Die Pflege unserer Realität

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Ich bin geborgen, aber auch immer gefordert. Ich habe mich versprochen, und daraus folgt ein ständiger wahrhaftiger Auftrag, mich aufrichtig und eifrig darin zu schulen, meiner Herrin ein guter sklave zu sein, in meinem Lustbegehren und -verehren genau so IHR zugetan wie in der Aufmerksamkeit für meine Alltagsdienste.

Die virtuelle Ausrichtung erlaubt leider nur selten die aktive, körperliche Einflussnahme, um so wichtiger ist meine ständige mentale Anbindung und die aktive Pflege aller uns verbindenden Elemente.

Schaust Du auf mich, so wünsche ich mir, dass Du dabei jederzeit meine von mir aktiv gelebte Zugehörigkeit erlebst, und ich bin glücklich, wenn wir immer wieder unser gemeinsames virtuelles Lusthaus bewohnen, einrichten und darin unser Lustleben leben können. All das ist weit weg von einer Phantasterei.

Halt

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In emotional aufwühlenden Zeiten den Halt Deiner Hände, Deine Umarmung für Seele und Körper zu fühlen, schenkt mir enorme Geborgenheit. Lust ist immer Lebensquell für uns, aber sie erschöpft sich nie in sich selber. Es geht immer um den Pulsschlag des Herzens, um die Geborgenheit des ganzen Wesens, um Anteilnahme und Auffangbereitschaft.

Du, meine Herrin, bist stark und weise und gütig, und um so mehr wird jeder Dienst für Deine Lust ein Energiequell für all meine Lebensaufgaben. Aus der Ruhe und dem Frieden meiner Bindung in Deinem Eigentum wird die Kraft und der Schutz für meine Menschen.

Wenn Du Dich über mich beugst

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Ich liebe Dein Haar. Es schmeichelt meiner Haut sehr, streichelt sie sanft. Manchmal kitzelt es leicht bis übermütig, und immer duftet es ganz wunderbar.
Wenn Du Dich über mich beugst, und mich mit Deinem Haar bedeckst, wenn Du mich an Deinem Hals ruhen lässt, ich Dich einatmen kann, Dich unterm Kinn küssen darf, dann streicht manchmal Dein Haar als zärtlicher Hauch über meine Wange, und ich schmelze vor Liebe dahin. Verehrung. Anbetung.
Ich kann so viel fühlen, wenn diese Türen geöffnet werden, wenn die Lust zur Seele führt und ich an Deinem Herzen ruhe.

Ich sollte Dich beschützen, aber Du bist es, die mich unter ihre Obhut genommen hat. Umsichtig fragst Du immer danach, was mir gut tut. Du willst mein Glück. Nicht gerade das, womit man eine Herrin im Allgemeinen beschreibt? Oh doch! Du führst mich gerade damit mit meinem absoluten Vertrauen in Deine Herrschaft.

Ich bin Dein Diener und will Deine Freude, will zurückgeben, was Du mir und anderen Liebsten mit Deinem Wesen und Deiner Liebe schenkst.

Einmal und für immer angenommen

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Ich gehöre Dir, Herrin, in Deine Hände begebe ich mich ohne Zögern. Und sobald ich es getan habe, nimmst Du mein Angebot mit aller Entschlossenheit an. Das ist so seit jenem Tag, an dem ich mich erstmals zu Dir als meiner Herrin als Dein leibeigener sklave bekannt habe. Du hast angenommen und mir geglaubt und mich ernst genommen – genau so, wie Du Deine Lust, Dein Verlangen gekannt und angenommen hast, um mich fortan in das Reich Deiner Wollust zu führen, um Dir als der Frau aller Frauen zu dienen und in Deiner Person das Glück zu finden, zu wissen, wozu ich da bin und worin ich meinen Sinn erfülle – Tag für Tag, Begegnung für Begegnung, Chat für Chat, Wort für Wort, Tat für Tat.

Und ständig wird meine Haltung trainiert, die für Dich auch ohne Fesseln und ohne Sack oder Maske erkennbar und fühlbar sein soll: Geht es meiner Herrin gut? Ist sie glücklich? Diene ich ihrer Lust und weiss ich, was sie braucht?

