Die Geborgenheit des Kerkers

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Ich denke, dass ich tief in mir drin wie die meisten Menschen eine grosse Angst habe, verlassen zu werden. Auf der anderen Seite verarbeite ich mit Kerker-phantasien gerade Stimmungen, in denen ich mich tatsächlich verlassen fühle, oft ohne dies an bestimmten konkreten Ereignissen festmachen zu können.

Vielleicht ist es schwer zu verstehen: Ich vermisse dieses Gefühl, wie sich Deine Schritte entfernen, während mir „nur“ der Eindruck der Mauern meines Verlieses bleibt. Denn es wären eben Mauern, die Du für mich erstellt oder eingerichtet hast – und es gäbe genau so oft die Momente, in denen ich Dich kommen hörte, weil Du mich für meine Abrichtung besuchst, und immer wieder an der Kette mit nach oben zerren würdest… Es gäbe ein Korrektionsprogramm, eine ständige phyische Unterstützung einer mentalen, seelischen und körperlichen Abrichtung, die in allem nicht Entfernung von Dir, sondern vielmehr Anbindung und Unterwerfung unter Dir, Hinwendung zu Dir zum Ziel hätte… den festen Platz an Deiner Seite, in Deinen Ketten.

Der Fusskuss

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Bin ich ein Fusslecker? Erregt es mich, Frauenfüsse zu küssen? Nein. Es ist kein Fetisch. Und ja, weil es Ausdrucks-möglichkeit für meine Hingabe, meine Anbetung ist. Ich ergründe immer wieder neu, was dabei mit mir geschieht.

Da ist Dein Fuss. Wann immer ich mich vor Dir beuge, hinknie, mich fallen lasse, Deinen Rist küsse, Deinen Zeh, Deinen Schuh… ist es eine Sprache, eine Beteuerung, eine Bekundung, ein Bekenntnis. Der Fusskuss ist ein stummer und doch beredter Ausdruck meiner Unterwerfung, und er würde nur dann banal, wenn er einfach nur gedankenlos erfolgen würde. Aber das ist er nie. Er ist nie ohne Bedeutung, und ich begreife ihn jedesmal als Akt der Unterwerfung, und genau dafür liebe ich ihn. Und er bekommt seine Wirkung für mich, den Küssenden, weil DU ihn nicht einfach empfängst. Er soll Dir selbstverständlich sein, aber er bleibt achtsam wahrgenommenes Zeichen. Es ist ein wenig so, wie man sich ganz unterschiedlich die Hand geben, sie schütteln, drücken kann… Und also liebe ich ihn, den Fusskuss, das Verwöhnen Deiner Füsse, das Küssen, Massieren. Denn es ist DEIN Fuss, DU hältst ihn mir hin, und ich bekomme Gelegenheit, Dir auf diesem Weg immer und immer wieder zu zeigen, wer Du mir bist. Und wie sehr ich das akzeptiere. Und während Du mir Deine Sohle auf die Lippen drückst, weisst Du, fühlst Du aber auch immer wieder neu, dass Du Dich so verwöhnen lassen kannst, wie immer Du es gerade möchtest, es Dir einschiesst. Und wenn Deine Zehen sich krümmen, Dein Rist sich spannt und Dein Zeh gegen die Lippen stösst, werden sie sich öffnen und Deinen Fuss empfangen, egal, wie tief Du ihn mir ins Maul drücken willst…
Du bist meine Herrin, meine Bezeugungsmöglichkeit ist reine Gnade, und ich danke Dir, dass Du dabei mit Wohlgefallen auf Deinen sklaven blickst, seine Hingabe fühlst und Dich dadurch berühren lässt.

 

Unsere Lust ist unser Leben

Lust ist Leben. Damit bist Du von Anfang an in mein Leben getreten. Du lebst danach, hast die Lust immer hoch gehalten. Die Lust, sagtest Du, stirbt nie. Berührung ist alles, Sinnlichkeit und Vereinigung ist Lebendigkeit. Tatsächlich mögen die meisten Menschen sagen und „erfahren“, dass in ihren Beziehungen die Lust allmählich erkaltet. Weil das Besondere gewöhnlich wird? Ganz sicher aber ist: Unsere Sehnsucht nach Berührung und Zärtlichkeit, nach Erleben und Aktivierung unserer Lustzentren stirbt nie.
Und die Frage, die Suche nach einem Partner ist nie lächerlich – und nie aussichtslos. Wer könnte das mehr bestätigen als ich?

