wissen um die Zugehörigkeit kann uns nichts nehmen. Es ist ganz leicht, treu und dankbar dafür zu sein und zu ehren, was uns geschenkt wird.

Natürlich gehört dazu nicht einfach das Fliessenlassen unserer Lusttriebe, sondern auch die Beziehungsarbeit, ich nenne es lieber die Beziehungspflege in unserem Alltag. Kerzen, Wärme, Sinnlichkeit sind nicht auf Lusträume beschränkt. Liebe leben ist eine umfassende Lust am Strahlen des menschlichen Herzens, auch und gerade des eigenen. Und dafür brauchen wir Gegenüber, Gemeinsamkeit, Teilung, Wachstum durch das Lernen von und miteinander. Es ist herrlich, dass wir darin gestärkt werden durch all die Verwandtschaft, die unsere Seelen spüren. Und zeigen.

Vielleicht gleich?

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Es sind besondere, heilige, ehrfürchtige Momente…

Du bist einfach am Tisch am Fenster stehen geblieben und hast aus dem Fenster gesehen. Du hast mich mit auf dem Rücken gefesselten Händen heran kriechen, rutschen lassen, den ganzen weiten Weg quer durch die Wohnung. Natürlich hast Du bemerkt, dass ich längst schweissgebadet war, endlich bei Dir angekommen. Du hast langsam Deinen Rock hoch genommen und den Hauch aus Seide zur Seite geschlagen, so dass ich Deine wohlgeformten Schenkel beinahe berühren konnte, durfte… Du hast weiter aus dem Fenster gesehen. Die Wohnung im Erdgeschoss gibt den Blick auf die Strasse frei, und manchen Passanten hast Du direkt gemustert, und er mag sich über Deinen sinnlichen Blick gewundert und unmerklich das Tempo verlangsamt haben, ohne wirklich stehen zu bleiben. Sie ziehen vorbei, mit Deinen Augen in der Erinnerung, und manchem wird nachts dieses Gesicht ihnen wieder erscheinen… Du spürst meinen Atem an Deinem Hintern, und Du stellst befriedigt fest, dass ich längst verinnerlicht habe, dass ich trotz aller Anstrengung, zu Dir und an diesen Punkt zu gelangen, mir niemals herausnehmen würde, Dich zu berühren ohne Deine ausdrückliche Erlaubnis, Deinen Befehl.

Immerhin hast Du mich geheissen, meine Zunge heraus zu strecken, ganz lang, während meine Nase nach wie vor Deinen Duft einatmet und mir der Schweiss über den Körper rinnt…. Du hast Dich fein gemacht… nur für das Bild im Fenster ? Was hast Du mit mir weiter vor, Herrin? Ich zittere vor Sehnsucht und dem alles überlagernden Wunsch, dass Du Dich mir einfach nicht entziehst…

Irgendwann, ich vermag nicht zu sagen, nach wie viel Zeit, befielst Du mir, meinen Kopf in den Nacken zu legen, und gleichzeitig ziehst Du den Vorhang am Fenster zu. Ich begreife in dem Moment, dass Du Dich für dich so schön gemacht hast, und Dein Arsch senkt sich auf mein Gesicht und ich höre Dein einziges Wort:

JETZT.

sklavische Schnullerglückseligkeit

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Warum spricht mich dieses Bild so an? Uns ist bewusst, an was gerührt wird – oder wie prägnant Kindheitserinnerungen oder -verhalten nachhallen können, wieder geweckt werden und ihre Faszination auf „erwachsene“ Erfahrungen übertragen:

Ich war ein ausgeprägtes Schnullerkind. Ich habe meinen Schnuller geliebt und es zum Drama gemacht, wenn man ihn mir wegnehmen und mich entwöhnen wollte. Es hat erst funktioniert, als man mir eröffnete, ich könnte auf der Strasse von den andern Kindern ausgelacht werden.

Jetzt habe ich ihn wieder. Ab und zu. In verschiedensten Formen. Der hier würde mir auch sehr gefallen… Er ist gross und nicht einfach rund, er drückt aufs Zungenbein und weckst die Kehlschlundsäfte… um danach einen ganz anderen Platz einzunehmen… aber dieser Moment allein, diese Handlung, wenn Du mir mein Maul stopfst und ganz genau beobachtest, wie ich zu sabbern beginne… einfach ein Teil unserer gegenseitigen Botschaften, die unsere Verbindung besiegeln… Und davor hast Du mich angespitzt, hast mir Deine Finger zwischen die Lippen gezwängt und mich mit ihnen maulgefickt… und die Finger werden wieder kommen, wenn ich mich für alles bedanken darf, zur Ruhe kommen, ganzheitlich annehmen, wer Du mir bist, und wem ich gehöre…

