Blog

Erziehung

credit: Illustration von Felix, diener der SHI

Eine Femdom-Beziehung beinhaltet Erziehung und dabei liegt ein versonnenes Lächeln auf meinen Lippen. Das Ziel ist freie Unterwerfung, Befreiung im Dienen und in der absoluten Ausrichtung auf Dich. Mein Ziel ist es, keinen Grund zur Korrektur zu geben, denn ich suche sie wahrhaftig nicht… aber ich weiss, im gleichen Sinn, dass sie mir helfen kann, vorwärts zu kommen – indem ich erst einmal wieder ins Bewusstsein bekomme, wer ich Dir bin und was das bedeutet.

Für mich liegt ein Zauber darin, von dir erzogen zu werden, denn ich komme mir dadurch näher, finde mich, spüre mich.

Ich danke dir, meine liebe Herrin Isis.

Macht geniessende lüsterne Frauen

credit: Illustration von Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com for femdom

Erlebnisse, in denen ich Frauen als dominant lüsterne, Macht suchende und geniessende Wesen erlebt habe, ziehen sich durch mein Leben. Und deren Verbund mit Gleichgesinnten machte es für mich noch prägender. Sehr bald habe ich diese Situationen gesucht und dabei manch Schauspiel erlebt – und genossen. Wohl wissend, dass Imagination und Realität nicht unbedingt deckungsgleich sind. Aber ich konnte auch spüren, dass in vielen Menschen, denen ich dabei begegnet bin, ein Kern schlummerte, der sich danach wirklich sehnte.

Und dann bist Du in mein Leben getreten. Hast mit wachen Augen und grossem Herzen und freien Sinnen alles aufgesogen, hast mich im Auge gehabt und mein Denken und Fühlen erfassen können – und begonnen, mir neue Erlebnisse zu verschaffen, bei denen Du dabei warst. Alles getragen von gleichzeitigen Erfahrungen und verstärkten Bindungen, die wir zusammen machten, für uns, wirklich privat, als Teil einer sich festigenden Beziehung. Von Anfang an war so viel Bindung da, dass ich interessanterweise nie befürchtete, irgend ein Erlebnis könnte uns so verstören, dass wir unsere Bindung verlören – oder eine Frau könnte zwischen uns stehen. Im Gegenteil, Du hast Umarmungen angeboten, Teilung und gemeinsames Erleben – was uns daraus immer bleiben wird, ist ein grosser Fundus von Erinnerungen und Erfahrungen, und eine Zweierbeziehung, die daraus unbeschreiblich viel Kraft immer wieder neu ziehen kann. Und wer weiss, was die Zukunft bringen wird, weit weg von Schauspiel, ganz nah bei den tiefen Bedürfnissen Lust ersehnender Menschen?

Dein Begehren und meine Treue

credit: Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com for femdom

Ich bin Dein Eigentum. Ich habe in Dir die Frau gefunden, der ich treu ergeben sein kann. Ich begehre niemanden mehr, träume nicht mehr ohne dich. Ich habe meine Traumfrau gefunden, und die „Aussicht“, mit keiner anderen Frau mehr zusammen zu sein als mit Dir, ist Verheissung, hat rein gar nichts Einschränkendes für mich, sondern ist mir Erfüllung. Genau so wollte ich immer leben, genau dieses Gelübde wollte ich mit Leben füllen, und nun habe ich eine Frau, der ich exakt so ergeben sein kann. Und wenn wir zusammmen sind, wenn Du mich begehrst und genommen werden willst, dann ist mein Fest noch viel grösser, weil alles Ausdruck dieser meiner Haltung ist.

Ich fühle mich als Mann in meiner Sexualität befreit. Du hast mich mit Deiner Natürlichkeit und Leichtigkeit, mit Deiner Freude an Lust und Trieb so mitgerissen, dass ich alles abwerfen konnte, was mich je behinderte.

Du bist mein Wunder, und wenn Du, dieses Wunder, mich an meinem Halsband packt und zu Dir zieht, dann ist das eine Liebeserklärung, denn sie ist Teil einer Ganzheitlichkeit, mit welcher ich Dir Mann und sklave sein darf.

