Wild und sinnlich

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Du gebietest über meine Lust. Du beherrscht sie. Du machst mich hörig mit Deiner Selbstverständlichkeit, über mich zu verfügen – und glücklich mit Deiner Freude an Deinem Tun.

Du bist einmal wild und hungrig, dann wieder sinnlich, Du treibst mich an oder hältst mich zurück. Du bist reine Wollust und stolze Frau, frei, Deine Lust zu geniessen und die Lust Deines sklaven zu konditionieren.

Mein Dienen ist Dir vertraut und steht Dir zu, aber das Selbstverständliche ist Dir nie gewöhnlich. Die Bestätigung bleibt Dir ein Genuss, die Bekräftigung ein Geschenk. Wie könnte ich also den geringsten Zweifel haben, dass ich durch Dich meine eigene Genussfreude, meine Körperlichkeit, meine Sinnlichkeit entwickeln kann, und wie könnte ich etwas anderes wollen, als zu lernen und zu wachsen im Dienst für Dich, meine Lustgöttin?

In Deiner Liebe

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Ich neige zur Bequemlichkeit. Ich habe ein ruhiges, geordnetes, gutes Leben. Zwar ist klar, dass es für solche Einschätzungen auch eine Lebenssichtweise braucht, denn eine jede Person mag etwas andere Voraussetzungen dafür brauchen. Tatsache aber ist schon, dass ich es mir gerne behaglich einrichte und ich einigermassen träge bin.

Wenn es mir Esel also zu wohl wird, gilt meine Aufmerksamkeit allzu oft mir allein. Du betonst immer, dass es mir gut gehen soll und Du mir ein schönes Leben wünschst. Manchmal frage ich mich, ob ich dankbar genug dafür bin, und mehr: Ob ich mir wirklich bewusst bin, wie gut es mir geht und wem ich das ganz besonders zu verdanken habe? Denn meine vertiefte Ruhe, meine Gelassenheit und Grundfreude am Leben ist durch Dich hergestellt worden.

Du verwendest viel Zeit darauf, mir Deine Sicht auf unser Leben zu vermitteln, mir vorzuleben, wie Rede und Tat zusammen gehören. Du wendest Dich mir immer und immer wieder zu und bist in Deiner Herrinnenliebe so freundlich zu mir. Ich kann mir gar nicht genügend bewusst machen, wie aussergewöhnlich das ist und stehe manchmal in meiner eigenen Selbstvergessenheit hilflos vor dieser Deiner geballten Menschenliebe.

Es hat in meinem frühen Leben immer wieder Menschen gegeben, zu denen ich aufgeschaut habe, weil sie mir echte Nächstenliebe, aufrichtiges Interesse an den Nächsten vorgelebt haben. Das hat mich inspiriert und mir die Augen dafür geöffnet, dass Begegnung, Offenheit und Interesse für das Du unser Leben farbig machen und Liebe und Respekt gelebt gehören.

Es gab eine Zeit, in der ich diesen Fokus verloren habe, weil ich unglücklich und sehr mit mir selber beschäftigt war. Ich bin mit Deiner Hilfe dabei, mir diese Offenheit für die Nächstenliebe neu zu schenken, und so ist meine Abrichtung auch davon geprägt, mich in entsprechender Teilhabe und Stütze auszubilden. Dabei bleibst Du immer meine sinnliche Göttin und die Königin unserer Lust. Aber Du bist eben noch viel mehr, und diese Tiefe in unserer Bindung lässt mich jenseits aller Triebe vor Dir knien und in jedem Blick in Deine Augen und mit jedem Hören Deiner Stimme Kraft und Liebe tanken für das wahrhaftig schöne Leben mit Dir und unseren Menschen.

Strahlen

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Du hast auf Deinem Thron Platz genommen und ich liege dort, wo ich hin gehöre, bereit, gebraucht, benutzt und genossen zu werden. In mir herrscht positiver Aufruhr meiner Gefühle. Begeisterung über meinen Platz, meine Zugehörigkeit, meinen Sinn und immer auch eine stumme Frage, was kommt, was Du Dir ausgedacht hast, was Du willst. Auch Deine Zufriedenheit und Dein Genuss wollen von mir immer wieder neu herbeigeführt werden, indem ich es nie selbstverständlich nehme, dass ich meinen Platz „einfach so“ habe. Er ist eine Auszeichnung, ein Privileg, eine Liebesgabe, und genau so will ich ihn ausfüllen und Dich fühlen lassen, wie schön es ist, mich in Deinem Besitz zu haben und wirklich komplett frei über mich verfügen zu können.

