Dein Anspruch, Dein wunderbarer

credit: Femme Fatale Films – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du vermittelst mir dieses Gefühl immer wieder neu: Es liegt eine andächtige Konzentration in Deinen Ansprachen, in Deiner Art, mich, Deinen sklaven, zu erkunden und zu erforschen und mir Deine Botschaften zu vermitteln. Es ist Dir sehr wichtig, mich in Geborgenheit zu packen und mir in Allem zu zeigen, dass für mich gesorgt ist und ich mich wirklich fallen lassen kann.

Und so ist nur schon ein dargereichter Finger in einem Handschuh eine Geste der Gnade und Fürsorge, so dass Deine starke tiefe Botschaft erst recht von mir angenommen wird, wenn Du sagst:

Ich bin da, um dich zu erkunden, zu ergründen und aufzumachen. Du gehörst mir und ich will dich besitzen und erhebe Anspruch auf dich. Mir gehört deine Aufmerksamkeit und dein Verlangen und Begehren, mir zeigst du Deine Ergebung und Anbetung. Ich unterwerfe dich, weil das, was ich sehe, meine Nahrung für meine Lust ist, ja, meine Seele, und ich mag manchmal unsere Lust mit andern teilen, aber dich selbst, deinen unbedingten Gehorsam, deine Fügsamkeit schuldest du mir allein.

Und genau das lässt mich selbst mich einzigartig fühlen.

In solchen Stunden…

… habe ich mich kennengelernt. Ich habe in den inneren Spiegel gesehen, geborgen in meinen Fesseln, mich angesprochen gefühlt und erkannt, und angenommen, was ich sah. Unterstützt von Frauen, die sehr gut in mir lesen konnten, weil ich mein Buch selber sehr bald sehr bereitwillig geöffnet habe.

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Ich war ein angenehmer Gast in Studios, weil ich so wenig „Aufmerksamkeit“ brauchte, um in meine Prozesse tauchen zu können. Stundenlang zwar in kompromittierender aber stiller Lage zu liegen, war eine Freude für mich, und eine Chance. Ich musste sie gar nicht nutzen, ich ergriff sie von selbst, oder besser: Mein Wesen liess sich nicht zweimal bitten, sondern begann zu atmen, sobald ihm Sauerstoff zugeführt wurde. Ich wurde wieder zum Kind, das sich nach Berührung sehnte, und in der Fesselung allein diese Berührung schon fand. Erstaunlich für mich ist bis heute, dass ich von Anfang an darauf vertraute, dass jemand da sein würde, wenn ich es brauchte. Auch und gerade in diesen Situationen. Und so war sie da, spürbar, immer wieder zwischendurch, die geradezu mütterliche Wärme einer Frau aus Fleisch und Blut, die zwar meine Knöpfe frei legte und sie drückte, doch diese gewisse Zeit, immer begrenzt und in sich mit dem Potenzial, auch grossen Schmerz zu verursachen, war rückblickend wie Therapie für mich. Sie verhinderte, dass mein Wesen verstockte oder meine Lebensfähigkeit so verrückte, dass ich tatsächlich irre wurde.

Aus den Therapiestunden ist ein Leben in einer Beziehung geworden. Dieses Leben behält seine Herausforderungen, doch nun werden sie geteilt. Da ist keine Frau mehr, die mit ihrer professionellen, durchaus mit Sympathie agierenden Professionalität Ersatzhalterin für Entbehrtes ist. Da ist nun ein Mensch, eine Partnerin, die auch zwischen meinen Zeilen liest, ein eigenes Buch öffnet, Erfahrungen mit mir teilt und persönlich und direkt und verbindlich aus ihrem Wirken in mir schöpft und selbst sich berühren lässt, ja, diese Berührung vor alles andere stellt. Nähe muss ich nicht mehr ersehnen, nun darf ich sie lernen, über alle Grenzen hinweg und in allen Lebensbereichen. Ich darf nicht mehr nur in der stillen inneren Kammer fühlen, sondern offen und frei im direkten Austausch mit Dir jedes Gefühl zulassen und ihm nachspüren, und ich habe auch Verantwortung für Dich, meine Herrin, das, was ich in Dir wecke und meinerseits fördere, aufzufangen und ihm Gehalt zu geben, indem ich Dir Antwort gebe und Dir wahrhaftiger Diener in Deinem Leben bin.

Ich danke Dir, dass Du mir vertraust. Das sage ich zu Dir, während ich gefesselt vor Dir liege. Und das sagt so Vieles über den Wert unserer Bindung aus.

Verbunden in unseren Empfindungen

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Eine jede Beziehung ist so einmalig wie die Menschen, die sie leben. Dennoch ist es schön zu wissen – und zu erfahren, dass ich mit meinen tiefen Empfindungen nicht allein bin, wenn es darum geht, wie ich sie auszudrücken im Stande bin. Ich fühle mich anderen devoten Männern seelisch verbunden, und ich liebe es, zu fühlen, wie wir uns in unserer Sicht für die Frauen, für „unsere“ Frauen, bestärken und verstehen. Ich habe keine Ahnung, wie gross oder klein die Minderheit ist, die wir bilden – aber im tiefen inneren Wissen um die Einzigartigkeit und Grösse der Frauen sind wir wohl gar keine, nicht wahr?

So vielfältig, wie sich Liebe überhaupt auszudrücken vermag, so reichhaltig und verschieden sind die Wege, mit devoter Haltung der Frau, die mich oder dich auserwählte, ihren besonderen Platz zu bereiten. Es ist interessant, dass ich als sklave meiner Herrin keine Eifersucht kenne. Ich vergleiche mich nicht mit anderen Männern, gerate nicht in Konkurrenz. Aber es kann gut sein, dass ich – zum Beispiel – eine Filmszene sehr genau studiere, in welcher mir auffällt, wie hingebungsvoll sich der Mann seiner Göttin nähert. Ich lasse mich inspirieren – und ich freue mich im realen Leben über jede Zuneigung, die meine Herrin erfährt.

