Orte für unsere Bindungsfeier

Ein Stuhl, ein Bett, ein Pfosten, blanker Boden…. jeder Ort, an dem Du mich fesselst oder ankettest, wird zu einer Art Tempel. Mir ist sehr bewusst, dass meine Fesselung zwar immer die Botschaft enthält, dass Du mich damit ablegen, deponieren, wegschliessen kannst, und dass es reine Gnade ist, wann und wie Du Dich um mich kümmerst. Aber gleichzeitig liegt darin auch eine Verheissung: Denn Du WIRST Dich um mich kümmern, wirst zu mir kommen, und so ist der Ort, den Du wählst, eben auch eine Art Bühne für das Stück, das von der Grossartigkeit erzählt, dass ich Dir gehöre.

credit: Divine Bitches – Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich bin sklave – und begebe mich ganz bewusst in die Abhängigkeit. Ich bin Dir hörig. Ich gehöre Dir tatsächlich. Ich habe mich weit über Seile und Ketten binden wollen, und ich habe diese Bindung bekommen. Doch ich erlebe immer und immer wieder, dass ich alles andere als ein Anhängsel bin. Ich bin ein Mittelpunkt Deines Lebens. Du hast einen Platz für mich, an den Du immer zurück kommst, denn wo ich bin, ist auch Deine Anbetung, ist der Mensch, der Dich genau so bedingungslos annimmt wie Du mich. Hier, an diesem Platz, an jedem Ort, an dem wir so zusammen sind, verschmelzen wir in unseren Wesen und in der Bestimmung für einander. Und immer erwirken wir dabei eine Tiefe, die wir danach überall in uns mit tragen. Und so habe ich Dich immer bei mir.

Mit Autorität und Nachdruck

credit: Men In Pain – illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Harmonie, Vertrauen, Gleichklang, Leichtigkeit, Bestimmung, Sicherheit, Geborgenheit – alle diese Stimmungen, Zustände und Gefühle sollen unsere Bindung prägen. Aber dazu gehört auch die Autorität, die ich in Dir sehe, die Du aber manchmal auch durchsetzen musst: Wenn Dein sklave nicht spurt, er unachtsam ist, seine Handlungen nicht zu seinen Worten passen, dann musst Du auch mal für Nachdruck sorgen. Es ist für mich auch eine Chance: Indem ich Dir zeige, wie mich Deine Strenge erreicht, wie ich Deine Strafe annehme, wie ich Sühne leisten will, erweise ich Dir Respekt. Meine Demut, meine Unterwerfung soll Dir gewiss sein – nicht nur unter der warmen Dusche, sondern auch im kalten Regen.

Am Schluss jedes Tages sollst Du Dir der Treue und Demut Deines sklaven gewiss sein können und mit meinen Ketten in der Hand schlafen können, während meine Lippen Deine Füsse küssen und die Gebete sprechen, die unsere Beziehung beschreiben und feiern. Ich will Dich mit meinem Verhalten ehren, und dass Du mich an den heutigen SHI-Text hast erinnern müssen, ist mir für sich schon eine Pein!

Unser Ort, unser Inhalt

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Mein Schwanzkäfig, in dem ich täglich stecke und der mich körperlich und mental er-leben lässt, bekunden lässt, wer ich bin und wem ich es bin, ist eine klitzekleine Kompensation für meine grosse eine Sehnsucht:

Mich vor Dir nieder zu werfen in einer Welt, die für uns gemacht ist und in welcher sich Deine Herrlichkeit und mein Wesen frei entfalten können. Gefangen sein und geführt durch Deinen Willen. Deine Bedürfnisse unmittelbar erkennen und auf sie sofort reagieren „müssen“. Dich thronen lassen auf und mit den Insignien Deiner Herrschaft, Dir mit all meinen Bezeugungen vorleben, wie hörig ergeben ich Deiner Weiblichkeit bin und wie tief ergreifend Dein Geist und Dein Empfinden mich zum Strahlen bringen.

Ein Ort, eine Bindung, eine ewige Begegnung, in welcher Zeit keine Rolle spielt, in der ich gefragt und gefordert bin, die Schönheit meiner Herrin im Unterwerfungswillen vor Dir auszudrücken.

