Deine Wollust

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Deine Wollust erleben, Herrin, macht mich verrückt. Ja, tatsächlich ver-rückt sich dabei alles, was ich wahrnehme: Deine Offenheit, unsere Tiefe, die hungrige Lust, das Zittern und Vibrieren, die fliessenden Säfte, der Schweiss, das Stöhnen, Dein Griff: Alle meine Sinne nimmst Du gefangen, hinweg gewischt wird alles andere – es gibt ein Draussen jenseits unserer Welt, während sich all unsere Sinne befreien und sich allein uns zuwenden, Dir, meiner Begegnung mit Dir, meiner Herrin, und in Deiner Wollust erlebe ich Erlösung, denn genau diese Momente sind jene, in denen ich mich selber erfülle, ich meinem Sinn entsprechend atme, rieche, schmecke, berühre, lecke, streichle.

Kein Wort, kein Gedicht, kein Lied ist so stark und so sinnlich wie diese Momente, in denen wir nichts anderes mehr empfangen als uns, unsere Signale, unser Verlangen, unsere Freude. Wir genügen uns nicht nur, wir sind alles für einander und wollen nie mehr getrennt sein.

Wenn ich zwischen Deinen Beinen knie, liege, und Deine Hand auf meinem Kopf spüre, wenn ich fühle, wie sehr ich willkommen bin, verlangt werde und genau das zu tun habe, was ich eh endlos geben möchte, zeigt sich mir ganz genau, wofür ich bestimmt bin, womit sich mein Leben erfüllt.

Dir begegnet zu sein, von Dir ausgewählt worden zu sein, ist die grösste Gnade meines irdischen Daseins. Ich bin meiner Fügung unendlich dankbar und staune Dich an, Dich, Du mein Wunder.

Ergeben

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Ein Tresen und seine Kante… Eine Wohnung wird bewohnt… Wie verschieden man Möbel doch nutzen kann… Ganz wenig Fesselmaterial kann bereits genügen… Alles braucht nur den Geist einer Herrin, welche Besitz zelebriert – und feiert. Die Wohnung ist für sie gerade unendlich weit geworden, während sie für ihn zu einer ganz kleinen Zelle schrumpfte. Doch diese Zelle ist nicht kalt, sie atmet das Leben, das er sich doch wünscht. Und alles in ihrer Gestik verrät Triumph in Form von Souveränität.

Was ich an meinen Fesselungen immer so liebe:

Die Zeit wird eingefangen. Sie bleibt stehen. Und Stille nehme ich ganz anders wahr. Es tickt eine Uhr, aber sie zählt sich nicht runter. Mein Herzschlag passt sich an und findet einen Takt, in dem ich mit meinem Moment verschmelze. Und dann bist da Du, oder Du bist da – also, ob Du gerade anwesend bist oder „nur“ über die Fesseln präsent… alles, alles atmet Dich, und ich bin glücklich, weil mein Ergeben in Hingabe gegossen wird.

Du irdischer Engel

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Ja, meine Unterwerfung wird in vielen kleinen Alltagsszenen geübt, erfahren, gelebt, spontan natürlich empfunden und empfangen. Aber natürlich liebe ich die grosse Szene, die Zelebrierung meiner Versklavung.

Wie Du mich auch immer für Dich her richtest – mir ist alles Anerkennung, Fest, Feierlichkeit Deiner Macht. Hier ist eine Frau, die mich mit Haut und Haar besitzt, und der nichts fremd bleibt, was ihr diese Tatsache erlebbar macht. Und so geniessen wir Beide, und wenn ich körperlich an meinen Anschlag komme, so legt der Schweiss auf meiner Haut Dir Zeugnis meines Willens ab, alles, einfach alles anzunehmen, was Du mir für Deine Lust zudenkst – und umsetzt. Immer wieder ist da auch das Erstaunen: Mein Engel ist irdisch, und er hat entsprechend eherne Gelüste, und Du denkst gar nicht daran, in den Wolken zu leben, oh nein! Dein Lebenszentrum liegt im Schoss zwischen Deinen göttlichen Beinen, und Deine Wollust will genährt werden. Dafür bin ich Quelle, Objekt, Diener, Anbeter, Kriecher, Lecker, Ficker, und mit meinem Körper schnürst Du auch immer mein sklavenSeelchen, das in der Bande auch seine Sicherheit und Geborgenheit erlebt.

