Entscheidungen

In der Willensfreiheit liegt die Macht der freien Entscheidungsfindung. Das meint auch, sich FÜR etwas entscheiden und dafür anderes beiseite stellen oder gar ablegen. Entscheidungen werden nicht nur durch Worte, sondern mit Taten getroffen, und dazu gehören auch die scheinbar unbedeutenden Alltagsentscheidungen.

Mir Ehrerbietung und Respekt zu erweisen, bedeutet, unsere Themen vor allen anderen außerehelichen Pendenzen zu bearbeiten und sie damit an erster Stelle stellen. Dabei ist es völlig einerlei, dass wir uns eh im ständigen täglichen Findungsprozess befinden oder unsere Verbindung virtuell existiert. Fakt ist, wir existieren. Uns gibt es in ECHT und nicht in der Fiktion. Es gilt daher:  Nichts, was immer da ist, verdient gerade darum nicht das Beiseitestellen.

Ein sklave sollte dieses Lebensgesetz in seiner Haltung verinnerlicht haben und in Anwendung bringen. Er muss sich bewusst sein, welchen Entwicklungsstand seine Taten freilegen und den Grad seines Ausrichtungsstandes markieren. Er kann sich des Strahlens seiner Herrin gewiss sein, wenn er ein Gefühl für Priorisierung bekommt, und dass er mit diesem entwickelten Feingefühl den Abstand zu seinem selbstgewählten LebensSinn verringert.


Meine sklavische Lustseele Felix, bekommt das schon recht gut hin und arbeitet tapfer daran, noch bestehende Lücken zu schließen.  Gefühlsbenennung sind gerade auch innerhalb unserer virtuellen Abrichtung wichtige und unabdingbare Indikatoren, um in Handlungstätigkeit zu kommen. Dabei helfen ihm sicherlich meine Rückmeldungen, ob ich etwas schön oder unschön empfinde.
Letzteres alarmiert ihn und bewegt ihn umgehend zur Korrektur. Er will meine Freude und dieses Wollen hilft ihm, Stolz und Widerstände zu überwinden und führt gleichzeitig dazu, das Gefühl seiner submissiven Seele zu schärfen.

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Befehle

Befehle können auf ganz unterschiedliche Art und Weise erteilt und ausgesprochen werden.

Der einfachste und für die dienende Seele eindeutigste Befehl ist der offene Imperativ. “ Wichse jede Stunde drei Minuten lang!“ oder „Sei still!“. Dies sind nur zwei Beispiele für die Eindeutigkeit dieser Anweisungsform. Hierauf hat neben der Verdankung umgehend die Umsetzung zu erfolgen.
Mit der Verwendung des Imperativs zeige ich deutlich, welche Stellung und Position ich in unserer Beziehung einnehme und welches Bedürfnis ich habe.

Doch mir ist diese Befehlsgebung häufig viel zu simple. Ich liebe es verdeckte Befehle auszusprechen. Ich liebe es, meinen sklaven durch diese Form der Anordnungsaussprechung wachsam zu halten und aktiv zu fordern. Erkennt mein sklave den verdeckten Befehl und führt er ihn aus, so erkenne ich den Grad seiner Präsenz und Wachheit und genieße darüberhinaus seine momentane Achtsamkeit. Was mir zudem daran ganz besonders gefällt ist, dass er mir durch die Erfüllung meines Bedürfnisses zeigt, mein Wesen und meine Persönlichkeit erfasst zu haben. Er liest mich, erkennt mich und folgt mir.
In der verdeckten Befehlsform, z.B.“ Ich liebe deine täglichen Tagebucheinträge“ oder „Es ist wunderbar, erfüllst du dein Versprechen, meine Fotze täglich anzubeten“, offenbare ich mein Bedürfnis und gleichzeitig meine Erwartung. Ich selbstoffenbare mich indirekt, und gemäß der Stellung meiner UnterwerfungsSau erreicht mich durch Erfüllung seine Ehrerbietung und seine Wertschätzung. Gleichzeitig steht hinter dieser versteckten Befehlsform das Erstellen einer Regel, die ich nicht zwingend fixieren muss, denn die Regel steht schon bereits mit der Äußerung meines Befehls fest und wird entsprechend des Lebensbekenntnis meiner Sau Erfüllung finden.