Jeder Stiefel- oder Fusskuss ist eine Bekräftigung meiner Bestimmung, meine Demut ist Ausdruck der Dankbarkeit, und Deine Gnade, mich anzunehmen und zu besitzen ist die Gnade meines Schicksals, das mir so gut gesonnen ist.

Bei Dir erfahre ich jene Liebe, die wir Beide sehr wohl erkennen, auch wenn wir dafür unsere ganz eigene Sprache sprechen, die nicht jede oder jeder verstehen mag, die uns aber zutiefst fühlen lässt, wie fest wir zueinander stehen. Nichts soll unsere Bande lösen können, und keine unerfüllte Sehnsucht wird mich je in die Undankbarkeit führen, in welcher ich über Grenzen haderte, die uns niemals trennen können.

Jeder Hauch einer Berührung vermittelt Dir mein Staunen, dem die innige Feier folgt, zu verehren, was mich fest hält.

Dein Thron, meine Freude

Du hast liebe Menschen um Dich. Sie leben ihr Leben mit Dir, sie teilen Erfahrungen, Erlebnisse, Gefühle, Momente mit Dir. Sie wissen um Deine Liebe, fühlen sie, sind dankbar und schätzen Dich und geben zurück. Menschen mit Problemen, von denen Du weisst, können auf Deine Hilfe zählen. Ich reihe mich ein, bin wunderbarer Weise ein Teil Deiner Welt. Unsere gemeinsame Welt ist Dein Königreich. Du liebst die Menschen, gibst ihnen Kraft. Bei mir sollst Du ruhen können, den Respekt, die Würde und die Verehrung einer Königin geniessen. Mit Treue und Überzeugung, aus tiefem Empfinden heraus knie ich bei Dir und staune über Deine Kraft.

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du bist umsichtig, besonnen, führst mich mit liebender Hand, und wenn ich beobachten darf, wie Du fest und gesichert Deine Welt behütest, Deinen Menschen Helferin und Beraterin bist, dann wird mir warm ums Herz.

All meine eigenen Vorstellungen einer Welt, in welcher die Menschen auf einander achten und achtsam und respektvoll miteinander umgehen, verkörperst Du in Deiner Haltung und in Deinen Handlungen. Indem ich Dir Behagen und Wohlsein schenke, indem ich Dir ergebener Diener bin, bei dem Du auftanken und durchatmen kannst, erfülle ich eine meiner Lebensaufgaben. Und dabei darf ich meinem Wesen folgen und genau der sein, der ich bin und den Du erkannt hast.

Und ich darf Deine Schönheit sehen, in ihrer Anbetung aufgehen und bin dabei voller Stolz und Dankbarkeit, für den Wert, den ich für Dich habe.

Fülle statt Leere

credit: Torture Time – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Als ich dieses Bild bearbeitet habe, kamen in mir die Erinnerungen hoch an eigene Erlebnisse und Empfin-dungen, und ich kann in diesem Gesicht so viel lesen, was ich selbst empfunden habe: Da war dieses Glück, endlich mal wieder etwas erleben zu können, bei dem ich aufgehen durfte, mich fallen lassen konnte, endlich mal wieder Hingabe und Auslieferung leben! Und es war „gut“, es hatte klick gemacht, ich konnte abrufen, was ich ersehnte. Und dann kommt der Moment der Leere, wenn es vorbei ist. Mit der Eruption geht auch die Illusion, und kein noch so schönes Nachgespräch ändert das Geringste daran: Du bist allein. Du gehst jetzt dann da raus, in deine ganz persönliche Nacht. Du wirst das Erlebnis abrufen, eine ganze Weile lang sehr detailliert, du wirst dankbar dafür sein, was möglich war, aber du wirst allein sein und es wird dich tiefer quälen als zuvor.

Wie anders ist es heute! Das Vergangene, die bösen quälenden Kobolde, sie sind in einem vergangenen Leben zurück geblieben. Behalten habe ich das Wissen darum, wie schön meine Sexualität sein kann für mich – aber nun ist sie es ganz direkt und unmittelbar für eine Frau, für meine persönliche Herrin, und es gibt kein Danach, das nicht ein Zuvor wäre. Es gibt wahrhaftige Bindung, und statt Leere ist da eine Fülle, aus der wir ständig schöpfen dürfen.