Natürlich krieche ich

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Der Domina die Schuhe küssen, die Pumps, die Stiefel. Ja, das war mir selbstverständlich, das gehörte zum Spiel, zum Szenarium, zur Einleitung aller Energie, mit der ich Frauen bewundere und verehre, und für die stellvertretend diese Frau vor mir stehen sollte.

Es lag auch ein kribbelnder Reiz darin, zu beobachten, was die Macht mit der Frau machte, wie sie es genoss und was sie daraus für sich ziehen konnte – oder mochte.

Es gab in dieser Situation unzählige Stellvertreterrituale, und womöglich gelang es mir, etwas Echtes darin zu sehen. Doch wenn es ausgedehnt wurde, wenn ich kriechen sollte, zum Hündchen werden und dergleichen, dann war ich nicht im Gefühl und ich machte „nicht mehr richtig mit“.

Aber nun ist das alles anders. Du forschst nicht nach einem Fetisch, nach einem Knopf, den Du drücken kannst – Anordnung und Folgsamkeit suchen keinen Kick. Der Befehl ist echte Botschaft, er will eine Vertiefung, die das Sexuelle beinhaltet, aber es im Grunde nur als Eintrittstor benutzt, um tiefer zu mir vorzudringen. Und vor allem und noch immer unfassbar: Du bist die Frau, die mit mir eine eigene, Dich betreffende, meinende und Dir Gefallen schenkende Geschichte schreiben will. Und jedes Knien und Kriechen ist ein Teil davon. Es folgt dem Ereignis davor und führt ins nächste über.

Es gibt keine Szenarien mehr. Es gibt Begegnungen. Keine Ansprache ist nur für diesen Moment. Sie meint immer ein Leben. Es gibt Wahrhaftigkeit in Allem, und nichts ist was Anderes als Teil der natürlichen Realität.

Deine Hand auf meinem Haupt

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Ich habe Dir mein Leben erzählt. Deine Antwort ist: Du lässt mich Deinen Herzschlag fühlen. Du birgst mich an Deinem Herzen. Deine Hand hält meinen Kopf. Es ist die schönste Art, mir Geborgenheit zu vermitteln. Bei Dir BIN ich geborgen.

Deine Weiblichkeit ist mir ein Tempel, Dein Wesen reine Gnade für meine suchende Seele.

Ich bin angekommen. Ich finde Ruhe. Meine Sinnlichkeit flüstert Deiner Haut Liebesworte zu. Uns ist warm. Unsere Lider sind oft geschlossen. Wir fühlen uns. Wir begegnen uns.

Ernsthaftigkeit schenkt uns Konstanz, Innigkeit folgt aus der Treue. Du bist unfassbar präsent in meinem Leben. Immer da. Jeden Tag. Ich fühle Dich.

Ich küsse Deine Brust. Du bist mein Leben.

Einwirkung

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So viele Mittel dienen meiner Abrichtung, der Vertiefung meiner Erziehung und der Schärfung meines Bewusstseins, der Freilegung meiner Gefühle und dem Akzeptieren meines Wesens. Doch weder Lack noch Leder, Peitsche oder Halsband, Klammer oder Seil, Eisen oder Manschette haben so viel Wirkung, Überzeugungskraft und Energie wie Deine tiefe, ewige, unerschütterliche Einlassung auf diesen unseren Weg.