Und so sehe ich mit fassungsloser Freude Dein Strahlen, wenn Du Dich über mich beugst, und Deine breit gespreizten Schenkel und Deine mich seitlich in den Flanken berührenden Stiefel sind mir Verheissung und Botschaft. Denn die Lust in Dir soll ewig auf meine sinnlichen Dienste zählen können. Ich gehe in ihnen auf, finde mich und fühle reinste tiefste Dankbarkeit und Verehrung für Deine Gaben und Erwartungen. Denn mit ihnen zeigst Du mir gleichzeitig Deine Lebenskraft. Deine Anordnungen sind die mit mir geteilten Wünsche, und ich gehe darin auf, Dir zu zeigen, dass sie mir Gesetz und Regel sein sollen. Spüre, fühle und befriedige ich Deine Lust, so bin ich der sklavische Mann, für dessen Abrichtung ich selber atme.

Selige Gefühle

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Dieses Bild gefällt mir selber ganz besonders. Es drückt in Haltung und Gesichtsausdruck so viel so einfach aus:

Die selbstsichere, gewisse, wissende und verlangende Haltung der Herrin, die restriktive, verbindliche und doch gut zu ertragende, umfangende, bindende Fesselung des sklaven und sein auch und gerade in dieser Situation völlig entspannter, ja fast seliger Gesichtsausdruck.

Es liegt sehr viel Frieden, Geborgenheit, Dankbarkeit, Stolz und Demut in diesem Bild, und viel besser kann man niemandem, der geneigt ist, verstehen zu wollen, unser Empfinden, Erleben und Handeln erklären.

Und darum soll hier auch kein Satz mehr geschrieben werde. Ich lade Euch ein, mit mir das Bild anzuschauen und der Botschaft nachzuspüren, die von unserem Glück erzählt.

Du Unverhoffte

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Jederzeit. Es geht um Dich. Du bist unser Zentrum. Wenn ich Dich erwarte, mit klopfendem Herzen, mit pochendem Blut und heissem Kopf und Schoss, dann, weil mir die pure Erfüllung winkt. All die Jahre habe ich mich danach gesehnt, nach dieser Frau gesehnt. Es war ein Sehnen ohne Hoffnung. „Diese Frau“ – ich stellte mir Dich nicht einmal wirklich vor, denn ich war mir sicher, es kann sie gar nicht geben. So schwierig war mein Leben trotz äusserlicher Geborgenheit, so eindeutig anders gelagert meine wirklichen Verpflichtungen, so schmal der mögliche Eintritt für die gegenseitige Einlassung auf die innere tiefe Sehnsucht. Doch die Macht und Kraft der Bestimmung, die Lebensenergie, welche empfangen und geben will, was dem liebesfähigen Wesen in seinem Tiefsten entspricht, sie ist so stark. Sie ruht nicht. Sie wühlt und pocht – und ruft. Und die gleiche Energie führt uns nun auch durch meine Abrichtung. Und wenn Du nun auf mich zu schreitest, wenn Du mich im von Dir mir geschenkten Kerker besuchst, so sehe ich auch durch die Binde sehr klar, wer zu mir kommt. Du bist mir so vertraut. Dein Lächeln kitzelt meine Nase, Deine Lust berührt meinen Schwanz, schon wenn Deine Augen mich streifen. Alles ist so klar und so einfach geworden, so selbstverständlich und natürlich. DAS ist das Wunder. Dass sich immer wiederholen darf, was wahrhaftig ist. Tag für Tag. Lust und Alltag, Kerker und Spaziergang, Arbeit und Lagerzeit, Dienen in Ergebung und in der aktiven sklavenSchaft – alle meine Lebensräume werden von Dir getragen, erfüllt, atmen Dein Odem und erzählen mir von meinem Glück.