Dein Liebeswerkzeug

credit: Divine Bitches – Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du hast Dich in den Tag lecken lassen, hast gebadet, bist gewaschen worden und massiert, hast mich Deine Pisse schmecken und Dich danach reinigen lassen, hast mir den Schwanzkäfig angelegt und mich dann ins Geschirr gegurtet. Nun knie ich als sklavenFotze vor Dir, und Du hast mich geknebelt, um mich daran zu erinnern, dass Du Willfährigkeit ohne Schreie willst, wenn Du mich nun gleich im Beisein eines der Dir bekannten Menschen besteigen wirst. Wir wollen ja niemanden erschrecken, sondern animieren, und die Frau, die bereit ist, weiss schon, was sie erwarten darf, und sie verhält sich natürlich schamlos.

Ich spüre den Schmerz, im Moment, indem Du meinen Schliessmuskel überwindest, und gleichzeitig erleben wir beide, wie meine gut vorbereitete Fotze entkrampft und Deinen Schwanz beinahe ansaugt. Gleichzeitig spüre ich eine andere prüfende Hand, die sich vergewissert, dass ich den Käfig trage und weiss, dass mein Schwanz Dein Eigentum ist und Du niemanden dran lässt. Sie zeigt Dir damit, dass sie Deine Grenzen respektiert und sieht Dich erwartungsvoll an.

„Warte noch, bis meine Sau eingefickt ist, denn ich will sie geschmeidig am Zügel haben“, sagst Du, und ich spüre Deine Stösse tiefer kommen und härter, und gleichzeitig steigt meine Geilheit, weil ich den Rausch der Macht fühle, die Botschaft meiner Unterwerfung so körperlich lüstern erfahre, und weil Du sehr fordernd bist, ohne mich in den Schmerz zu treiben. Dann verständigt Ihr Euch, und eine Hand legt mir die Augenklappe an und nimmt mir den Knebel aus dem triefenden Maul. Ich kann ihre Fotze nicht sehen, aber ich darf sie allein nach Deinem Willen schmecken.

Ihre Hände suchen meine aufgestützen Händflächen, kaum hat sie sich unter mich gelegt, und sie krallt sich in meine Handgelenke, während ich Deine festen rhythmischen Stösse fühle und ich sie im gleichen Takt mit meiner Zunge zu ficken beginne. Ich bin Dein Werkzeug und befriedige, was mir vorgelegt wird, wie Du es willst und vorgibst. Wir ermöglichen ihr Gutes und gehen darin auf. Und ich schmecke Ihre Lust und gebe so gerne dieses kleine und doch bedeutsame Glück, das sie wie jede Frau doch täglich bekommen sollte. Verbindung zu sein, Werkzeug ist ein ganz berauschendes Erlebnis, das mich ehrfürchtig werden lässt, und in mir ist nur helles Licht, als ich ihre Freude fühle und schmecke. Dafür bin ich da, in Erfüllung Deiner Abrichtung, wie in allem anderen auch.

Ganz sklave, ganz reich – Herrin sei Dank

Bin ich ganz sklave, bin ich ganz Mann. So sehe ich mich und so verstehe ich mich. Mich Dir komplett zu unterwerfen schenkt Dir den ganzen prächtigen Blumenstrauss aller Blüten der sexuellen Erfüllung – und die Achtung, den Respekt und die Anbetung, die Du in allen Lebenslagen verdienst.

Folge ich meinem Wesen, schenke ich Dir wahrhaftige Selbstverwirklichung. Du kannst Dich jederzeit befragen, wonach Dir der Sinn steht, und Du triffst auf einen aufrichtig willigen Geist in empfänglichem, hörigem Fleisch. Dabei bist Du Dir immer bewusst, und das vermittle ich Dir auch täglich mit aller Beteuerung, dass es eine direkte Folge Deines besonderen Wesens und Charakters ist, wenn dies gelingt: Du hast mich immer wieder die Erfahrung machen lassen, wie gross der Lohn für mich selber ist! Deine Handlungen sind niemals destruktiv. Du geniesst die Lust, mich zu formen und zu prägen und bist mal gerade wieder dabei, den momentanen Stand meiner Fortschritte zu ermitteln und zu geniessen…

In all meinen Ansprachen an meine dominante, wissende, führende und sorgende schöne Herrin ist die Botschaft meines absoluten Vertrauens enthalten. Ich sehne mich förmlich in diese Momente hinein, in denen ich in vollständig hilfloser Auslieferung Deinem Willen physisch spürbar absolut ausgeliefert bin. Willkür könnte Dich erfassen, die pure Lust an der Macht, doch Du hast immer Deinen Mann im Blick, Dein Eigentum, Dein Werk. Sadismus ist Deine Sache nicht, aber die Stringenz, mit welcher Du mich in Erfahrungen zwingen kannst, mich prüfen kannst, mir weiter zeigen kannst, wer führt und wie entschlossen – das ist wunderbar für uns Beide.