Triebgesteuert

Wir sind wohl von der Natur so vorgesehen…: Wir Männer sind sehr triebgesteuert, und gerade, weil wir es so sind, weil wir so sehr, so „leicht“ auf Reize des uns interessierenden Geschlechts reagieren, liegt darin eine Machtessenz, welche dazu genutzt werden kann, uns zu beherrschen, zu dirigieren, zu benutzen. Wäre da nicht das durch die Sozialisation in der Gesellschaft geschaffene Machtgefälle, würde dies sehr viel deutlicher und wäre die Hörigkeit des Mannes ein Führungselement für die weibliche Herrschaft.

credit: Printscreen, bearbeitet und illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

So bin ich einfach in unserem Mikrokosmos ein solcher Mann, der umgekehrt sozialisiert gehört: Meine Triebhaftigkeit, meine eruptive Lust trifft auf eine Frau, die ihre eigene Lust lebt, um ihre Anziehung weiss, ihre Macht kennt und sie einzusetzen bereit ist – und dabei lehrst Du mich die Auslieferung. Du zeigst mir meine Hilflosigkeit im Wunsch, Befriedigung zu erfahren und bist gleichzeitig gleichsam die Therapeutin, die diesen Wunsch erfüllen kann. Mit Dir Sexualität ausleben, bedeutet, zu lernen, all mein Begehren durch die submissive Kraft echter Anbetung für Dich zu einem eigenen tiefen Wert zu machen, und wenn Du mich in der Hand hast, dann soll das immer auch ein stiller Triumph für Dich sein – während meine Unterwerfung, meine Hörigkeit und meine Abhängigkeit von Dir zunimmt.

Wenn ich in diesem Raum liege, den Du aufsuchst oder auch nicht, wenn ich Stimmen höre, Geräusche, dann wieder nicht, wenn ich Deine Hand fühle und eine Schere ein Loch in die Folienschichten schneidet, wenn Du zielsicher entlarvst, wie berechenbar ich bin, wie ausgeliefert, triebgesteuert, dann ist da immer auch dieser Mann, der Dir davor, während und danach ergeben ist, in allen Zeichen, die ein Zusammenleben ausmachen können.

Und es ist wunderbar, dass Du dabei Deine eigene Lust zeigst und lebst, und damit auskostest und verlängerst, intensivierst und vertiefst, was bei mir sonst wie ein Gewitter vorbeizöge… Mit Dir erlebe ich Wogen der Lust, die mich nicht ganz schnell wieder ans Ufer spülen, sondern ich gleite auf den Wellen dahin, mit Dir, der Göttin der Lust und des Windes, der uns auf und nieder treibt…

Deine Energie und Freude

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Deine Lebensfreude überschwemmt mich. Deine Energie flutet mich. Deine Lust am Leben, an uns, an Dir, an mir, ist ansteckend. Manchmal ist es gut, trage ich einen Knebel – so muss ich gar nicht erst versuchen, Worte für das zu finden, was Du mir schenkst, was ich empfinde.

Wie ist es möglich, dass Du mich willst? Du hast mich nicht nur gefunden, Du hast mich genommen und behalten. Du sagst, es wäre unfassbar, dass das zuvor niemand gemacht hat und kannst Dein Glück nicht fassen. Das wiederum haut mich auch heute noch regelmässig um. Was für eine Aussage. Wie schön ist es, jemandem in die Augen sehen zu können, der einem gerade sagt, dass man etwas Besonderes ist. Dabei ist doch umgekehrt richtig gemoppelt: DU bist die Besondere, die Königin, die Aussergewöhnliche. Ich kann mich doch nur einreihen in die Kolonne jener Männer, jener Menschen, die von Dir bezaubert sind. Unfassbar, da ist es wieder, dass Du nicht noch viel mehr Anerkennung bekommst, Verehrer hast… Aber es gibt sie ja. Doch Du machst niemandem leichtfertig Hoffnungen, bündelst Deine Energien… Du willst leuchten, blühen, glühen, aber Dich dabei nie verlieren, für Dich sorgen. Und ich will Dich versorgen, mit Anerkennung, Freude, Wertschätzung, Dankbarkeit und einem Lernen, das meiner Lehrerin tiefe Freude macht.