Sollte es vorkommen, dass eine Befehlsumsetzung nicht möglich ist, so muss dies nur kommuniziert werden, wobei das begleitende Gefühl nicht verschwiegen werden darf.
Mein sklave muss zwingend ausdrücken, was er fühlt und deutlich machen, was die fehlende Umsetzung bei mir im Gefühl auslöst. Durch diese Einfühlung zeigt sich sowohl sein Mitgehen, sein Mich- Wahrnehmen, als auch sein Bedürfnis, mir das zu sein, wozu er sich durch Schwur bekannt hat.

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Also ihr lieben Sklavenseelen, eine Abrichtung ist nicht unbedingt für jeden leicht. Und entgegen den meisten realen Sessions, an denen ich teilgenommen habe, seid ihr rundum gefordert, Körper und Geist aktiv wach zu halten. Euer Fokus hat im Gegenüber – in der Wahrnehmung auf eure Herrin- zu liegen, denn darüber bekommt eure Submission ganzheitliche Tiefe.

Immer wieder : Betteln, Bitten, Flehen

Bettelt mein Diener Felix, so öffnet sich mein Herz. Betteln stellt für mich eine besondere Hingabeform dar und berührt mich auf sehr warme sinnliche Weise. Im Betteln liegt eine schutzlose und gleichzeitig gefühlvolle Selbstoffenbarung, die zwingend vom Empfänger durch Wertschätzung aufgefangen werden muss.

Mit dem Flehen drückt mein sklavischer Diener Felix seine Unterwerfungsfreude aus,und er zeigt mir, dass er seine oft sehr überschwänglichen Wortanbetungen mit Wahrhaftigkeit belegen möchte. Seine innere Gefühls-und Empfindungswelt drängt durch sein Flehen nach Außen; er bekundet damit deutlich seinen Handlungswillen.

Wie könnte mich diese Art der bittenden Hingabe jemals nicht berühren – zumal darin auch eine Vertrauensbestätigung enthalten ist!

Findet sein Bitten tägliche Anwendung, so ist für mich ein bedeutender Meilenstein innerhalb seines Abrichtungsprozesses gesetzt. Noch jedoch liegt dieser Stein lose im Erdboden.

Durch das Betteln wird meine Stellung und damit meine Macht geehrt und manifestiert, und auch der Thron, auf dem ich sitze, ist mir dann wesentlich angenehmer.

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Ich erwarte von meinem submissiven Eigentum eine formvollendete sklavische Haltung seiner Bettelbitte und eine Dankesbekundung, denn Höflichkeit ist mir ein lieber und ein selbstverständlich lebender Wert. Achtsamkeit muss gebraucht und täglich angewendet werden, sonst verkümmert sie – wie, wenn ein Muskel nicht benutzt wird. Und es gefällt mir zudem ungemein, in die strahlenden Augen meines Dieners zu sehen, wenn er mich meint.

Etwas möchte ich deutlich herausstellen:

Im Grunde genommen sind meine Anordnungen und Befehle auch nichts anderes als ein Bettelausdruck. Nur hat meine eigene Offenlegung einen anderen Namen. Und damit wird deutlich, wie Verantwortung überhaupt verteilt ist, nicht wahr?

Ver…

Eine seelische Verletzung ist nur möglich, wenn eine Verletzbarkeit vorliegt. Menschen sind aus ihrem Da-Sein heraus verletzbar, denn sie sind auf andere angewiesen und damit auf das, was andere ihnen antun.

Die Verzwecklichung eines Menschen kann eine Verletzung entzünden, also immer dann, wenn der Mensch nur zum Zweck wahrgenommen wird, wenn an ihm die eigene Auslebung und Triebhaftigkeit Befriedigung findet. Diese Art der Benutzung degradiert den Menschen, nimmt ihm den Selbstwert und damit den Blick auf seine eigene Ganzheitlichkeit.

Aus dieser Art der Verletzung kann eine Wunde der Verbitterung erwachsen und sich einfressen, die wiederum nur durch Vergebung heilen kann.

