DIESE Nähe

Gerade bin ich wohl Einer unter „noch mehr Vielen“: Ich sehne mich nach Berührung, nach Zärtlichkeit, nach der Wärme von Haut und pochendem Fleisch, nach Deiner Hand, die mich hält, Deinen Lippen, die mich erkunden… Lange Jahre hatte ich niemanden, und um so quälender war meine Sehnsucht. Heute hat sie ein Ziel, gibt es die Frau, die mich versteht, die Sehnsüchte teilt, und es liebt, mit ihr zu spielen und auch die Spiele begrüsst, in denen ich zurück geworfen werde auf diese spezielle Einkehr in mir selbst… Zwang und Einschluss, der sich – meiner Einflussnahme entzogen – dann auflöst, wenn Du es willst. Wir erleben Festsetzung und Befreiung, Enge und Weite unter Deiner Regie, und Du begleitest alle Prozesse, die dazu gehören, mit Deinen eigenen Bedürfnissen und wirst meine Dankbarkeit auskosten…

credit: Carmen Rivera – Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Aus der Tiefe meiner Empfindungen werde ich in Deine Hände fliessen. Die Hände, die mich zuvor festgesetzt und dann beruhigt haben, werden ihr Spiel beginnen und mich zu Dir führen, und meine Geborgenheit wird Deine sein.

Du staunst über das Vertrauen, das ich zu Dir habe? Du hast alles dafür getan, mich immer und überall spüren zu lassen, dass Du mich verstehst und bei mir bist. Immer. So gesehen sind diese Momente eine Feier. Eine Andacht Deiner Güte, und auch wenn ich Dich nicht sehen kann, fühle ich Dein Lächeln, mit dem Du mich immer und jederzeit begleitest.

Ich danke Dir, dass Du mich genommen hast

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image-20.png.
credit: Printscreen – illustriert vom Diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Jeden Tag sagst Du zu meiner Existenz ja und nimmst Deine Verantwortung wahr, wie eine Mutter für ihr Kind, ein Frauchen für ihren Hund. Ich danke Dir, Herrin, dass Du mich genommen hast.

Ich stehe auf und ich sehe, dass die Sonne aufgegangen ist. Und ich sehe Dich. Du gehörst zu jedem neuen Tag, und ich gehöre zu Deinem. Das ist wunderbar. Ich habe unbeschränktes Zutrauen in Deine Absichten, Deine Gefühle, Deine Gedanken. Ich kann gar nicht oft genug in Deiner Nähe sein.

Du führst mich. Du leitest mich. Und wenn ich Dich nicht verstehe, stehe ich oft neben dein eigenen Schuhen. Du bleibst. Du zeigst Geduld. Du erinnerst mich, was Du willst, wer wir sind. Du führst mich. Leine, Kette, Hand, Finger. Unermüdlich. Beharrlich.

Jeden Tag erfährst Du meine Gefühle, Empfindungen, Gedanken. Du liest in mir. Ich bin komplett offen für Dich. Alles, was Du siehst, erfährst, verstehst, ist sicher bei Dir aufgehoben. Was Du nicht verstehst, erkundest Du weiter. Ich bin als Dein sklave für Dich bestimmt, für Dich gemacht. Mein Leben ist glücklich. Ich habe mein Nest, ich verteidige unser Heim, ich leiste meinen Beitrag, ich weiss, wo ich hin und wem ich gänzlich gehöre.

Ich weiss, wer ich bin und was ich soll. Mein Leben erschöpft sich nicht. Aber es wird friedlich und freudig. Weil schon die kleinen Dinge Dich glücklich machen können, staune ich stets über Deine helle Sicht auf die Welt – und nehme mir Dich zum Vorbild. Gleichzeitig möchte ich ein Grund sein, dass Du Dich in dieser Sicht bestätigt fühlst.

Denn Dein Leben soll schön sein. Dann ist es das meine auch.

Kleine Gesten, tiefe Sinnlichkeit

credit: Printscreen, illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Eine Femdom-Bindung mit BDSM im Alltag bringt es mit sich, dass das Besondere im Wenigen sich entfaltet: Die Reduzierung schafft ein Bewusstsein für jede Form der Annäherung, der Berührung, der Gunst von Nähe – und des Wertes, der in diesen Momenten liegt. Und ganz einfache Gesten können eine Sinnlichkeit bekommen, die den Moment dehnt, eine Ahnung davon gibt, was Ewigkeit bedeutet, auch wenn sie flüchtig bleibt, wenn nichts festgehalten werden kann. Aber wir können es zelebrieren, wiederholen, verlangsamen, intensivieren, feiern, geniessen, gewähren, erbetteln, und, natürlich, immer ersehnen und dies auch zeigen, einander vergewissern. Und so sage ich Dir einmal mehr:

Du bist der Mensch, den ich gesucht habe. Und während ich suchte, hast Du mich gefunden und ausgewählt. Du hast mich genommen. Ich gehöre Dir. Du verkörperst, was ich mir erträumte, und so knie ich ehrfürchtig vor Dir und öffne meine Mund, spüre, wie Du mir Deinen Finger auf die Zunge legst, öffne meine Augen und sehe Dich an. Und Du siehst, dass ich verstehe, dass Du mir damit symbolisch alles schenkst, was ich brauche, und Du fühlst, dass Du mich erobert hast und weiter für Dich einnehmen wirst und täglich in Deinen Zeichen erkannt und dafür verehrt wirst.