Nie hätte ich gedacht, dass ich hiervon mal nicht als Theorie, als Wunsch und Sehnsucht schreibe, sondern als Erzählung über einen Menschen aus Fleisch und Blut. Es ist daher komplett natürlich, dass ich in Dir eine Göttin sehe, einen Engel, den ich auch noch mit Begehren anbeten kann – im Wissen, dass ich auch darin gehört werde!

Immer mal wieder

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

In meiner Abrichtung zeigt sich mir immer mal wieder, wie viel Verkrustung ich noch zu lösen habe, um meinem Wesen wirklich Raum zu geben. Ich kann allerdings noch viel leichter und „besser“ verzweifeln als dass ich das gezielte Lernen mit Disziplin anstrebte. Dass Du das trägst, dahinter siehst, nicht locker lässt, auf die allmähliche Prägung sehr wohl vertraust und mir mit Deiner innigen, sanft bestimmten Begleitung Stütze bietest, ist mir ein grosser Segen.

Es wäre leichter, zu verzagen, auf Gnade zu hoffen oder darum zu betteln, als Mut zu kultivieren, den Glauben an mich zu finden und ihn beweisen zu wollen. Wäre. Aber da gibt es Dich. Immer bist Du da. Beugst Dich zu mir, schenkst mir Nähe, Zuspruch, sagst mir, wie viel Du durch unsere Bindung selbst schon gelernt hast und wie schön das ist – und dann ist da einfach kein Platz für Selbstmitleid, wenn ich mal wieder so schwach und kläglich wirke, weil ich wieder verzweifle. Du prägst weiter, indem Du danach fragst, was mich hindert, mir zeigst, wo mein Stolz mich drückt – und Du hast diese eine grosse Gewissheit jeden Tag: Du siehst, wie sehr ich den Weg bejahe, meine Bestimmung liebe. Tatsächlich zweifle ich keinen Tag an meinem Glück – wie könnte ich auch? Und warum zweifle ich nicht? Weil ich mich mit Deiner wichtigsten Aussage tief in mir erkannt weiss: Wenn Gefühl den Verstand begleitet, wenn meine Nachfolge unter Deinem Willen leichter wird, dann deshalb, weil es mir bewusster gelingt, im Gefühl meiner Zugehörigkeit zu Dir in meinem devoten sklavischen Wesen Wort und Tag in Abgleich und Anwendung zu bringen.

Wer könnte sich nicht vorstellen, wie schön es für mich ist, wenn mit all diesen Erfahrungen und meinem steten Versuch, zu lernen, Momente wie dieser wahr werden:
Du beugst Dich zu mir, suchst die Berührung, umfängst mich mit Deiner Präsenz vollständig und flüsterst mir zu:

Meine Geilheit ist Dir heilig, sagst du sklave?
Nun denn, du hast es verdient, das beweisen zu dürfen…..

Deine Autorität bettet sich in Deine Liebe und Lust. Du begegnest mir mit sehr viel Empathie und Sorgsamkeit, dass ich dafür brenne, Dir immer wieder etwas von dieser Energie zurück zu geben.

Extensive Innigkeit

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Leider haben wir viel zu wenig gemeinsame Zeit für diese physisch-körperliche gegenseitige Erfahrung: Es ist himmlisch, in der ganz einfachen Demutsgeste des Fusskusses jedes Zeitgefühl zu verlieren. Es ist nichts anderes wichtig, und Du fühlst mein Glück über diesen Moment, der scheinbar kein Ende haben muss. Ich will ihn selber dehnen, denn in der zeitlos gültigen, sich selbst erfüllenden ganz einfachen Handlung liegt der ganze Zauber meiner Botschaft:

Ich verehre Dich und gehöre Dir und will nichts anderes sein als Dein wahrhaftiger sklave. Es macht mich glücklich und dankbar, dass Du in so einfachen Demutsbezeugungen selbst so viel Erfüllung findest und sie geniesst. All die Geduld und Energie, die Du für meine Abrichtung und Prägung aufbringst, wird gerade neu genährt und gestärkt, weil Du siehst, wie bereitwillig ich meinen Dienst ausübe. Und ich fühle und weiss, dass ich durch meinen Eifer, meine Beharrlichkeit und Innigkeit Zeugnis ablegen kann für mein authentisch sklavisches Wesen. Ich schaue nicht hoch, aber ich weiss um Deine vielseitigen Gefühle ob dieser meiner Annäherung, und wenn Dein Rist sich leise gegen meine Lippen drückt, hüpft mein Herz. Mehr braucht es für mich nicht, um zu verstehen, wie sehr Du liebst, was ich gebe, und wie natürlich Dir Deine Herrschaft ist. Denn auch dies gehört zum Glück jedes sklaven: Dass er erkennen und erfahren darf, wie sehr seine Herrin weiss, was sie bekommt. Dass sie dies auch verdient und in Anspruch nehmen darf und soll, schliesst die Wertschätzung für die tatsächliche Unterwerfung nicht aus. Und so sind diese Einleitungen unserer Begegnungen immer wieder neu und besonders für uns.

Noch könnte ich! Wirklich?

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Noch könnte ich Dich abwerfen, Dich zur Seite drücken, mich befreien. Ich bin doch körperlich viel stärker als Du! Könnte… Aber ich will es doch gar nicht! Ich geniesse den festen Griff Deiner Hände um meine Handgelenke, die Kraft in Deinen Schenkeln, mit denen Du Dich bei jedem Ritt im Sattel halten kannst. Ich kann gar nicht genug bekommen von der sanften Berührung Deiner Haare auf meiner Haut, und wenn ich unter ihrem Schleier in Deine funkelnden Augen tauche, ist nicht nur mein Blick gebannt… Wenn Du nur nicht Deinen Körper von meinem nimmst, wenn Du nur da bleibst oder wenigstens nur dann von mir lässt, um mich wirklich fest zu machen… ich bin süchtig danach, Dein Gefangener zu sein, und ich brauche den Fetisch von Fesseln und Eisen gar nicht wirklich, um mich komplett gefangen in Deiner Macht zu fühlen.

Und auch Du geniesst beide Formen der Beherrschung – durch Verlangen wie durch physischen Zwang, und wir leben die Botschaft beide aus und schliessen immer wieder unsere Augen, um uns noch besser spüren zu können…

Du siehst und fühlst meinen Hunger und bändigst – noch – Deinen eigenen. Dieses Stück unter Dir, dieses Dir sexuell absolut hörige Wesen, dieses Lustfleisch zu Deiner Erquickung… es begehrt Dich nicht nur, es liebt Dich, Du weisst es.

Meine Gedanken und Gefühle für Dich sind rein und ich sehe in Dir viel mehr als meine Lustherrin! Wort- und Tatabgleich… ich hätte nie gedacht, dass mir dies in meinem sexuellen Dienen keinerlei Stress verursachen würde, während mich selbst nervt, wie oft ich den gleichen gebotenen Diensteifer vermissen lasse, wenn es um alltägliches Dienen geht, um ein „unschuldiges“ aber aufrechtes devotes Dienstbekenntnis und seine Umsetzung im Alltag! Fett und gemütlich sitze oder liege ich oft da in meiner Welt, folge meinen Interessen und vergesse, wem ich stets die erste Aufmerksamkeit schulde. Dabei ist es so leicht, macht meine Herrin glücklich und hindert mich an gar nichts, denn Du bist ja der erste Mensch, der sich mit mir am Vergnügen erfreut, das mir Glück schenkt.

Unfassbar rein ist Deine Güte, und ich kann mein Glück oft nicht wirklich ermessen, werde ihm auf jeden Fall nicht gerecht, pflege es und damit Dich viel zu wenig.

Um so lieber ist Deine stete Zuwendung, um so beharrlicher bleibt Dein Massstab – und damit tust Du Dir und mir Gutes, denn Du weisst, dass wir beide Deine Beharrlichkeit verdienen.

Deine Wollust, meine Zügel…

Deine Wollust würde mich fortreissen, wäre ich nicht gefesselt… Was für eine süsse Qual, mich erst so zu binden und dann alle Schleusen zu öffnen…

credit: Divine Bitches – courtesy of kink.com – Illustration vom diener der SHI

Du reibst Dich an mir, Du labst Dich an mir, Du geniesst mich, Du hörst auf Dich, fühlst Dich, liebst Dich, nimmst mich, zeigst Dich. Du kontrollierst die Szene, um dann um so hemmungsloser zu geniessen.