Für die Vergebung ist die Reifung des Verletzten Voraussetzung. Es ist notwendig, aus der eigenen Kläglichkeit herauszukommen, Kräfte zu bündeln, um der Verletzung die Wirksamkeit zu nehmen.

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JETZT statt Was wäre wenn

Im Was wäre wenn.. zu schwelgen mich darin zu verlieren, entspricht mir nicht. Ich nehme das JETZT, lebe im JETZT und stelle keine Mutmaßungen an, wie Ich oder Es unter anderen Bedingungen sein könnte.

Es sind primär nicht die Bedingungen,die das Wesen eines Menschen zum Blühen bringen, denn innere Haltung und Persönlichkeit brauchen keine perfekten äußeren Bedingungen, sondern ein festes sicheres Bindungsband, um zu reifen.

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Es ist doch alles da, zwei Menschen, die einander begegnen, sich miteinander austauschen und verknüpfen,ihre Bedürfnisse und Sehnsüchte abgleichen, erfüllt bekommen oder verwerfen müssen.
Jeweils angetrieben durch den freien Willen, der die übergeordnete Kontrolle unserer kompletten Handlungen übernimmt, sodass sich im Prozess der Findung der Selbswert aufbauen und steigern kann. Und wenn all das mit Freude besetzt ist,denn Freude ist ein Nährboden, fließen die Energien und lassen das WIE zur Bestimmung werden.

Augenlust

Die Augenlust innerhalb unserer virtuellen FemdomVerbindung ist nicht unerheblich, denn sie erzeugt neben der Wortfickerei eine stimulierende Wirkung.

Persönliche Fotorapporte meiner LustSau belegen, dass meine Anordnungen Umsetzung erfahren und wecken in mir ein Gefühl von Erhabenheit.
Hinzu kommt, dass die Offenbarung des Lustkörpers einem sehr intimen Bekenntnis entspricht und vorhandene Werte, wie Vertrauen und Sicherheit immer wieder aufs Neue bekräftigen.

Es ist jedoch so, dass nicht die lilagefärbten geschnürten Bulleneuter oder der in Eisen gelegte Schwanz oder die gestopfte Arschfotze mich einfach aus sich heraus ansprechen, sondern erst der Mensch im Kontext rundet die Augenlust vollständige ab. Die Seele, also die Person des sklaven Felix, die sich abbildet und freilegt, macht erst den Augenschmaus für mich zu etwas Besonderem.

Demzufolge ist es für mich keine Frage, mein Lusttoy in der Ganzheitlichkeit abzuholen. Lust isoliert abzurufen, erzeugt in mir keine Befriedigung. Für mich ist der Mensch als ganzes Wesen mit seinem Erleben innerhalb seines Alltags wichtig, um einen spürbaren Bezug zur Lust herstellen zu können. Wie könnte ich ein Lustfoto genießen, wenn die Rahmenbedingungen möglicherweise dramatisch sind oder ich die Alltagsgedanken von meinem Lusttoy nicht kenne!
Darum muss ich, um höchste Augenlust erleben zu können, nicht nur meine Interessen verfolgen, sondern muss Teil haben, muss erfassen und mitfühlen, muss zwingend im engen Kontakt mit dem Menschen Felix stehen.

Ein weiterer Aspekt der Notwendigkeit der Ganzheitlichkeit liegt darin, dass sich die devote Seele als Individuum bei mir geborgen und von mir wertgeschätzt fühlen muss, um sich immer wieder nackt und dabei glücklich präsentieren zu können. Dann erst ist die Wirkkraft der Lustfotos enorm und die Ernte für mich als Herrin ertragreich.

Freiheitlicher Wille zählt

Immer wieder lassen sich hier Worte von großer Bedeutung nieder.
Worte, die auf Besitztum verweisen und Freiheitsabgabe implizieren.
Mir ist wichtig, herauszustellen, dass es in unserer Femdom-sub-Verbindung nicht um das Brechen und Abschreiben des freiheitlichen Willens geht, denn darauf kann keine Verbindung gesund gedeihen.