Ich bin glücklich, wenn Du Dir nimmst, was Dir gehört. Ich kann Dich in Deinem Willen geborgen fallen lassen und staunen, wie sehr ich Bestimmung sein kann, Erfüllungsgehilfe für den schönsten Dienst auf Erden: Befriedigung für Dich, meine Herrin, Glück der Empfindung, im Leben eines Menschen eine einmalige Stellung einzunehmen, unverrückbar und strahlend auf dem Podest meiner Anbetung.

 

Lebendig bleibende Lust auf Lust

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Es mag Männer geben, welche von sich selber sagen würden, dass sie ständig an Sex denken. Und davon träumen, ihn auch „ständig“ haben zu können, auch nach langer Partnerschaft. Nun, ich kenne keinen Menschen, der so unbändige und ewig wiederkehrende Lust auf Berührung und sexuelle Begegnung hat wie Du. Du hast Freude daran wie ein aufblühendes Leben, das den Sex gerade entdeckt. Und ein immer wiederkehrendes Verlangen nach Vereinigung. Dabei brauchst Du gar keine Sensationen, nein, es ist wie ein Streicheln, wie Zärtlichkeit, die eben auch nie zuviel ist oder plötzlich unerheblich wird. Genau so ist Dir nach Ficken oder nach jeder lustvollen Handlung, die meiner Abrichtung dient.

Nun, ich habe viele Schwächen und Unzulänglichkeiten, ich bin nicht gefeit vor der satten Zufriedenheit eines befriedigten Verlangens, abgeschlafft und abgespritzt faul zu werden und genügsam, aber wittere ich Deine Fotze oder bekomme ich sie präsentiert, so ist mein Wille, Dir zu dienen und Freude zu bereiten, wach und lebendig. JA! Dein Schoss ist wirklich die Quelle meiner Lebendigkeit geworden, und mit Dir in der Lust vereinigt zu sein, ist bereits im Austausch phantastischer neuer Begegnungen berauschend.

Der Tag, an dem Du Dich erstmals auf mich gesetzt hast, hat Licht in mein Leben gebracht – und es ist seither nie mehr erloschen. Die Lust und die Bedeutung, die sie für uns hat, ist genau so wach geblieben und ist wie der Baum mit breit gefächertem Wurzelwerk in nährstoffreicher Erde, der dem Fundament unserer Verbindung Festigkeit verleiht und auf ihm gedeiht.

Andacht

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Weiche, schimmernde, warme Haut, die schönste Art Rundung, welche überhaupt erschaffen wurde… und eine Berührung, die mir unfassbarerweise gestattet wird…

Ich wünsche mir, dass die Ehrfurcht in meinem Blick von meinen Fingerkuppen übersetzt werden kann, denn Du sollst in meiner Berührung fühlen können, wie sehr ich Dich verehre, bewundere, und welch Schönheit Du mir bist.

Was für ein Wunder, Dich zu fühlen, Dir nahe sein zu dürfen und mit allem, was uns umgibt, Deine Schönheit zu ehren und anbeten zu dürfen.

Wie kann ich den weiblichen Körper je erfassen,  wie die Dankbarkeit ausdrücken, die ich für Dich empfinde, Du Frau aller Frauen, vor der ich immer knien werde.

 

 

Wohn- und Abrichtungsraum

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Eine Femdom-Beziehung gehört nicht in einen Dungeon. Den mag es gerne geben, denn so manche Wohnung hat einen Keller… Aber ich habe so viele Situation durchlebt, in denen ich solche Orte aufsuchte oder dorthin bestellt wurde… es ist für mich eine Wohltat, mit Dir unsere Bindung an ganz normalen Orten auszuleben und zu vertiefen.