Bitte, Herrin, verfüge über mich und gib Dein Eigentum nie wieder her. Und dabei sollst Du so glücklich sein wie ich. Du wirst nicht nur mein Verlangen immer spüren, sondern auch meine grosse Dankbarkeit.

Lustvolle Freiheit

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Du sollst mit mir Deine absolute Freiheit haben. Und es ist ein riesiges Geschenk, zu erleben, wie Du diese nutzt und geniesst. Die Art, wie Du sie mit mir teilst, ist phantastisch und holt mich genau dort ab, wo sich all meine Gefühle bündeln: Im submissiven, devoten Dienst für meine Lustgöttin.

Meine Anbetung beginnt mit der Bereitschaft zur kompletten Auslieferung ja erst. Was dann folgt und Dir immer Erlebnis sein soll, ist die Art, wie ich meine Unterwerfung annehme. Ich gehe in ihr auf. Ich wehre mich nicht gegen meine Fesseln, ich nehme sie an. Zu Deiner Freiheit kommt die Freilegung meiner submissiven Lust. So hast Du niemals nur ein gebündeltes Stück Fleisch vor Dir, sondern eine bittende, anbetende, jubelnde, strahlende, glücklich stöhnende sklavenSeele.

Alles wird beseelt von Deiner Lust zur Herrschaft, jede Art der Zusammenkunft ist eine Feier unserer Bindung und Lohn meiner Abrichtung – und ein Segen für unsere Körper, denen wir Achtsamkeit schenken und durch die wir Liebe leben – jene Liebe, die nur uns gehört, in der wir uns ganz besonders gut verstehen und entsprechend nahe sind.

Du bist als Mensch ganz wunderbar – aber in unserer Lust bist Du mir erst recht ein Wunder. Das sollst Du immer spüren können und in diesem Wissen Dir meiner Partnerschaft ganz sicher sein können.

Im sklavenFlow

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Im sklavenFlow bin ich richtig gierig: Ich geniesse diese Momente, in denen ich Dir mit jeder Phaser meines Körpers zeigen will und kann, wie willig ich bin, wie hungrig, wie begierig darauf, Dir zu gefallen, Dir zu dienen, Dir Lust zu schenken, Ehrerbietung, Anbetung entgegen zu bringen. Dann genügt ein Augenaufschlag, eine Bewegung mit der Hand und erst recht ein knappes Wort, und ich agiere wie befohlen, diene, kusche, knie, beuge mich, küsse, lecke, was immer von Dir ich entsprechend anhimmeln darf.

Und dabei spüre ich natürlich, wie bloss ich mich stelle – für einen neutralen Beobachter. Aber noch viel mehr bemerke ich, was ich bei Dir auslöse, wie ich Dir darin gefalle, wie ich dazu beitrage, dass DU DIR gefällst.

Es ist Magie, wenn das ausgebildete Pferd in der Dressur am ganz leichten Zügel läuft und die Vervollkommnung nahe ist, die Harmonie in jeder kleinen Führung und Verbindung zum Ausdruck kommt. Genau so ist es in diesen Momenten zwischen uns.

Ich danke Dir für Deinen Zauber.

Keine halben Sachen

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Unsere Bindung ist keine halbe Sache. Sie lebt von der von uns Beiden gelebten, empfundenen und gewährten Verbindlichkeit, und wenn ich in Deiner Verfügungsgewalt schmachte, dann hänge ich wirklich wie eine Sau am Haken. Und ich bin dankbar für die Erfahrungen, die ich damit schon gemacht habe – und für die Gefühle, die sie mir bescherten. Ich weiss, Du meinst es schaurig schön ernst. Und das ist genau so gemeint, denn es ehrt all das, was wir uns schon verbal versichert haben. Wort und Tat passen zusammen, und wenn also meine wahrhaftige Herrin ihr Wort an mich richtet, dann weiss ich aus Erfahrung, wie sie es lebt: Alles ist lebendig, in jedem Moment und in jeder Form der Begegnung.

Ich weiss, dass Du verkörperst, was Du sagst, lebst, tust, was Du ausdrückst. Das macht jeden Kontakt, auch unseren virtuellen Austausch körperlich, sinnlich fühlbar.