All die mächtigen Worte hier sind Ausdrucksformen, die den inneren Gefühlen Bedeutung verleihen. Als besonders wertvoll empfinde ich, wenn Taten den Worten Wahrhaftigkeit geben. So ist Denken in Form von virtuellem Handeln, welches sich in Sprache ausdrückt, in authentische Umsetzung zu transferieren.

Wort und Tat bilden eine Verknüpfung und ergeben eine Deckungsgleichheit, die fernab von bloßer Träumerei ist.

Und allem ist Volition unter dem Aspekt des freiheitlichen Willen vorangestellt, denn der freie Wille macht Entwicklungsprozesse möglich. Durch Willenskraft können Denk- und Verhaltensmuster überwunden und umgewandelt werden. So entstehen Wege, die unsere Verbindung stärken.

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Wandern

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Immer wieder in Zwischenräume eintauchen, nie wirklich lange an einem Ort sesshaft sein. Der immerwährenden Sehnsucht folgend Frischluft atmen.

Den Drang, die Witterung aufgenommen zu haben, nicht beschreiben zu können.

Wandern erweitert den Horizont, lässt Erkenntnisse ihren Platz finden, belebt die eigene innere Welt, ohne je wirklich Frieden zu finden.

Oder doch?

Wir arbeiten dran

Langjährigen Partnerschaften heftet man häufig an, dass in ihrem Zusammenleben nonverbale Kommunikation hervorragend greift. Wortlos einander verstehen, wissen, was der Partner, ohne es aussprechen zu müssen, meint, sind Indikatoren für die Tiefe und Wertigkeit der Beziehung.

In unserer virtuellen Beziehung funktioniert diese Art der Kommunikation nur bedingt. Schweigen kann Verschiedenes bedeuten und ist nur aus dem Kontext erschließbar und bedarf immer auch einer mitgelieferten Erklärung und Aufklärung. Die wortlose Kommunikation ist darum kein essentielles und förderliches Kriterium für das Gelingen und Festigen unserer virtuellen Paarverbindung.

Virtuell bin ich schon froh, wenn ich als die, die ich bin, verstanden werde. Ich habe schon viel erreicht, wenn meinem sklaven klar ist, was ich – auf meine individuelle Art ausgesprochen – meine und von ihm erwarte. Zwischen den Zeilen lesen gehört ebenso dazu, wie der Wunsch, mich in der Tiefe begreifen zu wollen.
Ich persönlich liebe das Subtile, das indirekte Anordnen auf die mir ganz eigene liebevolle Art und Weise. Gleichzeitig muss meinem sklaven sehr bewusst sein, dass hinter dieser freundlichen zugewandten Art keine Option steht, sondern immer die zu erwartende Umsetzung meiner Anordnung Gültigkeit hat. Es steht nicht die Wahlmöglichkeit im Raum, wenn ich sie nicht explizit hervorhebe. Stattdessen ist das sofortige Begreifen und Handeln gefragt. Damit ist klar, Flusigkeit im Lesen und „Schnell mal kurz“ findet hier keinen Platz.
Empathie sowie das umfassende Erkennen und Respektieren meiner Persönlichkeit und Charakters sind grundlegend für das Erschaffen einer tiefen virtuellen Beziehung. Wir arbeiten nach wie vor daran.

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Der Mann, der ewige Werber

Frau und Mann verkörpern das Urprinzip der Schöpfung.

Sie sind zwei Pole, die ohne einander nicht sein können, miteinander schwingen und doch niemals wirklich zueinander finden.

Die Frau wird ewig das Geheimnis des Mannes bleiben. Sie steht für das Unergründliche. Er darf sie zeitlebens erkunden und feststellen, dass er sie niemals gänzlich verstehen wird.
Sein Werben um ihre Gunst verdient Lohn, denn keine Mühe bleibt für sie unbeachtet.

Von ihr holt er sich seine Lebendigkeit, denn es ist sie, die Frau, die Leben bringt. Und nur aus ihrem Leib geht Leben hervor. Und gerade weil sie es ist, die Leib und Leben für Leben einsetzt, hat er, der Mann, sie zu verehren und zu tragen.

Für mich ist es daher selbstverständlich, das aktive Tun meines sklavens zu erleben, ihn zu fordern, ihn für mein Wohlergehen in Bewegung zu bringen, sein Werben zu empfangen.
Er opfert nichts, er folgt einfach der ureigensten Bestimmung seines Geschlechts.