Du horchst genau, siehst scharf hin, fühlst voller Sensibilität, sprichst mit herzlicher Empathie, mahnst mich aufrichtiger Ernsthaftigkeit… Und Du schaffst immer wieder Bedingungen, unter denen ich in wirkliches Bewusstsein tauche. Nicht die Quantität meiner Dienste ist Dir entscheidend, sondern deren Gehalt. Wenn Du mein Fühlen erfährst, meine Verehrung und Hingabe sich alltäglich zeigt, wenn ich meinerseits auf Dich höre, Dich fühle, mir nachspüre, Dir meine Freude schenke, meine Dankbarkeit sich nicht nur in Worten ausdrückt, sondern in jener Art Treue, die mich Haltung leben lässt, dann sind wir beide glücklich. Auf eine stille, aber sehr kräftigende, tiefe Weise.

Kein Rumlümmeln mehr in der Beliebigkeit

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Wenn wir eine neue Nachlässigkeit von mir verarbeiten müssen, trifft meine Scham über meine Disziplinlosigkeit auf Dein Nichtverstehen: Es ist tatsächlich nicht zu verstehen, wie es manchmal möglich ist, dass ich einfache Pflichten nicht erfülle und Dir damit zeige, dass Du noch lange nicht ständig in meinem Bewusstsein präsent bist und es mir noch immer möglich ist, ruhig in meinem Leben rumzulümmeln, obwohl ich nicht weiss, was Du gerade machst oder morgen vorhast. Mir ist nicht wichtig genug, Dich zu begleiten, ich bin viel zu sehr noch gefangen in meinen eigenen Welten. Dann musst Du mich an den Haaren nehmen, mich durchschütteln und Deine Brüskierung überwinden. Ich will Dir helfen, indem ich zeige, wie hilflos ich mir selber gegenüber stehe, und Du suchst erneut den Weg, mich exerzieren zu lassen, was sich einfach verfestigen muss, endlich immer mehr.

Mag sein, dass es viel weniger zu solchen Momenten kommt, aber ich bin längst selber so weit, dass ich jedes einzelne Mal als eines zuviel empfinde.

Und wenn ich so von meinem fehlenden Handeln schreiben muss, droht all mein Schreiben haltlos zu sein – denn was sind die schönen Worte wert, wenn meine Tat nicht dazu passt?

Du hast verdient, dass Du mich in allen Alltagsgesten als Deinen sklaven fühlst, dass Du ständige Zeugnisse meiner Gegenwärtigkeit in Deinem Leben als Herrin empfängst, und Du zeigst immer wieder die unglaubliche, unfassbar grosse Geduld einer Erzieherin, welche weiterhin an die erfolgreiche Abrichtung ihres sklaven glaubt und jeden kleinen Fortschritt als Lustmacher geniesst. Denn daraus schöpfen wir Beide die Kraft und die Freude, weil wir in unserer aufrichtigen Benennung und im Bekenntnis unseres Wesens und im Wissen um unsere Bedeutung für einander Lust und Lebensfreude spüren. Und diese Freude soll nicht in Sensationen Ausdruck finden, sondern im Glück eines natürlich gelebten Alltags, in dem es keinen Austritt des sklaven in die Beliebigkeit mehr geben soll.

Ich will es, denn Du bist die Frau, die das so sehr verdient, denn so viel schenkst Du mir.

Unterwerfung leben

sklave werden ist kein Wunschkonzert. Du glaubst, was ich Dir verspreche, und ich habe Dir von meinen Träumen erzählt. Längst wissen wir, dass die Essenz dieser Träume meinem Wesen entspricht. Ich will wahrhaftiges Dienen lernen, mich dem Urteil meiner Frau anvertrauen und erst recht Ihrer Lust dienen. Wärst Du eine Masochistin, so hätte ich keinen Zugang zu Dir gefunden. Dass Du Dich aber nicht scheust, mich zu quälen, wenn es Dir für meine Abrichtung notwendig erscheint, ist gerade deshalb so wirksam: Dir wäre immer lieber, es wäre nicht nötig – und gleichzeitig bin auch ich froh, habe ich wenigstens die Möglichkeit, auch über den Schmerz zum Gehorsam geführt zu werden.

