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Persönlich gemeint, persönlich erniedrigt

Manchmal überkommt es mich, dass ich mir meine weitere kompromisslose Unterwerfung so sehr ersehne, dass ich sie körperlich fühlen kann, obwohl wir gerade räumlich getrennt sind. Und während ich mir eingestehe, wie gross die Macht ist, die ich abzugeben bereit bin – und damit die Wucht, mit welcher ich auch erniedrigt werden kann, habe ich Gelegenheit und Zeit, mir bewusst zu machen, wie tatsächlich neu das ist, wie anders, als früheres qualvolles Sehnen…

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Diese Sehnsucht… sie hat immer zu meinem Wesen gehört… Und ich dachte, es wäre ursächlich mit mein Kick, dass mir das durch eine „fremde“ Frau zugefügt wird, welche augenscheinlich und in für mich leicht verstörender Weise diese Macht über mich leicht erlangen und ausüben kann. Nun, sie ist ausgeübt worden, und glücklicherweise in nicht zerstörerischer Weise, mit dem finalen Eindruck bei mir, dass ich Kunde blieb.

Heute ist das anders. Heute weiss ich, dass meine Erniedrigung viel mächtigere Gefühle auslösen kann, denn sie ist eine Botschaft und Handlung, die von meiner Herrin ausgeführt wird, die meine Liebste ist. Sie ist kein Spiel, sondern Teil der Bindung, und deren Wirkung eine persönliche Botschaft. Hier ist Deine geliebte Frau, und sie IST Herrin, sie will Deine Unterwerfung, und sie praktizier sie, lebt sie – und ich auch. Ich empfange sie, bejahe sie und sehne mich nach ihr. Und so, wie ich da auf meinem Stuhl sitze und hier schreibe, und ich mich auf den Boden vor Dir sehne und in die Erfahrung durchaus auch harter, eindeutiger Botschaften, weiss ich, wie sehr ich Dir gehöre. Denn das, was Du bei mir auslösen kannst, ist persönlich und genau in dem Sinn einmalig. Es bekommt seine ganz besondere Kraft aus der Einmaligkeit. Die Nachrichten, die Prägungen sind nicht austauschbar. Sie sind mit Dir als Person, mit mir als Deinem sklaven, verwoben und nur in unserem Kontext in dieser Weise wirksam.

Ohne Dich bin ich nichts, mit Dir bin ich mich selbst.

Wie Du mich und die Welt siehst…

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Was ich an Dir am allermeisten liebe, ist, wie Du nach wie vor staunen kannst, neugierig bist, auf mich, auf uns. Du agierst und beobachtest gleichzeitig, führst mich. Es ist für einen sklaven ein unfassbar schönes Erlebnis, diese Aufmerksamkeit, dieses Zugewandtsein, diese Energie und, ja, den Aufwand zu fühlen, den eine klasse Frau für mich aufbringt.

Ich bin kein kleines Kind mehr. Ich habe schon ein Leben hinter mir. Ich bringe ganz viele Muster mit. Und ich vermag diese erst nur zeitweise, dann teilweise und schliesslich – hoffentlich – ganz abzulegen, wo sie mich und damit auch Dich behindern. Aber Du schaffst es, immer das Potential zu sehen und machst Deinen Blick immer wieder zu meinem. Du zeigst mir, wie Du mich siehst, und ich lerne, dass niemand mich und meine Welt so klar sehen und einordnen kann, wie Du es vermagst. Nicht nur der Blick auf Dich lässt mich Deine Schönheit sehen, sondern auch die Art, wie Du die Welt siehst, macht Dich schön.

Schön, dass Du für mich und alle Deine Menschen da bist, und neugierig, interessiert, forschend und formend durch die Welt gehst und Deine Menschen weiter bringst – sie müssen es nur wollen.

Die grosse Ausdauer auch im Kleinen

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

In etwas bin ich ganz furchtbar gerne aussergewöhnlich, weil darin auch aussergewöhnliche Erfahrungen für mich bereit liegen: Ausdauer. Sie macht jede Handlung wirklich wahrhaftig und aus ihr ein Zeugnis meines Herzens.