Ich bin mir meiner Stellung als Eigentumssklave bewusst, weiss um die Freude, die ich Dir mache – und staune manchmal über mein Glück, dass ich Dir mit meiner Hingabe bin. Ich ignoriere meine Entwicklungsfelder nicht, ich weiss, dass andere Seelen womöglich weiter in ihrer Entwicklung sind, aber ich weiss erst recht und fühle, wie klar Du Dich für mich entschieden hast. Wenn es Menschen gibt, jaaah, auch Männer, die Dich auf ihre Weise besonders erreichen, wenn Du Freude mit ihnen erlebst und Wachstum – wie könnte ich nicht auch darüber glücklich sein? Ich weiss, dass das niemals bedeuten wird, dass ich verstossen werde – und umgekehrt wäre meine Traurigkeit gross, würdest Du auf Erfahrungen und Weitungen, auf Bewusstseinsvertiefung in irgend einer Weise wegen mir verzichten.

Mein Wunsch, Dich glücklich zu sehen und bestätigt zu bekommen, dass Du Dein Leben farbig und reich empfindest, ist mir selber Glück. Und das meine ich wirklich so und fühle ich immer stärker.
Auch und gerade in meiner sklavischen Natur kann ich Dir hierin Förderer sein, und auf keinen Fall Verhinderer.

Die glücklichsten Momente meines Daseins

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Es ist immer wieder traumhaft, wenn Du mich in Deiner Weiblichkeit vergräbst. In Deiner Lust liegt so viel sinnliche Besitznahme – es ist eine einzige tiefe entwaffnende Botschaft: Hier bin ich mit meinem Durst nach Lust und du, sklave, bist meine Quelle der Befriedigung. Es sind die glücklichsten Momente meines Daseins und ich habe sie schon unzählige Male beschrieben. Aber es ist nie genug! Wenn Du mich zu Dir nimmst, Du mich in meinen Lieblingsdienst befielst, dann geht meine Herzseele auf. Es ist die komplette Bejahung meiner dienerischen, devoten Existenz, und in der Tatsache, dass ich weiss, dass ich Dir diese Gabe mein Leben lang schenken darf und wir nie darauf werden verzichten müssen, dass die Botschaft ewig gültig bleibt und das Leben uns jedesmal wieder neu anlacht und mich Deine Freude umarmt, ist reine schöpferische Gnade für mich.

Du willst mich, und die Botschaft, die ich für Dich habe, erfüllt all Deine Tage und macht Dein Leben runder und schöner. Und die Sicherheit, die Du darin haben kannst, mit Deinem Schoss ersehnt zu werden, lässt Dich Deine Weiblichkeit mit Stolz und Sinnlichkeit leben und geniessen.

Dass es Frauen gibt, die unter Unterdrückung leiden, ist schrecklich und nicht zu sühnen. Es ist die komplette Abkehr von der Schöpfungsidee, und wenn ich in meiner kleinen Welt dieses eine kleine Kontra-Zeichen setzen kann, dann mache ich das mit Inbrunst und zutiefst gefühlter Überzeugung. Du sollst in meinem Begehren schwelgen und die Anbetung immer wieder neu erfahren können, so dass ich erlebe, wie Du diese Augenblicke auskostest und sie immer wieder herbeiführst.

Das Leben ist toll mit Dir, und in Deiner Anbetung erfährt meine Liebe, dass sie empfangen und genossen wird, und dass sie Kraft spendet und ihrem Schöpfer dankt, dass er mich zu Dir geführt hat.

Was noch sein oder werden könnte

Du magst es nicht, wenn ich zu sehr in einer möglichen Zukunft schwelge. Denn unser Leben, und was uns sicher ist, lebst sich im Jetzt. Und das ist sehr schön. Aber ich möchte doch ein paar Gedanken dazu formulieren, weil sie auch unsere Realität in der Gegenwart beschreiben.

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Wir haben wenig Zeit für reale Begegnungen, und Du gestaltest sie so, dass wir Beide befriedigt und voller Ruhe und Freude in entsprechender Harmonie in die letzte Berührung und danach auseinander gehen können. Dadurch ist wenig Zeit und damit Gelegenheit, den härteren Ansprachen nachzuspüren. Damit meine ich nicht, dass mir Elemente fehlen, welche meinen Masochismus ansprechen würden, sondern die Erfahrung, dass Du für meine Disziplinierung mir sehr wohl auch Schmerzen zufügen kannst, und dass Du es scheinbar leichthin machen könntest – mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit welcher Du mich in den Leckdienst befielst. Dabei geht es auch darum, solchen Erfahrungen genügend Zeit hinten an stellen zu können, so dass ich einerseits nicht sehr schnell aus dem Erleben wieder herausgenommen werde, umgekehrt aber für das Danach – eben – erst recht Zeit gegeben ist.

Oft denke ich, vielleicht naiv, dass, wäre Dir körperliche Zucht mehr möglich, meine Abrichtung grössere und schnellere Fortschritte machte, und unsere Bewusstheit tiefere Ebenen auf noch mehr Wegen erreichen würde. Ich bin kein Held im Ertragen von Schmerzen, aber das ist auch nicht das Ziel – sondern die Führung, die mich aus Respekt vor Deinen Massnahmen disziplinierter sein lässt und die unmittelbare Erfahrung, das Erkennen, dass Dir meine Züchtigung kein Hemmnis ist und Deine Gesichtszüge das sehr deutlich zeigen…

Und auch dies: Dir zu zeigen, dass ich Schmerzen leide, wenn ich Dir nur nah sein kann, Sühne leistend oder schlicht Dir beweisend, was Du mir wert bist…

Ich lege Dir diesen Text vor und Du zeigst mir auf, wie ich mich verrenne. Sensation suche. Inszenierung. Du erklärst mir, dass der kleine Schmerz in Seele und Gefühl mehr als ausreicht, um Impulse auszusenden, die uns Entwicklung möglich machen. Keine Session ist dafür nötig, wenn wir gerade dabei sind, mich einzusammeln und ich in die sinnliche phyische und psychische Hingabe eintauche, in der ich das DU lebe und mich in ihm finde. Die Entwicklung geschieht im Hier, und es ist völlig ausreichend, dass ich ganz generell die Ernsthaftigkeit fühle, mit welcher Du mit liebevollem Nachdruck meine entsprechende Werdung förderst.