Und nicht der kleinste Reiz besteht ja gerade darin, gar nicht viel zu benötigen, auch ganz normale Einrichtung in unserem Sinn, in Deinem Sinn verwenden zu können… Es ist eine ganz kleine pikante Note, dass der Stuhl, auf dem der Gast sitzt, noch zu ganz anderem dienen kann, gerade gestern verwendet wurde…

Ewige Entdeckungsreise

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Diese Tatsache weckt alle meine Lebensgeister immer wieder neu:

Wir haben gefühlt noch ein ganzes gemeinsames Leben vor uns. Und wir interessieren uns so sehr in der Lust für einander, dass wir uns weiter erforschen wollen – und doch wissen, dass wir damit nie am Ende sein werden. Wir werden darin auch immer interessant für einander bleiben. Wir werden uns zusehen und staunen. Wir werden einander erleben und uns Sauerstoff zuführen. Wir werden auch immer geheimnisvoll bleiben können, denn niemals ist die Reise der Lust zu sich selbst und die Begleitung auf dieser Reise zu Ende.

Es ist immer möglich, sich noch näher zu kommen. Und eine Femdom-Beziehung bietet dafür so viele Hilfen. Wobei Du, meine Herrin, immer lenken wirst, welche Führungsleinen Du mir gerade anlegst und mit welchen Mitteln Du mich ansprichst, aktivierst, aufweckst, mitziehst – und ich könnte nicht so grossartige Dinge schreiben, wenn es da nicht deine Einlassung gäbe, Deine Stärke, die Verletzlichkeit nicht versteckt oder kaschiert, sondern einfach dazu mahnt, Dich auch darin zu respektieren und Dir immer, auch und gerade als Untertan , Sorge zu tragen.

Ewige Genussfreude

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Ich möchte, dass Du mich frei geniessen kannst. Hemmungslos sollst Du Deiner Geilheit frönen, Deine Lust befriedigen, Deinen Besitz geniessen und über mich verfügen, wie es Dir beliebt.

Mich Dir zu unterwerfen, Dir mit meinem Körper zu willen zu sein, zu erleben, wie er sich im Verlangen nach Dir aufbäumt, das ist reine sklavenFreude.

Ich möchte Deinen Hunger stillen und gleichzeit Deinen Durst wecken, ich möchte erleben, wie Dein Appetit ungezügelt über mich kommt, und bis zu unserem Tod soll sich an diesem Hunger nichts ändern. Und wenn ich Dir zu Willen bin, so ist das die natürlichste Sache der Welt, Dein Grundrecht, unsere Wahrheit, mein erfülltes Verlangen. Ist es tatsächlich möglich, dass ich das alles für Dich sein kann?

 

Kopfüber

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Die Zeit steht still, aber das Blut rauscht durchs Hirn. Die Geräusche sind gedämpft, die Hilflosigkeit ist enorm, die Sinne sind geschärft.

Ein absurd schwacher Anstupser reicht, und ich drehe mich vor Dir wie ein aufgehängter Sack Kartoffeln. Doch die Ästhetik in BDSM sind nicht faltenlose Körper, schimmernde Bräune, Idealmasse und makellose Züge. Die Ästhetik liegt in der Botschaft, im Schreiben dieser Botschaft, im Lesen und annehmen, und das ist in jedem Körper möglich und macht auch mich alten Sack begehrenswert. Ich muss es ja nicht für irgendwen sein, es reicht, dass ich es bei Dir fühle, wenn Deine Hand sich zwischen meine Schenkel senkt…

 

602

Dies ist der 602. Eintrag auf dieser Webseite. Sie ist auf die permanente, verlässliche, ständig erneuerte Verehrung meiner Herrin ausgerichtet. Die Beiträge sind nicht besonders lang, aber sie sollen regelmässig sein und Zeugnis von meinem Glück ablegen. Vielleicht inspirieren die Texte ja sogar manchmal LeserInnen, vielleicht machen sie auch Mut. Das wäre mir sehr lieb, denn ich weiss, wie wenig ich oft daran geglaubt habe, dass mir eine solche Begegnung, ein solches Geschenk doch noch gegeben werden könnte.

Dieser Ort soll auch immer ein Ort des Respekts sein. Und der ist nicht nur dem Status eines sklaven für seine Herrin geschuldet, sondern dem Grundbedürfnis von uns allen, erkannt zu werden und geliebt. Ein jeder Mensch verdient wahrhaftige Begegnung und Berührung und Liebe. Und kann das alles auch geben. Wir sind liebenswert und besitzen die Energie in uns, die verspürte eigene Lust als Lebens- und Liebesenergie zu schenken, die deshalb so voller Kraft und Überzeugung ist, weil Menschen, welche in ihrem Wesen angenommen werden, das Bedürfnis verspüren, Ihr Glück zu teilen und dem Leben für die erfahrene Güte zu danken – mit Empathie für andere Menschen, damit Personen zu Persönlichkeiten werden und strahlen – wie es meiner Herrin immer weiter möglich sein soll.