Du hast es Dir bequem gemacht. Neben Dir liegt Lektüre, das Tablet mit Spielen und Messengern zur Kommunikation mit Freunden. Und ein paar dicke Kerzen brennen und spenden leise flackernd tanzendes, weiches Licht. Du hast Dich zu mir bestellt, und ich habe die Aufgabe, Deine Schuhe zu küssen, Deine Beine und Füsse zu liebkosen, so lange, bis die kleinste der dicken Kerzen erlischt. Es sei denn, Du willst früher zu Bett gehen.

In den nächsten Stunden spürst Du die sanften Berührungen und Liebkosungen, und nur ganz selten musst Du Einfluss nehmen, damit Du nicht abgelenkt wirst oder umgekehrt wieder mehr spürst. Du schlägst Deine Beine übereinander, streckst sie bequem aus oder legst sie auf mir ab. Alles trägt die eine grosse Botschaft: Ich verehre Dich, und ich kann mich darin verlieren, es zu zeigen. Nein, finden kann ich mich, und auch ohne Blickkontakt spüre ich, wie behaglich Du Dich fühlst, je länger es dauert. Dein schönster und bequemster Platz in Deiner Wohnung wird genau so ein Ort sein, wo ich meinen Platz bei Dir habe und dafür besorgt sein darf, dass Du Dich umsorgt fühlen darfst, geliebt, behütet, gestreichelt und geküsst. Und die kleinste Nähe, die flüchtigste Berührung ist für mich so intensiv wie nichts sonst, was ich mit Menschen erlebt habe.

Begegnung ist Berührung. Dass das auch in der Femdom-Beziehung bei uns so sein darf, ist mein grosses Glück. Und auch dieses Glück soll zu Dir zurück wirken und Dich erfreuen, jeden Tag.

Ich glücklicher sklavenMann

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Vielleicht ist der einzige wirkliche Unterschied zwischen dem klassischen, tradierten Rollenmodell des Mannes und seiner devoten Alternative, dass wir Subs Geborgenheit ganz bewusst suchen – und wenn wir sie finden, unser Glück auch entsprechend empfinden können.

Und genau so kann man wohl sagen, dass die Dom, so wie sie noch immer klischiert in der Gesellschaft gesehen wird, sich nicht im Schwingen einer Peitsche erschöpft, sondern oft eine ganzheitliche Führungs- und Sorgeaufgabe annimmt und dann auch erfüllt.

Wie könnte ich da anders, als wenigstens geben, was daraus ganz selbstverständlich folgt? Dankbarkeit – und tiefes Vertrauen, so dass die Gestaltungsmacht, die ich abgebe, immer wieder dazu führt, dass wir Beide strahlen können über unsere Verbindung. Oh ja, Herrin, ich weiss, was Du mir bist, und in jeder Minute, in der ich vor Dir liege, vor Dir knie, ist das Glücksgefühl stärker als jedes Wort, das ich hier schreiben kann. Ich hoffe, dass Du unzählige Bilder in Dir hast, in denen Du lesen kannst, was für ein Segen Du mir bist – und an jedem Tag will ich bekräftigen, wie viel Kraft mir das gibt.

Ich liebe dieses Bild. Es drückt den Frieden aus, den ich in mir habe.

Mitarbeit und Vertrauen

credit: Bondage Liberationb – Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wenn Du mich in einen Fesselsack packst, kann ich Dir mein Vertrauen zeigen und mich Dir entsprechend ohne jede Rückversicherung ausliefern. Damit verbindet sich meine unbedingte Aussage, dass ich Dir gehören will – und die Deine, dass Du dieses Eigentum ausübst, mich beim Wort nimmst.