Und so begegnen wir uns so lebendig wie am ersten Tag, suchen im Gegenteil weitere Intension und Intensität, und dabei geht es gar nicht um Sensationen, sondern schlicht um genau diese Wachhaltung, wonach wir nie genug berühren und berührt werden können. Und Berührung ist eben auch Ansprache unserer Wesen, das Ausleben unserer Konditionierungen, die Sprache des BDSM und die Mittel der Femdom-Beziehung. Gerade BDSM bietet so unzählig viele Möglichkeiten der Ansprache. Kleinste Andeutungen und Gesten, Sprache und Diktion, Werkzeuge für die Konditionierung und Vertiefung… und dabei bestimmt die Herrin allein, welcher Weg gegangen wird – und es entspricht ihrer Autorität und Grösse, dass sie dabei ihren sklaven niemals verloren gehen lässt.

Und so ist mein sklavenLeben unermesslich reich und vielfältig, und pervers und lüstern, und nie hätte ich gedacht, dass ich dem Schoss der mir angebeteten Frau so intensiv und extensiv nahe kommen würde, und näher, und näher… und das wird niemals aufhören. Du wirst nie genug davon bekommen, und ich erst recht nicht.

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Unterwerfung ohne Grenzen

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Meine Unterwerfung soll keine Grenzen kennen. Ich wünsche mir sogar, dass sie immer wieder bestätigt wird, geprüft, bejaht. Von Dir wie von mir verbinden sich komplette Einlassung, Macht und positiv verstandene Ohnmacht zu einer Bindung, welche das Eigentumsrecht, den absoluten Besitzanspruch zum Lustelixier jeder sexuellen Erfahrung, jedes Trainings macht.

Ich bin fasziniert und bezaubert von Deiner Fähigkeit, mich darin absolut zu verstehen, abzuholen, mich zu fordern und mich gleichzeitig in vollständiger Geborgenheit spüren zu lassen, dass „alles in Ordnung ist“. Wir haben so viel Kontakt, tauschen uns so oft über alles aus, dass ich Deinen Respekt täglich vermittelt bekomme und es eben mit diesem Wissen um so berauschender ist, immer wieder zu Deiner Sau zu werden, welche sich nicht vorstellen kann, einmal um weniger zu bitten.

Immer soll alles austariert werden, immer hast Du ein Auge auf das, was ich verarbeiten kann, was also tief in mich zu dringen vermag, und was noch warten muss.

Du bist meine Herrin, Du hast die weite klare Sicht und erfährst hoffentlich nach und nach, dass mit mir noch viel möglich ist.

 

Staune, dann geniesse, ein Leben lang

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Manchmal muss ich heimlich für mich lächeln. Es ist ein beseeltes, glückliches Lächeln, wenn ich Dein noch immer leises Staunen fühle, mit dem Du meine devote Dienstbereitschaft beobachtest. Doch nichts daran ist aufgesetzt, nichts gespielt, und längst hast Du meine Dienste angenommen und ihren riesigen Wert für Dich entdeckt. Mittlerweile ist es so, dass Du sehr genau weisst, was Dir zusteht, Du mich kennst, und aus Deinen Beobachtungen genau ableiten kannst, ob ich mit Inbrunst bei der Sache bin oder nicht. Es geht für mich tatsächlich darum, meine Zusagen und Angebote einzuhalten, weil ich mir endlich selber so wertvoll bin, dass ich mein Glück will – auf Wegen, über die niemand zu urteilen hat als Du.

Und während ich diene, staune ich über Deine Kraft und Lebendigkeit. Obwohl wir im Alter gar nicht so viele Jahre auseinander liegen,  erlebe ich Dich bei aller Autorität als jung und frisch und voller Tatkraft, während mir Deine Lust auf deutlich ältere Männer zugute kommt, denn tatsächlich geht mein Blick gerade deswegen auch gerne in die Zukunft: Ich habe keine Sorge, Dir nichts mehr bieten zu können, weil ich weiss, dass Du alte Säcke liebst, und weil BDSM so unermesslich viele Möglichkeiten kennt und eine Sprache inne hat, welche auch mit zitterigen Händen, verschwommenem Blick und schwächerem Gehör stets verstanden – und gesprochen werden kann.