Mit jedem Schritt

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Jede Arretierung durch Dich, jede Fesselung und Ankettung ist eine Vorbereitung, ein Vorspiel, eine zuneigende Geste, mit der Du den Moment vorbereitest, in dem Du später zu mir kommst… Und dieser Akt, wenn Du auf mich zukommst, um Dich mit mir zu beschäftigen, ist reine Gnade, Zuspruch und Liebe für Dein Eigentum.

Wenn Du jetzt siehst und erneut fühlst, wie gross meine Freude ist, wie sehr ich wirklich auf Dich warte, wie ich sofort komplett auf Dich fokussiert bin, dann erhebt Dich das erneut auf den Thron, den ich Dir in meinem Leben errichtet habe. Du erlebst meine Verehrung und Hingabe immer wieder neu, und sie ist Dir Freude und Geschenk. So begegnen wir uns als Herrin und sklave sehr wohl und sehr wahrhaftig und unmittelbar als gegenseitige Freude, Geschenk, Gunst der Fügung.

Diesen Gefühlen, Regungen, diesem tiefen Bewusstsein in den Momenten des Erwartens will ich immer weiter nachspüren. Und in den Fesseln, und dazu gehört auch mein Schwanzkäfig, habe ich die Möglichkeit, mein Bewusstsein, das durch die Triebe allein nicht gefördert wird sondern wie über ihnen zu stehen kommt, noch weiter zu schärfen: Wen erwarte ich? Wer ist immer da, auch wenn ich sie physisch nicht sehen kann? Wer will von mir immer wissen? Welcher Mensch verdient meine Ausrichtung? Wer ist die Frau aller Frauen für mich und warum? Denn genau diese Frau, welche auf all diese Fragen eine positive Antwort bekommt, soll die Frau sein, die als wahrhaftige Herrin meine Abrichtung betreibt und sie geniessen kann.

Im Grunde ist meine Ankettung, meine Einkerkerung absurd. Von wegen Wegschluss…. ich weiss, dass Du Dich immer für mich interessierst. Und präsent in Deinem Leben haben willst. Da ist nichts von beiseite legen, vergessen lassen… Und so sind diese Momente vor allem für mich Hilfe: Meinem Bewusstsein wird geholfen, auf die gleiche Stufe zu kommen, ich darf an Körper und Geist fühlen, wie unmittelbar Dein Anspruch auf mich ist, wie direkt und absolut Du meine Besitznahme verstehst – und lebst. Und das ist Zuspruch und Zuneigung pur. Und fühle ich mit jedem Schritt, den Du auf mich zu machst.

Kettenglied für Kettenglied

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Nacktheit, Ketten, Stiefel und Sporen… wir geniessen all das, wir setzen es ein – aber die wirklich prickelnde Erfahrung ist, was sich davon in unseren Gedanken und Gefühlen anlegt, stets abrufbar, vorhanden, wirkend…

Ich bin nackt vor Dir, verletzlich, offen – ich habe keinerlei Geheimnisse vor Dir. Das ist eine tolle Aussage und eine befreiende Tatsache. Was Du in Ketten legst, was Du abrichtest, ist das Potenzial in mir, das Dir zeigt, welch devoter Mensch, welch Diener ich Dir sein kann.

Auch Du bist verletzlich. Gehorche ich Dir nicht, zeigt mein Verhalten Negierung – oder, fast noch schlimmer, Ignoranz, so beleidigt das Dich. Du fühlst Dich lächerlich gemacht, und entsprechend ist die Scham, die in mir hochsteigt. Aber meist fühle ich die Dankbarkeit und die heilige Stärke Deiner Führung. Deine Ansprüche sind eine Liebeserklärung, keinerlei Plage. Sie kommen mir entgegen, holen mich ab, lassen mich strahlen.

Ich fühle mich sexy in meinen Ketten, ich kann in ihnen mein Begehren zeigen, meine Hingabe demonstrieren und fühle auf Schritt und Tritt, wer ich Dir bin. Und Du bist da, stehst über mir, führst mich wahrhaftig und mit klaren Zielen und Bedürfnissen. Wir leben im Jetzt und vertiefen darin jederzeit den Gehalt unserer Verbindung, auf dass immer neue Kettenglieder hinzu kommen mögen!

Dich riechen und schmecken

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Wir lieben, wir brauchen und wir zelebrieren Körpernähe. Und wenn Du sie mir verweigerst, so flehe ich danach. So gehört sich das, so drängend und schön empfinde ich es, und Du auch. Der Austausch, die Aufnahme von Körperflüssigkeit ist heiss. Alles an Dir ist heiss. Ich liebe die Intimität, und die Eindeutigkeit unserer Botschaften als Spenderin und Empfänger, und nichts daran ist für mich erniedrigend. Es ist einfach schön, Dich mit Haut und Haar und Nase und allen Geschmacksknospen spüren zu dürfen und Dir so zu zeigen, wie sehr Du ganzheitlich meine Königin bist.