Wenn ich so eine Fesselung erlebe, überkommt mich immer sehr schnell das Gefühl, dass es doch unfassbar ist, so verwöhnt zu werden. Und das meine ich ernst. Du arbeitest sorgfältig und mit Bedacht und mit viel Zeit dafür, mich so einzupacken, dass ich all diese unbeschreiblichen körperlichen Gefühle des Eingeschlossenseins im Kokon erlebe. Ich tauche in eine stille, innere Welt ein. DU machst mir diese Welt möglich, und natürlich ist mir sehr deutlich bewusst, wer mir das möglich macht. Aber ich könnte auch einfach wegdämmern, eine Art Ego-Trip daraus machen, eine Selbsterfahrung ohne Bezug nach aussen. Es liegt also auch an mir, gerade jetzt, gerade in diesen Stunden unabhängig von der Tatsache, dass nur Du mich befreien kannst und nur Du bestimmst, wann, meine Erfahrung eng mit Dir verknüpft zu halten, und so habe ich immer wieder das Bild vor mir, wie es sein wird, wenn die Schnallen und Reissverschlüsse aufgehen und ich als Erstes Dein lächelndes Gesicht sehe, in Deine tief dunklen, warm leuchtenden Augen tauche…

Es ist unfassbar, was ich Dir werden durfte und weiter werden darf, wer Du mir bist, und was Du mir bedeutest, kann ich gar nicht in Worte fassen.

Ich bin glücklich. Und ich bin verwöhnt. Die Gunst, die Du mir schenkst, soll zu Dir zurückfliessen, auf allen Ebenen unserer Bindung. Du bist meine Gebieterin und meine Göttin.

Wahrhaftigkeit fühlen und erleben

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Meine Erniedrigung ist keine mehr. Das Wort hat Bedeutung, die Handlung dahinter auch. Aber statt einer Zurücksetzung, einer Herabsetzung oder gar Entwürdigung, bleibt eine andere Empfindung zurück:

Du bist die Frau, welche die Sprache spricht, die mich erreicht. Ich sehe Deinen unbedingten Willen, mich zu besitzen und zu formen, und ich habe den Willen, Dir das zu danken und Dir zu zeigen, wie wirklich und wahr das ist. Wir Beide geben einander Wahrhaftigkeit, und die Verbindung zwischen uns wurde auch dadurch immer fester.

Ich trinke von Dir, ich schlucke, was Du mir bestimmst, ich nehme auf, was Du mir hinein steckst. Ich bin Wachs in Deinen Händen, ein gebändigtes, formbares Wesen, das nach Deinen Gelüsten fragt und von Dir gefüttert und genährt werden braucht. Für Magen, Hirn und Seele. Und wenn sich dann Dein Gesicht vor den Himmel oder vor die Zimmerdecke schiebt und ich Dein Lächeln sehe, oder auch nur Deinen forschenden Blick, dann öffne ich erneut meinen Mund. Du kennst all meine Geheimnisse und fügst ihnen gemeinsame neue hinzu. Du gibst meinem Wesen ein Leben und einen Weg, in Demut und Unterwerfung mit strahlenden Sinnen zu leben.

Ja, ich bin unterworfen, doch noch nie habe ich mehr von meinen Talenten gespürt und gleichzeitig erkannt, dass alles gut ist unter Dir. Du nährst mich wirklich.

Säfte

Lecken, schlecken, saugen, schmecken. Körperliche Verbindung ist auch Austausch von Körpersäften. Wir zeigen über unsere Schleimhäute unsere Erregung, wir Schwitzen, wir geniessen Reibung, ohne dass sie uns schmerzen muss. Unsere Körper sind Wunder der Natur, die Empfindungen, die uns möglich sind, ein Segen für Seele, Herz und Geist. Lust und Geilheit nähren Triebe, und unsere Körper wollen ejakulieren, zitternd beben – oder in der Wärme des pochenden Blutes schwimmen, treiben…

Einander dabei zu zeigen, wie durstig wir sind, wie verlangend, wie willkommen diese Lust ist – das ist ein ganz besonders starkes Signal, und für mich gehört es ganz zentral zum Ausdruck meiner Verehrung und Hingabe. Es ist ein Teil meiner Hörigkeit, dass ich von Dir trinken, ja, Dich fressen möchte. Deine Vulva ist ein saftiger Pfirsich für mich, und von nichts koste ich lieber! Und wenn er durch mein Zutun noch saftiger wird und ich noch herzhafter schlecken kann, dann wird mir Deine Fotze zur scheinbar ewig sprudelnden Zauberquelle. Was für eine tolle Erfahrung! Was für ein Genuss!