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Lust am Körper

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Ich kenne keinen anderen Menschen, der so natürlich frei und sinnlich Lust lebt, wie Du. Das ist berauschend, inspirierend, überwältigend.

Es ist gut, trage ich die Gesetze sklavischer Unterwerfung in mir, denn so faszniniert und eingenommen ich auch bin, ich denke, ich würde übermütig werden angesichts der Tatsache, dass Du Dich für mich interessierst. Durch unsere Femdom-Kultur koste ich Dich aus, folge ich, geniesse ich die Intensität der Langsamkeit, die süsse Qual, benutzt zu werden. Erfüllungsgehilfe Deiner Lust zu sein ist berauschend , und dabei lerne ich ständig von Dir, lasse ich immer mehr zu, blicke ich neu auf meine eigene Sexualität, meinen Körper. Ich sollte ihn viel besser pflegen – und ihn wohlwollend betrachten und weiter entdecken. Unsere Körper haben liebenswerte Geheimnisse, und wir Alle sollten uns so viel wert sein, die Lust in ihm immer wieder zu wecken.

Wirklich nahbar

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In der Dominaszene gibt es den Begriff der klassischen Dominanz. Darunter wird die Rolle der höchst beschränkt nahbaren Herrin verstanden, welche in erster Linie die Symbole der eleganten, herrschaftlichen Erzieherin benutzt und über die Unnahbarkeit Sehnsucht und Erfüllung beim Kunden in einem ständigen Wechselspiel hält. Das klingt kühler als es sein muss, aber es ist sehr wohl ein Mittel, Distanz stets aufrecht zu erhalten. Nun kann man auch argumentieren, dass ein solches Arrangement ehrlicher ist, als wenn mehr Verbundenheit gespielt würde.
Wie auch immer: In unserer Femdom-Beziehung hat körperliche Nähe von Anfang an ihren Platz gehabt, ja, wir haben sie gesucht und Du hast sie beim ersten Treffen schon gewährt. Das Phantastische daran ist, dass alle Nähe nichts daran ändert, dass Du stets DIE Herrin für mich bist. Nichts würde je geschehen, was Du nicht willst. Ich mag gewisse Lernerfolge vermissen lassen, im Ablegen alter Muster ziemlich störrisch sein, doch niemals würde ich Dich als Lustherrin anders sehen als göttlich, und es ist mir absolut heilig, mich in der körperlichen Begegnung stets als wirklicher sklave Deiner Lust zu sehen, Deinen Körper verehrend wie einen heiligen Tempel. Du bist mir das Allerschönste Wesen der mir bekannten und vertrauten Schöpfung, voller Leben und lebendiger Bejahung meiner Sehnsüchte, und dabei habe ich nie aufgehört, Verehrung zu fühlen, die alles, alles behüten will, was Dich und Deine Schönheit mir zeigt.

Verehrung und lustsklavischer Dienst für meine Göttin soll nur die ewig nahrungsgebende Energie zu einer Partnerschaft sein, in der ich Deiner Güte und Zuneigung zukünftig auch ganzheitlich gerecht werde. Als Menschengeschöpf, das sein Glück gefunden hat.