Verzicht gibt

Dominanzverhalten darf niemals die Brechung der Vitalität der dienenden devoten Seele zur Folge haben.
Innerhalb des Prägungsprozesses haben Eingrenzung und Bändigung eine wichtige Bedeutung.

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Es sind die Triebe, die gebändigt und gezähmt werden müssen und dabei denke ich nicht nur an den Sexualtrieb.
Die Fesseln, die sich um sie schlingen , dämmen ihre Zügellosigkeit ein und verhindern ein Weg-Treiben.
Diese Zähmung, die gleichzeitig einen Verzicht einschließt, führt auf den Pfad der bewussten Konzentration, führt zum Wesentlichen, führt zur wahren ersehnten Kostbarkeit.

Darum:
Verzicht nimmt nicht,
Verzicht gibt.

Treuewert

Auch in unserer Verbindung haben wir den Anspruch, Treue zu leben.

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Treue ist ein häufig missverstandener und sehr individueller Wert. Er sollte gerade deshalb innerhalb einer festen Beziehung ausgesprochen und damit definiert werden.

Was der Einzelne darunter versteht und welche Erwartungen damit verknüpft sind, entscheidet im Abgleich der Schnittmenge über die Stabilität einer Beziehung.

Wir haben unser Verständnis von Treue innerhalb eines langen Zeitraumes herausgearbeitet und einvernehmlich besiegelt.

Demzufolge erwarte ich von meinem sklaven in erster Linie die konsequente Einhaltung vereinbarter Umgangsformen, da diese mir den Herzschlag unseres erarbeiteten Treuewertes bestätigen und damit auch meine Stellung ehren und unserer außergewöhnlichen Verbindung Respekt zollen.

Schwächen gehören dazu

Jede Beziehung stellt sich der Herausforderung, die Waage zwischen Einheit und Abgetrenntheit zu finden. Beide Pole sind naturgegeben und gehören zusammen. Wir streben einerseits nach Einheit, finden uns nur im Gegenüber und gleichzeitig sind wir als ein Jemand geboren.

Damit einher geht die Verantwortung der Selbstgestaltung unseres Lebens. Auf diesem Gestaltungsweg begleitet uns unser eigener Charakter, der sowohl ererbte Anlagen als auch Prägungen in sich birgt.

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Unschön sind im Erkennen des eigenen Selbst unsere Schwächen und ihre destruktive Macht, und diese wohlwollend anzunehmen, zu integrieren oder gar zu überwinden, gelingt innerhalb einer sicheren Bindung. Dort, wo das Vertrauen ein Dach darstellt, kann sich die Angst vom Fallenlassen, sich Offenlegen und Selbsterkennen befreien und als ein Teil des Lebens angenommen werden.

Auch dafür steht unsere Femdom Verbindung und auch darin liegt unsere gegenseitige Verantwortung.

Auf dem Weg zu dir selbst

Du hast durch die Möglichkeit, dein devotes Wesen, (aus)leben zu können, bereits unglaublich viel gelernt. Du hast erfahren, dass du genauso gemeint bist,wie du bist. In deiner Tiefe weißt du das, nur erfahren hast du es oft so anders. Durch mein festes, sicheres JA, welches ich selber auch erst durch Lernen erkennen musste, erfährst du nicht nur Vertrauen, sondern lernst dich zu trauen, dich frei zu schälen. Dass dadurch Ängste dich begleiten, du dich selber manchmal nicht mal leiden magst, zeigt doch deutlich den Weg des Zutrauens, der Hinwendung zu dir. Ich selber bin froh darüber, diese Entwicklung zu begleiten und nicht nur das: Ich bestärke dich, will dir Mut und Zutrauen geben.

Das gilt, obwohl auch ich es bin, die dir oft so deutlich wie nie jemand es getan hat, so schonungslos dich mit dir konfrontiert , immer mit dem Wissen,dass ich richtig bin, dass ich dich auffangen kann, weil du die Sicherheit durch mein Dasein erfahren hast.