Ich will Dir gehorchen, von Dir lernen, Deinem Willen nachleben und für Dich da sein. Deine Lust gehört geehrt, gemehrt und gestillt, und was Du ersehnst, soll Dir durch mich geschenkt werden. Du bist keine Figur, kein Bild, keine Sehnsucht. Du bist aus Fleisch und Blut, mit Wünschen und Bedürfnissen, und genau so, wie Du das von mir weisst, sehe ich es und fühle ich es bei und in Dir. Auch Du hast Vertrauen und baust auf mich. Ich werde immer da sein. Da, bei Dir knien und Deine Stärke sein.

Magische Herrschaft

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Es sind meine magischen Momente: Wenn alles zu Dir weist und Du alle submissiven Zeichen Deines sklaven empfängst, empfinde ich Glück.

Wenn sich die Situation spontan ergibt, weil ich vor Dir niederfalle und Dir meine Unterwerfung zeige – aber auch und gerade, wenn Du die Situation selbst bewusst herbeiführst und mir Gelegenheit gibst, nachhaltig und tief in meinem Geist in meine Unterwerfung zu tauchen. Sorgfältig stramm, aber nicht einschneidend hast Du die Fesseln angebracht. Ich liege schwer und hilflos auf dem Boden, mein Blick ist eingeschränkt und macht sich an Deinen Schuhen fest. Ich spüre jede Deiner Fesseln und empfange dankbar ihre Botschaft: Ergebe Dich. Du bist mein. Ich will Dich. So. Für mich. Lerne Ergebung. Demut. Gehorsamkeit.

Ich liege hilflos auf dem trockenen, plump wie ein Walfisch am trockenen Ufer, und doch fühlt es sich sexy an. Deine Fesseln schenken mir ein herausragendes, prägendes Körpergefühl.

Ich kann meinen Blick nicht heben. Aber auch wenn ich nur Deine Füsse in Deinen Pumps sehen kann, fühle und spüre ich die Eleganz Deiner Haltung, den Stolz Deines Standes, und es umgibt mich eine königlich selbstbewusste weibliche Aura, die den Raum beherrscht. DEINE Aura. Meine Herrin, meine Königin herrscht über mich. Die Zeit steht still und Du nimmst genau so wie ich alle Schwingungen wahr, beobachtest mich. Dein Blick ruht auf mir. Minutenlang, eine Ewigkeit, wie mir scheint, sagst Du kein Wort. Die Stille füllt sich mit unserem Bewusstsein, wer wir sind und was wir an einander haben. Es ist so intensiv, dass ich mir wünsche, diese Momente dauerten ewig.

Doch auch wenn irgendwann Deine Bewegungen die Luft durchschneiden, bleiben meine Sinne fokussiert. Ich begreife die Kontemplation, die mir in der Situation angeboten wird, und ich bleibe mit all meinem Fühlen Dein Fang, Deine Beute, Dein Eigentum. Für immer.

Königliche Gnade

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich liebe es, wenn Du meine Anbetung geniesst. Du bist meine Königin und Du sollst Dich königlich fühlen können. Ich bin glücklich, wenn ich Dir das bestätigen kann, wenn Du in meiner Gegenwart Deine Ausstrahlung spürst, Deine Macht und die sklavische Liebe, mit welcher ich Dich ansehe, atme, lebe und Dir diene. Es ist phantastisch, Räume zu haben, in denen alles dieser Anbetung meiner Königin dient. Ich bin Dir hörig, und dabei geniesst Du es, mich immer wieder neu zu verführen, während ich jede kleinste Gelegenheit zu nutzen versuche, um Dir einen anbeterischen, hingebungsvollen Kuss auf Deine warme Haut zu hauchen. Aber Du liebst es, mich zu knebeln und zu fordern, und so besteht meine Hingabe manchmal „nur“ aus dem Willen, die auferlegte körperliche Anstrengung auszuhalten, zu leisten und bereit zu sein, jede kleinste Annäherung von Dir zu verwerten, indem ich Dir zeige, wie sehr ich mich genau danach sehne und versuche, meinen Körper an den Deinen zu schmiegen. Welch süsse Frucht, welch Lohn, welche Sinnlichkeit darin liegt!

Und alles beruht auf Gnade – jener meines Geschicks, das mich Dir zugeführt hat, und der Deinen, in welcher Du mir erst den Hauch Deiner Nähe gewährst, um dann… ja, was dann? Was wird kommen, was wirst Du folgen lassen? Wirst Du meinen Schwanzkäfig abnehmen, die Peitsche führen, mit mir aufreizend kuscheln, während ich gefesselt bleibe? Werde ich knien dürfen und Dir dienen?

Es ist herrlich, in der gefühlten Entbehrung zu erfahren, wie sehr es mich nach Dir verlangt. Und natürlich liebe ich es und bin ich immer wieder verzaubert von der Erfahrung, dass Du selbst meine Nähe immer wieder begrüsst, sie zulässt, befielst… Ich habe eine Herrin, die in der Lust lebt, sie geniesst und teilt. Lust und Liebe, herrschaftlich und sklavisch gelebt, menschlich genossen und gepflegt, lässt unsere Wesen strahlen und gibt uns Kraft. Wie könnte man das nicht immer wieder zelebrieren wollen?