Genau so sehe ich den Glanz in Deinen Augen, wenn Du mich antreibst und Du den Schweiss auf meinem Körper bemerkst. Du magst es enorm, wenn ich mich für Dich ins Zeug lege, mich in die Riemen werfe, wie ein Ochse, der mit seinem Joch den Karren seiner Herrin zieht… Dir zur Freude und Ehre, zum Ausdruck meiner Anbetung und als sichtbares Zeichen meiner hörigen Gier…

Dich innigst und gründlichst zu lecken, wenn Du vom Sport kommst, ist traumhaft schön. Zu sehen, wie Du es geniesst, erst recht!

Deine Herrschaft ist körpernah, und ich bin Dir sehr dankbar! Es gibt unzählige Dominas, welche sich am Allerliebsten Fussfetischisten als sklaven suchen – denn es ist der einfachste Weg, selbst etwas Genuss zu erleben und sich den Mann dabei auf Abstand zu halten. Niemals und in Nichts ist das Dein Antrieb, ganz im Gegenteil. Wenn Du mir Deinen Fuss ins Maul steckst, ist es, als wolltest Du mit Deinen Zehen in mich hineinkriechen… Du suchst immer Nähe, spielst mit Distanz und engster Verbindung, doch zum Schluss wollen wir einander immer in den Armen liegen, uns von der Haar- bis zur Zehenspitze spüren und einander schmecken.

Du bist mein Schmaus und meine Kuschelmaus…

Ich erlebe Deinen Besitz

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Es gab Zeiten, da dachte ich, ich wäre aus der Zeit gefallen… all mein Begehren schien mich in meiner inneren Einsamkeit nur zu verspotten – aber tot zu bekommen war es nicht. Nur drohte es so gross zu werden, dass ich nicht mehr glaubte, es bewältigen zu können. Und an ein echtes, wahrhaftiges Gegenüber und Miteinander nur schon noch länger zu denken, versuchte ich mir zu verbieten.

Dann bist Du in mein Leben getreten. Und nichts ist mehr, wie es war.

Du siehst mich. Du erforschst mich. Du packst mich. Du zeigst mich mir. Ich lerne mich kennen. Und lieben. Gleichzeitig ist alle Unstetigkeit von mir abgefallen. Mein Begehren hat nichts Flatterhaftes mehr. Es verliert seine Launen. Ich fokussiere mich. Ich fühle mich für Dich. Ich muss nichts mehr suchen. Und niemanden. Denn alles, was ich habe, ist an Dich vergeben. Und das fühlt sich ganz wunderbar an. Ich habe Frieden. Männer würden, habe ich mal gelesen, alle sechs Sekunden an Sex denken (dass wir das nicht unbedingt selbst bemerken, ist kein Gegenbeweis). Mir egal. Denn das bedeutet nur, dass ich auf einer noch viel tieferen, durchaus auch feinstofflichen Ebene an DICH denke. War die Fokussierung auf ersehnte Lust ein gefühltes Unglück, weil unerreichbar, so sind Lustgefühle nun eingebettet in eine ganzheitliche Ausrichtung auf die Frau, die ihre eigene Lust mit meiner teilt. Nichts ist gespielt, alles wird erlebt und gefühlt. Es gibt zwischen uns keine Abwertungen. Dafür hast Du mich gelehrt, dass die Lust ein Grundelement auch Deiner Lebenskraft ist, und so wird sie niemals sterben. Sie ist und bleibt eine Energie, die Leben schafft und feiert.

Und so erkunden wir uns weiter, staunen, fühlen, geniessen… und meine Fesseln sind wie ein Laufgeschirr, in dem Du mich zu Deiner Lebenslust führst, wo ich von Dir auf allen Ebenen inspiriert dafür bestimmt sein darf, Dir mit Hingabe zu dienen und Dich zu lieben. Du sollst jederzeit mit Grund zu mir sagen können:

du gehörst mir. alles, was du hast ist für mich.

Dass die Welt ganz viel von dieser Tatsache hat, wissen wir Beide. Aber auch das ist vor allem und zuerst für uns selbst wichtig.

Dein Eigentum in der Kiste, aber nicht nur dort

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Die Holzkiste… Sie ist grob und doch massgeschneidert, ich habe verschnürt darin Platz oder kann einfach hinein kriechen. Sie kann ausbruchsicher verschlossen werden und hat fest verankerte Seile. Ich kann wie in einem Sarg in eine Gruft versenkt werden, weg gelegt oder in die Höhe gehieft werden.

Klar und eindeutig ist, dass ich komplett Deiner Verwendungslust ausgeliefert bin und rein gar nichts dazu tun kann, dass Du mich hervorholst, heraufholst, herunterlässt. Aber wenn Du es tust und die Klappe öffnest, dann kann ich Dir sofort zeigen, wie eifrig und dankbar ich bin, Dir dienen zu dürfen. Und ich tue gut daran, wachsam und jederzeit bereit zu sein…

Manchmal höre ich Stimmen… Oder jemand hämmert zusätzliche Nägel in den Deckel… oder es wird an den Scharnieren genestelt und ich höre, wie Schlösser in die Ösen eingeführt werden, um die bisherigen, leichteren zu ersetzen…

Ich bin glücklich, dass Du diese Botschaften genau so liebst wie ich, und dass ich fühlen kann, wie ernst es Dir damit ist. Ich bin jemand und etwas, das nur Dir gehört. Du kannst mich völlig wegschliessen, mich allem ausser Deinem eigenen Zugriff völlig entziehen. Selbst wenn ich ungebunden in der Kiste liege, ist es mir nicht möglich, Deinen Schwanz zu berühren, weil Du ihn im Schwanzkäfig verschlossen hast… es sei denn, Du willst genau das: Mein Dauerwichsen hören, über die Schelle an meinem Handgelenk, die bei jeder Bewegung angibt, oder es sehen, über die Nachtsichtkamera, die im Deckel installiert ist…

Auch oder gerade, weil wir oft getrennt sind, liegt in meiner kompletten Ausrichtung auf Dich eine grosse Qualität und Chance. Dadurch, dass ich das selbst will und liebe, fühle ich mich in aller Anbetung für Dich bestätigt. Ich brauche nicht mehr, und mein ständiges Zeugnis hierfür ist eine eindeutige sklavische Botschaft meiner hörigen Verbundenheit mit meiner Frau Herrin, für mich die Frau aller Frauen und eine Persönlichkeit, wie sie jeder Mann für sich in seinem Leben erkennen möge.