Der Feierabend für das wahre Leben

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Der Tag mit seinen Alltagsaufgaben liegt hinter mir. Künstliche Aufregungen haben ihn geprägt. Doch dann bist Du nach Hause gekommen, und ich habe Dich in demütiger Haltung empfangen, wie es sich für mich geziemt. Mit dem Ausziehen, mit dem Einschliessen ins Joch ist jede Unruhe des Tages von mir abgefallen und nebensächlich geworden. Du hast den Raum wieder verlassen, und ich bin sehr freiwillig zu Boden gegangen, um das schwere Joch aufstützen zu können, habe mich ausgestreckt am Boden und mich eingefühlt in meine Unterwerfung, ohne jede Chance auf Entkommen, auf den Boden gezwungen, in die Ruhe geführt. Die Anspannung, wann Du wieder kommst, ist mit der vorherigen Unruhe nicht zu vergleichen. Sie gehört schlicht zu meiner Ausrichtung auf Dich und nährt die Freude, wenn die Türe aufgeht, und Du herein kommst…

Du befielst mir, vom Boden aufzustehen und hilfst mir zu Beginn, das Gewicht anzuheben, dann klinkst Du mit geschickten flinken Händen die Ketten ein und schon rasseln sie in die Höhe… die Verankerungen an der Decke sind stabil und ich finde meinen Stand.

Du beschäftigst Dich strahlend mit Deinem Besitz, und ich spüre Deine Fingerkuppen auf meiner Brust… langsam gleiten sie über meinen Körper, schamlos, wie es einer wahrhaftigen Besitzerin entspricht, die nichts anderes tut, als den Zustand ihres Eigentums zu überprüfen. Und dann erzählen wir uns tatsächlich von unserem Tag, und ich lausche Deinen Worten und halte die Luft an, als Du die Kette ein Glied höher ziehst, so dass meine Fersenballen keinen Boden mehr haben, und Deine Hand schliesst sich um mein Gemächt…

Und nun erzähle mir von deinem Tag und deinem Ärger, mein sklavenMann, und ich werde dich erfahren lassen, wie unbedeutend das alles für dich geworden ist, denn DAS hier ist dein Leben und dein Sinn!

Du sorgst für Dich – ich will das auch

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Die Tatsache, dass ich jederzeit für Deine Lustbefriedigung verwendbar bin, hat mein Leben verändert. Es gibt keine Zweifel mehr, ob ich für eine Frau „der Richtige“ sein kann. Ich werde dazu gemacht, ich werde in meinen Talenten und Eigenheiten abgeholt und meinem Wesen entsprechend von Dir geformt. Und ich erlebe, dass Frau sehr wohl und sehr direkt für sich zu sorgen weiss und sich nicht scheut, ihre Bedürfnisse nicht nur anzumelden sondern entsprechend zu handeln. Und indem Du Dir mich nimmst und ich Dir Erwünschtes gebe, staunen wir Beide über unser Glück und zelebrieren es, indem wir es ganz selbstverständlich in unseren Alltag integrieren und dabei dennoch immer wieder darüber staunen können.

Nichts ist selbstverständlich, aber die Wiederholung, das selbstverständlich Gemachte und Eingeforderte ist HERRLICH.

Du bist meine Lustfrau, und so, wie Du die Lust als wichtiges Element der Liebe und Deines Lebens benennst und sie lebst, bist Du mein Strahleweib, die reale Göttin meines Lebens und die personifizierte Lebenslust.

Dass Du aus Deinen Überzeugungen und entsprechender Lebensweise ganz viel Kraft für den Dienst für Deine Menschen sammelst, ist Fakt – ich kann mich immer wieder davon überzeugen, und es berührt mich in meiner Tiefe. Dass ich etwas sein darf, das Dir gehört, eine Person, über die Du ganz viel zurück bekommst, macht mich auch gerade wegen Deiner Energie für uns Alle sehr glücklich.