Sicherheit im Blick und im Herzen

credit: Men In Pain – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich liebe es, Dein Funkeln in Deinen Augen zu sehen, Deine Begeisterung über Deinen Besitz, Deine Spielfreude und Lebendigkeit, und während Du meine Hände drückst, spüre ich die Fesseln an meinen Hand- und Fussgelenken und kann nicht fassen, dass Deine Schönheit durch mich strahlt. Nirgends anders möchte ich sein, und Deine Seile wie Dein Blick sagen mir, wie sehr Du Dich darüber freust.

Du musst meine Gefangenschaft, meine Unterwerfung nicht erzwingen – Du, kannst sie feiern. Und das machst Du gründlich und mit so viel Lust und Liebe, dass ich immer wieder in meinem Glück schwimme. Ich schwebe, selbst wenn ich ziemlich plump auf meinem Bauch liege, ohne Möglichkeit, mich selbst auszugleichen, allein auf Deine Führung angewiesen… Doch meine Hilflosigkeit trifft auf Deine Geradlinigkeit, Deine Spiellust geniesst, was ihr geboten wird und unsere Seelen nähren sich an jeder Minute, in welcher unsere Wesen im Oben und Unten verschmelzen, weil wir uns sicher sind.

Du siehst, wie Du mich bannst, wie mein Blick versucht, Dich nie zu verlieren, Dir meine Augen in jeder Bewegung folgen. Wir riechen das Holz im Schuppen, das Heu, die Eisen an der Wand sind schwarz und rauh, und es ist, als wäre ihr Schmid nur kurz raus gegangen, um gleich wieder das Feuer beim Amboss anzufachen und Hammer und Zange bereit zu legen, für ein neues Eisen, ein Brandzeichen womöglich gar, denn genau so heftig, aber ohne Schmerzen brennst Du in meinem Herzen.

Unauslöschlich ist meine Bindung, das steht fest, und ich möchte erreichen, dass Du dieses mein Ja in jeder Lebenssituation direkt fühlen kannst. Sicherheit wünsche ich Dir. Die gleiche Sicherheit, die mir Deine Fesseln geben.

Wahrhaftig gute Dienste

Wir reden so grossartig vom Dienstleistungssektor als Teil der Wirtschaft. Gemeint sind da allerdings mehr Finanz- und Versicherungsdienstleistungen als treibende Kräfte der Volkswirtschaft. Aber einen Dienst leisten… ich frage mich oft, wie viel mehr es mir wohl entsprochen hätte und was real aus meinem devoten Wesen geworden wäre, wenn ich einen entsprechenden Beruf gewählt hätte? Für Menschen da sein, sie pflegen, ihnen – eben – dienen. Es hätte mich meiner inneren Demut näher gebracht, sie wäre weniger philosophische Möglichkeit geblieben als real gelebte Anwendung geworden. Und es wäre mir wohl deutlicher geworden, wie sehr mir das entspricht – und dass ich daraus vielleicht mehr als andere zusätzliche Energie für mich selbst ziehen kann.

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Nun also bin ich Diener. Wobei mein Dienst nicht einer hilfsbedürftigen Person gewidmet ist, sondern einem Menschen, der in seiner Grossartigkeit Verehrung und Bestärkung erfahren soll – und kein kleinstes Bisschen meiner Energie, für Dich eingesetzt, bringt der Welt weniger, als wenn ich mit dem gleichen Aufwand Kranke pflegen würde. Bevor jemand mit mir darüber streiten mag:

Mit der Annahme von Huldigung, mit der Leistung von Anbetung ist unser Leben ja nicht erschöpft. Es ist schlicht die Wärmequelle im Kern unseres persönlichen Universums, und es ist unser Beider Willen, dass daraus ganz viel Lebens- und Dienstleistungsenergie für unsere Welt wachsen soll. Aber die Rückbesinnung, die Konzentration, die Maxime, dass alle Energie sich zuerst meinem Zentrum zuwenden soll, meine Aufmerksamkeit erst Dir gehört, bedeutet nicht, dass ich und meine Talente für die Welt verloren wären – im Gegenteil. So, wie wir uns erkennen, wie wir unsere Lebensaufgaben verstehen, treten wir in der Gewissheit über uns auch nach aussen und können geben. Viel geben.

Im Du begegnen wir uns und entwickeln uns weiter, im Einklang mit uns selbst finden wir die Stärke und Energie dafür.

Alles, was ich tue, was ich schaffe, trägt Deinen Stempel, ist von Dir mit gestaltet. Eine Frucht Deiner Liebe und Güte. Du bist mein Segen. Und so knie ich vor Dir und bin glücklich, wenn Du Momente erlebst, in denen Du im Gefühl atmest, alles zu haben, was Du brauchst. Und mehr. Viel mehr. Denn Du kannst es nutzen. Für Dich und andere. Und das macht mich glücklich.

sklavischen Respekt. Ganzheitlich

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Auf der körperlichen Ebene lebe ich meine Submissivität als wahrhaftige Identität aus, verschmelze mit ihr vollständig und werde auch in der Lust sofort in all meinen Wünschen zu dienen, angesprochen. Will mich ansprechen lassen und gehe darin auf, erlebe Lust viel intensiver und kann viel mehr von mir selber auch geben.