Verschluss und Öffnung Deines Eigentums

credit: Divine Bitches – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Schloss und Schlüssel sind in Deinen Händen. Die Grenzen, die Du mir ziehst, helfen mir, zu mir zu finden und mich darauf zu konzentrieren, meine Gefühle, mein Bewusstsein und meine Identität zu entwickeln. Doch der Käfig, das Gefängnis ist ja nicht das Ziel. Angestrebt wird die Befreiung, die Einfindung in alle meine Bestimmungen, Aufgaben und Möglichkeiten. Und wenn Du zu mir kommst, die Ketten ausrichtest, das Schloss suchst, den Schlüssel findest und ich das Klicken höre, wenn es sich öffnet, dann öffnet sich auch meine Welt, in die ich an Deiner Seite mit Mut und Stärke kriechen kann.

Ich habe immer Orientierung, immer eine Leine, eine Kette, an welcher Du auf mich einwirken kannst – und ich geniesse die Berührung, den Körperkontakt, das Strahlen unserer Seelen, und fühle die Wärme Deines Herzens, wenn Deine freundlichen, leuchtenden Augen auf mir ruhen. Und dann senke ich wieder meinen Kopf, hab Deine Füsse vor mir, weil Du immer bei mir und zu mir stehst, und küsse sie demütig und dankbar.

Ich bin so stolz und glücklich, ein Teil Deines Lebens sein zu dürfen und in der Pflicht zu stehen, Deine Einschätzung von mir zu bestätigen – nämlich, dass ich eine Kraftquelle für Dich sein kann, eine Inspiration – einfach eine verlässliche sklavenSeele, die niemals aufhört, durch ihre Ausrichtung auf Dich wachsen zu wollen.

Die Lust der Dominanz

credit: Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Deine weiblichen Attribute sind mächtige Strahlen im Reich meiner männlicher Submission. Vor Dir knien zu dürfen, mit jeder Faser meiner Wahrnehmungen im Bann Deiner Strahlkraft zu atmen, von Dir missbraucht, genötigt, gefordert zu werden und direkt zu erleben, wie Du es geniesst, Deine Macht zu prüfen, ihren Erfolg zu sehen und meine Unterwerfung zu zelebrieren, überfordern meine Persönlichkeit, die den Schutz der Auslieferung geradezu sucht, die Möglichkeit, in Demut und sklavischer Folgsamkeit meine Anbetung auszudrücken und versuchen zu dürfen, mit Gehorsam, Ausdauer und Intensität in der Bejahung Deiner Ansprachen Dir den Rausch der Dominanz zur lusterfüllten Erfahrung werden zu lassen.

Stolz und Lüsternheit sollen Dich befreien von aller Zurückhaltung und Dich herrschen lassen über mich, wie es Dir beliebt.

Leben und Lust

credit: Captive Male – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Seid neugierig aufeinander. Hab Freude aneinander. Beschnuppert Euch wie am ersten Tag. Entdeckt die Haut der anderen. Taucht Eure Augen in die seinen. Drängt Euch an einander. Lockt Euch. Geniesst Euch. Fühlt die Wärme, die ihr zu geben habt und empfangen dürft. Habt Spiellust. Wie Kinder, die einen Ball sehen und alles andere vergessen, so schaut einander an und lasst die Impulse zu, die alles andere ausblenden. Und wenn es da wunderbare Spielsachen gibt, die das unterstützen, dann her damit! Lust ist wunderbar. Sie verdient es, geachtet und behütet, bewahrt, geweckt und erhalten zu werden. Sie schmeichelt uns nicht nur, sie zeigt uns, welch sinnliche Wesen wir sind. Wir haben so viel auszudrücken, so viel zu erfahren, so viel Energie, die uns inspirieren kann.

Das Leben ist ein Fest, und wir alle können daran teilnehmen.

Am Beginn der Liturgie

credit: Divine Bitches – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Es ist nicht einfach so, dass ich in die demütige Unterwerfung gehe und mich unterordne. Es ist ein Gefühl, ein Erlebnis, bei dem wir zusammen Deine Besonderheiten entdecken, Deine Erhabenheit feiern, Deine Grösse erkennen und sie feiern. Die Sekunden ticken langsamer, wir werden stiller, Aussengeräusche werden gefiltert, wir schauen nur auf uns, und wir entdecken immer neue Kleinigkeiten – und ich staune über die Kunst, Dich mit Accessoires, Schuhen und Kleidern noch geheimnisvoller und königlicher zu machen, während ich alles mit den Augen aufsauge, was Du mir an Dir zeigst.