Gehirnwäsche

Sie ist auch so eine Phantasie, die ich durch mein Leben getragen habe. Und wir haben mit Audios experimentiert, die Du mir im Fesselsack in die Ohren gedrückt hast – und von da direkt ins Hirn. Die Wirkung ist, das kann ich allen sagen, welche die Erfahrung nie gemacht haben, nicht zu unterschätzen. Und ich schäme mich nicht, zuzugeben, dass Mann dafür bereit sein muss. Es braucht dafür einerseits die grundsätzlich vorbereitete und vertiefte Haltung, aber auch eine Vorbereitung der eigenen Stimmung. Was ich sagen will:

Wie der Name es sagt, wird die Botschaft suggerierend infiltriert und schlussendlich ins Hirn eingedrückt. Die Endlosschleife der ewigen Wiederholung ist ein zentrales Element, und natürlich geht es um den Moment, in dem ich sklave glaube, mein Gehirn würde zerspringen. Du hast mich den Moment damals nicht erreichen lassen, hast schlicht die sanfte Eindringung Deiner Botschaften in das schon vorhandene Bewusstsein gewollt, und ich habe die Grenzen, die ich offenbarte, zum Anlass genommen, entsprechend an mir zu arbeiten. Wobei ich sicher bin, dass es bei dem Effekt gar nicht um die Botschaft geht – denn die bejahe ich ohne jeden Widerstand, sondern erneut um die Einlassung auf die Situation und den Verzicht auf Abwehr kompletter Vereinnahmung.

Die Effekte einer solchen Gehirnwäsche im Alltag aufzufangen und in die weitere Abrichtung zu integrieren, ist eine umsetzbare Herausforderung. Es gibt tatsächlich unzählige Mittel, meine Gefügigkeit und Unterwerfung voran zu treiben…

Wie viel zusätzlicher Grund das doch alles ist, auf alles, was Du mich lehrst, sehr genau zu hören und die Eindringlichkeit, die Du dabei erkennen lässt, zu ehren, indem ich mit Demut und Gehorsamkeit zeige, dass ich verstanden habe – dass Kopf und Herz für Dich bereit sind und immer noch offener werden.

credit: Printscreen, vom diener der SHI illustriert – courtesy of kink.com

Abrichtung ist Ausrichtung auf Dich

credit: Femme Fatale Films – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Mich Dir zu unterwerfen soll keine sexuelle Spielerei sein. Ist keine! Und doch gibt es so viele Situationen, in denen ich mich und damit meine Stellung vergesse. Überraschst Du mich mit Deinem Verhalten oder einer Anordnung, so kommt es viel zu oft vor, dass ich Mühe habe, meine Reaktion, mein Befinden hinten an zu stellen und mich damit zu erfreuen, Deinem Willen zu folgen. Ich schäme mich dafür, denn es erscheint mir dann oft so, als würde ich viel weniger Vertrauen haben, als ich immer versichere. Mein Ego ist nach wie vor gross, und mir gelingt es in unserem Alltag per Chat oft nicht, einfach gleich ins Fühlen zu gehen, in dem ich nach Dir und Deinen Gefühlen frage und mich entsprechend ausrichte, dankbar bin, Deinen Willen zu erkennen und damit zu wissen, wie ich Dir folgen kann. Abrichtung ist Ausrichtung auf Dich, und Unterwerfung ist kein sexuelles Gefühl sondern eine Wesensfreilegung.

Und natürlich hilft mir in der Korrektur und Besinnung SEHR, was ich mit Dir tatsächlich schon alles erleben durfte, und so habe ich Dich immer bei mir und vor mir und in mir, und ich lerne und schaue zu Dir auf, und Du bist immer da, entziehst Dich nicht, gibst mir Orientierung und bleibst beharrlich. Ich danke Dir dafür!