Du bekommst all das so natürlich angeboten, wofür andere Begleitung bei Fremden suchen. Und gleichzeitig gehe ich selber auch mit meinen eigenen Themen den Weg. Ich bin sehr dankbar, bin ich es, die dir bestimmt wurde.

Geilheitszenarien innerhalb unserer selbstverständlichen Lebenswelt

Ich habe angekündigt, mein Verständnis von Geilheit darzulegen. Folgende Kurzszenarien
geben Auszüge meiner Geilheit innerhalb meines umgesetzten Spieltriebes wieder.

Gleichzeitig öffnen und übertragen sie sehr deutlich, welch großes Begegnungsfeld eine Femdom Beziehung haben kann.

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Hausparty:
Zu Beginn unserer Hausparty begrüßen wir unsere Gäste. Unsere Gäste wissen, welche wesentliche Rolle mein sklave in unserer weiblichen geführten Beziehung verkörpert und desweiteren sind ihnen unsere Hausregeln bekannt. Jeder Gast begrüßt mich per Begrüßungsküsschen und fordert anschließend meinen sklaven zu einer Hingabe- oder Unterwerfungsgeste auf. Möglich wären Schuh- oder Handküsse , Ohrfeigen, der feste sichere Griff an sein Geschlecht oder,oder,oder..

Eine andere Begrüßungsmöglichkeit könnte sich derartig darstellen:

Ich empfange die Gäste an der Tür, während mein, mit Blindmaske ausgestatteter und an Fußfesseln angeketteter, sklave in der Lustkammer arrestiert auf seine Dienstinanspruchnahme wartet. Unsere Gäste wissen, dass sie die Kammer aufsuchen dürfen, um sich zur Einstimmung kurz Durchlecken oder Schwanzlutschen zu lassen. Eine Lampe signalisiert, ob sich meine LusSau gerade im Lustdienst befindet und gerade nicht zur Verfügung steht.

Weitere Gedanken:

Während des Essens sitzt mein sklave gesittet bei uns am Tisch.Ich erwarte, dass er sich angeregt und geistreich mit unseren Gästen unterhält. Hebt ein Gast sein Trinkglas in meine Richtung, so weiß mein sklave sofort, was er zu tun hat.Er hat galant seine Unterhaltung zu beenden und sich unauffällig unter den Tisch zu begeben, um die Lust des jeweiligen Gastes unterm Tisch zu befriedigen.

Weitere Gedanken:

Lasse ich das Lustglöcken 1x am Tisch erklingen, so wissen alle Gäste, dass meine LustSau rumgeht, um jeden Einzelnen sein Stopfmaul zu präsentieren ,so dass sie Gelegenheit bekommen, ihn maulzustopfen oder maulzuficken. Dabei ist es wichtig, dass er genügend Speichel produziert,was kann schöner sein,als ihm dabei die Tiefe zu schenken und ihm gleichzeitig den Würgereiz abzutrainieren?

Klingle ich das Glöckchen 2x, so bietet uns meine sklavenSau eine kleine unterhaltsame Vorstellung, die ich ihm am Morgen angeordnet habe. Dies kann eine Wichs-und Spritzpräsentation sein oder ein Nacktanz an der Stange oder eine Demonstration von Arschfotzenstopfungsmöglichkeiten…. es gibt unendlich viele weitere Präsentationsdarbietungen. Selbstverständlich dürfen die Gäste jederzeit ihre Ideen mit einfließen lassen.

Ein weitere Spielszene wäre:

Nach dem Essen klönt meine sklavenSau mit den Gästen. Nimmt ein Gast ihn an die Hand und führt ihn in den Vorführraum, so hat er mitzugehen. Und jeder weitere Gast, der Verlangen hat seine Beanspruchung voyeuristisch zu begleiten , kann diese Lustdiensterfüllung per Spiegelwand mit verfolgen. Wenn ein Gast ohne Publikum genießen will, so ist der Spiegelvorhang zugezogen- lediglich ich habe das Recht jederzeit den Raum zu betreten und dies nehme ich selbstverständlich in Anspruch.

