Blog

Klarheit

Von Anbeginn an hattest Du den klaren Blick auf mich. Du hast mich erkannt und gewusst, was Du willst und wer ich bin. Die Werkzeuge, um so mit mir arbeiten zu können, haben wir uns mit der Zeit angeschafft. Ich habe mir die Wirkung auf mich vorstellen können, habe mir Abrichtung gewünscht und dabei immer gleichzeitig das flaue Gefühl mit hoch kommen lassen müssen, dass es unerreichbar bleibt, diese Unterwerfung wirklich leben zu können.

Die grosse Illusion lag über all meiner Lust, meinem Verlangen, und machte aus der Sehnsucht eine Qual.

Und nun? Mache ich mir nie mehr Gedanken darüber, ob es diese Frau für mich geben könnte. Diese Frau fragt vor allem mich mit Recht, wo denn meine Konsequenz bliebe?

Und wann immer ich im Flow meiner Unterwerfung leben und dabei aufblühen kann, spüre ich, wie sich alles, alles für mich erfüllen kann. Und das Ergebnis ist nicht die Sensation reinen Glücks, die so für sich fast nicht auszuhalten wäre, sondern das Alltagsempfinden, in dem es Platz geben soll für die tägliche Anbetung und Bekräftigung, für das erlöste Fragen nach dem Glück der anderen, der einen anderen, die meine Göttin ist.

Liebe gibt Energie

Unsere Energie, unser Willen zur Findung und Verbindung ist immer wieder gegenseitiges Geschenk.

Wir wollen verstehen, wir wollen schenken, wir lieben.

Und wir wollen uns finden. Jeder will dem andern helfen, sich zu finden und darin aufgehen zu können.

Nichts ist sicher, und doch…

In Zeiten, wie ich sie gerade erlebe, bekommt man ein Gefühl dafür, dass nichts wirklich sicher ist. Das Leben ist ein Geschenk. Geborgenheit genau so. Wir können allerdings einiges dafür tun – und selber Verlässlichkeit anbieten – so, wie Du es in unnachahmlicher Weise machst und mir schenkst.

Tatsächlich glaube ich, dass die Verbindung von Herrin und sklave uns in unserer Bindungsstärke zusätzlich unterstützt. Und dass unser starkes Band auch deshalb so fest ist, weil wir immer nach Wegen suchen würden, es fühlen zu können – so sehr hilft es uns, uns zu verwirklichen, uns tiefe Lust fühlen zu lassen, und auch diese schafft Geborgenheit. .

Wirklich bei mir

Wenn ich meinem Wesen folge, wenn ich Konventionen, Sozialisation und falsche Zivilisation überwinde, wenn ich beherzige, dass nur Deine Moral mein Gradmesser ist, wenn ich also eintauche in die Welt des sklavischen Lustnutzviehs, wenn ich mich bedingungslos unterwerfe – dann, ja dann hasse ich mich nicht etwa, nein, im Gegenteil. Dann bin ich im Reinen mit mir, sehe mich gar an, mir zu, und nichts daran stört mich. Meine Welt ist klein und dennoch riesig, ich habe in allen Belangen Führung und ganz einfache Aufgaben, die sich nie erschöpfen.

Ich kenne meinen Platz, werde darauf abgerichtet und geniesse meine klaren Aufträge, geniesse die immer wiederkehrende Erfahrung, dass Du, meine Herrinfrau, mich genau so erwartest und genau so weiter konditionieren will.

In meinem bürgerlichen Leben stehe ich oft neben meinen Schuhen. Ich nehme Verantwortung wahr, ich führe oft selber, ich springe in Breschen und bin pflichtbewusst. Ich funktioniere nach aussen perfekt und „stelle meinen Mann“. Aber wirklich bei mir bin ich nur in Fesseln, in der Disziplinierungsmaske, im befreiten konzentrierten Dienst für Dich.

Wichsen und spritzen

Wenn ich mir schon anmasse, über den Vibrator und die weibliche Lust daran zu schreiben, so gehört dazu selbstverständlich auch der Beitrag über das Wichsen und Spritzen von uns Männern. Diesem Auftrag meiner Herrin folge ich hiermit umgehend.

Bei Dir, meiner Herrin, habe ich gelernt, keine Hemmungen vor dem Wichsen vor Dir zu haben – aber ich glaube, dass „wir“ Männer das in aller Regel auch schlicht für uns allein tun, abgeschieden, allenfalls mit Pornokonsum angeregt – aber es ist eine Privatveranstaltung, und gerade für die Männer geht es dabei um den Druckaufbau UND die Entladung. Ein Wichs ohne Spritzen ist keiner? Ich habe diesen männlichen Drang nach Erguss nie verstanden, den männlichen Orgasmus verglichen mit dem, was Ihr Frauen erleben könnt, immer kümmerlich gefunden. Das siehst Du nur schon am Danach… Männer können sehr schnell an die nächste Zigarette denken oder die Sportveranstaltung – unsere Spannung ist oft im Nu weg und man könnte meinen, wir wären plötzlich ein anderer Mensch. Wir schwimmen auch nicht auf unserem Höhepunkt, können ihn kaum verlängern. Für mich ist darum guter Sex nie davon abhängig gewesen, ob ich gekommen bin – sondern welche Reise ich mitmachen durfte. Dies habe ich immer als einen recht weiblichen Gedanken empfunden – und erst als Diener und sklave fand ich die Personifizierung, in der ich darin aufgehen konnte mit Überzeugung und Natürlichkeit.

Und WIE wir wichsen! Sehr mechanisch – mit den gleichen Bewegungen während Jahrzehnten, bis da eine Frau kommt, die den eigenen Schwanz plötzlich ganz anders in die Hand nimmt und zeigt, dass Mann sich auch ganz anders, zärtlicher, sanfter berühren, reiben kann… Es ist schon geradezu traurig, wie schlecht ich meinen eigenen Körper kannte! Und ich bin sicher, ich bin damit nicht allein.