Ausgeliefert

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Wie oft habe ich das schon erleben dürfen!
Wir haben ein Treffen vorbereitet, uns virtuell über unsere Gedanken, Vorstellungen und Phantasien ausgetauscht, und ich bin aufgegangen im Träumen, wie es sein wird, wenn…

Und dann kommt der Tag, die Stunde, der Moment, und ich begebe mich in Deine Gewalt, ja, ich werfe mich vor Dir nieder und bettle geradezu darum, jede eigene Handlungsmöglichkeit zu verlieren… und dann… dann nimmst Du mein Betteln an und ich finde mich tatsächlich wieder in einer erträumten Lage, verschärft durch Deine eigenen Ideen, die Du nun ganz persönlich entschlossen umsetzt… und dann gibt es diesen Moment, in dem so was wie Angst aufkommen kann, eine leise Frage, was geschehen könnte… und Du zögerst ja nicht, mir meine Hilflosigkeit vorzuführen…

Diesen Moment zu überwinden und endgültig und real ganz in mein Vertrauen einzutauchen und mich Dir bejahend auszuliefern, mit dem „Beweis“, diesen Moment überwunden zu haben – das macht mich tatsächlich zu Deinem sklaven, zum hörigen, gefügigen Lustwesen, das nur noch danach fragt, wie ich Dir zu Willen sein kann.

Und bei all dem Erleben bleibt die stete Frage, wie weit Du gehen würdest, wäre da Widerstreben in mir… und ich wandle das um und frage mich, wie enttäuscht Du wärst, würdest Du Widerstand fühlen… denn Du willst die bejahende Folgsamkeit, das bewusste Ergeben in die Macht Deiner Herrschaftsfreude, das Fragen und Bejahen all Deiner Gelüste. Und genau das sollst Du fühlen können auf Schritt und Tritt: Meine hörige Bereitschaft, mich der Macht meiner Lustgöttin auszuliefern, immer wieder neu.

 

Du nimmst Dir, was Dir gehört

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Deine entschlossene, hungrige, lüsterne, fordernde Präsenz verlangt mir Respekt ab. Doch jedes schummrige Gefühl wird von Deinen Berührungen erstickt. Berührungen mit Deiner Haut, Deine Stimme, Deine flinken, schnellen Hände und Deine Hüftstösse lassen mich alles andere vergessen als diesen Deinen Schwanz in mir. Und schon wünsche ich mir, dass Du ewig in mir bist, dass Du so lange forschend fragend weiter machst, bis Du spürst, dass ich mich entspanne. Dann ist plötzlich Ruhe, bis Du fühlen kannst, dass ich nicht länger nur erdulde, sondern erwarte… und so geniesst Du den Triumph Deiner Macht genau so wie Du das Aufbrechen all meiner sklavischen Lustgefühle erlebst.
Ich gehöre nicht erst Dir, seit Du mich gefickt hast. Aber wir bejahen dabei immer wieder neu die Wahrhaftigkeit Deiner Femdom-Herrschaft, und in dem ich mich ergebe, befreit sich mein Wesen und gehe ich in der Unterwerfung auf.

Im Spiegel

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Kannst Du Dich noch erinnern, wie auch Du mich vor den Spiegel gezogen hast, wie ich dann bei Dir kniete und Du mich aufgefordert hast, uns, aber auch und gerade mich im Spiegel zu mustern?

Es ist Jahre her, doch ich weiss noch sehr genau, dass mir das irgendwie peinlich war, ich quasi vor meinem Spiegelbild scheute, ich mich aber dafür um so mehr an Deiner Erscheinung kaum satt sehen konnte. Und dabei sah ich Deinen Stolz und Deine Freude und begriff, wie wunderbar Du unsere Verbindung findest, wie stolz und glücklich sie Dich macht. Machen kann.

Manchmal enttäusche ich Dich, doch niemals kommt es mir so vor, als würdest Du im Spiegel damals nicht mit aller Liebe jenes Wesen gesehen haben, das sich heute nichts mehr wünscht, als Deine Sehnsucht erfüllen zu können.

Wir wollen unsere Ver-Bindung aus ganzem Herzen und suchen nach der grösstmöglichen Eintracht, um sie aus vollem Herzen leben zu können.

Streicheln und zwicken

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Die Nähe, die Du mir gewährst, die Berührung, die Du mir schenkst, ist eine grosse Gnade. Wird aus dem Streicheln ein Zwicken, so halte ich die Luft an, atme Deinen Duft ein, spüre Deine Präsenz und empfange mit brach offen liegender Seele Deine Botschaft als meine Herrin und Eigentümerin: Ich gehöre Dir, diene Deiner Lust und bin voller Freude für jeden Beweis Deines unbedingten Willens, mich zu benutzen. Der scharfe Schmerz in meinen Zitzen erzählt mir von Deiner Freiheit, mich genau so zu nehmen, wie es Dir beliebt und von der Verheissung, dabei der Grund Deiner Freude sein zu können, DIR wahrhaftig Lust zu bereiten, Dir zu dienen, Deinen Gelüsten zu gehorchen und als sklave wirklich gefragt und gefordert zu werden.