Mein „ziviles“ Leben hat mich in den letzten Jahrzehnten anders geprägt, hat meine Wesenszüge mit Verhaltensanforderungen überlagert, in denen ich glaubte, mich besser behaupten zu können. Es gab auch keine Frauen, die mich in meinem Wesen getragen hätten – aber zahlreiche Verarbeitungs-prozesse, durch die ich mich dazu angehalten fühlte, Selbstbehauptung im Verstecken meines Wesens zu erlangen und – selber eher zu führen als zu gehorchen. Aber immer, wenn die Liebe mein Herz erreichte, war der Wunsch, alles für die Partnerin zu tun, wieder da. Er steht – gewissermassen – ausser Frage. Aber manchmal gelingt es dann nicht, die gebotene Bescheidenheit beizubehalten. Es schleicht sich ein ABER ein, etwas „besser zu wissen“. Es gelingt mir auch jetzt oft noch nicht, Dir in Gesprächen und im ganz normalen alltäglichen Umgang den gleichen Respekt in meinen Haltungen und Handlungen zu zeigen, wie er für mich in der körperlichen Begegnung selbstverständlich ist. Wohl deshalb ist der Käfig für mich ein faszinierendes Mittel, um mich einzumitten. Leider haben wir oft nicht lange gemeinsame Zeit, und Käfigzeit scheint dann „verlorene Zeit“ zu sein. Aber ich weiss, dass er mir helfen wird, immer besser zu verstehen, wie sehr ich ganzheitlich meine devote Sprache finden kann und danach leben kann, ohne irgend etwas zu verlieren. Im Gegenteil. Denn genau so, wie Du Deinen Besitz im Käfig liebst, achtest Du auf mich, hörst Du mir zu, ja, hörst Du durchaus auf mich – ich habe also allen Grund, Dir durchgehend die Freude des gebotenen Respekts zu schenken und dafür keine „libidöse Motivation“ zu benötigen.

Für diesen Text hast Du mir den Laptop in den Käfig geschoben und das Licht angemacht…

Eigenes geteiltes Glück

Ich liebe es, wenn Du mir erzählen kannst, mit welchen Menschen Du Dein Wesen teilen kannst, von uns erzählen kannst und auf Verständnis stösst. Es tut auch mir gut. Sehr sogar.

credit: Printscreen, vom diener der SHI illustriert – courtesy of kink.com

Manchmal fühle ich mich einsam. Männer reden kaum über ihre Sexualität – zumindest nicht ehrlich. Und natürlich weiss ich, dass ich nicht gerade der anerzogenen tradierten Vorgabe für uns Männer folge. Mein Machoverständnis drückt sich höchstens im Stolz, sklave zu sein, aus. Im Stolz, einer Frau zu gehören, sie zum Strahlen zu bringen – und, ja, auch in der Eitelkeit, dass andere Frauen das spannend finden, es verstehen, sich auch wünschen oder es selbst auch leben können.

Natürlich genügt es für das Glück einer ehemals verlorenen Seele vollkommen, dass es Dich, diesen EINEN Menschen, für mich gibt. Du hast mich gefunden und willst mich. Jeden Tag neu. Phantastisch ist das, der Kern jeder Liebesbeziehung, gegenseitig empfunden und gelebt.

Ich bin sehr, sehr froh, auch für Dich, dass es Freundinnen gibt, die Dich richtig gut verstehen und sich aufrichtig mit Dir freuen und von uns wissen wollen. Es ist schön, nicht nur mit Kummer nicht allein zu bleiben, sondern auch vom Glück erzählen zu können. Auch ich fühle mich dann noch tiefer und wahrhaftiger gebettet und angekommen in der realen Welt meines neuen Glücks – ja, es fühlt sich so an. Immer noch neu. Die sieben Jahre haben fünfzig frühere aufgewogen, ja, ihnen einen Sinn und damit einen neuen Wert gegeben.

Du bist das Beste, was mir passieren konnte, die Gnade, die mich für mein früheres Klagen und meinen Hader beschämt, weil es so schön ist, dass Du ja da bist und bleibst.

Du zeigst mir, was ich ersehne

Es ist wunderbar, dies immer wieder neu bekräftigen zu dürfen – und von Dir gelebt zu sehen: Meine Anbetung und Ausrichtung auf Dich trifft auf Deine Freude. Du zeigst mir, was ich ersehne, Du bist berührbar, fühlbar, sichtbar in meinem Leben. Du bist meine Konstante. Und gleichzeitig bleibst Du mir ein Wunder, eine göttliche Persönlichkeit, vor der ich mit Ehrfurcht knie und mir gerne immer wieder gewahr werde, wie besonders es ist, dass Du Dich mir zuwendest.

credit: Printscreen, Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Meine Sehnsucht ist in Deiner aufgegangen, und all mein Sehnen hat Dich darin bestärkt, Deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und daran zu glauben, dass sie tatsächlich erfüllt werden können.