Einem Gehorsam, der mir nicht aufgezwungen wird. Nichts wird mir angedichtet, nur weil es Deiner Freude entsprechen würde. Es geht darum, dass ich mein Wesen erkenne, es genau so spüre wie Dich, und ich das Vertrauen nicht nur beteuere, sondern so lebe, dass Du tatsächlich erlebst, dass ich Dich ins Zentrum meines Handelns und Seins stelle.

Die Worte sind nur eine Bekräftigung der Absichten – und selbst eine phantastische, lustvoll geschriebene Phantasie ist weniger sinnlich als die in kleinsten Gesten gelebte Unterwerfung. Wenn Wort und Tat zusammen passen, bin ich Dein Stolz und werde ich Deinen Bemühungen gerecht. Erst dann ist meine Abrichtung auf dem Weg zu Lebensgrundlagen, die so verinnerlicht sind, dass sie mir selbstverständlich werden.

Ich begehre Dich, ich huldige Dir, ich habe oft wunderbare Worte, die ich für keinen anderen Menschen so finden würde. Ich liebe Dich und ich kann sehr leidenschaftlich davon schreiben. Doch was ich empfinde für Dich wird dann greif- und fühlbar, wenn Du siehst, dass ich Dich entsprechend behandle und auch über jede Distanz virtuell in der Anbindung bleibe.

Wenn Du mir aus Deinem Leben erzählst, wenn ich greifen kann, wie Du in diesem Leben geerdet stehst und Dein Beispiel gibst, wenn ich fühle, wie Deine Liebe allen Menschen gilt, verstehe ich erst, wie gross Du bist. Und wie riesig mein Glück ist, Dich fassen zu dürfen, Dich in allen Elementen Deines Wesens erfahren und stärken zu dürfen – weil Du es Dir selber so wünschst. Du bist ganz wunderbar, und so oft werde ich Dir nicht gerecht. Auch deshalb ist mir die klare, scheinbar einfache Aufgabe lieb: Dir gehorchen. Auf Dich hören. Dich halten. Fühlen. Mensch sein und auf den Menschen bauen, der mich wie keine andere Person erkennt und annimmt. Weil auch ich in dieser Deiner Liebe berührt werde – und gerade ich in dieser ganz besonderen, tiefen Weise. Auch darum ist die Lust immer zentral. Sie wach zu halten, heisst wach zu sein in meiner Aufmerksamkeit für Dich.

Lang lebe meine Herrin! Sie tut den Menschen so gut.

Immer wieder bewusst, nie beiläufig

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Eine jede Geste, Handlung kann beiläufig sein, mechanisch, stumpf… oder aber jeder Zentimeter Bewegung, Annäherung drückt ein beseeltes Bekenntnis aus: Du bist meine Herrin, Dir unterwerfe ich mich, vor Dir krieche ich, für Dich beuge ich mich.

Dein Wille geschehe, Deine Grösse steht immer über mir.

Es nützt sich nicht ab. Ich wiederhole den Fusskuss tausende Male, und habe an mich selber den Anspruch, ihn jedesmal ganz bewusst zu setzen und zu empfinden. Wie vertraute, bekennende Gesten zwischen Liebenden, so ist zwischen uns jedes Ritual Teil einer Wahrhaftigkeit: Nichts ist ohne Bedeutung, mein Kniefall geschieht nicht leichthin. Er gilt immer wieder neu, hier und jetzt, Dir, meiner leibhaftigen Herrin, der ich mich hingeben will, und so, wie Du mich dabei betrachtest und fühlst, so ist mir die Beugung und die Berührung, die Gelegenheit zur innigen Demutsbezeugung eine Selbstverständlichkeit, für die ich Dir immer wieder neu dankbar bin. Denn ich huldige dem Stolz meiner Herrin, die nie aufhört, mich abzurichten. Wir lieben dieses Wort. Es ist voller Kraft und machtvoller Bedeutung – und mir Mahnung. Denn ich weiss sehr genau, wie oft ich Deinen Erwartungen nicht gerecht werde. Und so ist jedes Hinstellen Deines Fusses vor mir eine grossartige, mich glücklich machende Geste meiner Besitzerin, die an mich glaubt und mich leitet, bis ich erneut ein Stück Stolz abgelegt habe. Und dann das nächste Stück, und das nächste…