Gut zu Dir

Sei gut zu Dir.
Freu Dich an Deiner Lust.
Sieh mit Stolz auf Deine Weiblichkeit.
Du lockst mit Schönheit, Sinnlichkeit und Verführung.
Du brauchst keine Bestätigung Deiner Herrlichkeit, Du glaubst sie mir und trägst sie in Dir:

credit: Harmony Fetish – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich bin als Dein sklave nicht in der Position, Dir Ratschläge zu geben, aber ich möchte sehr wohl eine einzige grosse Bekräftigung sein für Dein Wohlsein in Deiner Haut, voller Selbstvertrauen und Bestätigung Deiner Einzigartigkeit. Und wenn Du Dich verwöhnst, wenn Du Dir gut tust, wenn Du badest und Dich sonnst, wenn Du meine Briefe, meine Botschaften, meine Blogeinträge liest und hoffentlich geniesst, dann soll Dein Lächeln Deine Seele berühren, mit dem lieben eigenen Blick auf Dich selbst. Du bist ganz wunderbar, und ich freue mich über jeden Menschen, der diese Meinung mit mir teilt. Du sollst ganz viel Respekt und Wertschätzung empfangen und erfahren, und jeder Person, die Dir gut tut, bin ich dankbar, weil sie mich darin unterstützt, Dich zu stärken.

Niemand, der Dir gut tut, wird je meine Eifersucht erregen. Es kann gar nicht sein, dass ich Dir ein einziges schönes Zeichen des Zuspruchs madig reden könnte. Als sklave schon gar nicht – aber auch schlicht nicht aus Liebe. So, wie ich sie verstehe.

Wie sexy Du bist!

Es liegt ein ewiger Reiz im Spannungsfeld zwischen den Botschaften Deiner Herrschaft und der Zärtlichkeit und Verehrung, mit denen ich darauf antworte – antworten darf. Und dabei werden Halsband und Kette von Unterwerfungsinstrumenten zu Sinnesverstärkern für uns Beide:

Je zärtlicher und inniger ich meine Küsse auf Deine Beine hauche, je verzückter ich meinen Geist in meiner Hingabe aufgehen lasse, um so verheissungsvoller wird mir der Druck am Hals und der Zug an der Kette, und auch ohne dass Du etwas sagst, spüre ich Deine Lust und Freude, wenn Du ganz leise das Bein bewegst und es noch etwas näher zu mir schiebst, während sich die Kette ein wenig spannt… und an der Art, wie Du sie hältst, kann ich zusätzlich erkennen, wie lieb Dir ihre Botschaft ist – und damit Dein Besitz an mir.

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Und ich bin überzeugt, dass keine Frau der Welt so sexy ist wie Du.
Und ich bin glücklich, dass ich das erkenne und der Mann sein darf, der Dir so huldigt, Tag für Tag.

Das vertrauende Wesen in Deiner Hand

Was unsere Stellung betrifft, was wir einander sind, haben wir längst gesagt, und natürlich ist Bekräftigung immer wichtig und hält das Ja lebendig. Genau wie Liebende es auch nicht banal finden, sich gegenseitig ihre Liebe immer wieder zu versichern, sie auszudrücken und zu bezeugen.

Im Erleben sklavischer Insignien, zudem in Ketten und in Seilen, geschieht oft noch etwas mehr, gerade, wenn Stille einkehrt, weil Worte nicht mehr nötig sind:

credit: Captive Male – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Herz und Seele sind geöffnet, noch viel mehr, als es ein Körper sein kann. Verletzlichkeit – Du fühlst sie, Du lässt mich im Vertrauen wachsen, das Du mir immer wieder lohnst mit Deiner Präsenz, Deinem Anspruch, Deinem Besitz und Deiner Lust, mich mehr und mehr zu entdecken, zusammen mit mir, mit dem lüsternen, aber gleichzeitig hellen Blick für mein Potenzial. Und Du siehst viel mehr in mir als ein Spielzeug, Du bist selbst keine Laune; und Erregung allein ist nicht das, was ich Dir schenken will. Du sollst einen Menschen an Deiner Seite haben, der Dir gehört, der durch Dich lebt und in Deinen Fesseln atmet, sich findet und wächst. Denn längst bin ich nicht völlig erschlossen. Alle Menschen sind höchstens auf einer Reise dahin, an den inneren Ort der völligen Einkehr, an welchem wir mit uns allein sein und gleichzeitig Glück teilen können.