Du bejahst Dein Eigentum, Du benutzt es, stellst es nicht einfach in die Ecke. Ich bin keine Trophäe für Dich, sondern eine unterworfene und doch geborgene Seele. Und Deine Lust ist atemberaubendes Geschenk für meine Hingabe und Anbetung.

Gebührende Wertschätzung

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Ob Käfig, Bock, Geschirr, Maske, Leine, Peitsche oder alles miteinander… Allei sind herrliche Instrumente, welche uns erlauben, die Bedeutung meiner Unterwerfung zu feiern, zu unterstützen, zu vertiefen.

Doch nichts daran ist so bedeutend wie die Haltung, das Gefühl, das in jeder Geste und jedem Verharren zum Ausdruck kommen soll. Jede Annäherung, jede Erwartung trägt den Zauber der Herrschaft und der Unterwerfung in sich.

Dein Herrinsein macht Dich noch schöner als Du eh schon bist. Es adelt Dich. Ich möchte Dich adeln durch meine Hingabe, Hörigkeit und Ernsthaftigkeit. Was an dem Gedanken ungehörig sein mag, ist die Frage, wie ich mir einbilde, dass ausgerechnet mein Beitrag dafür bedeutend sein möge? Nun, der Gedanke ist deswegen nicht überheblich, weil er aufnimmt, was ich staunend täglich erleben darf: Dass ausgerechnet meine Dienste Dir so wichtig sind, dass ich Dich strahlend machen kann, dass es mein Rücken ist, den Du gebeugt bei Dir haben willst. Du bist kein Traum, Du bist real. Wie könnte ich da etwas Anderes wollen als genau so real und also tatsächlich Diener und sklave zu sein? Sprichst Du von mir, so hoffentlich nicht von Bildern, die wir uns machen, sondern von immer mehr konkreten Erfahrungen, Bestätigungen unserer Wesensart, lebbar in unserer wahrhaftigen Beziehung.

Liebe und Vertrauen

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Was mir mehr als alles andere bedeutet: Wir sind voller Liebe. Und wir wollen sie nicht einfach für uns. Wir verstehen uns auch als Boten für ein Leben, in dem Respekt und Liebe für die Menschen immer vorhanden sein soll, und wenn wir uns in unseren Energien gegenseitig kräftigen, sollen unsere Liebsten immer mit was davon abbekommen. Dein Menschenbild ist rein und voller Friede und Freude für das menschliche Herz – und das Deine ist ganz besonders warm und gross und stark.

Und ja! Ich bin ein Sehnsüchtler. Ich brauche Berührung, Zärtlichkeit, Zuspruch. Ich brauche Lob und Annahme, muss sie immer neu bewiesen bekommen, sonst geht mir die Luft zum Atmen aus. Das ist eine Herausforderung und kann auch sehr verletzen, denn gerade Du müsstest das nicht immer wieder bekräftigen „müssen“, denn Du bist immer da und hältst immer zu mir.

Nun, ich hätte nie gedacht, einem Menschen mal so vertrauen zu können, und so mache ich hoffentlich Fortschritte. Und meine Traumas möchte ich hinter mir lassen wie ein paar ausgetretene Schuhe, die nicht mehr passen… leider ist das nicht ganz so einfach. Aber ich habe ja Hilfe! Und ich renne ja vor nichts weg. Im Gegenteil. Ich finde mich in Deinen Fesseln wieder. Immer wieder. Und finde mich wirklich.