Und Du bist geduldig, mir zu zeigen, was Du erwartest, aber je ruhiger wir werden, um so genauer wirst Du, und um so inniger und vollständiger hat mein Dienen zu sein. Diese Momente wirken in mir nach, und in Dir auch. Es ist wie eine Liturgie, in der ich die Göttin anbeten darf.

Und jeder Schritt, jede Bewegung zur Nähe ist Gnade. Und schliesslich reine Freude für Dich und Deinen sklaven.

Unfassbar weit ist meine unsere Welt

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com for femdom

Immer wieder wird mir bewusst: Was Du mir schenkst, ist unfassbar gross.
Wer keinen direkten Bezug zur Femdom-Welt hat muss denken, dass die Submission eine Reduktion, eine Einschränkung, eine Reduzierung bedeutet. Und Punkt. Aber das ist nicht richtig. Ich empfinde es genau gegensätzlich und finde, dass Du sehr viel für mich machst und mir ein riesiges Feld öffnest, meinen Horizont weitest. Und was Du mir auferlegst, ist keine Bürde, sondern ein Rucksack mit Wegzehrung, mit dem ich sicher zu mir selber finde und darin aufgehen kann, mich selbst zu sein.

Mir kommt es oft so vor, als wärst Du nicht meine Herrin, nicht meine Lehrerin, sondern die Pflegerin meiner Seele. Und wenn ich meinen Blick auf mich selbst richte, empfindest Du mich nicht als abgehoben, selbstbezogen, egoistisch: Es ist die Grundlage, dass Du von mir etwas Ganzes bekommst, einen Partner, der Dir verlässlich dient und neben Dir durchs Leben gehen oder krabbeln will. Das bestimmst dann Du. Jederzeit. Und dabei lächle ich selig.

Wir haben schon so viel zusammen eingefangen und uns zu eigen gemacht, indem wir weiter zu uns selbst vorgedrungen sind. Unsere Bindung ist eine, die uns Beide einfängt und zusammenfügt. Und wir vertrauen jederzeit darauf, dass wir einander im Blick haben, für einander empfinden, und wäre das nicht auch bei meiner Herrin so, ich wäre als sklave wirklich verloren.

So soll es immer wieder sein

Illustration: Felix, diener der SHI

Deine Lust. Mein Lebenselixier! Ich bin so voller Anbetung (und so eitel), dass ich mir jedes Mal für Dich noch tiefere, innigere, wildere Gefühle wünsche. Oder auf jeden Fall das erneute Erleben von Ersehntem, Vermisstem! Und wenn Du in diese Tiefen vordringst, möchte ich Dein Beschützer sein, der Dich genau da hält, alles von Dir fern hält, was Dein Erleben stören könnte, und alle meine Sinne sind geschärft, darauf ausgerichtet, zu tun, zu agieren, wie Du es verlangst.

Wir verschmelzen in Deinem Beben, Deinem Zittern, Deinen Impulsen, Deine Lust umarmt mich mit Deinen Schenkeln, Deine kleine Hand soll sich für immer in meinem Haar festhalten können. Was für ein göttliches Weib Du bist, welch Zauber von Dir ausgeht, wie riesig meine Wünsche für Dich immer noch weiter werden! Du bist mein Schatz, mein Leben, mein Segen, meine Freude. Und Du bist so unfassbar anziehend, so entwaffnend, so bezaubernd in Deiner Lust, ein Vulkan, ein Sturm, verursacht von Engelsflügeln, schwappt über mich und mir ist warm und heiss und alles ist gut und schön und wenn nicht ewig, so doch bitte, bitte, immer wiederkehrend.