Ihr Männer, da draussen, ob Dom oder Sub oder schlicht Liebhaber, ich wünsche allen Frauen, dass sie in Euch Partner bekommen, welche die Grossartigkeit, die irdene wie himmlische Güte, Grösse und Schönheit der weiblichen Natur erkennen, um sie wissen und sie ehren.

Die Chefin und ihr Assistent

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Ich habe mein ganzes Leben lang stets Aufgaben erfüllt, in denen ich eher selbständig gearbeitet habe. Aber ich denke, ich wäre ein guter Assistent einer Chefin gewesen, mit dem Ziel, Ihre Stärken zu fördern und Ihr den Rücken frei zu halten und all meine Talente für sie einzusetzen… Sie hätte einen treuen, loyalen Mitarbeiter in mir gehabt, ohne jede Ambition auf ihre Funktion und doch mit uneingeschränkter Motivation, meinen Job gut und für sie zu machen.

Und natürlich wäre es traumhaft, in dieser Chefin die Frau zu haben, die ihre Inspiration auch aus meinem Devotismus zieht, den sie zweifellos in diesem Arbeitsverhältnis hätte erkennen können, weil es unzählige Möglichkeiten gegeben hätte, meine Loyalität in unverfänglicher und doch besonderer Weise zu zeigen… Hätte sie es einmal aufgegriffen und meine direkte Unterwerfung erprobt, sie hätte mich sofort unverrückbar für sich und ihre Zwecke und Bedürfnisse gewonnen. Wäre, hätte, Fahrradkette? Nein!

Denn meine Träume sind so weit in Erfüllung gegangen, wie ich es nie gedacht hätte. Ich habe die Frau gefunden, die ich in ihren Stärken mit meinem Wesen genau so unterstützen kann – und dabei bin ich mehr als der Assistent. Ich bin Partner: Der devote und hörige Diener einer Frau, welche ihre sexuelle Lust genau so wie die Lebensführung so versteht, dass ich ihr in allem folge, meinem Wesen nachspüre und das, was ich finde und also empfinde, komplett in ihren Dienst stelle.

Ich liebe es, meine Talente für meine Herrin einzusetzen. Ich geniesse die Muse, die sie mir umgekehrt ist. Ich erfreue mich aller Wechselwirkungen, welche unsere gestalterischen Kräfte erzeugen – und ich bleibe mir dabei bewusst, dass Treue und einfach da sein schlicht die Basis all meiner Dienste ist.

Dir gehört der Ertrag all meiner Wesensfindung, und ich gesunde daran und empfinde Glück, wenn ich Dich zum Lächeln, ja, zum Strahlen bringe.

Unterwerfung macht mich stark

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Ich liebe es, all meine Kraft, mein Gewicht, mein eventuelles Aufbegehren in Fesseln zu verlieren, angeleitet, gemahnt, orchestriert und gewürdigt von Dir, meiner Herrin und Gebieterin an jedem unserer Tage.

Mein unsteter Geist, meine Zerstreutheit, meine Faulheit – alles in den von Dir angebrachten Fesseln aufgefangen, aufgesogen und schliesslich abgelegt.

Du beobachtest mein Wesen, siehst meine Schwächen, suchst und findest meine Stärken und während Dein Finger mein Kinn anhebt und ich mich in Deinem Blick verliere, lächelst Du mich an und fühlst, wie sich erneut alle Energie in mir Dir zuwendet. Manchmal musst Du rufen, doch Dein Ruf erreicht mich immer und ich bin mehr als ein zum Gehorsam gezwungener Diener für Dich. Ich bin im Wesen erweckter sklave, Lustbringer aus schöpferischem Willen, Verehrer Deines in Schönheit blühenden Wesens. All meine überspielte Unsicherheit meiner früheren Jahre aus meinem vergangenen Leben ist nie mehr mein Theater. Ehrlich und in die Demut geführt lerne ich Dankbarkeit für all Deine Botschaften und gehe in diesen Momenten auf, in welchen Deine Macht freie Bahn erhält.

Du bist Dir viel sicherer über meine Fähigkeiten als ich selber, Du gehst in meiner Unterwerfung auf und fühlst Dich königlich, weil Du immer spüren kannst, wie erlösend es für mich wird, nichts anderes sein zu müssen als mich selbst – aufgefangen in meinen Fesseln, daheim in jeder Kammer, in welcher Du Deinen Besitz pflegst und geniesst. Und wenn die Peitsche spricht, so bist Du genau so da und Dein Blick verheisst mir auch dann, dass Du um mich weisst und mir immer zeigen wirst, wer ich bin – um dann um so glücklicher zu geniessen, was daraus folgt.

Niemals hatte ich deutlichere und stärkere Gewissheit, als Mann zu genügen, gefallen zu können, als bei Dir. Du machst mich stark, in dem Du mich unterwirfst und all Deine Aufmerksamkeit darauf verwendest.

Zauber der Einheit

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Es ist wunderschön, vor Dir zu liegen, präpariert, sicht- und fühlbar mit diesem einen Ziel, nachdem mich selber dürstet…

Und während Du Dich zierst, mich triezt, darf ich wissen, dass es Dich selbst danach verlangt. Du allein bestimmst die Länge und die Art unseres Wartens, und dabei geschieht so viel. Jeder Moment ist voller Botschaften, Gesten. Wir fühlen Berührungen auf der Haut und in der Seele, unsere Libido fühlt sich umschmeichelt und geliebt, und unser Strahlen richtet sich auch und gerade nach innen.