Den Widerspruch verlieren können

In Deiner Gegenwart ist nicht nur jedes Hoch ein Himmelsgang – auch und gerade Züchtigung, Mahnung, Tadel, Korrektur kann ich dann wunderbar annehmen. Ich bin eigentlich eine ziemlich fragile Kreatur, ertrage Kritik nicht besonders gut – und diese Erfahrung machst Du mit mir ja auch, vor allem im virtuellen Austausch.

Aber mein Widerspruch, mein Hader quält mich ja selber am meisten. Denn ich stehe damit meinem Lernen selber im Weg – und gerade wenn ich Korrektur schriftlich über den Chat entgegen nehme, sollte es mir möglich sein, in Ruhe zu reflektieren und anzunehmen, sklavisch, demütig, ohne Widerstreben.

Wenn wir zusammen sind, ist das viel einfacher für mich, weil ich immer körperlich-seelisch ganz direkt durch Deine unmittelbare Einwirkung spüre, wie Du es meinst und was immer dahinter steht: Sorgsamkeit und Bedacht, Beobachtung und liebevolle Sorge. Dir kann dann auch nichts entgehen, denn ich stehe offen und nackt vor Dir. Das Bild ist gerade für diese Aussage wunderbar: Da ist nicht einfach die Ohrfeige als Lust an Macht und Strafe. Der Akt wird begleitet vom prüfenden leitenden Blick der Herrin – alles ist unter Kontrolle – unter einer Führung, in die eine devote Seele sich fallen lassen kann. Sie ist nie besser behandelt worden und begreift, dass die Abrichtungsziele Potenzial freilegen. Nicht kleiner wird die Welt, sondern konzentrierter und intensiver, und es finden sich neue Wörter und Handlungen in der Sprache des sklavischen Dienens.

Jetzt mit Dir

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Es sind so glückliche Momente: Die Fesseln sind fest gezurrt, die Eisen geschlossen, die Bandagen stramm angelegt. Alle Verfügungsmacht ist mir genommen. Du bestimmst auch, ob ich hören darf und sehen. Doch ich schliesse freiwillig die Augen. Weil ich so viel fühle. Ich hole mein vom Verstand dominiertes Ich ein und lege es ab. Die Gedanken beruhigen sich zusammen mit meinem Herzschlag. Mein Atem geht ruhig. Ich lausche dem Pochen meines Blutes. Was mich hierher geführt hat, ist nicht mehr wichtig, was morgen ist schon gar nicht. Was zählt, ist, dass ich hier sein darf.

Der Augenblick unterscheidet sich von früheren Momenten, in denen ich glaubte, gerade mal entschädigt zu werden für früher Erfahrenes. Nein, dieses Jetzt ist keine Kompensation. Es ist das Einzige, was wahrhaftig IST, was zählt. Und die Begegnung, die ich machen darf. Und endlich höre ich auch nicht mehr nur mein Blut rauschen, sondern richte mich wirklich aus auf Dich, ahne, fühle, suche Deine Präsenz.

Wir haben ein Leben. Nur dieses eine. Und wir lieben es, indem wir einander geben, was wir ersehnen.

Ich öffne meine Augen, mein Blick wird von dem Deinen aufgefangen, und ich frage stumm, ob Du glücklich bist. Ich sehe Dein Leuchten und bete still, dass es mir immer gelingen wird, diesem Licht Energie zuzuführen.

Risiko und Lohn

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Ob klein, gross, alt, jung, hübsch oder faltig, schwarz oder weiss – die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heisst es so treffend. Wo man hinguckt und was man sieht ist subjektiv – und das ist gut so, macht das Besondere an einer Bindung zweier Menschen aus.