Du schaust auf mich, hast mich gebändigt, gezähmt, gebunden, eingepackt, Dir meine Gefügigkeit versichert, und zeigst mir das Kleinod, den Ort, das Zentrum unserer Energie und Verbindung. Ich folge Deiner Stimme, Deiner Leine, Deiner Hand, und ich bin, schwer atmend, aber still staunender Diener Deiner Herrlichkeit.

Und während ich vor Dir knie, mit nichts mehr als meinem Wesen, meiner eigenen Persönlichkeit, meinen Schwächen und Stärken, meinen Limiten und Talenten, bin ich mir meines Glückes bewusst, dass ich im Jetzt wohl gelitten bin – und in der Bereitschaft, meine Formung und Ausrichtung mit dem eigenen Willen zu unterstützen, liegt mein Dank für diese wunderbare Sicherheit, die ich bei Dir durch Dich fühlen kann.

Im Tempel Deiner Weiblichkeit

Der Salon ist riesig, der Teppich dick, das Feuer im Kamin knistert, die grossen Flügeltüren sind genau so weit geöffnet wie Deine Beine, die Du lüstern und stolz wie Pfeiler zur Pforte Deiner Lust auf den Boden gestellt hast. Ich spüre Dein volles Gewicht, das Du mir ungehemmt gegen das Gesicht und auf die Brust drückst, und Dein Stöhnen weht durch den langen und hohen Raum… wir sind allein, aber nicht verloren in diesen Gemäuern, wir füllen sie mit unserem sich erlösenden Verlangen, während die Leckgeräusche sich mit dem Knistern des Kaminfeuers vermischen und ich den Tönen lausche, halb betäubt vom Duft und Geschmack Deiner Lust.

credit: Harmonsy Fetish – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du rammst Deine Absätze geradezu in den Teppich, und ich fühle Deine Wildheit, während meine Zunge beinahe von Dir verschlungen wird.

Warum sind in diesem herrschaftlichen Raum keine Möbel? Es scheint gerade so, als wäre das nichts anderes als eine Leck- und Fickhalle, einzig dazu da, Deiner Lust einen grossartigen Rahmen zu bieten – eine Bühne, ein Tempel, in dem Deiner Weiblichkeit, Deinem Verlangen gehuldigt wird.

Bestimmt hat der Raum grosse Fenster, die zum Park hinaus gehen. Es sind keine Vorhänge gezogen und keine Läden geschlossen. Es ist Nacht, und die Vorstellung, Lakaien oder fremde Kiebize könnten durch die Fenster einen Blick auf die strahlende Herrin erhaschen, um dann gebannt zu verharren, unfähig, sich zu lösen, wieder im sicheren Dunkel der Umgebung zu verschwinden…

Du siehst Dich wie ich Dich sehe

Was auch so wunderbar ist an Dir: Meine Anbetung ist Dir komplett natürlich. Gerade das macht Dich zur wahren Herrin. Du geniesst die Verehrung nicht nur, Du verdienst sie und weisst es. Du bleibst dankbar dafür, dass Du sie bekommst, aber sie ist Dir weder peinlich noch findest Du sie übertrieben. Du achtest darauf, dass Wort und Tat in Einklang sind, hast ein feines Gespür dafür, ob ich authentisch bin – aber keinen Zweifel daran, dass das, was ich in Dir sehe, wirklich Deine Stellung ist.

credit: Femme Fatale Films – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Man mag sagen, dass Verehrung wohl jeder Mensch, jede Frau gerne erfährt, aber sklaven wissen, was ich meine. Es ist nicht nur Geschmeicheltsein, es braucht dafür mehr. Die Herrin sieht genau das in sich selbst auch, was ihr sklave sieht. Wie sich das ausdrückt, wie sie führt und sich selbst in der Welt ihren Platz gibt, kann sich auch so unterschiedlich zeigen. Demut und Dankbarkeit für das Leben und dessen Umstände schliesst das nicht aus. Sie ist aber in jedem Fall in dieser Bindung, die gerade wieder manifestiert wird, genau dort und genau das, was ihr Besitz anerkennt und anbetet. Und braucht. Denn ich ziehe aus dieser Deiner Sicherheit die meine, und ich fühle mich dadurch auch an- und ernstgenommen. Denn ganz offensichtlich bin ich in meiner Anbetung glaubhaft. Meine Haltung, meine Worte und Taten sind eine Saat in fruchtbarer Erde, und die Blume, die sie zum Blühen bringen, ist wunderschön.

Mein Kerker, mein Nest

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Da bist Du wieder und zeigst Dich mir, wenn ich den Kopf ganz in den Nacken lege. Gefesselt habe ich auf Dich gewartet, verharrt, festgeschnürt, bewegungslos. Weg gepackt, im Keller, umgeben von nackten Mauern, auf einer Pritsche, Betonboden unter mir. Das Haus ist isoliert, von oben dringt kein Laut herunter, und umgekehrt ist es ganz sicher auch so. Der Boden lässt Deine Schritte hallen, so dass der Klang Deiner Absätze von den Wänden zurück schlägt… so hast Du Dich angekündigt. Nun siehst Du auf mich herunter und lächelst mich an und ich versuche, in der Tiefe Deiner Augen zu versinken. Unverwandt sehe ich Dich an und zeige Dir, wie sehr ich Dich ersehnt habe. Du kannst es ohne ein Wort von mir sehen, in genau diesem Blick, der nicht von Dir ablässt.