Ich kann Dich jederzeit riechen, schmecken, fühlen, hören -sehen natürlich sowieso. Nichts ist Klischee, nichts ist Fassade, nichts ist Spiel. Spielerisch mag unser Ernst manchmal sein, aber er ist auch feierlich, denn er meint uns in unseren innersten Wesen.

Du bist meine Herrin. Meine Eigentümerin. Ich bin Dein sklave. Dein Besitz.

Ferien für Dich und mich

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DAS sind Feriengefühle! Eine Umgebung, in der für alles für Dich gesorgt ist. Das Sofa ist Leseliege und viel mehr, der Ausblick vermittelt Ruhe. Alles ehrt Deine Sinnlichkeit, will Dir gefallen, Dich verwöhnen, Dir dienen. Und ich? Bin mittendrin, habe nur Augen für Dich. Ist es mir sonst schon die grösste Freude, die Aufmerksamkeit für Dich vor alles andere zu stellen, so ist es hier genau DAS, was für mich Ferien sind:

Es gibt nichts Anderes, das anwesend ist. In meinem Kopf nicht, vor Ort nicht, und was nicht da ist, ist wirklich nicht da. Es gibt nur Dein Königreich, Deine Verwöhnung, Dein Ambiente, die für Dich ausgewählte und geschaffene Oase wahrhaftiger königlicher Freuden. Was Dich verwöhnt, macht mir Freude.

Keinen Augenblick wende ich meine Aufmerksamkeit von Dir ab, meine Augen suchen Dich und finden Dich und all mein Bewusstsein ist auf Dich ausgerichtet. Ausserhalb unserer Blicke, Gespräche und Berührungen nehme ich die Aussenwelt nur insofern wahr, wie sie zu Dir hinführt. Denn hier ist alles mit mir verbündet, will alles und alle das Gleiche wie ich: Dich mindestens zufrieden stellen, Dich glücklich machen.

Und Du schenkst mir Deinen Zauber. Ich lausche Deinen Worten, ich gehorche Deinem Finger, ich bade in Deinen Blicken, ich rieche Deine Düfte und ich werde dich schmecken. Wenn nur Dein sinnliches, lüsternes, wissendes, glückliches, Besitz würdigendes Lächeln bleibt, und daraus folgt, dass ich geben darf, immer wieder, wonach mich so sehr verlangt.

Ein Sack voller Energie

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Meine Konditionierung zu Deinem persönlichen Eigentumssklaven führt mich zu mir hin. Ich lerne mich neu kennen. Ich lerne auch, mich kritisch zu sehen. Und mich dennoch auszuhalten. Denn ich lerne auch, mich mit Deinen Augen anzusehen. Und in Allem, was Du mir zeigst, erfahre ich auch und gerade die Liebe Deiner Annahme.

Du möchtest, dass ich mich entwickle und arbeitest selber an Dir, auf dass wir in unserer Femdom-Beziehung wachsen und gegenseitig einander helfen, wahrhaftigere Menschen zu werden. Als Herrin und sklave wollen wir uns ganzheitlich berühren und stärken und halten.

Wenn Du so bei mir liegst, und ich in meinem Fesselsack liege, habe ich keine Möglichkeit, Dich zu berühren. Alle Aktivität geht von Dir aus und Deinem Besitz. Aber in dieser scheinbar passiven Lage fliesst sehr viel Energie, als wäre ein Infusionsschlauch mit Kraftnahrung angesetzt. Das Allerschönste dabei ist, dass ich Dich fühle. Du liegst bei mir und ich fühle Deine Wärme, höre vielleicht Deine Stimme – vielleicht nur per Kopfhörer – aber ich kann durch jeden Strang meiner Hülle hindurch Deine Präsenz fühlen, Deinen Stolz, Deine Freude, Deine Lust auf unser Jetzt und jeden weiteren neuen Tag.

Und dadurch, dass wir viel miteinander reden, wir eigentlich immer im Gespräch sind, wird alle diese Energie in mein weiteres Tun fliessen können. Ich bin sicher, ich werde geliebt, ich werde gesehen und ich darf wachsen und in meiner devoten Präsenz die Freude einer wunderbaren Frau sein.