 

Wo’s lang geht

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Ich habe mich Dir vor langer Zeit ausgeliefert, hin gegeben, angeboten, und Du hast ja gesagt. Du hast mich zum Eigentumssklaven genommen. Ich bin nicht überrascht, wie ernst Du das meinst und wie Du es umsetzt. Ich habe aber ein ständiges leises Staunen in mir, dass Du möglich wurdest in meinem Leben.

Ja, und manchmal, wenn Du Nachdruck in Deine Forderungen legst und Deine lüsternen Vorhaben umsetzt, gerate ich durchaus mal in die Situation, dass ich B sagen „muss“, weil Du A gesagt hast…

Es macht mich an, zu erleben, wie Du mich aufmerksam studierst, meine Reaktionen einordnest, mich gefangen nimmst, disziplinierst, physischen Druck ausübst und Dir mich nimmst, genau so, wie es Dir gefällt. Du greifst mir zwischen die Beine, Du schnürst und spitzt mich an, mit der immer gleichen Botschaft an mich:
„Ich mach mit dir, was ich will, und es ist für mich völlig natürlich und selbstverständlich, dass du gehorchst. Immer. Vollständig. “

Und wenn nicht, dann sorgst Du dafür, dass sich das ändert. Sofort.

 

Unser Fest

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Du hast über mich verfügt. Mit stillem Genuss an Deiner Macht, mit Sinnlichkeit und Wollust, und ich werde Deinen Geschmack immer erinnern – und mich danach sehnen, und jedes Wiedersehen wird ein Wiederschmecken sein.
Dieser Akt, wenn ich zwischen Deine Schenkel tauchen darf, wenn mich Deine Wärme, Deine Hitze und Deine feuchte Lust empfängt, wenn mir Dein Schoss verrät, wie sehr ich erwartet werde… es gibt nichts Schöneres für mich. Und es soll jeweils nie enden! Stundenlang wünsche ich mir meine Dienste, und Du geniesst! Diese Stunden werden uns immer kostbar sein, wie Wüstenwanderern die Oase ein Fest ist, und Du kannst sie zelebrieren, diese Momente, wie immer es Dir beliebt. Denn Dein Wille geschehe, Deine Geilheit ist heilig und ich lege mich komplett in Deine Hand. Und wenn ich zwischen Deinen Beinen liege, hast Du mich längst gekettet, gebunden, maskiert, jedesmal und immer wieder neu entscheidest Du, mit welchen Sinnen ich Dich erfahren und erkunden darf, und Du, Du geniesst in möglichst praller Fülle den brünstigen Dienst Deiner sklavischen Brut, die jeden, jeden einzelnen Tag in ihrem Dasein genau diese Momente ersehnt und süchtig danach ist, Deine Lust zu stillen und dieses triumphierende, geniesserische Lächeln in Dein Gesicht zu zaubern…

Macht Deiner Anziehung

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Macht und Unterwerfung sind faszinierend, sind Ausdrucksformen unserer eigenen Identität. Es ist gewaltig für mich, zu erleben, wie selbstverständlich Du über mich verfügst, wie Du mich konditionierst und formst, wie Du darauf achtest, dass meine Disziplin ständig grösser wird.
Doch das alles für sich muss mir noch immer nicht genug sein. Denn ich darf erleben, dass Du mich auch mit Deinem Körper lockst, dass ich der Mann bin, für den Du Deine Beine öffnest, dass ich zu Dir gehöre und ich auch der sklavische Diener Deiner Lust sein darf. Und Du sollst immer und immer wieder erleben, wie meine Hingabe und Dankbarkeit, mein sklavischer Stolz sich mit grösster Ausdauer Deiner Lust widmet. Ich werde nie satt werden an Dir, nie genügend Demut zeigen können angesichts Deiner stolzen Lust, mit der Du mich in Deinen Schoss zwingst, um mich mit Deiner Lust glühen zu lassen im Dienst für Dich.

 

Ein wenig versohlt

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Ein paar Schläge von Dir auf meinen Arsch, und schon spüre ich das Feuer. Unglaublich, wie schnell die Poren sich röten und jeder kleine Punkt für einen Blitz in meinem Kopf steht, wenn Deine Hand auf den Po vor Dir nieder saust.