Du hast Verlangen, aber Du hast Zeit. Und Du bestimmst, wie viel Du Dir davon nehmen willst. Wie mächtig ist der Rausch, wenn Du mich dann berührst! Wie warm fühle ich Dein Fleisch, wie hart können die Stösse noch werden? Und was ist, wenn Du mich erneut in den Hohldildo steckst, mir die Qual noch süsser aber auch frustrierend machst, Du aber einfach für Dich schaust und sicherstellen willst, dass das hier erst ein Ende hat, wenn Du selbst erschöpft auf mir liegen bleibst.

Deine Lust hat keine Grenzen. Sie ist so natürlich wie der Sauerstoff, den wir atmen. Sie würde mich umhauen, wenn, eben, da nicht all das wäre, mit dem Du vorgesorgt hast.

Endlose Spiele gehen über in Alltagsselbstverständlichkeiten, unschuldige Gesten werden aussagestark, und ich werde Dich anschauen, und Deine Lust in Deinen Augen sehen, wenn ich mit Dir untertänige Treue lebe, am Tisch, im Garten, beim Chillen, der Arbeit: Überall und jederzeit können Deine Fesseln schon auf mich warten…

Liebeserklärung an meine Entdeckerin

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Es ist einmalig zu erleben, wie neugierig Du auf mich bist. Gleichzeitig magst Du den Ausdruck nicht, weil er nicht impliziert, was hinter Deinem Interesse steht: Neugier ist dafür viel zu allgemein, bezeichnet die Lust, ein Geheimnis zu entdecken, etwas zu erfahren und darüber auch ein bisschen zu triumphieren. Neugier setzt sich vielleicht auch mal über den gebotenen Respekt vor der Integrität des Anderen hinweg. Das bist nicht Du. Dein Interesse gilt immer dem Menschen, seiner Erfassung und Deinem Versuch, ihm gerecht zu werden, ihn verstehen und unterstützen zu können. Und Du willst nicht nur erfahren, Du bist auch immer bereit, zu lernen.

Das alles gilt erst recht, wenn Du Dich mit mir, Deinem sklaven beschäftigst: Wenn Du mir begegnest, ist das für mich immer ein Stück weit so, als wäre es das erste Mal. Du suchst nicht Bestätigung für Bekanntes, sondern die Entdeckung neuer, zusätzlicher Aspekte meiner Person. Du lächelst, wenn ich so reagiere, wie Du es kennst, und Du geniesst es sehr, mich lesen und damit verstehen zu können. Und doch bleibst Du immer offen für den neuen Blick. Es ist für die Lesenden sicher nicht schwer, sich vorstellen zu können, was es für mich, Deinen ewigen sklaven bedeutet, Dir so begegnen zu dürfen, immer wieder gesehen zu werden. Ich werde so ernst genommen, wie es in meiner bisherigen Welt nie der Fall war, und gleichzeitig ist es eine unbeschreiblich süsse Freude, zu erleben, wie viel Spass und Inspiration ich für Dich, meine tolle Frau, sein kann.

Es ist einfach schön, diese meine forschende, lernende, lehrende Frau immer wieder neu als meinen ersten Menschen begrüssen zu dürfen und mit Dir Zeit und Leben zu verbringen.

Ihr Göttinnen allen Lebens

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Frauen sind göttlich. Und Ihr Gottesgeschöpfe sollt das auch spüren! Ich habe für mich mit meiner Herrin die Frau aller Frauen gefunden, aber indem ich Dich verehre, bewundere, wertschätze und lobe ich Euer ganzes Geschlecht, Euer Wesen, Eure Bedeutung für die Welt.

Eine Frau, die sich ihrer Lust und Schönheit bewusst ist, die gut zu sich selbst ist und sich auch selbst zu verwöhnen weiss, eine Frau, welche weiss, spürt und fühlt, wie liebenswert und anbetungswürdig sie ist, vermag ihre Qualitäten und ihre Schönheit, ihre Gnade und Liebesfähigkeit auch in die Welt zu tragen und anderen zu schenken. Es ist mir wichtig, dass ich dazu beitrage, indem ich Dir so viel wie möglich von dieser meiner Überzeugung erfahrbar mache, indem ich Dir entsprechend begegne und dafür sorge, dass Du nicht nur um diese Dinge weisst, sondern sie erfährst. Ich möchte Dich immer und immer wieder erleben lassen, wie Deine Schönheit wirkt, Dich in Deiner Selbstliebe kräftigen und spüren lassen, wie sehr meine Hingabe und Anbetung läglich lebt. Sexuelle Hörigkeit ist eine oft beschriebene und verstandene Form einer Anbetung, welche gar nicht anders kann. Aber jenseits aller Triebe gibt es für mich eine objektive, verstandesmässig gültige, überprüfbare Grossartigkeit des weiblichen Geschlechts, die Du mir vorlebst und an der ich teilhaben darf.