Dein Eigentum in Deiner Hand, in Deinem Leben

credit: Divine Bitches – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich bin völlig in Deiner Hand. Jeden Tag. 24 Stunden lang. Es gibt keine Ausnahmen. Du bestimmst, welchen Peniskäfig ich trage, welche Schnürung Du mir anlegst. Dein sklavenSchwanz ist Dein Eigentum, Dein Spielzeug, Dein Dildo. Keine andere Frau wird ihn je wieder oder nochmals berühren. Deinem Einverständnis unterliegt alles. Von diesem Fakt geht Deine immer weiter reichende Einflussnahme auf mein Leben aus. Mein Leben wird Dir gehören. Meine Talente gehören Dir. Du kannst mir, so lange wir nicht dauerhaft unter einem Dach leben, die Dinge nicht aufzwingen, sie nicht durchsetzen. Du bist also auf meine intrinsische Motivation angewiesen: Dass ich sehe, dass es meine Bestimmung ist und ich Dir entsprechend zudiene, mich anbiete, Dir folge, für Dich atme, arbeite, chille. Du unterstützt jeden einzelnen kleinen Schritt mit Deiner unbedingten Achtsamkeit, mit welcher Du mich aufnimmst und jederzeit die Sorge, die Obhut aufbringst, dabei aber auch die Ernsthaftigkeit meiner Absichten prüfst.

Mir ist es ernst, und ich bin mir bewusst, dass wenn ich unter Dein Dach komme, Du meine Durchdringung prüfst, eine Art Bestandesaufnahme machst und dann an allen Stellschrauben weiter drehst, von denen Du längst weisst, dass Du sie wirst anwenden können.

Göttin und sklave

credit: Femme Fatale Films – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich bin Dein Eigentum, Herrin. Und mein Abrichtungsstatus ist – eben – nur ein Status, eine Momentaufnahme. Ich bin stolz, wenn Du Dich gerne so mit mir zeigst, uns im Spiegel betrachtest, ich sehen darf, dass Du im Wissen um Deinen Besitz diese Aura und die Anmut einer wahrhaftigen Herrin ausstrahlst.

Aber ich bin mir bewusst, dass Du noch immer sehr viel Nachsicht aufbringen musst, um mir meine Abrichtungsdefizite nachzusehen. Eine Nachsicht, die niemals in Verzicht auf Ausbildungsziele umschlagen soll, frustriert durch meine fehlenden Lernerfolge. Also soll, wer auch immer uns so sieht, wissen, dass ich in keiner Weise mir einbilde, ich hätte auch nur den kleinsten Grund, auf das Erreichte stolz zu sein. Ich werde nie aufhören, mich zu bemühen, demütiger zu werden, folgsamer. Und wenn ich im Spiegel ausmachen kann, dass Du sehr wohl prüfst, ob ich wirklich eng bei Dir knie, so erfasst mich einfach tiefste Dankbarkeit, dass Du mich zu Dir genommen hast und nie aufhörst, mich nach Deinem Leitlinien weiter auszubilden, mich frei zu legen und mich nach meinem Wesen zu formen, mein Verhalten zu bestimmen und meine Handlungen zu prüfen.

Du schenkst mir Deine Gnade. Du bist mir Göttin. Ich bete Dich an.

Ich will Deine Freude sein

credit: Divine Bitches – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Dein Besitz. Bin ich.
Unter Deinen Augen atme ich.
Deine Aufmerksamkeit schenkst Du mir.
Deinen Willen lebst Du mit mir.
Meine Ketten sind Dein Stolz,
Mein Gehorsam Voraussetzung:
Du erwartest ihn, Du empfängst ihn.
Gewissheit willst Du haben
und lässt Du mich fühlen.
Deine Entschlüsse sind gefasst.
Es gibt nichts zu diskutieren.
Ich darf betteln. Ich soll betteln.
Du gewährst oder verweigerst.
Du sorgst für Dein Wohl und das meine.
Du zeigst mir, wo ich es finde.
Bei Dir, unter Dir.
Mein Platz ist frei. Ich verdiene ihn.
Es soll so bleiben.
Dass Du immer wieder gerne in die Ketten greifst.
Nach mir, für Dich.
Meine Verwendung ist mein Glück.
Mein Dasein ein Dienen.
Ich will die Freude meiner Herrin sein.