Lebendige Impulse

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Wie oft kommt es vor in langjährigen Beziehungen, dass da noch ein Impuls für eine spontane Handlung da ist, die an „knackige“ Zeiten erinnert, man es aber unterlässt, ihm nachzugehen, entsprechend zu handeln? Trägheit, Bequemlichkeit, die Zeitung, das Sportprogramm, was auch immer dann gerade „läuft“ – und so krepiert der Impuls…

Die ganz einfachen Gesten, Haltungen, Beteuerungen brauchen Wiederholung, Bekräftigung, Ausdruck, immer wieder neu. Kann es sein, dass das in einer Femdom-Beziehung vielleicht gar einfacher umzusetzen ist? Auch, weil die Wahrhaftigkeit stets prüfbar bleibt. Denn fehlt sie, werde ich nicht da liegen wollen, mit vielleicht scheinbar „nichts“ im Moment versorgt als einer Schuhsohle, die ich lecken soll. Darum liegt in diesem Akt so viel Potenzial! Wenn ich das mache, ob befohlen, oder als Angebot, und Du mit aller Ruhe beobachten kannst, WIE ich das mache, so beweisen wir uns gegenseitig dabei, wie ernst wir es meinen. Du spürst meine Konzentration – und ich Deine Beobachtung, die Wirkung, die ich, die wir Beide auf einander haben.

Herrschaft bedingt einen Untertan, und das Königreich unserer Welt kennt eine stolze erfüllte Königin und einen glücklichen Untertan. Und manchmal mag es sein, dass ich das genau in dem Moment ganz deutlich fühle, wenn ich genau da liege, vor Dir, vor dem Sofa.

Mein Mundwerk

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Mein Maul… ist mein Mundwerk, und das ist sehr oft sehr vorlaut. Entsprechend wichtig sind Deine „Gegenmassnahmen“, und das meine ich ernst. Denn wenn ich vermehrt lerne, erst nachzudenken, bevor ich etwas sage, lerne ich, mir erst beim reagierenden „Denken“ und Fühlen auf die Schliche zu kommen. Und dann… dann ist oft gar keine Erwiderung mehr nötig, weil ich erkenne, welch Segen in Deiner Sichtweise liegt: Dein Anspruch auf die Wahrheit, die Weisheit, die richtige Deutung, den Entscheid und den zu machenden Schritt offenbart mir in der gemachten Erfahrung Deine Güte und das konkrete Erleben, dass das, was Du mir bestimmst, zu meinem Besten ist – und mein Bestes fördert. So dass ich für Dich und Dritte wirken kann.

Mein Mundwerk ist aber auch mein Werkzeug für Deine sklavische Verehrung, wobei meine Zunge gerne noch weniger reden soll als schlecken. Aber da ist ja viel mehr als aktive Berührung mit Lippe und Zunge – da ist meine Frau Herrin, die mich küsst, und ihre Zunge in mich bohrt. Du kommst manchmal über mich wie ein Wirbelsturm, und Deine Leidenschaft achtet darauf, dass ich in Deiner Ansprache allen Lohn bekomme, den sich ein dienender Mann nur wünschen kann.

Du bist mit Deiner Präsenz die offene Schatzschatulle, aus der mein Glück quillt, und es scheint nie zu versiegen.

Gefunden werden

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Diese Phantasie hat mich Jahrzehnte lang begleitet, und ich bin ihr nachgehangen: Entführt werden. Herausgerissen werden aus dem bürgerlichen Alltag. Die Geborgenheit verlieren, aber die Vertrautheit finden, weil da unter Zwang etwas von mir verlangt wird, was ich eh leisten will. Mir eine Frau vorstellen, um die ich nicht werben muss, weil sie vielmehr eh äussert und durchsetzt, was sie will, und ich mich vorsehen sollte, ob ich es auch tatsächlich erfüllen kann?

Der Mensch ist einfach in seinen Bedürfnissen ausrechenbar, nicht wahr? Seht her, es gibt gar keine Wahl… ich muss der sklave, die perverse Sau sein, die ich bin, denn ich werde ja dazu gezwungen…

Nun, ich bin nicht entführt worden. Aber sehr wohl geführt, herausgeführt aus dem Hätte-Wäre-Wenn-Scheiss in eine Realität mit Verbindlichkeit und Eigenverantwortung. Die Frau, welche mir sagt, was sie sich wünscht, was ihr Lust bereitet, wie sie mich als sklaven haben will – sie ist da. Und sie nimmt mich beim Wort, nicht bei meinen Träumen.

