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Nicht wirklich so fremd

Eine Art innere Immigration gehört beständig zu meinem Leben, und dabei mache ich es nicht nur mir selber schwer, sondern selbst den nächsten meiner Menschen. Die beständigste Erfahrung, die ich mache, ist jene, irgendwie merkwürdig zu sein, anders, komplex. Das mag mich interessant erscheinen lassen – aber es ist auch Grund für meine innere Einsamkeit.

Was wäre, wenn? Es ist die quälendste und unnützeste Frage, die ich mir überhaupt stellen kann. Und sie taugt nur dazu, mir offen zu legen, welch Aufruhr in mir herrscht. Genau so, wie man sich zwar Pläne zurecht legen mag und versuchen, sie zu verwirklichen. Aber jeder Plan ist erst mal nur dafür gut, einem zu zeigen, was man vermisst, ersehnt, sich wünscht. Pläne werden Makulatur, Hoffnungen werden enttäuscht, und selbst enttäusche ich auch. Das Einzige, was wirklich weiter hilft, was jeden Tag versucht werden darf, ist, im Jetzt zu leben.

Also darf ich auch morgen meine Herrin begrüssen, Ihr einen guten Tag wünschen, Ihre Worte empfangen, mit Ihrer Führung durch den Tag gehen, meine Stellung einnehmen, suchen, fühlen. Ich habe einen Platz, ich bin für einen Menschen, was ich für einen Menschen sein will. Wir können es zwar nicht frei leben, aber wir können es spüren, uns spüren, und fühlen, dass es Entsprechung zu einem Partner gibt, wie wir es nicht für möglich gehalten hätten.

Also kann ich gar nicht so komisch, so fremd, so komplex sein, denn wer kann schon wie ich sagen, dass er von einem Menschen in seinen verdeckten Seiten komplett verstanden wird? Diese Chance der emotionalen, seelischen Heimat wurde mir geboten, und ich habe sie nicht verpasst. Nun will ich meine Hütte auf diesem Flecken Erde bauen, und jeden Tag das Feld bestellen, aus dem wir uns ernähren können – und die Nahrung essen, die Du für mich bereit hältst.

Zauber des Gehorsams

Ich möchte Gehorsam lernen, Herrin.
Ich möchte ihn tief in mir verankern.
So dass es niemals mehr Widerspruch von mir gibt,
diese Fratze meines jämmerlichen Stolzes.
Ich will Deine Gnade, Deine Güte, Deine Liebe nie beleidigen.
Du willst mein Bestes, verfolgst nur die Verwirklichung meines Wesens.
Lebe ich meine Unterwürfigkeit, meine Devotheit, lege ich mich Deiner Macht zu Füssen,
so blüht meine Kreativität, bekommt mein Leben einen wahrhaftigen, erdigen Sinn:

Kein Himmelreich muss warten, meine Göttin ist real und schenkt mir ihr Lächeln, wenn ich sie glücklich mache. Ich fühle Zärtlichkeit, Berührung, und darf küssen, knien, umarmen und aufsehen zu einem Menschen, der bereit ist, stets Mitverantwortung für mich zu tragen…

Ich denke an die Ferienlager meiner Kindheit, wenn eine Betreuerin mich für mein Betragen lobte, wenn ich spürte, dass ich gefiel und mein Herz mir dabei aufging. Das Trauma, das ich damals zu überwinden begann, habe ich spätestens durch Dich ablegen können. Es war eine lange Reise, aber ich bin dort ausgestiegen, wo ich glücklich sein darf – und ich muss diese Schublade nie mehr öffnen. Es gibt nichts mehr zu entschuldigen oder zu vergeben und kein Verhalten zu begründen oder zu verstehen, warum es ungebührend ist. Ich kann Verantwortung für mein Handeln tragen, und es in die Obhut einer wahrhaftig liebenden Herrin legen.

Er ist Dein Eigentum

credit: submissed.com – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wie viele verzweifelte einsame Wichser hatte ich eigentlich gar kein Verhältnis mehr zu meinem Schwanz. Er wurde nicht gebraucht, niemand fragte nach ihm, und womöglich war da sonst auch nur Angst, er könnte nicht genügen. Er erfuhr von mir nur die immer wieder gleiche Berührung und Bewegung, ein fast mechanischer Vorgang.

Seit Beginn, seit dem ersten Tag meiner sklavenschaft und Abrichtung zu Deinem leibhaftigen leibeigenen Lustsklaven ist das anders. Nun habe ich tatsächlich keinen Schwanz mehr. Er gehört Dir, meiner Herrin. Ich fasse ihn nur an, wenn Du es erlaubst, ich wichse nur mit Einverständnis und ich spritze niemals ab, ohne Deinen ausdrücklichen Befehl oder Dein Erhören meines Bettelns. Und ich werde nie mehr in meinem ganzen Leben eine andere Frau ficken als Dich. Dir aber habe ich mit meinem ganzen Körper zu dienen, mit meinen Löchern, meiner Zunge, mit Deinem Schwanz.

Du gestattest mir sehr selten,obwohl du sie liebst, meine Abmelkung, und das aus gutem Grund: Denn wenn ich leer gewichst bin, schlaffe ich auch mental gerne ab und verliere die lüsterne Virilität, die ich Dir täglich, jederzeit, immer schulde. Aber Du förderst mein Wichsen, liebst es, mich immer wieder hoch zu treiben, und ich werde zu einem neuen, sinnlichen Menschen, zu Deinem sklavischen Werkzeug für Deine Lust und Freude.

Die Kette um den Hals

Seitdem Du mir die Kette mit Vorhängeschloss um den Hals gelegt hast, eine so simple, klare und eindeutige Botschaft meiner sklavenschaft, kommt es immer wieder vor, dass Du mich daran zu Dir heran ziehst, runter ziehst, mich scharf an Deine Flanke befielst…

Ein sklave eben, der jederzeit angekettet werden kann, der geduldet wird in der Gegenwart seiner Herrin, oder – welch Glück – gesucht, gewünscht.

Doch immer ist da die Gewissheit, dass Eigentum keinen Willen hat, ewig währt und Du mich besitzt, dieses Eigentum ausübst und Deine Vorstellungen davon die Realitäten meines Lebens sind.

Das Leben als Reise

Das Leben ist eine Reise. Das versinnbildlicht die immer wieder erfolgende Veränderung und Wandlung. Selbst wenn wir jahrzehntelang mit den gleichen Lieben am gleichen Ort leben, werden wir immer mal wieder verwundert eine Veränderung feststellen, die plötzlich komplett deutlich vor uns steht. Es ist schön, es ist sehr schön, auch dann auf der persönlichen Reise getragen zu werden von Beständigkeiten, die gerade in Beziehungen liegen können, in Unverrückbarkeiten, Verlässlichkeiten, die immer gelten, ihre Lebendigkeit behalten, ja aus sich heraus sich erneuern und weiter und immer weiter verfestigen. Die Beziehung zwischen Herrin und sklave ist geradezu gemacht dafür.