Meine Freude für Deine Freude

Während Du mich bindest, während meine Freiheit ständig kleiner wird, während Deine Botschaften immer verbindlicher und kräftiger werden, siehst Du mein Strahlen, die Freude in meinen Zügen, das Glück, Dir ausgeliefert sein zu dürfen. Und das wünsche ich mir doch so sehr! Dass der Zauber, dies zu erfahren, zu Dir zurück strahlt und Du mich mit jeder zusätzlichen Vorrichtung als Dein Eigentum feiern kannst.

credit: Bondage Liberation – Illustriert vom Diener der SHI – courtesy of kink.com

Da ist so viel Intimität zwischen uns, so viel Sicherheit, so viel Sinnlichkeit, und meine Neugier und Erwartung ist viel grösser als jede Unsicherheit. Ich feiere Kindergeburtstag, denn die Tatsache, dass mich meine Frau bindet, in Seile und Ketten legt, ist eine Bezeugung, die ich mir nicht schöner und intensiver vorstellen kann. Da liege ich und kann nicht anders. Und da stehst Du, und willst nicht anders.

Erneut kniest Du Dich hin, überprüfst die Installationen und folgst den weiteren Eingebungen. Wir spielen. Und drücken dabei eine Realität aus, die uns beide glücklich macht. Die Metallklemmen sitzen fest, der massive Draht kann ohne grossen Kabelschneider nicht gekappt werden… Und das Werkzeug hast Du weg gepackt… wohin? – Ist das nicht die Werkzeugkiste, die sich ein Freund gerade ausgeliehen hat?…

Maskenzauber

Masken haben eine ganz heftige Wirkung. Sie schränken Sinne nicht nur ein – sie betonen manche Wahrnehmung auch, führen dazu, dass ich sklave Eindrücke mit noch viel mehr Nachdruck aufnehme, Deine Botschaften tiefer in mein Bewusstsein dringen und nichts anderes mehr Platz hat.

credit: Bondage Liberation – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Mein Körper ist anonymisiert, umschlossen, meine Haut schwitzt gegen die Hülle an, ich atme tief, oder sollte ich die Kräfte besser einteilen, mich auf weniger Luftzufuhr einstellen? Deine ruhigen Gesichtszüge, den wissenden Blick nehme ich auf, dann schliesse ich die Augen, während Du mir die Lippen und die Zähne auseinander drückst und mir Zunge aus dem Mund ziehst… Finger gleiten übers Zungenbett, drücken drauf, kommen wieder, bleiben, drücken mehr, eine Hand packt mein Kinn, die Finger gleiten tiefer und bleiben auch da. Ich bin Dir komplett ausgeliefert, und genau das gefällt Dir. Ich sabbere, der Speichel läuft mir aus dem Maul. Es ist genau die Art Antwort, die mir noch möglich ist, die Du willst, und bei der es bleiben soll.

Du hast so viel Zeit. Nichts hat Eile. Du hast mich genau da, wo Du mich haben willst. Du willst ihn haben. Meinen Schweiss. Meinen Speichel. Meinen Saft. Du willst meine Gedanken beherrschen, meine Gefühle frei legen, meinen Gehorsam erleben, meine Dankbarkeit für alles fühlen, indem Du meinen Eifer siehst, meine Einlassung, mein Vertrauen erlebst. Ich bin Dein Eigentum, und ich will Dich glücklich machen.

Du tust mit mir, was Du willst

credit: Mistress Jennifer – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Mich fallen lassen wollen – dann fallen lassen müssen… der Schwerkraft ausgeliefert sein, komplett wehrlos Dir entgegen baumeln… den ganzen Prozess immer wieder neu erleben und mitmachen und wollen: aus der Hilflosigkeit ins Verlangen pendeln, Deine Kraft und Geschmeidigkeit fühlen, Deine lüsterne Genugtuung erleben, mich hurig fühlen, sexy, verdorben…

Die Penetration, einfach nur sklavenFotze sein, die Zwangsjacke, die mich mit fest gezurrten Lederriemen umarmt. Du liebst sie wie ich. Sie macht uns so deutlich: Ich gehöre Dir.