Kein Schlagwerkzeug. Deine Hand allein genügt, und dabei schlägst Du noch dosiert… Es ist unglaublich, wie wenig es braucht, dass mich Deine Blitze treffen. Ich schäme mich ein wenig dafür, aber umgekehrt ist es sehr gut, wenn Deine Sprache so eindringlich bei mir ankommt. Und so bereiten Deine Schläge mich vor für das, was kommen wird – und sie führen mich in die Haltung, meine Stellung mit Demut zu akzeptieren und Deine Macht über meinen Körper zu fühlen, die ich Dir vor langer Zeit abgetreten habe.

Dein Genuss

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Wenn ich mir vorstelle, wie schwer es Frauen Jahrhunderte lang hatten, um ihre Lust einzufordern, sie leben zu können, dann wird mir fast ein wenig schlecht…
Oh ja, Du sollst thronen auf mir, Deine Schenkel drücken mich in die Liege, die exakt für Deine Lust gefertigt ist, mein Kopfteil hast Du hochfahren lassen, und nun hockst Du auf mir, Deine Hände krallen sich in mein Haar. Nichts kann Dich aus dem Sattel werfen, und wenn Dich die Lust übermannt, lehnst Du Dich zurück und schiebst Dich über meinen Mund.

Ich schmecke Dich, Deine Lust, Dein Verlangen, fühle es wachsen, und bin in dem Moment der König aller sklaven. Denn mich hast Du bei Dir, meine Gaben forderst Du ein, mein Dienen befielst Du, und wenn Du Dich zurücklehnst, fühle ich das Blut in meinem Kopf rauschen und Deine Schenkel zittern. Alle unsere Energien bündeln sich in Deinem Schoss und huldigen dem Leben, das er pochend bereit hält. Alle Ehre und Liebe und Anbetung den Frauen, Dir, Du Wesen aus meinem tiefsten Verlangen, Du Gabe meines Schöpfers, Mensch und Engel zugleich.

 

Ohne Angst

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Du bestimmst meinen Grund, bist meine Stütze, meine Ausbildnerin, Abrichterin, Nutzerin, Erzieherin. Du kennst mich wie kein anderer Mensch mich je kennen wird. Ich bin schon lange in Deiner Hand, und noch nie hat mich das umgetrieben, also verunsichert. Wenn ich Angst fühle, dann ist das in Momenten, in denen ich mir in die Augen schaue und Dinge sehe, die ich da nicht sehen will. Aber welcher Mensch gefällt sich schon in Allem, was er über sich weiss? Zumindest, wenn er ehrlich ist… Und ehrlich bin ich geworden, angesichts Deiner Klarsichtigkeit. Ehrlich, oder zumindest ehrlicher mir selber gegenüber. Dass Du mich auch in diesen tiefen Ebenen begleiten, ja, leiten kannst, gibt Dir Macht über mich. Dass Du selber diese Macht mit Liebe ausübst, nie etwas anderes willst als die Bindung zwischen uns stärken, habe ich immer und immer wieder erfahren, fühle ich, weiss ich. Die Talente Deines sklaven willst Du zu Deiner eigenen Freude entfaltet wissen, spornst mich dazu an, und ich kann beteuern, dass dies mir nur fruchtbaren Lohn bringen wird, wenn Du in allem enge Begleitern sein kannst und willst – denn mit Dir möchte ich teilen, was mich bewegt, von Dir möchte ich Rat und von Deinem Leben inspiriert werden.

 

Dir Freude sein

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Ich bin Dir sklavisch ergeben. Ich verehre Dich. Ich liebe es, meine Hingabe für Dich leben und Dich erfreuen zu können. Ich bin ein Mensch, der sich über die Sprache kreativ auszudrücken versucht, und so schlecht, wie ich oft Gefühle zeigen kann, so farbig und inbrünstig kann ich wirken, wenn ich schreibe. In unserer virtuellen Realität wirkt das oft übertrieben – zumal dann, wenn ich in den regelmässigen Zeichen meiner wahrhaftigen Demut nachlässig bin. Um so schöner, wichtiger, freudvoller, inniger, lebendiger sind die Stunden, in denen ich real vor Deiner Liegestatt knien darf, bei Dir kauern und Dich anbeten, Dir und Deiner Lust dienen, Dich königlich verwöhnen. Dabei bin ich tatsächlich glücklich, sobald ich spüre, dass nur schon meine Haltung Dir Freude bereitet. Es ist einfach schön, zu sein, was ich bin, und es ausdrücken und entsprechend anwenden zu können – und in Dir einen strahlenden Menschen gefunden zu haben, der genau daran so grosse Freude hat. Denn als sklave möchte ich Freude bereiten, immer und immer wieder.