Du, Herrin, willst mit mir leben, im Rahmen unserer Möglichkeiten, mit einem realen Alltag, einer täglichen verbindlichen Ansprache und einer Anbindung, in welcher neben dem gemeinsamen Erleben geteilt wird, was uns überhaupt beschäftigt. Damit schliessen wir alle Menschen mit ein, die uns wichtig sind, stossen niemanden vor den Kopf und teilen unsere Liebe für sie, unterstützen, sichern und gehen mit. Aber wir tun das alles seit Jahren als Herrin und sklave und sind darin vor einander wahrhaftig, spüren uns gegenseitig und vor allem auch das eigene Wesen. Und wir beobachten, wie sich unser Umgang mit uns selbst positiv auf die Festigkeit auswirkt, mit welcher wir mit Selbstbewusstsein und Klarheit jedes Gespräch mit jedem Menschen führen können.

Und so liege ich tatsächlich in Deinem Kerker. Aber ich bin nicht entführt worden. Du hast mich gefunden. Und Dich mir in meiner ruhelosen Suche gezeigt. Die Suche ist vorbei. Sie war erfolgreich. Weil auch Du gesucht und mich entdeckt hast. Und den Mut hattest, Deiner Intuition zu vertrauen. Und die Weisheit, uns Zeit zu geben, und die Kraft, in die Tiefe zu dringen. und, und, und, und… !

Willig wollen

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Meinen Willen brechen? Solche martialischen Reden passen wunderbar in eine geile Short-Story, regen das Kopfkino an, können Szenario für eine Studio-Szene sein. Aber gelebte sklavenschaft und Herrinnenherrschaft will fördern, freilegen, was da ist. Vorhandenes hervorholen und ins Zentrum stellen, wenn es denn da hin gehört.

Nur wenn es diese Übereinstimmung, dieses mein Mitgehen gibt, dann können sich auch Grenzen verschieben. DANN kann meine Herrin verschiedenste Mittel erproben, um diese Verschiebung als Weitung und Vertiefung anzustossen und durchzusetzen: Wenn ich erkenne, dass es die Tür zu mir selber ist, die aufgeht, wenn ich es WILL, dann kann es geschehen. Und die Veränderung kann bleibend sein, sich etablieren, festsetzen, prägen.

Bei jedem geäusserten Willen meiner Herrin bin ich gefordert, Gehorsam zu leisten und Achtsamkeit zu zeigen. Auf natürliche Weise gelingen wird es mir nur, wenn ich so weit bin, wenn ich dieser Mensch, als der ich angesprochen werde, wirklich bin.

Und da bin ich, Herrin, und knie vor Dir, unter Dir. Ich liege, knie, stehe und empfange Deine züchtigenden, sorgenden, liebenden und erziehenden Taten, wissend, dass Du genau so mein Glück willst wie ich das deine.

Da, wo wir sein wollen

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Gerade sehne ich mich so sehr danach! Gefesselt schwer und tief in weichen Kissen liegen, mich kaum rühren können, die Fesselungsenge spüren aber von ihr nicht erdrückt werden, so, dass Ergebenheit zeigen reine Freude ist, denn ich bin genau da, wo ich sein möchte. Und dann bist Du auf mir, und ich habe von Dir genau den gleichen Eindruck: Du bist genau da, wo Du sein möchtest. Bei mir. Auf mir. Was für ein Glück!

Und süss dieses Wissen: Wir haben Zeit. Ganz viel Zeit. Etwas, was Fesseln auch immer ausdrücken. Sie sind ein wenig so, als könnte man mit ihnen die Zeit festzurren. Und irgendwie bleibt sie ja tatsächlich für uns stehen. Und Du wirst nur von Deinem Hunger angetrieben. Nichts Anderes zwingt Dich zur Eile, und wie schön ist es ist, sich der aufkommenden Lust mit ihrem Auftauchen zu öffnen, Tiefe zu spüren durch Gewicht…

Deine Hände stützen sich schwer auf meiner Brust ab, und Du fühlst in Deinem Schoss, wie willkommen Du bist.