Deine Dominanz, Deine Gnade, meine Motivation

credit: dominated men – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com for femdom

Diese Deine Lust, Dein Verlangen, Deine Intension, Dein Wille, mich immer weiter und tiefer zu dominieren, mir Führung zu geben, mich die Ausrichtung auf Dich erleben, fühlen, ja, verlangen zu lassen, weil Du spürbar für mich alles bereit hältst, was mich wachsen lässt in meinen Talenten und in meiner Sehnsucht, einer Göttin ausgeliefert und ihre Freude zu sein, indem ich mich ihrem Willen ergebe.

Ich spüre Dich überall, fühle Dich an meiner Haut, höre Dich, sehe Dich – und wenn Du mir das alles nimmst, lechze ich danach, dass sie zurückkommen, meine Wahrnehmungen, meine Sinne… Du bist allgegenwärtig, und nichts anderes will ich, als Dich in genau dieser Rolle und Bedeutung für mich zu bejahen.

Und Deine Knebel, die Masken, die Manschetten, die Zügel und die Führung, die Du über sie erlangst und ausübst… alles hilft mir, in exakt diese Spur zu kommen, die Du für mich vorgesehen hast, in Deiner Gnade zu atmen, zu fühlen, zu dienen und zu leben. Dir zum Stolz gereichend, in tiefer Dankbarkeit für Deinen Anspruch auf meine Demut und meinen Gehorsam.

Bin ich schon blind, fast taub und stumm? Ich werde es noch mehr, um später, irgendwann, wenn es Deine Gnade will, wieder zu sehen, zu hören, um davon sprechen zu können, wie schön Du bist, wie grossartig, lüstern, begehrenswert. Ich will Dich wie kein anderer. Wehe mir, ich zweifelte an diesem Satz. Es würde bedeuten, dass ich Dir nicht gerecht würde, und ich will nichts anderes, als dass eine solche Frage gar nie wird aufkommen können.

Ewige Anziehung

credit: Female Worship – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Diese Anziehung, diese Fesselung aller Aufmerksamkeit, dieses Staunen über Dich und Deine Weiblichkeit, über Euch Frauen überhaupt – es wird niemals aufhören, niemals kleiner werden. Es liesse sich ja behaupten, es wäre nun alles entdeckt, alles gesehen und auch hinlänglich beschrieben.

Das Gegenteil ist der Fall. Noch kein Wort hat ausgereicht, war genügend stimmig, tiefgehend, treffend, um zu beschreiben, welch Schönheit in Deinem Wesen und in Deinem Körper liegt. Und dass ich, indem ich es doch immer wieder versuche, und, vor allem, indem ich immer wieder darum bettle, es versuchen und meine Sinne in die Begegnung mit Dir tauchen zu dürfen, Lebendigkeit selbst erfahre und Lebensfreude spüre, ist wunderbar für uns Beide.

Du bist meine Königin, meine Gefährtin, meine Schirmherrin und mein strahlender Engel der Lust. Du bist eine Seele von Mensch und eine Göttin als Frau.

Dein guter Fang

credit: Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Es ist warm, Du bist schwer, weil Du schwer sein willst. Nachhaltig – hier ist das Wort Programm – dringst Du in meine Sinne ein, bemächtigst Dich meines Bewusstseins und vergräbst mich in Deiner heissen feuchten Dunkelheit. Wenn Du mir Luft holen gestattest, hebst Du Dein Becken an und drückst Deine Knie auf meine Brust. Mit weniger Luft auszukommen, ist also ratsam… Es liegt nur scheinbar bei mir… Du sorgst schon dafür, dass ich so funktioniere, wie Du es willst.

Du geniesst Deine Macht.
Du geniesst Deine Freiheit.
Du geniesst Deine Lust.
Du hast Deinen Besitz vor Dir.
Und während Du mich unter Dir vergräbst, liegen die Eisen fest verschlossen in meinem Schoss.

Dein prüfender Blick sieht, dass alles nach Deinen Wünschen ist und nichts Dich daran hindern wird, Dich zu bedienen – wenn Du es willst. Oder Dich bedienen zu lassen.