Ich bin Dir sicher

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Du hast keine Scheu, mir Deine Reize zu zeigen. Auch sie sind Fesseln, süsse Bänder, welche mich umschlingen.

Du bist mir nah, Respekt erheischend und verführerisch. Du schaust tief in meine Augen und in meine Seele, und Dein Lächeln bleibt dabei wissend, warm und bejahend. Du musst mich nicht für Dich gewinnen. Du weisst längst, dass Du mich gefangen und überwältigt hast. Deine Energie richtet sich also nicht darauf, mich zu erobern, sondern Deinen Besitz zu formen.

Dein Willen und Dein Verlangen, Deine Lüsternheit ist heilig und mein Schwanz liegt in der Macht Deiner Hand. Er ist Dein Eigentum und Du verwendest ihn genau so, wie es DIR gefällt. Ich stehe mit diesem Bewusstsein auf und gehe damit zu Bett, und es ist keine Einschränkung, sondern eine Sicherheit für mich: Du willst mich, Du schenkst mir Deine Energie und Kraft, und Du wirst nicht müde, Deinen Nutzen in mir zu suchen und mir zu zeigen, wie ich Dir zu Willen sein, Dir Genuss sein kann.

Unsere Lust ist Dünger für unsere Bindung, welche daraus heraus eine ganze Lebenseinstellung nährt und uns Herrin und sklave in unserem Leben sein lässt. Von allem Anfang an wolltest Du mehr von mir als schöne Erlebnisse. Ich habe keine Rolle, mein Wesen hat einen festen Platz bei Dir.

Dein Lustvieh

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Wenn Du mich aus dem Käfig lässt, bleibe ich gebannt. Alles, was ich mir erträumt habe, was ich verlangend erbettelt habe, steht vor mir… Und so, wie ich Dir im Käfig beteuert habe, dass ich alles, einfach alles für Dich tun werde, so hilft mir jetzt Deine Nähe, Dein Geruch, Dein Geschmack, mit Inbrunst genau das zu beweisen:

Nimm mich, Herrin, geniesse mich, missbrauche mich, fordere mich.

Fühle Deinem eigenen Verlangen nach, ordne an, befehle, benutze, mach es Dir bequem, lass Dich verwöhnen, Dich treiben, betäube mich mit Deiner Lüsternheit. Ich will Dich erfreuen, umwerben, hoch heben, tragen, vor Dir kriechen, keuchen, schwitzen, Deiner Lust hörig zu Willen sein.

Blossstellung in meiner Nacktheit und Unterwürfigkeit ist gar nicht möglich, denn das, was offen vor Dir liegt, ist das von Dir konditionierte, ausgebildete, abgerichtete sklavenwesen, das für nichts Augen und Zunge und Nase hat, als für DEINE Lust. Und ich trage Gelerntes in mir, das mir sagt, und ständig bestätigt bekommt, dass Du mich genau so willst. Und wenn ich sein kann, wie Du es Dir vorstellst – dann ist mein Moment perfekt. Mein ganzes Leben soll davon getragen werden. Vorher gibt es kein Ruhen, aber immer und immer wieder angetriebenes, bewusstes Lernen. Und Dienen.

Geniesse mich, Herrin. Ich gehöre Dir. Ich bin Dein Eigentum.

 

 

Besitzerinnenfreude

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Die Tatsache, dass Du einen sklaven hast, soll Dir jederzeit bewusst sein, Herrin, und Dir Dein Leben versüssen. Wann immer ich spüren kann, dass Du in diesem Wissen mit noch aufrechterer Haltung, mit Stolz und Freude durchs Leben gehst, macht mich das sehr, sehr glücklich. Ich weiss, dass ich mit jedem Zeichen meiner Unterwürfigkeit Dein Bewusstsein stärke und Deiner Lust diene. Du liebst es, mich zu formen, zu konditionieren und unsere Bindung in ihrer Festigkeit stets erneut zu ergründen, zu nähren und die Früchte daraus zu geniessen.