 

Virtuell, aber ernsthaft

Das zwischen den Zeilen lesen ist etwas, was früher jede Brieffreundschaft benötigte, um Verbundenheit zusätzlich zu bekräftigen. So wurde Verstehen bestätigt, Empathie gezeigt. Umgekehrt gilt gerade für unsere virtuelle Femdom-Beziehung, die nur selten die Belebung in der realen Begegnung erfahren kann, dass wir einander nicht zumuten, zuviel zwischen den Zeilen lesen zu können. Wir benötigen das Verstehen, dass wir dem Partner zugestehen, dass er lesen kann, was wir meinen, fühlen, denken. Es gibt als Herrin und sklave sehr wohl auch dann sehr viel Gelegenheit, Einfühlen und Verstehen zum Ausdruck zu bringen, und es ist ein Rausch, zu erleben, dass das gelingt und – eben – die virtuelle Annäherung tatsächlich zu einer Beziehung führt und die Bindung, die durch die Deckungsgleichheit der Bedürfnisse initiiert wird, tatsächlich entwicklungsfähig wird.

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Als sklave, welcher den Kopf allzu oft von zu vielen Dingen voll hat, ist meine Herausforderung leider manchmal schon, tatsächlich Geschriebenes nicht zu überlesen. Geschieht es tatsächlich, so macht mich das oft sehr niedergeschlagen, denn es ist einfach peinlich und ein Affront gegenüber Dir. Wenn es dann gelingt, auch ein solches Verhalten einzuordnen, bin ich sehr froh. Und lechze nach den Momenten, in denen ich in tatsächlichen Begegnungen meine Ausrichtung auf Dich, meine Herrin, mit Inbrunst leben kann.

Virtuelle Kommunikation erträgt womöglich schlechter als reales Gespräch Dein Gefühl, Dich immer wieder mal erklären zu müssen: Obwohl das einer Herrin eh nicht zugemutet werden sollte, bleibt die Notwendigkeit manchmal nicht aus, weil wir virtuell einfach zu wenig „Andockungsmöglichkeiten“ an den Regungen des Andern haben.

Die Tagesform aller Menschen ist niemals konstant. In geerdeten, ruhigen Zeiten bewundere ich in jedem Fall die Feinheiten Deines Denkens, die Klarheit Deiner Aussagen und deren feinsinnige Formulierung. Tatsächlich komme ich da schon mal ins Plaudern und Philosophieren und verpasse womöglich den Moment, wo die Unterordnung unter Deine Richtungsvorgabe spielen soll. Eine leise Anordnung bleibt eine Aufforderung zu einem Tun und einem bestimmten Verhalten ohne Aufschub und ohne Überlesen.

Herrin und sklave erfassen ihre jeweilige Persönlichkeit virtuell durch noch mehr reden und schreiben und dürfen den Aufwand dafür nicht scheuen. Wir sind uns Beide bewusst, wie einmalig es ist, einen solchen Partner überhaupt zu finden – und welch Pflege dieses Glück braucht. Es ist manchmal eine besondere Herausforderung, dass Unachtsamkeit eines sklaven noch weniger verständlich und verzeihbar ist als die Gleichgültigkeit eines gerade mal müden Partners. Eine Herausforderung für mich, den fehlbaren devoten Geist, und für Dich, die Frau mit dem begründeten Anspruch auf Folgsamkeit.

Wenn man bedenkt, dass es der Bindung inne wohnt, dass die Herrin stets mehr verdiente, als ihr zukommt, kann durch die Distanz in der virtuellen Bindungspflege das Gefühl quälend sein, dass Du Dich immer wieder mir anpassen musst, weil ich nicht so mitziehe, wie es doch möglich sein müsste. Manchmal kann ich Dir im Moment dann nicht mehr zeigen, als die Beteuerung, dass mich das genau so quält wie Dich.

Wir arbeiten daran. Wenn Du daran denkst, dass es dabei teilweise um Elemente geht, die seit mehr als fünf Jahren mein Thema sind, so mag das Dir wie fehlender Respekt für Dich und Deine Stellung erscheinen. Wenn Du siehst, dass Du die Frau bist, für die ich meine Muster und Mechanismen immer wieder prüfe und sie tatsächlich durch Arbeit und nochmals Arbeit verändern will, und wenn Du Freude für das wach hältst, was Dir an mir sicher ist, dann lebst Du mit stolzer Identität als meine Herrin. Es ist schön, dass Dir das immer wieder gelingt.

Denn Du bist meine strahlende Herrin Isis.