Es ist wundervoll, Deine Haut zu spüren, Schenkel an Schenkel, und Dein Gewicht schenkt mir Wärme. So gerne würde ich Dich streicheln, Dich umarmen, aber Du kannst mein Verlangen, meine Dankbarkeit, meine Liebe und Freude in meinen Augen lesen.

Du hast mich zu Dir genommen und lässt mich nicht mehr los.

Der Käfig und ich

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Käfige haben mir nie besonders zugesagt. Sie liessen mich, irgendwie… kalt. Vor ihnen hat mein Kopfkino aufgehört zu funktionieren. Denn viel zu selten und daher viel zu kurz waren die Momente, in denen ich in meine Welt abtauchen konnte. Also wünschte ich mir zumindest Fesselung, eine Ansprache, in der ich meine Körperlichkeit fühlen konnte – und damit all das, was ich am meisten vermisste: Berührung.

Nun ist das anders. Ich muss keiner Sensation mehr nachrennen, ich muss nicht kompensieren, optimieren, realisieren. Ich muss nur noch sein. Und natürlich ist unter diesem Gesichtspunkt die Käfighaltung so was wie die haptische Visualisierung meines Ankommens in der sklavischen Bewusstseinstiefe. Im Käfig zu schlafen, auf Dich warten zu müssen, und zwar in einem Käfig, der seinen Namen verdient und wirklich gefangen hält, ist Botschaft, Reduzierung wie Verheissung.

Wenn Du wie eine Grazie um den Käfig streichst, auf ihm liegst, hinunter schaust, wenn Hände, Füsse, Stöcke nach mir greifen, stochern, ist Gehorsamkeit Pflicht… Aus dem Käfig gelassen zu werden ist immer der Anfang eines neuen Energieschubs, der mich tiefer in meine Abrichtung führt. In der Stille und Ruhe und Abgeschlossenheit des Käfigs flieht auch das Bewusstsein nicht. Es sammelt sich in mir – im Zentrum der Gitterstäbe… um sich vor Dir zu ergiessen, wenn Du mich zu Deinen Füssen befielst.

Deine Freude, mein Vertrauen

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Ich spüre immer so viel Wertschätzung von Dir. Sie drückt sich in Deiner Freude an Deiner Herrschaft aus, in Deiner Leidenschaft und Akribie, mit der Du die Verfügungsmacht über mich ausübst und damit unser Leben gestaltest.

Manchmal bin ich vorlaut oder ich wähle einfach meine Worte nicht bewusst genug. Manchmal fehlt mir ein Hauch mehr an Demut, Unterwürfigkeit und Hingabe, und dann lasse ich mich wieder anstecken von Deiner Lebendigkeit. Du hast die Energie, die mich täglich in Deine Arme treibt. Ich bin hörig nach Deiner Intensität, nach Deiner Zuwendung, Deiner unbedingten Konzentration Deiner herrischen Talente, Regungen und Bedürfnisse auf mich, Deinen Leibsklaven, Deinen leibeigenen Diener für jeden Tag Deines Lebens.

Du schenkst mir Führung, Richtung, Leitung, Du hältst mich in Deinen Armen, in Deinen Fesseln und ich folge Deiner Leine, Deinen Lockungen und der Gewissheit, bei Dir mich selbst zu sein und genau damit Dich, meine Frau aller Frauen, zum Strahlen bringen zu können.

Geniesse mich, Herrin, und erfreue Dich an meiner Hingabe, meiner gewollten Hilflosigkeit, in der ich keine Angst kenne, weil mein Gehorsam in Deiner Gunst Erfüllung findet. Bedingungslos Dir vertrauen können ist eine Form von Freiheit und ein Geschenk, das ich gar nicht genügend würdigen kann.

Ein Herrinnenjahr

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Alles was ich gelernt habe, was ich über meine sexuelle Konditionierung bisher schon zugelassen habe, alles, was ich unter der spielerischen Herrschaft von Frauen in einzelnen Momenten in mir selber spürte, möchte ich vermehrt in meinem „wachen“, ständigen Bewusstsein verankern und damit meinen Beteuerungen meiner Unterwerfung unter die Herrschaft meiner Frau Herrin entsprechende Haltung folgen lassen.