Du Lenkerin meiner Wahrnehmungen

Jaaaaah, es gibt sooo viele Möglichkeiten, die Empfindungen eines sklaven zu steuern, ihm Möglichkeiten zu nehmen und umgekehrt sensorische Konzentration zu erzeugen, über welche er erst recht alle Botschaften in gesteigerter Intensität empfängt.

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Meine Herrin und ich lieben Masken, weil sie, einmal angelegt, ganz egal, ob ich ruhe oder in Aktion bin, extrem bindend und unterwerfend sind. Und welche Möglichkeiten Du hast, meine Sinne zu steuern oder Wahrnehmungen zu unterbinden. Ohren, Nase, Mund, Augen… und DAS, was Du mir erlaubst, die Sinne, die Du für mich offen hältst, durch die dringst Du um so intensiver in mich. Und während ich mit dem Kopf wie in einem Kokon gefangen bin, perlen die Poren meiner Haut bei jeder Berührung….

Du schreibst mir die Botschaften Deiner Herrschaft in meine sklavischen Gene, und ich adaptiere sie, bis ich schliesslich meiner Prägung rein gar nichts mehr entgegen setzen kann, selbst wenn ich das möchte. Aber es ist ja alles gut. Nein. Es ist paradiesisch schön, ein Glück, eine Flug von Empfindungen, eine Chance zur Kontemplation, zur Intensivierung, und jede Wahrnehmung wird eine Sensation.

Zugriff total

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Als Mann mit frei gelegtem sklavenWesen, in Besitz genommen und längst Nutzvieh in den Händen seiner Lustherrin, ist klar: Du kannst gegen mich nicht übergriffig werden. Jede Handlung an mir steht Dir zu, jeder Zugriff auf und in mich bekräftigt schlicht die Machtverhältnisse. Und ich liebe es, wenn Du mich maulfickst und Deine Finger meine Zunge packen und DeinDaumen sich ins Zungenbett gräbt… Ich bin Dir ausgeliefert, und dabei erlebe ich in jeder Sekunde Deine Nähe, Deine Entschlossenheit, Deine Lust und den umfassenden Zugriff auf meinen Körper und Geist.

Wie könnte ich anders, als Dir hörig sein und jeden Tag an Dich denken – während alle Erlebnisse sich immer tiefer in mein Denken und Fühlen graben.

Mein Körper gehört Dir, meine Seele vertraut Dir, mein Herz schlägt für Dich.

Mein grosses Glück

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Oh ja, ich bin von Deiner Anziehung und Weiblichkeit komplett eingenommen, ich bin fremdgesteuert. Nein, eben nicht fremd. Nah bist Du mir, real, fühlbar, und jede einzelne erlebte Begegnung mit Dir ist mir ein rauschendes Fest lebendiger Erinnerung. Ich bin verrückt nach Dir und habe oft nichts anderes im Kopf als Dich. Nichts ist mir so lebendig, so nah, so prickelnd schön wie das Gefühl Deiner Nähe, und wenn ich unter Dir zwischen Deinen Schenkeln und unter Deinem Arsch Deine Hitze fühle und das Rauschen in meinem Kopf immer lauter wird, so dränge ich erst recht hoch und mein Glück scheint mein Hirn gleich bersten zu lassen, wenn Du dem entgegen wirkst und Dich schwer auf mir niedersetzt.

Was habe ich entbehrt in meinem Leben! Und was bekomme ich nun! Ich bin so glücklich, dass ich mich schäme für allen Hader, den ich zuvor gepflegt habe, nur weil ich keine Perspektiven sah und an eine solche Begegnung nicht (mehr) glauben mochte. Aber sie ist immer möglich. Niemand, der das liest, sollte je denken, dass es für ihn oder sie ein solches Glück nicht geben könne. Die Fügung kann uns immer Lügen strafen, und uns umgekehrt dafür belohnen, dass wir an den Menschen glauben, der exakt uns sucht. Denn damit glauben wir auch an uns. Das bist Du Dir schuldig. Denn Du bist ein Mensch mit Talenten und Fähigkeiten, mit Empfindungen und Sensibilität, und solltest Du Dich auch verloren fühlen, so sagt Dir niemand, dass heute oder morgen nicht ein ganz besonderer Tag für Dich sein kann. Und gerade Du solltest nicht widersprechen. Jeder Tag hat ein Lächeln für uns parat.