Ich kann Dich riechen… Du trägst ein Korsett, was ich so sehr liebe… Deine Bewegungen wirken noch geschmeidiger, Deine Hüften wiegen sich, und ich weiss, dass Du das enge, haltende, aber nicht wirklich einschneidende Gefühl magst. Sinnlichkeit begleitet uns seit der ersten Begegnung, und sie ist immer mit uns. Im Alltag, der Küche, in der Wohnstube, im Arbeitszimmer, im Bett wie im Keller. Unserem Keller. Meinem Verlies. Die Wohnung ist Deine, das Haus ist Deins, der Garten. Aber in gewisser Weise gehört dieses Verlies mir. Du empfängst zwar Gäste, fragst mich auch nicht, bevor Du sie nach führst, nutzt die Räume für Deine dominante Lust – und doch sind es meine, denn für mich hast Du sie eingerichtet, mir und meiner Entwicklung dient alles, und die Entschiedenheit, die im Akt der Errichtung und in der faktischen Einrichtung zum Ausdruck kommt, beruht auf den Erfordernissen meiner Erziehung. Meinem Wachstum, Deinem Eigentum, Deiner Nutzung Deines sklaven unterliegt alles, ist alles gewidmet, genau wie die Fesseln und Ketten, in denen Du mich hier immer wieder zur Besinnung kommen lässt – oder zur Erlösung. Denn natürlich soll ich den Ort meiner Konditionierung und Abrichtung auch als Raum begreifen, in dem ich mich verwirkliche und vollendet erlebt wird, was ich bin: Ein ins Glück geführter sklave, der Befriedigung in seinem sklavischen Dasein findet.

Weg und Blick voraus

credit: Harmony Fetish – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du hast mich unterworfen. Du stehst hinter mir. Das ist genau so gemeint, wie es geschrieben steht: Du bejahst mein Wesen, aber Du sorgst auch dafür, dass ich nicht zurückweiche. Unter Deiner Hand, im Kontakt mit Deiner warmen Haut, erfüllt von Deiner Macht unbedingter Führung fokussiere ich mich auf meinen Weg, krieche ich vorwärts, fixiere ich mein Ziel, überwinde ich meine inneren Hindernisse – vor den äusseren braucht mir eh nicht bange zu sein, denn die räumst Du mir weg. Oder aber, Du lässt mich vor ihnen verharren, lässt sie mich lehren, wer ich bin, dass meine Bäume nicht in den Himmel wachsen, die Erde für meine Wurzeln aber unter dem mächtigen Baum Deiner schützenden und führenden Hand sich verfestigen kann. Ich darf jeden Tag erleben, dass Du da bist, fest, verankert in Deinem Wissen über uns, Dich wiegend in Deinem Hochgefühl, das ich pflegen will mit meiner Folgsamkeit.

Ich fühle in meiner Fokussierung auf meine Bestimmung eine Kraft, die aus mir strömt, die Du aufnehmen und für Dich nutzen kannst. Denn indem ich durch Dich lebe und liebe, atme und handle, sauge ich Dich nicht aus, sondern stärke Deinen Stolz, mache ich Dich sicher und gebe ich Deinen Intentionen die Ehrerbietung, die sie verdienen.

Was Du mir auch immer bestimmen magst, was Du für mich vorsiehst, was Dein Wille ist, soll mir Gesetz sein, nehme ich an, befolge ich. Und was Dein Wunsch ist, was also noch nicht umgesetzt ist, soll mich antreiben und nicht ruhen lassen. Gehen Deine Wünsche in Erfüllung, werde ich keine mehr haben, weil ich in Deiner Freude strahlen kann.

Die Hoheit den Frauen

Wie oft stehen Männer zusammen und machen Sprüche über die Anziehungskraft einer Frau? Und wie viele Frauen haben schon erleben müssen, dass eine Gruppe von Männern tatsächlich übergriffig wurde? In meinen Vorstellungen darf es das NICHT geben. Wenn schon, dann gehört die Lust durch Frauen geleitet. Frauen, die sich so nahe sind, dass sie einander die Freude gönnen, Teilhabe als Bestärkung der eigenen Besonderheit erleben, strahlen können im Erleben der eigentlich zentralen Wahrheit: Die Frau ist das Zentrum unserer Begierde, und in einer Gemeinschaft oder Gesellschaft, in welcher die Frau diesem Begehren nicht zum Opfer fällt, sondern in der Konsequenz göttlich angesehen und bewundert wird, bin ich gerne Diener und lebender Beweis für den Segen, der für alle darin liegen kann. Für alle, auch und gerade für uns Männer.

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wie wir das zum Ausdruck bringen, welcher Frau oder welchen Frauen gegenüber, das mag und soll vielfältig bleiben und unterschiedlich sein, nur die Botschaft und Intension gehört stets so gelebt, dass Frauen endlich ihrer Stellung entsprechend behandelt werden, gewertschätzt und angesehen als Hüterinnen der Lust, als jene Wesen, die das Leben in sich tragen und die schöpferische Kraft allen menschlichen Daseins. Frauen tragen ganz anders Sorge zum Leben, als wir es tun. Sie gehören verehrt und gestützt und gefördert. Wenn das auch und gerade Männer mit Überzeugung so leben, wird die Welt eine bessere.