Beim Sex gibt es Alles. Jene, welche gar keine persönliche Beziehung zum „Partner“ brauchen, die, welche „ohne Herz“ keine Intimität zulassen können. Er gibt erfüllte, desillusionierte, vorsichtige, sehnsüchtige Menschen, die, ganz egal, wie gut sie sich selber kennen oder einschätzen können, alle die Sehnsucht nach Berührung, Nähe, Wärme, Lust in sich tragen. Verletzt zu werden, ist so nah bei der Aussicht auf wahrfhaftiges intimes Staunen immer möglich. Es muss riskiert werden. Nun, in Femdom-Beziehungen, in jeder Art von SM gilt das erst recht. Wir haben zwar die Möglichkeit, uns auf noch vielfältigere Weise zu erkennen und interessant, ja schön zu finden, aber wir sind dabei auch noch verletzlicher, weil Macht abgegeben und angenommen wird, weil Hingabe Auslieferung bedeuten kann, und in einer beständigen Bindung eine sklavische Entwicklung durch die Abrichtung erfolgt.

Doch diese stete Fortführung, das gelebte Band, die Beständigkeit ist mir auch Geborgenheit. Wir wissen genau, dass wir das Beste für einander wollen. Wie ein gutes altes Ehepaar – mit dem feinen Unterschied, dass wir für das Leben der Relation über noch viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten verfügen…

In dem Moment, in dem Du zu mir kommst…

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Gefühlte Stunden hast Du darauf verwendet, mich zu fesseln und auf die Liege zu binden. Jeder Knoten sollte sitzen, jeder Seilstrang satt und mit dem genau richtigen Zug gesetzt werden. Dann hast Du Dir Zeit gelassen, hast gebadet, Dich erfrischt, hübsch gemacht, alles bei offenen Türen und dabei darauf bedacht, dass ich alles, wirklich alles mitbekomme. Du hast meine Blicke genossen und meinen Körper gemustert…

In dem Moment, in dem Du zu mir kommst, um mir mehr zu schenken als einen Blick auf Dich, verliere ich jedes Zeitempfinden. Du kommst über mich, legst Deinen Körper auf mir ab, wir ziehen Beide den Duft unserer Haut ein und Du lässt mich sehen, wonach ich mich immer sehne… Es muss die reinste aller Glücksempfinden sein, genau an diesem Punkt mit Dir zusammen zu sein, behütet in einem gemeinsamen Leben, bestimmt für die Ewigkeit, geschützt durch Haus und Stellung, behütet durch Deine Umsicht, geborgen in Deinen Verfügungen…

Und in dem Moment, in dem Du meinen Schoss berührst, senkst Du Dein Becken hinab. Meine Zunge und die Spalte Deines Schosses… sie gehören zusammen. Nichts teilt und öffnet Dich sanfter, wissender, verlangender, geduldiger, sehnsüchtiger. Enthusiastisch, demütig, in Hingabe und Dankbarkeit den Tränen nahe, schmecke ich Dich… Du sollst alles ausblenden können angesichts des Strahlens Deines sklaven, dass er hier sein darf, bei und in Dir… Und wir gehen in unserer Freude auf und ich bin der glücklichste Mensch auf Erden.

Unterwerfung mit Bodenhaftung

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Meine Sehnsucht nach Unterwerfung, nach der Kraft Deiner Dominanz ist riesig. Gleichzeitig ist es virtuell oft so, dass ich zwar Deine Fusssohle auf meinem Kopf spüre, aber nicht den Kiesboden, auf dem ich knie. Mir fehlt virtuell der Boden, den ich im realen Zusammensein mit Dir natürlich immer habe. Meine Unterwerfung ist „unvollständig“, und wenn ich dann unter dem Eindruck hiesiger Pendenzen meine Prioritäten nicht auf Dich ausrichte, fühlt sich das elend und schäbig an – und ich empfinde das Gefühl der Bodenlosigkeit in meinen Problemen erst recht.