Deine Hüften klatschen gegen meinen Arsch, Deine Hände halten die Trageseile stabil, mein Gewicht tut das Notwendige. Die Schwerkraft spiesst mich auf, als wollte sie mir das Naturgesetz ins Hirn tätowieren:

Du gehörst dieser Frau, sie macht mit Dir, was sie will, nimmt Dich, wie sie will, und Du wirst ihr dienen, wie sie will.

Wie der geführte und geliebte Hund an der Leine

Die Leine ist „nur“ das äussere Zeichen der unbedingten Besitzverhältnisse. Eine genau so reale, für uns fühlbare Verbindung ist die gebannte Aufmerksamkeit, mit welcher ich vor Dir knie und die konzentrierte Beobachtung, mit welcher Du mich wahrnimmst.

credit: Men Are Slaves – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und dabei feiern wir unsere Verbindung. Alles ist geprägt und erfüllt von unserem Status für einander. Du bist meine Herrin, ich bin Dein sklave, und es gibt gerade und überhaupt nichts, was Du mir nicht befehlen könntest und nichts, was Dir verwehrt wäre, um Deinem Befehl Nachdruck zu verleihen. Doch das wird nicht nötig sein, denn Deine Freude soll auch immer in der Erfahrung liegen, dass ich Dir ergeben bin, mich Dir unterwerfe und ich jede Erniedrigung als Chance betrachte, mich Dir in meinem Gehorsam zeigen zu können.

Und überhaupt: Erniedrigung? Liegt darin nicht eine Erhöhung? Denn Du sprichst mich an in meinem Wunsch und Verlangen, Dein uneingeschränktes Eigentum zu sein. Und wenn Du mich dann zu Dir nehmen solltest, um mich wie einen braven Hund zu herzen, dann gleiche ich dem Hund, der sich auf den Bauch liegt, um sich in seiner Unterwerfungsgeste kraulen und herzen zu lassen. Du bist eine Göttin und beweist doch immer Dein spezifisches Interesse an mir. Ausgerechnet an mir. Mich hast Du gewählt. Unfassbar. Danke, dass ich meinen Platz bei Dir habe.

Gefängnis fürs Wohnzimmer

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Dieser Bodenkäfig ist phantastisch! An den Seitenwänden sind für die Handgelenke noch Eisen eingelassen, genau so sind Ringe in den oberen Ecken verankert, und entlang der Wände, in regelmässigen Abständen. Du willst mich nicht nur im Käfig haben, sondern oft auch fest gezurrt, so dass ich unbeweglich gefangen bin, auch wenn Du die Gitterstangen entfernst. Es ist das ultimative Gefängnis, integriert in Deinen Wohnbereich und doch komplett unsichtbar, wenn Du es willst: Auf die Gitterstäbe kannst Du eine exakt für die Fugen zugeschnittene Holzplatte legen, die dann auch nicht verrutschen kann. Und dann legst Du den Teppich drüber, und meine Anwesenheit ist nicht mehr sichtbar. Und auch nicht hörbar, wenn Du für den entsprechenden Knebel gesorgt hast. In der Hand halte ich einen Notkknopf, der auch Alarm auslöst, wenn ich das kleine Kästchen fallen lasse, aber das ist mir in keinem Fall zu raten, denn das hätte Sanktionen zur Folge, die über Stocksticheleien weit hinaus gingen…

Alles ist darauf ausgelegt, mich ohne irgend einen Kompromiss in Deinen Haushalt zu integrieren, jederzeit ungeingeschränkt verfügbar, aber nur dann von Bedeutung, wenn Du es willst.

Seitdem Du diesen Bodenkäfig hast und ihn benutzt, ist Dein Bewusstsein, Herrin und Besitzerin zu sein, noch mehr geschärft worden – und Dir fallen gerade immer wieder viele Gründe ein, warum ich erneut ins Loch gehöre… Manchmal setzt Du Dich zu mir auf mich, bevor Du zu Bett gehst… Du lässt mich also schon mal im Loch für die Nacht, frisch benutzt und alle Sinne vom Kontakt mit Deinem Körper geschärft….

Deine Wünsche erfüllen

Du siehst meinen Eifer. Du erlebst meinen Hunger, Du fühlst meine Hingabe, beobachtest meine Anbetung.