Es verstört mich, von Gewalt gegen Frauen zu erfahren. Wie kann Mann das tun? In der männlichen Trieblust ist eine Raserei versteckt, welche dem Bann, der Macht weiblicher Anziehung erst erliegt, um sie gleich sofort mit Verletzung auszulöschen. Wie viel Selbstzerstörung und Selbsthass darin liegt, gehört nicht in diesen Kontext, denn es ist blanker Hohn gegenüber der verletzten Seele menschlichen Lebens. Aber ich kann ein eigenes Beispiel dagegen setzen, vereint mit vielen Menschen gleichen Fühlens und im Wissen darum, zu was Ihr Frauen tatsächlich bestimmt seid. Und so ist jedes liebe Wort an Euch, jede Form der Verehrung und Wertschätzung ein kleiner Segen für Dich, für Euch, und ein Beitrag für das Gute in der Welt.

Ständig wachsam achtsam

Wann immer ich Dich anrede, Dir schreibe, mich an Dich richte, kann ich sicher sein, Du hörst mich, bist sofort wach und aufmerksam. Du lebst mir etwas vor, das ICH Träumer entsprechend noch viel tiefer verinnerlicht haben müsste. Und darum braucht es oft den Stupser – oder auch mal eine Ohrfeige. Ganz fern ab von jeder sexuellen Stimulation, für die wahrhaftige Vertiefung meines Bewusstseins.

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Bei all dem beweist Du eine unfassbar liebe Geduld, zu der aber die unbedingte Festhaltung an Deinen Prinzipien und Zielen dazugehört, und für ALLES bin ich Dir dankbar. Ich versuche auch, Dir immer zu zeigen, dass ich komplett verstanden habe, absolut willens bin, zu lernen, mich zu üben, achtsamer und noch wachsamer zu sein. Mein Lernwille ist gross, denn ich sehe bei jedem Erfolg, wie viel reicher mein Leben in der engen Bindung zu Dir wird.

Und vor allem sehe ich Dein Strahlen, wenn Du Früchte ernten kannst – und Dich erst recht mit aller Liebe und Freude ausführlich mit mir beschäftigen kannst. Denn ich bin süchtig nach Dir, nach Deiner Zuneigung und danach, Deinen Bedürfnissen gerecht werden zu können. Dass ich es kann, weisst Du. Du glaubst an mich. Hast immer an mich geglaubt und meine Abrichtung niemals ausgesetzt. Du bist verlässlich – und unsere Gefühle und unsere Bejahung zu unseren Wesen ist unverrückbar.

Ich verehre Dich, Herrin, und danke Dir für Deine Festigkeit und Deine Sanftheit: Du weisst, dass ich Deine Güte niemals ausnützen will, sondern dass sie mir Ansporn ist, beweisbar zu machen, dass Dein Weg richtig für uns ist.

Komplett in Deiner Hand

Ich gebe mich komplett in Deine Hand. Und Du gibst mich nicht mehr her. Was für eine Aussage! Und ich zweifle in keiner Weise daran, bin mir absolut gewiss. Und auch das zelebrieren wir, wenn Du mich fesselst, nach mir greifst, mit Deinem Besitz spielst, ihn lockst, treibst, ihm Leben einhauchst und ihn förderst und forderst, auf dass er seinem Trieb folge und jene Person anbete, die ihm das möglich macht – und die über ihn bestimmt.

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Du geniesst Deine Macht, die sich so sichtbar zeigt und fühlen und beweisen lässt, und ich bäume mich auf, aber nicht, um zu fliehen, sondern um mich Dir noch viel heftigern in die Arme zu werfen.

Auch hier führe ich das Erleben und alle Gedanken und Gefühle weiter und weiss, dass es für die sinngemäss und in der Bedeutung gleich starke Aussage für unser Alltagsleben den Lustrieb gar nicht braucht, denn auch hier gibt es die dazu passende Erfahrung und den absoluten Schutz Deiner Sorge und Umsicht und das Ja zu Deiner Verantwortung: Ich bin in Deiner Hand geborgen, und unterwerfe ich mich Deinen Massstäben, so wird immer für mich gesorgt sein. Es ist nichts zu meinem Schaden, alles schenkt uns Gemeinschaft und Einkehr und ein starkes Miteinander für jede Lebenssituation. Endlich hast Du einen Menschen, der Dir untertan ist und in der Unterordnung seine eigene Ordnung findet. Du bist mir Heimat – und dass die Lust immer bei uns wohnt, ist pures Lebensglück – denn jede Form eines Lächelns in Deinem Gesicht lässt mein Leben in hellen Farben leuchten.