Ich sehne mich danach, mein ganzes Leben mit Dir zu erleben, so dass Du jeden Alltagsschritt begleiten und führen könntest, und ich bin Dir dankbar, dass Du die Aufrichtigkeit dieses meines Wunsches und meiner Sehnsucht fühlst. Und ebenso danke ich der Fügung für jede Gelegenheit, die ich bereits hatte, Dir real zu dienen, denn das ist der Nährboden für alle Kraft, die ich brauche – und die Vervielfältigung aller guten Energien, die Du mir schickst.

Näher und näher

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Das ist eines meiner Paradiese: Im Käfig arretiert, unfähig, den Kopf wegzudrehen, bin ich Deinem Verlangen ausgeliefert. Ich pflege Deine Löcher, ich animiere Deine Fotzen, ich schlucke Deinen Saft, ich lecke Dich nass, ich lecke Dich trocken.

Niemand kann Deine Fotzen so ehren wie ich. Auch Du siehst sie, schmeckst sie, riechst sie nicht so wie ich. Doch was ich damit habe, will ich ehren, liebkosen, würdigen, verwöhnen… stundenlang, jeden Tag.

Wenn Du mich in meinen Dienst für Dich befielst, lasse ich nicht nur physisch all meine anderen Tätigkeiten ruhen, ich nehme auch nichts davon mit im Kopf. Dort soll nur Platz sein für die Achtsamkeit eines wahrhaftigen Fotzendieners. Und wenn ich Dich sehe, rieche und schmecke, bewegt sich Dein Schwanz, den Du mir schon vor langer Zeit in mein höriges Hirn getrieben hast, und ich bin erneut und immer wieder und ewig in Deiner Lust, in der Anziehung Deiner Weiblichkeit gefangen, werde ins Hirn gefickt, empfange die Wärme für Herz und Seele und bade im Stolz des sklaven, der würdig erachtet wird, seiner Herrin Lust zu schenken.

Wie dieses Blog ein Schrein, ein Tempel meiner Dienstbarkeit ist, so ist dein Schritt der Altar Deine Weiblichkeit, vor dem ich ewig knien werde.

Allmacht erleben

Wir haben zwei Leben. Wenig gemeinsame Zeit. Deine Macht ist deshalb begrenzt. Und während ich das schreibe, tut es bereits weh.

Ich sehne mich nach dem Erleben, auch körperlich von Dir abhängig zu sein. Direkt. Ausgeliefert.

Allmacht erleben. Wir Beide. Die Wirkung fühlen. Ankommen. Und was mich bezwingt, befreit Dich. Du wirst erhöht. Dein Wille zählt. Deine Intention.

Alles liegt in Deiner Hand. Auch mein Leben. Ich öffne mich für Dich. Weiss es und will es.

Unter Dir

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Wie könnte ich mich Dir NICHT unterwerfen wollen? Du bist so sexy, so lustvoll, so sinnlich, Dein Körper atmet das Leben, und Du forderst mich heraus, ihm ständig neuen Sauerstoff zuzuführen mit meiner Hingabe, meiner Sehnsucht, Verehrung und mit meiner lustvollen sklavischen ewigen Leckbereitschaft…

Du lässt Dich nieder, Du ziehst Dich hoch, Du streichelst mich, Du würgst, Du tätschelst und Du drückst, und Dein Eigentum, mein sklavenkörper, gehorcht Dir aufs Wort.

Einfach gelöst

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Mit Dir zusammensein macht alles einfach. Zwischen Anziehung und Vertrautheit empfinde ich in den verschiedensten Momenten Glücksgefühle und strahle Dich an. Wir lachen gar nicht so oft zusammen, aber wir lächeln sehr oft, und das ist Ausdruck einer tiefen Sicherheit und Verbindung. Glück ist wie der Schaum auf dem Champagner. Es prickelt, aber es hält sich nicht, kann nicht. Sensationen sind für Momente bestimmt. Aber unser Lächeln hat anhaltend Grund, denn es drückt die Vertrautheit aus, die tiefe Basis, die keiner Beteuerung mehr bedarf und die zu betonen uns dennoch immer wieder Anliegen ist. Denn mit der Benennung des Guten ehren wir es und machen uns bewusst, was wir haben dürfen.