Nicht nur in Fesseln habe ich mir umgekehrt bewusst zu machen, dass meine Haltung stets eben diesen Deinen Rücken stärken soll, dass ich die Aufgabe habe, Dir königliches Bewusstsein zu schenken, und so möchte ich alles daran setzen, mein sklavisches Wachsein weiter zu entwickeln und Dir gemäss Deinen Anweisungen durch Dein Leben zu folgen. Du sollst auch wegen mir strahlende Herrin sein, so dass all die positive Energie, die zu mir fliesst, mit allem, was sie bewirkt, zu Dir zurück fliesst.

Du sagst, eine jede Frau würde sich eine LustSau wie mich wünschen. Ich glaube das nicht. Mein Wunsch nach Unterwerfung kann so leicht auch überfordern oder überspielt werden. Aber ich finde, jeder Frau würde die Frucht dieser Unterwerfung in der Form hingebungsvoller Lustdienste zustehen. Ich danke Dir, dass Du von Anfang an Deinen Gewinn in meiner Abrichtung gesehen und mich zu Deinem Eigentum genommen hast.

Wahrhaftige Unterwerfung überwindet auch Tabus

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Mit jeder Begegnung wird mir die Botschaft von Dir deutlicher vermittelt: Ich gehöre Dir. Ich bin Dir ausgeliefert und vertraue Dir. Es gibt nicht wirklich eine Grenze – zumindest nicht zwischen uns: Was Dir auch immer Lust bereitet – das Wissen, genau dafür da zu sein, ist ganz wunderbar. Und Du bist wahrhaftige Herrin, Du geniesst Deine Stellung, gehst mit Deiner Macht ganz bewusst um. Du bejahst sie und wendest sie an. Du führst, konditionierst, machst mich zu Deinem Nutzvieh, und bist darin entschlossen, sicher, umsichtig aber zielstrebig.

Und ich vertraue Dir. Immer wieder komme ich an den Punkt, wo ich genau das lebe, und nie werde ich enttäuscht. Was könnte es auch einen anderen Mindestlohn geben als das uneingeschränkte Vertrauen Deines sklaven in Dich, nach all den Jahren , in denen Du mich beharrlich liebevoll und doch bestimmt zu formen weisst.

Dabei überschreite ich vermeintliche Grenzen, und Du erlebst, wie ich das für Dich kann – Dein Wille, Dein Wunsch treibt mich an. Natürlich stossen wir dabei auf Tabus – aber die sind etwas für die Gesellschaft – nicht zwischen uns. Wobei Tabu hier Sperre meint, Unvorstellbarkeit. Die Scham, die Blossstellung kann es für einen sklaven nicht sein. Etwas nicht zu tun oder anzunehmen, obwohl Du es Dir wünschst – DAS ist Horror für mich.

Ich gehöre meiner Herrin. Daraus folgt wahrhaftige Unterwerfung.

Penetration

Diese Umkehrung ist so sehr Kern all unseres Erlebens: Bei uns findet Penetration statt – aber immer nach Deiner Intention, Deinem Wunsch, Deinem Verlangen.

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Sie ist auch bei uns Zeichen der Intimität und der Macht. In jedem Fick liegt etwas davon, bei uns ist er immer Ausdruck Deiner Herrschaft. Auch dann, wenn ich Dir Ficksklave bin, und natürlich, ganz selbstverständlich in jeder Art, in der Du mich nimmst…

Es ist die Zementierung meines sklavenwesens, wenn Du Deinen Schwanz in mich steckst, tiefer dringst und mich dann zwingst, das Gefühl der Stopfung auszuhalten, jeden Widerstand aufzugeben… Mein Würgereiz bespeichelt Deinen Fickschwanz zusätzlich, und wenn Du ihn schwarz glänzend aus meiner Mundhöhle gleiten lässt, weiss ich, dass das nur das Vorspiel ist…

 

Wie ich werde, was ich träume

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Es gibt diesen besonderen Moment, der sich immer wiederholt:

Mein Wunsch, mich zu unterwerfen trifft auf Deine konkrete Umsetzung… ich erlebe, wie ein Insignium sich zum andern fügt. Das Seil, das Halsband, die Maske, der Käfig, das Gummi… und dabei wird der Impuls, mich fallen lassen zu dürfen, nichts mehr kontrollieren zu müssen und zu können, von der Heftigkeit der Gefühle durchgerüttelt, was tatsächlich geschieht. Denn von Dir kommt nichts Gespieltes. Es ist Dir ernst. Mein Wunsch nach Ohnmacht trifft auf deine Lust an der Macht, und mit jedem Zug, mit jedem entschlossenen, gierigen, vereinnahmenden Griff nach meinem Arsch, meinem Kiefer, mit jeder bestimmenden, wissenden, fordernden Berührung, die mich beim Wort nimmt, verliere ich ein wenig Fassung – ich bin unterworfen, ich bin ausgeliefert, ich werde reduziert, und ich weiss, wem die Hand gehört, die mich stumm erkundet und mir zeigt, wo und was ich bin. Und dann lasse ich los, weil ich vertraue. Ich fasse das Glück und glaube es und gebe mich hin und öffne mich und empfange, was mir geschenkt wird. Und mein Ergeben wirbt um Deine Freude an Dir, auf dass meine Herrin ihren Besitz geniessen und ihn so konditionieren möge, wie ihre Lustbedürfnisse es vorgeben…

Meine angebetete Göttin

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Anbetung ist etwas Wundervolles. Und das Schönste dabei ist Dein Lächeln. Die Selbstverständlichkeit, mit der Du meine Anbetung annimmst und sie richtig findest. Ich schaue Dich an und ich hebe meinen geblendeten Kopf mit Andacht ins Licht, sehe den brennenden Kranz Deiner im Gegenlicht wehenden Haare, die Deinen Nacken umspielen, und wenn Du Dich vorbeugst, erkenne ich Dein wissendes, stolzes Gesicht, dessen Lippen zu einem verlangenden Lächeln geformt sind.

Du bist in diesen Momenten übergross für mich, und Deine stolze Haltung gibt dem Schwung Deiner Beine eine atemberaubende Eleganz. Herausfordernd hast Du Deine Beine gespreizt, und ich weiss, mein Platz ist hier bei Dir – dafür ist alle Demut, Anbetung, Hingabe noch zu wenig, und mein sklavisches Empfinden lässt mich regelmässig feuchte Augen bekommen. Manche Träne benetzt den straffen Spann Deines Ristes, und meine Wange sinkt zu den festen Waden, die meine Küsse mit grosser Selbstverständlichkeit erwarten. Fest ist Dein Stand im bestätigt erhaltenen Wissen, dass Du mir eine Göttin bist. Lässig, aber doch mit schwerem Schwung legt sich Deine Peitsche auf meinen Rücken und Deine Hände überprüfen die Fesseln meiner Handgelenke. Ich gehöre Dir, sagst Du. Und ich werde Dir zu Willen sein.

Es sind Sätze, die wir Beide nicht oft genug sagen und hören können.

 

 

In meine Fesseln gebettet

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Gefesselt, wehrlos Dir ausgeliefert zu sein, ist eine Lieblingssituation für uns BEIDE, und das ist immer wieder ein neues Wunder für mich, denn da ich Dir ohne Einschränkung vertraue, ist dies das reine Schlaraffenland für meine sexuellen Phantasien und ich werde von Dir in mein Wesen gebettet. Und dabei sehe ich in Dein strahlendes Gesicht und kann es nicht fassen: All meine Fesseln, das ganze Arrangement – alles dreht sich so augenscheinlich um mich, um meine Verwendung – ich bin ganz sklavischer König und ich fühle mich innigst gestreichelt.

Und wenn ich dann fixiert bin, wenn Ruhe über uns kommt, wenn Du Dir ganz sicher sein kannst, dass ich wehrlos bin… dann beginne ich zurück zu zahlen und Dir in Dankbarkeit und Demut zu Willen zu sein. Ich bete Deine Lüsternheit an und Du treibst mich an, forderst mich, geniesst mich und ich bin genau da, wo ich mich immer hinträumen werde!