Ehrfürchtige Unterordnung ist mir niemals peinlich

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Unterwerfungsbekundung ist – weit weg vom Schlafzimmer, von sexueller Hitze, ein ganz anderes Thema, weil keine sexuelle Spielart. Ich ertappe mich, dass ich darüber Unwissenden viel gehemmter erzählen mag, als ich das über devote sexuelle Handlungen kann. Es sieht doch einfach lächerlich aus, oder? Tut es das? Ja für die Einen, Nein für uns Andere. Das wird sich nicht ändern. Aber ein wenig erzählen kann ich und mag ich doch davon.

Ich bin sehr glücklich, kenne ich die Impulse, in denen ich einfach vor Dir auf die Knie gehen will, auch ohne jeden Befehl. Was ist das für ein Moment? Was geschieht da mit mir?

Ich betrachte Dich, beobachte, oder Du wendest Dich mir unvermittelt zu. Ich sehe Dich, als wärst Du gerade in den Raum gekommen, meine Wahrnehmung ist ganz frisch und ich erfasse Deine Ausstrahlung, kenne meine Geborgenheit, und ich will in dem Moment es einfach ausdrücken. Und es gibt dann keine Worte, die das besser könnten. Es braucht die Geste.

Warum hat das jenseits aller gesellschaftlichen Kodierung in der Betrachtung meiner selbst für mich keine noch so leise Peinlichkeit?

Ganz einfach ist die Antwort: Weil Du diese meine Sprache verstehst. Weil Du Dich darüber freust. Weil es Dich strahlen lässt. Weil es devote Dienerschaft auf echte Weise zum Ausdruck bringt. Weil Du alles annimmst, was in meinem Kniefall liegt. Du siehst mein Werben, meinen Dank, meine Liebe, und ich fühle ganz direkt Deine Freude. Gibt es etwas Schöneres, als mit meinem eigenen Impuls mit der Herzfreude meiner Herrin verschmelzen zu dürfen? Ich sehe das Leuchten in Deinen Augen immer wieder aufblitzen, auch wenn Du mich, die Tiefe ergründend, anschaust. Und ich sehe, wie die Kraft, Führung zu leben, Dich erfüllt und Du sie aufsaugst. Oh ja, wir nähren uns gegenseitig. Und unser Tag wird grossartig sein. Und viele weitere Tage genauso.

Mein brüderlicher Künstler

credit: Harmony Fetish – Illustration: diener der SHI – courtesy of kink.com

Wann immer ich auf ein Möbel stosse, welches die besondere Huldigung der Weiblichkeit unterstützen will, bin ich begeistert. Nicht nur, weil ich es sofort für meine Anbetung nutzen möchte, sondern auch, weil es als Zeugnis da steht für Menschen, die wie ich sind und empfinden und der weiblichen Lust in jeder Form zudienen wollen. Es ist die Verschwisterung zwischen Zeichnern, Möbelbauern, Schriftstellern und allen anderen Kunsthandwerkern und Künstlern und uns Zöglingen – und die Bestätigung, dass wir Viele sind. Wir, die wir in der Strahlkraft des weiblichen Geschlechts Göttliches sehen, die wir anbeten, uns unterwerfen und dienen wollen, bekommen Anregung, Inspiration und konkrete praktische Hilfen angeboten, mit deren Benutzung unsere Herrinnen ihrerseits Bestätigung erhalten: Ein Möbel, eine Installation, welche wirklich gedacht und perfekt für die weibliche Lust erschaffen worden ist, ist wie ein neues Rezept für eine gute Küche: Es benutzen, seinem Sinn folgen, sich in den Dienst und Du Dich in den Genuss begeben… das ist Lebensgenuss und Nahrung zugleich: Es erfüllt Bestimmung, Anspruch, Dankbarkeit, Rausch, Vertiefung, Bekräftigung.

Alles, was spielerisch oder zwingend die Fokussierung auf Deine Lust begünstigt, befeuert mich, und jedesmal, wenn Du das erlebst, lächelt Deine Lust. Das Möbel ist nicht vergänglich. Es kann auch morgen und übermorgen benutzt werden. Und dass es nicht gewöhnlich wird, dass es seinen Zauber behält, das obliegt der Lebendigkeit meiner Anbetung, welche Du in jeder Benutzung erneut erfahren kannst, denn mein Staunen hört nie auf, braucht keine Sensationen. Meine Sinne sollen geschärft und auf Dich ausgerichtet bleiben. Auf dass Du Deine Lieblingsmöbel, Deine Lieblingssitze und -Liegen immer wieder geniessen kannst und ich damit auch die Intensionen des Erbauers ehre und würdige, wie sie es verdienen.