Gegenüber hängt ein Spiele an der Wand. Du siehst Dich gern darin mit Deinem sklaven. Du lächelst Dich an. Du siehst, dass Du genau so strahlst wie Du es fühlst.

Du wirst Deinem sklaven sagen, was er für eine Beute für Dich ist, was für ein guter Fang. Nachher. Nun hat der Fang erst seinen Tribut zu leisten. Mit Inbrunst. Hingabe, und dem immer neuen Beweis seiner Hörigkeit.

Eine Hülle für die Seele

credit: Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com for femdom

Die Enge nimmt zu. Sie bringt Wärme. Dunkelheit. Unbeweglichkeit. Sie wirft mich auf mich zurück, dringt in mich ein. Ich höre mein Blut rauschen. Dann pocht es. Dann, irgendwann, kann ich mich nicht mehr bewegen. Die Seilzüge, die Du anwendest, sind wie Berührungen. Jeder Druck geht im Körper wandern, findet meinen Kopf, mein Hirn. Es gibt kein Entkommen. Keine Befreiung. Ich habe keinen Willen mehr. Er wäre nur noch lächerlich. Stattdessen steigt eine Stille auf. Verschluckt alles. Kein Geräusch scheint mich mehr zu erreichen. Ich verschmelze mit der Liege, dem Teppich, der Decke. Ich muss doch plump wie ein zentnerschwerer Kartoffelsack sein. Trotzdem scheine ich kein Gewicht zu haben, schwebe ich.

Zeitweise dämmere ich weg. All die Ruhelosigkeit, die ich kenne, hat mich müde gemacht und kann nun weichen. Herausgepresst aus dem Lederkokon, in den Du mich gepackt hast. Bist Du überhaupt noch da? Ich weiss es nicht. Als ob Du meine Gedanken hören könntest, öffnet sich ein Reissverschluss, und Dein Finger dringt zwischen meine Lippen, Deine Fingerkuppe streicht über meine Zunge. Dann schliesst sich die Maske wieder, die Hülle wird wieder stramm verschlossen.

Der Akt wirkt nach. Ich fühle die Berührungen noch immer. Ich schlucke. Eine Träne rinnt über meine Wange. Ich atme ruhiger, tiefer, obwohl meine Bauchhöhle kaum Platz dafür hat. Wenn Du in den nächsten Stunden mir wo und wie auch immer die leiseste Berührung schenkst, wirst Du damit direkt in meine Seele schreiben.

Dieser Moment und diese Reise

credit: Mean Bitch – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Wir schauen uns an, wie wir uns sonst nicht anschauen… wir erkennen einander, teilen etwas, erfahren etwas, was so nur uns gehört. Wir sind intim. Du bist offen. Empfindsam, aber auch stolz. Ich verharre. Ich habe nur Sinne für Dich. Ich kann es nicht erwarten und warte doch gern. Weil ich Dich erlebe. Fühle, was in Dir geschieht. Welch Fest ich Dir bereite, weil Du weisst, wie sehr ich mir wünsche, beginnen zu dürfen. Ich sehe Dich an. Ich sehe sie an. Du siehst alles in mir, ich bin genau so offen wie Du. Meine Augen glühen, ich hoffe, sie haben nie mehr Wärme ausgestrahlt.

Dieser Moment vor dem Beginn wird zum Moment während der Begegnung werden. Unsere Blicke werden sich wiederholen. Und doch verändern. Wir werden zusammen schwimmen, wandern, rennen, tauchen, fliegen, reisen, jubeln.

Wir werden ganz viel Luft zum Atmen haben und dann ganz wenig. Wir kreisen, laufen, hecheln.

Du sollst immer diesen einen Gedanken haben können: Schön, diese Reise mit meinem sklaven machen zu können. Und das immer wieder. Für einen neuen Moment der Ewigkeit. So soll es sich anfühlen. So tief soll es gehen.

Auch alle Zeit gehört Dir

credit: Men In Pain – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Jedes Arrangement für meine Dienste hat einen feierlichen, ganz besonderen Akt, einen Aspekt, der uns Genuss verspricht, schlicht einfach dadurch, dass es getroffen und umgesetzt wird: Dass DEINE Lust, DEINE Bedürfnisse ins Zentrum gestellt werden ist eindeutig, tatsächlich, unabwendbar. Du kannst einfach Platz nehmen, verweilen, fühlen, was es mit Dir macht. Wir beide können das. Nein, ich „muss“ das, und fühle mich dabei phantastisch. Und es muss nun weiter gar nichts geschehen.