Oben und unten und im Staunen vereint

Du schaust auf mich herunter. In Deinen Augen kann ich neben Freude auch immer noch ein Staunen lesen und Deinen Willen, mich zu besitzen, zu führen. Du beobachtest Deine Wirkung auf mich, meine Folgsamkeit, und wenn Du Deinen Blick gerade aus richtest, siehst Du für uns Beide voraus. Und nichts daran, verantwortlich für mich zu sein, macht Dir Stress oder ist Dir je eine Belastung. Du ziehst so viel aus Deinem Status bei mir, dass ich nicht glücklicher sein könnte: Indem ich Dir mein Wesen offenbare, Dich wirklich tief in mich hineinschauen lasse, mich Dir anvertraue und hingebe, bin ich Dir selbst ein Glück. Ich muss nur mich selbst sein, und erlebe dabei Heimat und Geborgenheit – und ich weiss, dass das, was ich auch in Deinen Augen lese, auch aus meinen Spricht:

Faszination, Erregung, Verlangen, Hunger. Es ist angerichtet, Herrin, ich bin angerichtet, geniesse mich!

Diese Deine unfassbare Umarmung

Ich versuche, seit dem ersten Tag, zu beschreiben, was es für mich bedeutet, dass Du mich für Deine Lust erwartest, Du mir die Aufgabe schenkst, Dich in Deiner Lust zu verehren und Dein Verlangen zu erfüllen. Und wenn Du in der Erwartung meines Dienens Deine Beine für mich öffnest, wenn ich gleich als Komplize aller weichen Kissen und der behaglichen Wärme des Raumes einen feuchten Strich zwischen Deine Schenkel zeichnen darf und mir Deine Frucht Dein Wohlgefühl bereits verrät, habe ich Tränen in den Augen, weil Deine von mir geschmeckte Vorfreude genau so eine Umarmung durch Dich ist wie die Berührung Deiner Schenkel, die sich ein kleines Bisschen um mich schliessen…

credit: Harmony Fetish – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und dann, Herrin, erleben wir einmal mehr eine Zeit, die einfach fliessen darf, irgendwie doch stehen bleibt und ewig für das Leben steht und die göttliche weibliche Lust, der ich als Dein persönlicher leibeigener sklave dienen darf. Ja, Du bist göttlich, und genau so sollst Du Dich fühlen können, Tag für Tag.

Vom scheuen Jungen zum sicheren sklaven

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich war immer ein ziemlich scheuer Junge, wenn ich ehrlich bin, und wusste oft nicht, wo hin mit meinen Gefühlen, wenn ich mit Frauen zusammen war – voller Bewunderung, aber auch voller Unsicherheit, wie mich verhalten, wie mich geben, was von mir zeigen? So war ich eben sehr oft der gute Freunde, dem frau die Sorgen anvertrauen konnte, während ich innerlich beinahe zerbarst vor Sehnsucht nach mehr. Nach mehr Nähe, Intimität, Verbindlichkeit. Ich kam gar nicht auf den Gedanken, mehr zu wagen, gab mir viele Antworten selbst vorneweg. Kurz: Ich gab mir selbst keine Chance.

Aber wenn ich aufgezeigt bekomme, was frau von mir erwartet, wenn ich erkenne, wo die Erwartung liegt und ich weiss, was ich mir verdienen kann, dann… ist das ganz anders. Und so ist es für mich zu einem wunderbaren Rausch geworden, meiner Gebieterin, die mir den Weg weist, zu folgen, und ich habe keinerlei Zweifel mehr an mir. Gebannt schaue ich auf Dich und freudig kann ich abrufen, was ich alles schon gelernt habe, und niemand kann das stören oder mir etwas anderes einreden, auch ich nicht: Ich bin richtig. Gewollt. Mich selbst. Und ich geniesse, was ist, was kommt, und bin stolz, Dein Stolz sein zu dürfen.