Du liebst meine Gier, mein Verlangen. Du geniesst mich. Du geniesst alles. Deine Hände greifen an meinen Hals, in mein Gesicht, Deine Finger streicheln meine Wangen, teilen meine Lippen, dringen in mich ein…

Dein Blick wird prüfender, Dein Lächeln bleibt, Deine Finger wollen Tiefe. Du wichst meine Schleimhäute an, willst meinen Speichelfluss, auf dass sich gleich unsere Säfte mischen, wenn Du mich in Deinen Schoss hinunter drückst…

credit: Female Worship – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich bin gewollt. Wir fühlen uns Beide königlich, und ich habe keine andere Wahrnehmung als die stete intensive Suche, was Du Dir wünschst, jetzt, gleich, immer wieder. So oft Du mich auch schon empfangen hast – es wird nie gewöhnlich, nie. Wenn ich Dir, wie jetzt, Deine Wünsche erfüllen kann, bin ich glücklich. Du bist wunderbar.

Ich gehöre einer Schönheit. Ich kann glücklich machen. Ich kann dienen. Mein Dienst wird begehrt. Erwünscht. Verlangt. Wunderbar ist mein Leben.

Bondage nimmt beim Wort

credit: Bondage Liberation – Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Nein, Bondage ist nicht einfach ein Wohlfühlprogramm. Sie fordert sehr wohl und soll das auch. Du führst mich, drängst mich zu mir selbst. Du machst es mir unbequem, reisst mich an den Haaren, machst mir deutlich und stellst sicher, dass ich verstehe: Jede Fesselung ist auch eine Chance, zu wachsen. Zu mir zu finden, in meinem Wesen aufzugehen und mir bewusst zu machen, wer ich bin und was. Und für wen. Das auch und gerade. Und das ist eine ganz wunderbare Botschaft. Ich bin genau dort, wo ich sein soll und wo Du mich haben willst. Und Du betreibst Aufwand, bist gründlich, erkundest meinen Körper, straffst meine Muskeln, sensibilisierst meine Haut, zeichnest Muster auf ihr und in meinem Hirn.

Es ist unbequem? Gut so. Möchte ich befreit werden? Ja. Aber das geschieht nicht. Die wahre Befreiung liegt in der Duldung, im Aushalten, im Aushalten wollen. Ich zeige mich Dir, und Du prüfst mich. Du machst alle Schwärmerei verbindlich. Die Fesseln nehmen beim Wort und lernen mich Respekt: Alle Verehrung wird durch das Beispiel hell und klar und umwerfend: Sieh an, der sklave IST sklave, will seiner Herrin erliegen, ihr Stück sein, ihr Besitz. In diesem Moment. Und jedem Augenblick, der danach kommt.

Der Mann in mir für Dich

Alle diese tradierten, antrainierten, meinem Wesen fremd bleibenden Männlichkeitsvorstellungen, nach denen der Mann die Hosen an hat, bestimmt, führt, leitet, nimmt… So viel falsche Sozialisation für mich, so viel Leid, so viel verlorene männliche Kraft. Jaaaah, ich bin ein Mann, ich kann mich durchsetzen, ich kann führen, ich bin in einer Gruppe schnell mal das Alphamännchen. Aber über eine Frau bestimmen? No way. Ihr Wille geschehe, ihre Lust erfülle sich, ihre Schönheit möge strahlen! DAS ist meine Aufgabe, mein Lebenssinn!

Alles, was ich an Selbstbewusstsein in mir habe, möchte ich dafür einsetzen können, Deinem offenen, klaren Herzens- und Lustwillen zu folgen. Alle Kraft meiner Frau, meiner Herrin, meiner Göttin.

credit: Harmony Fetish – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und dabei weiss ich nicht, was kommt, muss ich mich immer wieder überraschen lassen. Respekt ist durchaus angebracht – vor der Herausforderung, dem Ungewissen – aber Angst ist nie nötig. Das Vertrauen gewinnt immer, und wenn Du dann da bist und Deine Wärme mich erlöst, bin ich geradezu erpicht darauf, zu fühlen, dass Du Stolz empfindest über Deinen Besitz. Und ich fühle es nicht nur, ich erfahre es in Deinen Zelebrationen, und es ist göttlich schön, wie Du es feiern kannst, unsere Zeremonienmeisterin zu sein und ganz bei Dir verweilen zu können. Mit Deinem sklaven, Deinem Ritter und Krieger, der Dich, natürlich, auch immer beschützen will.