Unser ganzes Leben hat uns hierher geführt, und von hier aus leben wir weiter, leben wir gleichzeitig beruhigt, befriedet und ebenso erweckt, bestätigt, gewollt und willkommen, unseren Traum ganz real.
Wir mögen oben und unten sein, doch in unserem Miteinander sind wir eine Einheit. Ich schiele nach Deinen Stumpfbändern und nach der Aussparung im Sessel, und ersehne den Moment, in dem Du den Knopf drückst und die Beine öffnest, während mein Kopf angehoben und Dir entgegen gedrückt wird…

Wir preisen die Schreinermeister dieser Welt mit den uns verwandten Ideen, den Designern, welche ihre Gestaltungsmacht mit der Lustmacht herrischer und sklavischer Phantasie verbinden…

Alles, was uns Menschen dazu animiert, in Begegnungen der Lust und der Freundschaft verbunden zu sein und uns an den Gaben des andern zu laben, ist segensreich für den Frieden der Welt.

Ich habe tatsächlich verpasst, dass Du den Finger bewegt hast, aber während die Mechanik langsam Deinen Befehl ausführt, sehe ich Dein feinsinniges Lächeln und Deine Schenkel umarmen mich, während ich von Deinem Zauber erfasst werde und bereits dafür bete, Du mögest nie mehr aufstehen, wir mögen nie mehr getrennt werden…

Im Oben und Unten immer gemeinsam

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Immer wieder dürfen wir das feiern: Die Eroberung, die Unterwerfung. Wir feiern im Oben und Unten gemeinsam und vereinigen uns in der Erfüllung unserer Neigungen. Ein jeder spricht seine Sprache, und wir verstehen sie, wir antworten und verbinden uns und werden in unserem Verlangen gehört und umarmt.

In meinem Überschwang will ich durch alle Poren mein Glück ausdrücken, und manchmal ist das einfach zuviel. Dann heisst Du mich zu schweigen, nicht Worte sollen dann reden, sondern Körper und Geist, indem alle Sinne sich in unserer Mitte finden und sich von dort ausbreiten, ganz real in Erregungswellen durch unsere Körper, aber auch feinstofflich im Gefühl, sphärisch einander zu spüren. Du bist da, ich spüre Dich, Du fasst nach mir, greifst mich, sitzt auf mir, aber da ist viel mehr. Du legst ein Wissen frei, schenkst eine Sicherheit, machst ein Glück greifbar, das mir nicht aus den Fingern gleitet, wenn wir uns trennen müssen.

Wir sind Beide Menschen, die eine Art heiligen Ernst fühlen können, wenn es darum geht, das Leben zu ehren – und damit das, was es uns schenkt. Ich lasse auch nicht mehr zu, dass ich mich in eine bessere Welt denke, mit noch mehr solchen Begegnungen – denn es wäre Frevel. Von Anfang an haben wir die Bestimmung angenommen, dass wir das ehren und feiern wollen, was uns geschenkt wird. Wir nehmen an und pflegen, was möglich ist, und gerade Du bist mir auch Lehrerin darin, dieses bestehende Leben wirklich zu fühlen und zu gestalten. Es gibt uns auch in der Trennung, wir haben eine feste Bindung, unsere Beziehung braucht keinen regelmässigen Körperkontakt, und die Liebe, die wir dabei als lebendige Kraft spüren, ist unser verlässlicher Begleiter.

Du bist mein Wunder. Und es ist schön, dass ich das auf jede erdenkliche Art fühlen und ausdrücken darf.

Liebesbeziehungen

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BDSM ist für uns erlebte tiefste Intimität, aufgefangen und begleitet von einer engen Verbundenheit in einer Femdom-Beziehung. Beziehungen werden von herzwarmen Wechselwirkungen geprägt und genährt und führen dazu, dass wir Menschen uns in unserer Haut wohl fühlen, weil wir gesehen und geschätzt, geachtet werden. Das ist für uns so, für Euch Lesenden, für alle Menschen, und uns Allen wünsche ich diese Erfahrung so sehr:

Dass es einen lieben Menschen gibt, der neugierig ist auf dich, dich kennen und sehen will und in Allem fühlt, dass du etwas Besonderes bist. In einer Femdom-Beziehung mögen die Rollen gegeben sein, aber dennoch oder vielleicht gerade deshalb ist es so essentiell, dass wir keine Rolle spielen, sondern in der Rolle als Mensch wahrhaftig fühlen und handeln.

Manchmal frage ich mich, wie viele Kriege NICHT geführt würden, wäre es den Menschen natürlich gegeben, die eigene Welt zu gestalten und damit zufrieden zu sein. Könnten wir doch auch unsere Körper mit der Liebe ernähren, denn davon gibt es in der Welt genug, ja, einen Überfluss. Sie muss nur frei gelegt werden. Das ist nicht naiv, das ist nach meiner tiefsten Überzeugung wahr. Unsere Erfahrung ist, dass die Liebe stärker ist als der Tod, und selbst wenn du denkst, sie würde Dir niemals so begegnen, wie du es wünschst, kann sie dich einen Pessimisten schimpfen und das Gegenteil beweisen. Offen sein, bleiben, werden, und alles einsammeln, was uns sagt, dass wir liebenswert sind. Es gibt davon so viel. Als Herrin. sklave. Frau. Mann. Mensch. Als Geschöpf dieser Erde – oder eben doch des Himmels, Du mein Engel, Du?