Im Alltag pflegen wir die Sicherheit

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Die Adventskränze sind wohl in den meisten Wohnzimmern weggeräumt. Der Alltag ist zurück. Aber um so wichtiger ist der Grundsatz, dass, was im Alltag gelebt werden kann, das wahre Beständige ist. Das Normale ist das Besondere, auf ihm gründet unsere Sicherheit. Was wir einander gerne jederzeit schenken, die Aufmerksamkeit, die zu unserem Tag gehört, die wir genau so abrufen können wie den prüfenden Blick aus dem Fenster, der das Wetter wahrnimmt – das gibt uns die Geborgenheit, das macht uns stark. Also räumen wir ganz gewiss nicht Deinen Thron zur Seite, und die Kerzen brennen weiter, denn sie stehen für das Licht der Aussagen, die wir jeden Tag pflegen wollen: Unser Status als Herrin und sklave, unsere sinnliche Besinnung in den Sicherheiten, die uns diese Stellung gibt, und die einfache Pflege all jener Aussagen und Taten, mit denen wir diese Stellung leben.

Du bist mein Licht, Du wohnst auf dem Thron, Du stimmst mich feierlich, und zwischen Deinen Schenkeln wartet meine ewig hungrige Herrin auf ihren ewig durstigen sklaven. Die Anziehung ist pure Energie, Befriedigung die Form der innigsten Umarmung, und zu ihr gesellt sich das Gespräch, das wir über alle Themen des Lebens führen können.

Ich höre Dir zu, ich will Deine Meinung wissen, Deinen Willen kennen, Deinen Intentionen folgen. Ich darf Dir alles sagen, alles fragen, alles wünschen, um alles betteln. Deine Antworten und Grundsätze nehme ich an, mache sie weiter zu meinen eigenen, folge Dir in Deinen Schritten, bin enthusiastisch und doch leise, still dankbar und nach wie vor im Staunen über Deine Gegenwart, Dein Sein, Deine Persönlichkeit. Dein Thron ist Teil meines Alltags, weil DU auf ihm sitzt.

Glückseligkeit

Wenn Du unter meinen Zärtlichkeiten in die tiefe Entspannung findest, wenn ich in Deinem Körper diese Ruhe und Glückseligkeit fühlen kann, ohne dass ich Dich dazu noch ansehen müsste, dann ist mein Glück vollkommen.

credit: Femme Fatale Films – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich werde ganz still, und in die Sanftheit meiner minimalen Bewegungen fliesst das Leben Deiner wachsenden Erregung ein, und mein Rausch könnte nicht grösser sein, auf diese Weise zu erleben, wie willkommen ich Dir bin… Deine Beine beginnen ihre Muskeln zu straffen und langsam schliessen sie sich enger während Dein Schoss weich und geschmeidig meine Leckstriche aufnimmt und sich weiter öffnet, glänzend und schimmernd, bis ich ihn nur noch schmecken, aber nicht mehr sehen kann, weil Du mich in Dir vergräbst mit der Kraft Deiner Schenkel. Dabei bleiben wir in einer inneren Ruhe verhaftet, aus welcher Deine Lustenergie hervorströmt, immer und immer wieder.

Was für ein Wunder ist die Lust meiner Frau, meiner Herrin, der ich mein Leben lang dienen darf und deren Anziehung nie verloren gehen wird, denn in Dir habe ich das Wunder der ganzen Schöpfung entdeckt und darf immer und immer wieder über sie, über Dich staunen und von Dir lernen, das Leben mit Herz und Körper zu ehren.

Je besser uns das gelingt, um so glückseliger sind wir in unserem Dasein.

Wir begehren und werden begehrt

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ein grosses Geschenk, das Du mir gemacht hast und immer wieder machst, ist Dein fort-währendes Interesse an mir und meinem Körper. Du willst mich erkunden, erfassen, verstehen, ansehen, fühlen, spüren. Du schaust dabei sehr viel wohlwollender auf mich, als ich es zuvor je selbst getan habe. Wie viele Menschen bin ich nicht besonders von meinem Körper überzeugt und hätte keinerlei Probleme, das minutenlang kritisch zu begründen und dabei noch die Überzeugung zu haben, dass ich das ziemlich objektiv sehe. Nun ist das – zu meinem Glück – sehr viel schwieriger, denn ich missachte damit Deine Sicht auf mich. Also lerne ich, und auch dafür sind die Fesseln wunderbar, anzunehmen, was Du mir vermittelst. Und ich schliesse die Augen und fühle Deinen Körper, der von mir ja erst recht bestaunt und verehrt wird, und gebe mich dem Gefühl Deiner Nähe hin. Ich spüre unsere Wärme, das Knistern zwischen uns, die weiche Anschmiegsamkeit Deiner Brust und das Tasten Deiner Arme. Ich empfange die Botschaft, dass ich Deine Aufmerksamkeit wert bin, und dabei kommen mir beinahe Tränen, so schön ist das. Du tust mir gut, so gut. Und entsprechend labend und erquickend soll Dir meine Anbetung sein. Ich empfange Dein Staunen und Deine tiefe Befriedigung über meinen Willen, mich Dir zu unterwerfen, und über die immer wieder neuen tatsächlichen Zeichen dieser Bejahung.