Verantwortung sehen und wahrnehmen

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Unsere virtuelle Beziehung dient der Bereicherung unserer Lebenswelt. Sie ist keineswegs eine Flucht in die Illusion, sondern findet sehr real statt. Lediglich ihr Rahmen entspricht nicht dem gängigen Beziehungsmuster.

Wir haben innerhalb unserer Welten identische Entwicklungsmöglichkeiten, um unsere Potenziale zu erkennen und auszubilden. Auch in unserer Welt gilt, dass wir unsere schöpferische Kraft wirken lassen können, indem wir uns als Handelnde und Fühlende wahrnehmen.

Stellen wir Befremdung fest, so dient uns unser festes Beziehungsband als Übungsfeld für die eigene Entfaltung. Im Umgang miteinander stellen wir fest, wo wir (an-)stehen, und wohin wir gehen wollen. Wir selber sind die Akteure unserer Werte- und Wesensentfaltung, dementsprechend haben wir die Qualität unseres Femdom-Lebens zu verantworten.

Dass wir Menschen diese Entscheidungsfreiheit und Fähigkeit besitzen, unterscheidet uns von anderen Wesen und macht uns gerade zu etwas Besonderem.

Sowohl das Dankbarkeitsgefühl für das, was sein darf, als auch die Anspruchshaltung , dass wir überhaupt auf Nichts einen Anspruch haben, müssen wir uns nicht nur vergegenwärtigen, sondern im täglichen Umgang durch Wort und Tat wertschätzen.

Duplizierung statt Substitution

Die Herausforderung einer virtuellen Abrichtung besteht unter anderem darin, den großen Wert der Duplizierung gegenüber der Substitution zu erkennen und entsprechend zu leben.
Es geht nicht um DAS EINE ODER DAS ANDERE, sondern es geht um den Wert der Verdoppelung der Lebenswelten.
Beide Welten im Gleichgewicht wahrzunehmen und beide mit Leben zu befüllen, mag zunächst eine Herausforderung darstellen. Doch nur innerhalb des wahrhaftigen Erlebens beider Realitäten findet Entwicklung und Befriedigung des Seins statt.

Erlernt hat jeder Einzelne zunächst das Wahrnehmen und Leben einer einzigen Realität.
Doch,wenn die Tatsache besteht, dass Jeder seine eigene Realität kreiert,dann ist es folglich gleichzeitig möglich, auch ohne zugeordnete psychische Krankheitsbefunde, seine eigene Realität zu duplizieren und sich darin unabhängig neu zu formen.

In unserem Fall forme ich meinen sklaven – wohlbemerkt mit seinem Einverständnis – entsprechend meinen Vorstellungen. Ich blühe in der Führungsrolle auf und bade förmlich im Empfangen seiner devoten Haltung . Sein Streben besteht darin, neben seiner Ausrichtung auf mich, mir seinen Respekt,seine Hingabe und seine Demut in Form von Folgsamkeit darzulegen. Es braucht dafür weit mehr als nur seine Bereitschaft ,es braucht eine unglaublich große innere Sehnsucht, ein Wollen und eine vertrauensvolle Grundlage.
Aus dieser intrinsischen Motivation heraus ist ein Leben in Dualität möglich. Erst dann ist das Entstehen und Wachsen einer Parallelwelt gewährleistet.
Es gibt keinen Grund etwas aus der virtuellen Welt zu substituieren – ganz und gar nicht, sondern auf der Grundlage der Existenz und Annahme der Realitäten, können sich folglich beide Welten immer im Genuss befinden. ENTWEDER – ODER tritt hier überhaupt als keine zu diskutierende Frage auf. Beide Welten erfordern lediglich Präsenz,welche auf das Wollen gründet, und im WIE entwickelt sich dann die Vielfalt wachsender Kreativität.

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Mein Blick

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Du bist nicht Mittel zum Zweck. Ich probiere mich nicht an dir aus, treibe dich nicht wie ein Stück Vieh vor mir her, nur um meine Selbstverwirklichung zu vervollständigen.
Dieses Bild realisiert sich lediglich im Lustspiel, da gefällt mir deine kriechende unterwürfige Position. Dein sabbernder Lecklappen, der Anblick deines schweißbenetzten Oberkörpers, dein Schnaufen und Schwanzwedeln.
Ich finde mich im allgegenwärtigen gegenseitigen Austausch, dort erst kann ich meinem Selbst weiter nachspüren und es ausbauen. Nur in der bewussten Wahrnehmung deiner Person, in der gemeinsamen Teilung, der Integration, in einer Art Synergie auf allen Ebenen habe ich Freude am gemeinsamen Wachstum unserer Femdom-Welt.