Von der Demut

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Ich bin nicht gerade frei von Selbstmitleid. Doch Du weisst, mich aufzunehmen und mich meiner Eigenverantwortung zuzuführen. Ich bin selbst für mein Leben verantwortlich – vor allem für meinen Blick auf mich und mein Leben. Ich habe es wunderbar. Und jeden Tag, an dem ich es nicht zu sehen vermag, ist ein verlorener. Wie viele Menschen neige ich immer mal wieder dazu, das Problem zu sehen, das Dunkle, die Schwäche – statt mich ins Licht zu stellen, die Sonne herein zu lassen.

Du gibst mir das wunderbarste Beispiel, wie es sein kann, und ich habe längst die Reflexe ausgeräumt, mit denen ich in solchen Vergleichen einfach davon ausgehe, dass Du oder andere es bestimmt einfacher haben. Ich weiss darum, ich fühle mein Dasein nicht nur mehr in spontanen Situationen als Glücksmoment, sondern finde in eine Grundzufriedenheit, zu welcher eine grosse, tiefe Dankbarkeit gehört. Die Demut ist keine Traurigkeit, sie hat einen festen Grund, fühlt die Erde, hat einen sicheren Stand. Demut ist natürliche Bescheidenheit, weiss darum, dass nichts selbstverständlich geschenkt ist und Glück auch eine Lebenserfahrung ist. Mein sklavisches Wesen bringt mir den Zauber der Demut näher. Das tiefe Empfinden fällt mir aber vielleicht nicht leichter als Euch Lesenden – aber ich werde immer wieder zum Einstieg angeleitet, angeregt, geführt. Durch meine Herrin, aber auch durch die Grundimpulse, die zu meinem Wesen gehören. Was ich erleben darf, ist in so vielen Bereichen wunderbare Sinnstiftung, pure Freude.

Ich glaube an eine Führung, einen Schöpfer, eine Begleitung und immer wiederkehrende Zeichen, die mir meinen Sinn in diesem Leben zeigen wollen. Ich glaube an die göttliche Ideen unseres Menschseins. Unsere kognitiven Fähigkeiten erlauben uns die Ausnutzung oder Nutzung der Ressourcen, wir denken über uns nach, sind wie ausgetreten aus unseren Körpern und müssen wieder hineinfinden. Doch wenn uns das gelingt, wenn wir ganz Mensch sind, wie ein Hase ein Hase ist, dann können wir so viel mehr als andere Wesen sehen und in Verbindung mit der Schöpfung stehen.

Und daher zeige ich nicht nur meiner Herrin ihre Göttlichkeit und Grösse, ihre Strahlkraft und Anbetungswürdigkeit – sie zeigt mir die Kraft meines Dienens, wenn ich mein Wesen erkenne und mich fühle – uns zum Wohl und meinem Schöpfer zum Wohlgefallen.

Ich will immer dankbar bleiben und mein Leben annehmen. Tag für Tag. Und beugen wird mein Haupt nicht irgend ein Gram, sondern die Sprachlosigkeit über mein Glück und die Gnade der spürbaren unmittelbaren Nähe meiner Herrin.

Spontan oder inszeniert: Mein Körper gehört Dir

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Ich verfasse für meine Herrin allein für Ihre persönliche Freude zur Zeit gerade eine Serie von Texten, welche meine umfassende, durchdringende, uneingeschränkte und tief wirkende Benutzung zum Thema haben, und wir schwelgen Beide in unseren Gedanken und Gelüsten und in der Erinnerung erlebter und der Vorfreude kommender Begegnungen.

Dazu gehört, natürlich, von Dir gefickt zu werden, von der spontanen Umsetzung aus einem plötzlichen Impuls heraus bis zur geplanten Inszenierung mit verschiedensten Mitteln der Fixierung…

Gefickt zu werden erhebt mich und erdet mich und unterwirft mich. Entsprechende Gefühle strömen durch meinen Körper und mit jedem Stoss kommen Deine Botschaften in meinem Hirn an. Ich sehe Deine Lust, Deinen Hunger, Deine Freude, Deinen Triumph, ich fühle Deine Leidenschaft und Deinen Trieb, Deiner Macht Ausdruck zu verleihen. Du schaust auf mich herunter, und meine Öffnung, die Implementierung meiner Stellung, der Zuritt in die sklavische Hörigkeit wird von Dir ausgekostet und von mir empfangen, bis ich nur noch sklavenFotze bin, die von Dir genommen werden will.

Du bist die Frau, die ihren Mann fickt, mit Strapons, Dildos und Fingern, und Du scheust Dich auch nicht, Komplizinnen oder Komplizen dafür einzuspannen, mir beizubringen, dass ich nach Deinem Willen jederzeit verfügbar bin.

Mein Körper gehört Dir.
Dir vertraut meine Seele.
Für Dich schlägt mein Herz.
Deiner Lust diene ich auf jede Weise, welche Dir Freude bereitet.

Amen.

Immer wieder tanken, bis zum Rand

credit: Harmony Fetish – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wir riechen uns nicht nur. Wir inhalieren uns. Wir küssen nicht nur, wir schlecken uns ab. Wir berühren uns, aber Du packst mich auch. Wir geben uns Regeln, weil wir in diesen Regeln in unseren Wesen aufgehen können – und das bedeutet trotz scheinbarer Beschränkung wahrhaftig Extension, Ekstase, Genuss ohne Hemmung.