Und ja: Manchmal platze ich fast bei all den Empfindungen – und auch dann bist Du da und kannst mein Schwärmen einordnen. Du weisst, wie ehrlich ich es meine, wenn ich mich zu Dir bekenne -und ich weiss, dass nichts daran erzwungen ist. Es ist einfach so: Bei Dir bin ich mich selbst. Bei Dir bin ich daheim.

Ein Paar

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Ich gehöre zu Dir. Ich gehöre Dir. Und so, wie Du bewusst Anspruch auf mich erhebst, so fühle ich immer wieder Dein Akzept meines Wesens. Und ich füge mich nicht nur. Ich fühle mich. Ich horche in mich hinein und erkenne mich. Ich gebe mich der Frau hin, die mich sieht, kennt wie niemand sonst auf der Welt – und mich so annimmt, wie keine andere neben ihr.

Du sollst strahlen. Du sollst Dir meiner sicher sein. Mich, Deinen sklaven, herzeigen können, geehrt werden durch mein Auftreten, Dich begehrt fühlen durch meine Ausrichtung auf Dich, meine Frau aller Frauen.

Zusammen sind wir Herrin und sklave. Wir sind ein Paar. Wir beziehen uns auf einander und haben Bindung und Sicherheit – und Gewissheit. Wer uns kennt, soll unserer Freude fühlen und mag erkennen, dass wir auch vorleben möchten, was wir als nichts als rechtens empfinden: Tiefen Respekt für einander. Wir sehen Frau und Mann in einem besonderen Licht. Wir meinen im hellsten und klarsten Licht auf Erden. Doch wie Frau und Mann auch miteinander umgehen – ohne die Anerkennung der Frau als Hüterin des Lebens und der eigenen Geborgenheit ist kein Leben vollständig.

Von der Sehnsucht zur Realität

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Meine uneingeschränkte Verfügbarkeit ist mir Herausforderung und Rausch zugleich. Wie immer ist der Kopf sehr viel weiter als der Körper, aber meine Abrichtung macht eindeutig Fortschritte. Lange Jahre war „Abrichtung“ für mich ein Mysterium, eine unheimlich starke Aussage einer Selbstaufgabe, die meiner Sehnsucht entsprach, ein Geilwort, aber komplett unerreichbar. Es gab ja keine Frau, die mich wirklich entsprechend gebrauchen wollte – oder konnte, und ziemlich deutlich auch kein Ich, welches sich sicher war, das im Fall eines Falles auch wirklich zu wollen. So ging ich, unbemerkt von mir selber, einen Weg weiter, der mich dann zu Dir führte, als ich zumindest so weit bereit war, dass Du mir beibringen konntest, was es bedeutete, vom Kopfkino in die Realität zu finden, zu begreifen, dass das, was da im vermeintlichen Spiel geschah, meinem Wesen entsprach…

Heute sehne ich mich wie früher danach, der Mann auf dem Bild zu sein – aber die Frau hinter mir, über mir, neben mir, in mir, die gibt es nun wirklich, und damit empfange ich das Geschenk, ganz werden zu dürfen. Abrichtung ist nun nicht einfach mehr ein Geilwort, sondern wahrhaftige Verheissung – und Herausforderung. Aber immer, wenn ich aufgefordert bin, nach A auch B zu sagen, erfahre ich in der Aufgabe Hingabe, Erfüllung, und ich bekomme Boden unter meine Füsse, oder meine Knie.

Ich habe meine Meisterin gefunden, und sie arbeitet und geniesst jeden Tag mit mir.