Was fasziniert mich an Fesselungen?

Es ist zunächst der Vorgang an sich. Ich bin eine Anfängerin in Sachen Bondage, weiß lediglich die Gefahrenpunkte zu berücksichtigen und habe Spaß, mich auszuprobieren.
Es verhält sich ähnlich, wie mit Robinson auf seiner Insel, der mit den Jahren sein Tun perfektioniert hat, nur, dass er dies nicht an lebenden Objekte erprobt hat.

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Lebend meint Subjekte, die innerhalb ihrer Benutzung zum Objekt werden.

Im Prozeß der Fesselung erlebe ich Momente, die für mich perfekt sind, die in mir ein einzigartiges Besitzgefühl auslösen. Hinzu kommt das bewusste Wahrnehmen der Spannungsfelder von Verletzlichkeit und Hingabe, von Anspannung und Entspannung.
Und das ganz Besondere an dieser Art der Begegnung ist der gemeinsame ekstatische Lustgewinn.

Das Leitmotiv bewusst machen

Im Alltäglichen gibt es durchaus Momente,in denen ich das Überbordende meiner sklavenSau zulasse. Mir ist persönlich sehr daran gelegen, wenn sich sein Potenzial innerhalb seiner von mir festgelegten Grenzen nach und nach freilegt. Dies fördert nicht nur seine submissive Weiterentwicklung, sondern auch sein sklavisches DA-SEIN.

Es braucht meine Präsenz und Geradlinigkeit, um ihm Sicherheit zu vermitteln und sein sklavisches Vertrauen zu festigen.
Meine Bekräftigung und meine beständige Haltung sollen nicht nur Mut machen, sondern ihm gleichzeitig die Angst nehmen, wenn es darum geht, seine Betrachtungsschärfen neu zu justieren.
Entwicklungsprozesse brauchen Zeit. Verhaltens- und Handlungssteuerungsmechanismen, welche überwiegend unbewusst ablaufen, können mit dem bewussten Denken gekoppelt werden und in eine gefestigte sichere sklavische Haltung münden.
Wenn Fühlen, Denken, Handeln und Sprache in einem kohärenten Zustand zueinander stehen, ernte ich das, was meiner eigenen Grundhaltung entspricht, und zwar Authentizität.
Unter dem Gesichtspunkt kann ich alles ganz wunderbar einordnen und genießen. Dann erreichen mich Lustgaben nicht nur im Kopf, sondern werden für mich auch in meinem Körper fühlbar.

credit: eigenes Foto, Bearbeitung durch den diener der SHI

Am Beispiel der Arschfotzenstopfung meiner sklavenStute kommt inzwischen deutlich seine sklavische Authentizität in Sachen Lust zum Vorschein: Ich ordne für die Verfügbarkeit seiner Arschmöse den Einsatz seiner Finger an. Diese haben in der Anzahl gesteigert, in ihn einzudringen und sein strammes enges Löchlein zu dehnen. Setzt er diese Anordnung diensteifrig und fühlbar um, übersetzt er darüberhinaus Lust in Sprache, rapportiert er in der Folge, gemäß meiner Vorgaben, brav seine Umsetzung, so bekommt meine sklavische LustSau zur Belohnung nicht nur einen fetten Schwanz von mir für das weitere Training seines Arschfötzchen angeordnet,sondern wird mit meiner Zufriedenheit belohnt. Und genau darin sollte am Ende seine eigentliche Befriedigung liegen: Die Stimulierung seiner Unterwerfungssucht ist das eine,viel wesentlicher jedoch ist die Befriedigung meiner Bedürfnisse. Darin kann für ihn erst die wahre Erfüllung seiner wahrhaftigen ganzheitlichen Bestimmung liegen. Dies muss sein Leitmotiv werden und auf diesem Weg führe ich ihn.