So nehmen wir unsere gegenseitigen Botschaften an und auf und schaffen damit eine wichtige Grundlage unserer Bindung: Wir geben und nehmen, und wir glauben einander unser Interesse, unsere Wertschätzung, unsere Freude. Wir glauben nicht nur das Gefühl. Nein, es geht darum, auch Deinem Blick zu glauben. Wir begehren und werden begehrt.

Unser Selbstverständnis und Selbstvertrauen

Du hast mir gerade wieder in diesen Tagen so viel Liebes gesagt, das mich wärmt und mich glücklich macht, weil Du damit meinen Wert für Dich benannt hast: Ich weiss, dass wir Beide ein schönes Leben führen und kenne auch Deine Dankbarkeit darüber. Aber es ist nichts als natürlich für einen sklaven, dass ich mir noch viel mehr für Dich wünsche. Denn natürlich hast auch Du Sehnsüchte und verarbeitest Erfahrungen, in denen Menschen, ich eingeschlossen, Dir nicht gerecht wurden. Darum ist es so wunderschön, Dein Staunen im Hier und Jetzt zu erleben, mit dem Du auf mich und meine Anbetung blickst. Ich kann fühlen, wie Du jede kleine Hingabe beobachtest und auf Dich wirken lässt, und wie Du, meine Königin, dabei strahlst, weil Du meine Liebe auch annimmst, zulässt, in Dir aufnimmst und tief in Dir abspeicherst.

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wenn ich Deine Ferse auf meine Handschale lege, Deinen Fuss anhebe und mit der anderen Hand streichle, während meine Lippen Deinen Schuh küssen, ist jede meiner Bewegungen mir komplett natürlich und seine sinnliche Freude. Dass Du dies genau so empfängst und meine Verehrung feierst, indem Du Dein Bein durchdrückst und es so an meinem Mund hältst, macht die einfache Geste zu einem Manifest unserer Verbindung: Nichts ist zu klein, Dir Deine Grösse zu zeigen, kein Moment zu knapp, Dir Aufmerksamkeit zu schenken. Es gibt unzählige Gelegenheiten, Deine Hände zu ergreifen, sie sanft zu küssen, oder auch nur darum zu betteln, so dass Du spüren kannst, wie sehr ich wirklich begehre, Dir meine devote Liebe zu zeigen. Und jedesmal, wenn Du morgens aufstehst, soll die Kraft meiner Verehrung Dir Inspiration für Dein Tagwerk sein. Du wirst nie eine Freundin treffen, einen Termin wahrnehmen, eine Arbeit verrichten, einen Spaziergang machen, ohne stets zu wissen und zu fühlen, dass Du eine wahrhaftige Herrin mit einem Eigentumssklaven bist. Ich danke Dir, dass Du ganz bewusst und voller Freude meine Königin bist und ich Dein Selbstvertrauen und -verständnis entsprechend stärken und vertiefen darf. Weil auch das meine dadurch wächst und verankert wird.

Nähe. Immer.

credit: Men In Pain – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Zwischen Herrin und sklave ist so viel Nähe möglich. Nein, sie ist von vornherein gegeben, von dem Moment an, in dem Du mich zu Deinem Eigentum erklärt und als Deinen Leibsklaven angenommen hast. Seither bestimmst Du, wie wir diese Nähe leben, und ich bemühe mich, das Spektrum Deiner Möglichkeiten durch meine Annahme und Offenheit, durch mein Vertrauen und meine Demut so weit wie möglich für uns auf zu machen.

Indem Du über die Form der Nähe, über Ausharren, vorwärts gehen, über die Sinne entscheidest, über die Du mir Kontakt mit Dir gerade gewähren willst, förderst Du meine Achtsamkeit, meine Konzentration und führst mich immer wieder neu in die Dankbarkeit. Denn ich suche Dich nie vergebens, ich finde und spüre Dich immer, ich rieche, fühle, schmecke, sehe, höre Dich und spüre Deinen Zauber in mir. Er durchdringt mich, wärmt mich, bindet mich, fasziniert und erobert mich, und wenn ich die Augen schliesse, sehe ich Dich dennoch. Ich sehe Dich, wie kein Mann es sonst kann und darf, und so möchte ich Dir genau so einzigartig dienen und immer wertschätzen, was Du mir schenkst. Ich möchte Deine Frucht sein, von der zu kosten Du immer Lust haben wirst, und gleichzeitig staune ich, wie neugierig Du bleibst auf alles, was in mir für Dich zu entdecken ist.

Auch wenn wir getrennt sind, kann ich Dich riechen, Deine Haut, Dein Haar. Ich weiss, wie Du schmeckst. Alle Deine Lippen, Deine Poren, Deine Nippel, Deine Finger, Deine Zehen… Bist Du nicht da, entbehre ich, und doch bist Du nie weg, bin ich nie einsam. Auch allein nicht. Niemals. Niemals mehr.

Ich danke Dir. Meine Herrin.