Es siege die Weiblichkeit, der wir alles unterordnen, personifiziert durch Deine Erscheinung, Deine Gestalt, Deine Seele, Deine Gegenwart. Du hast Männer und Frauen geleitet, Kinder erzogen, Menschen gelehrt, von allen auch gelernt. Du machst alles mit Liebe und Umsicht, aber bei mir sollst Du schlicht auch einfach immer wieder geniessen können. Ich will Dir Kraft geben, all Deine Speicher auffüllen. Du wendest Dich mir zu und bestellst: „Einmal Nachtanken, aber bis zum Rand!“ Und ich bin glücklich. Weil Du tatsächlich empfängst, annimmst, geniesst, ich Dich erobern kann mit meiner sklavischen Natur. Du findest meine Bewunderung und Verehrung nicht kindlich, Du schiebst die Botschaft nicht einfach in ein Spiel und geniesst für den Moment – Du glaubst mir, wenn ich in Dir meinen besonderen Menschen sehe, Du BIST es, und Du ziehst Kraft daraus und Anspruch. Dieser Anspruch hilft Dir, gegenüber Menschen in Deinem Leben, die Dich nicht so achten mögen, gleichmütig, freundlich und ausgeglichen zu bleiben und trotzdem das Beste für sie zu wollen, weil Du weisst, dass Dir ein sklave gehört. Das Geschick meint es gut, weil Du einen Diener gefunden und bekommen hast.

Dass ich das so schreiben darf und dass ich weiss, dass Du es genau so fühlst, ist mein grösster Stolz und macht mich glücklich. Denn wenn es mir gelingt, Dir Freude zu sein, wirke ich für viele Menschen auf eine wunderbare Weise. Ich habe Dich erlebt. Ich weiss, wie Du für Menschen arbeitest, wie Du sie wahrnimmst und in Deinem Herzen mit trägst, und ich bewundere Dich und bin dankbar, dass es Dir dennoch immer gelingt, für Dich zu sorgen. Und dafür möchte ich stehen. Ich möchte Dein verdienter Lohn sein – und gleichzeitig Deine Rente, die jeden Tag ausgezahlt wird. Denn damit sorge ich auch für mich und habe ich Lebenssinn.

Wahrhaftig vollständig

credit: Filthy Femdom – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Deine Herrschaft war erst besiegelt, als Du mich zum ersten Mal gefickt hast. Dieser Moment, in dem ich mich ergeben „muss“, wenn ich in der Unausweichlichkeit mich einfinde und von Dir gemahnt werde, mich zu entspannen, ist von unfassbar tiefer Aussagekraft und im Erleben absolut prägend für mich. Weibliche und männliche Elemente meines Wesens finden in meiner sklavenschaft zusammen und ergeben den Menschen, den Mann, den Du als Dein persönliches Eigentum besitzt.

Ich hab Dir jederzeit zugänglich zu sein, Du kannst mit mir machen, was Du willst, und doch zeigst Du gerade hier immer auch Behutsamkeit, welche die konsequente Umsetzung Deines Willens begleitet. Du liebst die Botschaft dieses Ficks genau so wie ich, und beide nehmen wir die Bedeutung dieses Vorgangs getreu unserem Wesen auf und fühlen uns darin erkannt.

Du bist meine Königin, meine Regentin und die Herrscherin über meinen Körper, und je sklavischer mein Fühlen in der Erregung ist, um so tiefer erlebe ich die Macht und die Lebensenerige der Lust. Du nimmst mich, besiegst mich, und wenn ich anschliessend Dir meine Ergebung als Dein Lustdiener beweisen darf, zeigen darf, gehen wir Beide darin noch mehr auf, als wir es eh schon empfinden.

Und: Wie spielerisch alles werden kann, wenn das absolute Vertrauen jede Bewegung und Berührung begleitet, wie offen können Herz und Seele sein, wenn sich die Verbindung immer wieder so stimmig zelebrieren lässt!

Saugen und Lutschen

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Manchmal fühle ich mich vor Dir klein wie ein Kind. Da ist ganz viel Geborgenheit, kaum je Hilflosigkeit, weil Deine auch mütterlich wirkende Sorge spürbar ist.

Doch noch viel eindringlicher ist Dein Umgang mit meiner Anhänglichkeit, denn Du weisst sie gerade über das Spiel mit meinem Mund für Dich und Deine Lust zu nutzen. Mein Profilbild steht da nicht ohne Grund: Gibst Du mir auch nur einen Finger zu lutschen, so bin ich selig und sofort auf Dich fixiert. Dringt der Finger, der mir eben noch meinen Platz zugewiesen hat, in mich ein, so fühle ich, wie es ein Kind fühlen mag, wenn es die Flasche bekommt, die Brust. Aber schon der Finger ist herrlich! Wie ein Kalb, dessen Trinkreflex geweckt werden soll, so reagiere ich auf Deinen, auf Deine Finger…!

Ich liebe die stumme kräftige Sprache, die darin liegt… ich liebe es, über mein küssen, schlecken und saugen meine Innigkeit zeigen zu können, ich liebe und brauche das Bild, dass Du mich nährst – und in Besitz nimmst. Du sorgst für mich und überwältigst mich. Du öffnest meine Lippen zum Trunk und Du trainierst meine Löcher in der Penetration. Du ziehst selber Lust aus dem Nähren UND Erobern. Du gibst und nimmst, und in allem siehst Du Deine Strahlkraft auf mich wirken. Du geniesst es, wie gierig ich aufs Lutschen und Saugen bin – und ich bin glücklich mit Dir in meinem Mund…

Es gibt Bilder von mir und Erzählungen, wie schwer ich mich als Kind von meinem Schnuller getrennt habe. Es war ein Drama. Das fällt mir gerade ein, war mir gar nicht mehr bewusst, aber ich freue mich sehr, kann ich dieses Urverlangen in meinem Wesen immer wieder entdecken und es leben lassen. Es ist Dir Werkzeug, Lenkungsmöglichkeit und Deinerseits Genuss. Öffne meinen Mund, dringe in mich ein, bleibe da oder lass mich zu Dir, Herrin.

So viel Intimität liegt darin, so viel Vertrautheit, so wunderbare Innigkeit. Stille und Frieden im Raum – so dass die rumorenden Gefühle erst recht durch Körper und Geist fliessen können – und wiederum finde ich mich in Deinen Armen, Deinen Händen, unter Deinem Wissen und Wollen, glücklich, Dich mit so grosser Freude als meine Herrin bei mir zu haben. Jeden Tag.