Eine besondere Feier

In einem Ritus, einer rituellen Feier bekunden, wer ich bin, und vor allem, wem ich es bin – so einem Szenario hängen meine Gedanken immer wieder nach. Es ist ganz wunderbar, wenn ich meinen Stolz zeigen, mich entsprechend sklavisch verhalten kann – und ich darüber den Stolz meiner Herrin sehe und fühle.

Das ist wie ein Hochzeitsfest einfach eine feierliche Begehung einer Verbindung, die trägt, verbindlich und ewig gemeint ist. Da freust Du Dich einfach, dies mit Freunden, Gleichgesinnten, Verwandten begehen zu können… und die Verwandtschaft im Geiste ist dabei so bedeutsam wie andernorts die Blutbande es sein mögen. Und wenn beides zusammenkommt…

credit: bleuproductions.com – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Doch bei dieser Feier planen wir nicht alles miteinander durch – sondern ich begebe mich hinein, liefere mich auch da aus und vertraue in Allem meiner Herrin. Ich will ihr und Allen zeigen, bezeugen, wer und was ich ihr bin. Und auch wenn ich keinen Einfluss darauf habe, wenn ich ohne äussere Selbstkontrolle bin, so kann ich mich doch aus meinem Innersten in die Situation schicken und so immer mein Bekenntnis leben. Es ist nie eine nur passive Rolle. Und ich bin der Gleiche, wenn wir das Fest „nur“ zu zweit feiern.

Die Faust öffnet sich

credit: Harmony Fetish – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Die Fesseln, die Du mir anlegst, mögen mich einschränken. Aber sie halten mich auch. Und je mehr ich sie akzeptiere, mich hineinfühle, um so mehr wird sich meine Verkrampfung lösen. Indem ich nachgebe, mich einlasse, mich fühle, meine Empfindungen zulasse, um so weicher und entspannter werde ich, um so mehr Energie finde ich in mir selbst und kann sie für uns nutzen.

Deine Führung ist eine wunderbare Mischung von Zuneigung, Liebe, Beständigkeit, Festigkeit, Beharrlichkeit und dem Ernst der Verbindlichkeit, in welcher Du wach hältst, was ich Dir, nein, im Grunde vor allem mir selbst, versprochen habe – und damit uns Beiden. Deine Anordnungen, Hinweise, Feststellungen, Dein Lob und Deine Mahnung sind Unterstützung und Bekräftigung für mich, und Deine Fesseln geben mir die Sicherheit, die Empfindung des Fundaments: In meiner Unterwerfung liegt eine Ordnung, eine Orientierung und Sicherheit. Ich kann mich auf Dich verlassen, und Dein Verlangen nach mir ist echt. Auch dafür stehen die Fesseln, und wenn Du Dich dann neben mich, unter mich, über mich legst, öffne ich erst recht meine Hände, mich, denn wie könnte ich etwas anderes wollen, als Dich zu streicheln und der Frau zu dienen, die mich seelisch wie körperlich so sehr hält?

Fühl Dich göttlich in Deiner Haut

credit: Harmony Fetish – Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich will, dass Du geniesst,
dass Du Dich schön findest,
dass Du mein Begehren fühlst,
dass Du alles um Dich vergessen kannst,
dass Du schlafen und wachen kannst, geborgen und stolz,
dass Du träumen kannst und Dich hingeben, versunken in Deine Lust.

Alle Schneider dieser Welt, alle Modeschöpfer, Möbelbauer, Eisenschmieder, alle Handwerker und Kunstschaffenden, vereinigt Euch, um unsere Frauen strahlen zu lassen in ihrer natürlichen Schönheit.
Göttlich sind sie, und unfassbar sinnlich ist ihre Macht, wenn sie unser Begehren schüren und uns die Gunst ihres Lächelns schenken.