Wenn Du Deinen Fuss auf mir abstellst, so soll das lüsterne Gefühl Deiner Macht sich auch daran nähren können, dass Dein sklavenMann nicht nur aus sexueller Inbrunst Dein Diener ist: Ich bin Dir untertan, weil ich Dein Strahlen und Wirken ganzheitlich ehre und bewundere und ich Dir erwidern will, was Du mir schenkst: Die Ansprache Deiner Persönlichkeit in all ihren Facetten und in Deinem ganzen Leben – mit Gedanken und Gefühlen in einem gelebten Alltag, beruflich und privat. Meine Hinwendung und Fokussierung und Priorisierung wird jeden meiner eigenen „alltäglichen“ Tage inspirieren und mit dem Geist meiner Submission bereichern.

Ich wünsche Dir, und damit mir, ein tolles, wunderbares Herrinnen-Jahr!

Und weiter in die sklavenschaft

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Das neue Jahr hat definitiv begonnen – und es soll uns weiterführen. Meine Demut, meine Hörigkeit, mein Wollen sollen Dich inspirieren, mich weiter zu führen und zu formen.

Es lebe die Lust! Und es lebe das Leben als Herrin und sklave. Das verbindliche Leben als Dein sklavisches Eigentum, das dann glücklich ist, wenn es Dich in die Stellung setzt, die Du verdienst. Als realer Teil meines Lebens, Inspiration meines sklaventums, dessen Nutzniesserin Du wahrhaftig sein sollst.

Du existierst. Du bist keine Sphinx, kein Abziehbild, keine Phantasie, kein Lustobjekt, keine Abreaktion meiner frustrierten Bedürfnisse. Dafür mussten früher Frauen herhalten, und es wurde niemandem gerecht, schon gar nicht meinem Wunsch, Euch Frauen zu ehren und anzubeten, weit über eine momentane sexuelle Lust hinaus.

Nein. Du bist eben DIE Frau, die das erfahren soll. Ernsthafte, ganzheitliche Anbetung und sklavische Fokussierung. Ich bin etwas, das Dir gehört. Das ist längst entschieden. Nicht nur zu Deiner Freude. Du weisst, was Dir zusteht, Du geniesst, was Du bekommst, und Du führst mich zu meinem eigenen Besten. Denn das liegt im Strahlen Deiner Augen, wenn Dir Dein Besitz und Dein Status jene satte Zufriedenheit beschert, wenn Du einen Alltag kennst, in dem ich verlässlich derjenige bin, als der ich Dir bestimmt bin.

Gefügig und willig im Neuen Jahr

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Das Neue Jahr hat begonnen, Herrin. Du wirst weiter Deinen Genuss bei mir finden – nichts will ich so sehr wie das. Doch ich weiss, dass es Dir nicht einfach um meine Verfügbarkeit geht. Du freust Dich über mein Wollen, in meiner sklavenschaft unter Dir zu wachsen, und aus der triebhaften Hörigkeit eine bewusste Umsetzung meiner Haltung werden zu lassen:

Deinem Urteil zu vertrauen, nicht nur Deiner Lust zu folgen, sondern Deinen Prinzipien, Deine Leitlinien für mein Leben nicht nur zu akzeptieren, sondern wirklich nach ihnen zu leben. Mir geht nichs verlustig, sagst Du immer wieder, aber ich kann so viel gewinnen – nicht nur in diesen Momenten, in denen Du fest wie im Sattel auf mir sitzt. Zu wissen, wem ich gehöre, für was ich da bin und mein Wesen zu kennen, in allem akzeptiert zu werden, aber auch gefördert – das ist wie ein Lustzimmer, in dem alles Deinen Trieben dient, ein ganzer Lebensentwurf, der Dir erlaubt, mit einem Dir gehörenden Mann eine Femdom-Beziehung so zu entwickeln, in der Du wahrhaftige Herrin bist – auch in jedem schlichten Moment eines ganz normalen All-Tages, der in dem, was normal wird, ganz besonders ist.

Nie bin ich glücklicher, als wenn Deine Zufriedenheit mir warm entgengströmt und ich bemerke, wie gut ich Dir tue. Mein Wohl hängt von dem Deinen ab.