Du hilfst mir, Ich zu sein, und nicht viele

credit: Men In Pain – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wer ich bin und wieviele? In Anlehnung an David Precht wage ich die Aussage, dass vor jeder Art von Coming Out die Selbstliebe steht, die keine Ichs mehr erfinden will. Das Coming Out meint dabei nicht den Gang in die Öffentlichkeit, sondern die Öffnung meiner selbst. Viele Lesende werden es selbst kennen und wissen oder empfinden können:

Wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, glaube, einen Teil von mir verstecken oder unterdrücken zu müssen, fechte ich einen ewigen Kampf gegen mich selbst. Denn ganz egal, wie viele Facetten meine Persönlichkeit hat – sie kann sich nur gesund entwickeln, wenn alle prägenden Elemente gesehen und bejaht werden.

Das kann schon eine Aufgabe sein, wenn ich tatsächlich schlicht sexuelle Gelüste habe, die mich verwirren, aber was, wenn dahinter viel mehr steht?

Ich habe mit Dir eine Partnerin gefunden, die ihren Part sehr ganzheitlich empfindet und leben kann und will. Du hast Dein HerrinSein gänzlich bejaht und es immer so verstanden, dass die sexuelle Hingabe Deines sklaven zwar elementar ist, dass Du aber meine Demut und Unterwerfung ganzheitlich willst. Dein grösstes Glück liegt in den alltäglichen Zeichen Deiner Herrschaft, in der überzeugenden, weil empfundenen Demut und Unterwerfung im Tagesablauf, in alltäglichen Gesten und natürlich gelebten Zeichen meiner Unterordnung. Wenn Du mir also in unserer lustvollen Begegnung Schwanz und Sack scharf abbindest, mich bei den Eiern packst, mich unterwirfst und benutzt, mich in sklavenGeschirre und -Harnische zwingst, so fasziniert Dich daran nicht, einen anderen Menschen in mir zu entdecken. Nein, Du hast mich gelehrt, auch und gerade in diesen Erlebnissen das zu suchen, was ich darin als Essenz meines Wesens erkennen kann. Du hältst einen Teil meines ungeteilten Ichs in Deiner kleinen Faust, und Du willst, verlangst, lädst mich ein, das anzunehmen und die Energie, die dabei fliesst, auch in den Alltag mit zu nehmen: Eins werden, sehen, dass alles in einem Kopf und einem Herzen Platz hat, dass ich ganzheitlich geliebt werde und ebenso liebe, das befreit, schenkt Klarheit und Aufrichtigkeit – und einen neuen Stolz für die spannende Persönlichkeit, die wir alle vor dem Spiegel entdecken können. In diesem absolut liebevollen Betrachten angeleitet zu werden, ist natürlich ein ganz grosses Glück!

Du Königin unserer Lust

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

In unserer Vereinigung erlebe ich die komplette Harmonie und die Erhöhung meiner Frau und Herrin zur Göttin unserer Lust. Alle Bewegungen werden geschmeidig, wir können nicht genug Körperkontakt haben, und dabei bleibt jeder Moment auf Dich und Dein Verlangen ausgerichtet. DAS ist für mich die perfekte Antwort darauf, wer ich bin und für was ich es bin. Dir und Deiner Erfüllung gehört jeder Atemzug, jeder Stoss, jede Berührung, jeder Zungenschlag.

Und dabei werde ich auch von Deiner riesigen Erfahrung geleitet, von Deiner Erdung, Deinem Wissen um Dich und Deinen Körper, und Du gibst mir, der ich mir wie ein Newbie vorkomme, Sicherheit, Geleit und Führung. Du nimmst mich, geniesst mich, und ich lerne staunend immer wieder Dich kennen, Dich entdecken.

Ja, ich bin ein alter geiler Sack, aber die jugendliche Spielfreude in der freien Geilheit habe ich erst mit Dir und durch Dich gelernt. Sex mit meiner Herrin befreit mich und führt mich erst recht in die demutsvolle Dankbarkeit, die geradezu nach Deiner Anbetung schreit und Dir gar nicht genug Hingabe schenken kann. Während Du unserem Glück genau so nachspürst und geniesst, was Du mir sein kannst. Ein jedes Paar kann zusammen scheinbar Bekanntes neu entdecken und erfahren, dass noch viel mehr zu sehen und zu erleben ist. Und gerade auch darin bist Du unsere Fährtenleserin, die beobachtet, fühlt und führt – und geniesst, was ihr angeboten wird.