Ja, schau Dich mit meinen brennenden Augen an, sieh Deine Schönheit, fühle sie und geniesse sie und lass mich Deinen Schöpfer anbeten, der Dich mir gezeigt hat. Unbegreiflich, dass Du mir die Freude schenkst, Deiner Lust zu dienen, aber wahr ist es dennoch, und sobald ich Deine Haut berühre, ist meine Seele mit der Deinen vereint und in mir leuchtet ein Licht, das niemals verlöscht. Dein Lächeln? Ich kann es immer sehen, und gerade liegen Deine Züge im matten Schein eines sanften Lichts, das meine Sinne so streichelt, wie ich Dich berühren möchte… voller Ehrfurcht, Dankbarkeit, Bewunderung und Unterwürfigkeit.

Meine Bewunderung soll Dir immer so echt erscheinen, so unmittelbar für Dich erfahrbar sein, dass Du niemals daran zweifelst, wirklich das Geschöpf Gottes zu sein, in dem ich all sein Wirken, alles Leben ehren kann, weil ich Dir immer mit grösster Achtsamkeit begegnen will.

Gemeinsame Wege

credit: Screenshot, Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich weiss nicht, wie viel Weg wir gemeinsam gehen können, wie sich dieser Weg für uns öffnen wird oder nicht. Aber ich weiss, ich gehöre zu Dir und ich folge Dir nach, wohin Du mich auch führst. Und das ist so intensiv, so real, so fühlbar und so sehr ein Erleben, dass ich mir um das Morgen keine Gedanken mache. Ich lebe im Hier und Jetzt, sehe und fühle Deine Waden und krieche an Deiner Seite. Ich spüre Deine Beine an meiner Flanke entlang streichen und bin glücklich.

Jedes Wort von Dir an mich hat solche Bedeutung, jeder Satz ist getragen von der Gewissheit, dass ich Dein Eigentum bin. Ich weiss, wo ich hin gehöre und wie ich gesehen werde, und wie wunderbar das für uns Beide ist.
Ich werde alt werden und mein Körper schwerfälliger. Aber ich bin sicher, dass ich bis zum letzten klaren Gedanken in meinem Kopf mich in der Zugehörigkeit zu Dir und im Selbstverständnis, wie sich das für Dich zeigen soll, ganz lebendig zeigen kann.

Und Du hältst mich jung, auf Trab, und förderst meine Frische, indem all Deine eigene Lebendigkeit immer wieder wie Quellwasser auf mich wirkt: Erfrischend auf der Haut, den Kopf erhellend und das Herz tränkend. Du schaust auf mich herunter und siehst sehr deutlich, wie stolz Mann kriechen kann.

Unterstützung in der Gemeinsamkeit

Ich möchte nichts Besonderes sein. Aber ich möchte mich nicht erklären müssen. Ich möchte ganz natürlich leben können, was ich bin. Wenn also meine Herrin die Unterstützung anderer Frauen erfährt, wenn ich erlebe, dass Ihre Bedürfnisse geteilt werden, dann ist das ein Fest für mich. Das Bild steht daher mehr für das Gefühl hinter der Party: Gleichgesinnt sein ist immer ein starkes, bekräftigendes Gefühl. Und dass selbstverständlich sein kann, was meine Herrin und ich empfinden, ist ganz wunderbar. Dann feiern wir das Verstehen. Und das kann schon durch ein einfaches Gespräch entstehen.

Wenn ein sklave den Segen hat, wenn er um seine Herrin werben konnte wie ein Mann um seine Frau und wenn er in der Folge jeden Tag auch das Versprechen fühlt und nach ihm lebt, das er gegeben hat, dann ist das phantastisch. Es hat eine grosse, nicht wirklich zu beschreibende Kraft. Und so gilt für alle Menschen dieser Welt: Wenn Ihr Eure Lieben in deren Wesen unterstützt und wollt, dass sie blühen, so ist nur schon der Ausdruck dieses Willens und die entsprechende Unterstützung ein Dienst, eine Gabe für ein weiteres sich erfüllendes Leben.

credit: Printscreen, Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Frauen, die sich in ihrem Wesen, in ihren Stärken, Aufgaben und Bedürfnissen vorbehaltlos unterstützen, können die Welt besser machen und die guten Kräfte in ihr stärken. Habe ich umgekehrt Begegnungen mit anderen sklaven, so fühle ich immer auch diese Erlösung, die in unserer Annahme liegt. So viele Geschichten, so viel überstandenes Leid kniet da womöglich neben mir auf dem Boden, und gerade der Mensch mit diesem Leben kann mir eine Inspiration für meine eigene Findung sein.