Nur schon, dass ich da liege, und Du da Platz nehmen kannst, wann immer Du willst, so lange Du willst, so schwer und tief wie Du willst, bleibt irgendwie unfassbar für uns Beide, und wir schaffen diesen Moment immer wieder, um Dir Dein Staunen und Deine Freude tiefer und tiefer in allen Gefühle Deiner Seele, Gedanken Deines Geistes, Nerven Deiner Libido zu verankern.

Und ich, der ich doch der Diener bin, werde genau darin erhöht, gewertschätzt, besonders durch Deine Benutzung. Ich hab mich nie wertvoller gefühlt, nie wurde ich mehr wahr genommen, gewollt, geehrt als durch diesen Deinen Blick in diesem Moment.

Du setzt Dich – und es passiert nichts. Ich höre „nur“ Deinen ruhigen Atem. Wir lauschen und fühlen Beide in die Stille hinein, und mich überkommt der Eindruck, für immer hier liegen zu bleiben, bereit für Dich. Dieses Bereitsein, diese schamlose Offenheit, dieses Zelebrieren meiner Nutzbarmachung in kompromissloser Submission ist für Hirn und Seele eine prägende Geborgenheit. Und alle Zeit gehört Dir.

Meine Sehnsucht lebt mit mir

credit: Divine Bitches – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Diese Momente, wenn Du mich hinhältst, mir Zurückhaltung auferlegst, mir nur das Sehen gestattet ist, aber nicht die Berührung, lassen mich still werden, erfüllt von grosser Dankbarkeit. Denn sie erinnern mich an vergangene Zeiten. Da hatte die Sehnsucht kein Ziel, keine reale Vorstellung, das Ersehnte war und blieb ein Traum, es gab niemanden, von dem ich mir auch nur vorstellen konnte, er würde meine Sehnsucht wirklich teilen. Und nun bist Du da, bist diese Sehnsucht, verkörperst mein Fühlen, mein Sehnen, verstehst alles, teilst die eigenen Wünsche mit mir und erfährst mit mir immer wieder neu, wie wunderbar sich alles fügt.

Wenn ich also gerade darum bettle, dass ich Dich nicht nur sehen und wittern darf, dann tue ich das in grösster Dankbarkeit, mit einem ewigen, tief verankerten Staunen, wie alles gekommen ist. Und wenn Du dieses Staunen und dazu Ehrfurcht in meinen Augen ausmachen kannst, so siehst Du mich richtig – denn Du bist mein Wunder, und Deine Schönheit ist ein Teil göttlicher Gnade für mich, eingebettet und umfangen von Deinem wunderbaren Wesen, mit dem Du Deine Lust mit mir geniesst – und ganz viele weitere Empfindungen, die unser Leben ausmachen. Du zeigst mir nicht nur Dich, willst nicht nur mein Betteln für mehr sehen – Du teilst mit mir auch den Blick für die Schönheit unseres Lebens. Und während Du es Dir auf meinem Käfig bequemer machst, wissen wir Beide, welch unfassbarer Reichtum in unser Leben getreten ist – wir müssen nur Sinne, Herz und Seele dafür offen halten.

Du und das Buch meines Lebens

credit: Bondage Liberation – Illustration: Felix, diener der SHI – courtesy of kink.com

Die meisten der Bücher habe ich gelesen… gescheite Bücher, spannende Bücher, Biographien, Romane, Weltliteratur, aber natürlich auch Sexus von Henry Miller, die Klassiker von Anaïs Nin, die Geschichte der O von Pauline Réage, Auszüge aus dem Werk von Sacher-Masoch, und die Frauen waren einfach meine Heldinnen, ich kehrte mir die Geschichten um, ich suchte mich und fand mich nicht wirklich, genau so, wie ich heute die Bücher nicht mehr habe oder finde. Zumindest teilweise. Aber aus den Leben in den Büchern ist mein eigenes geworden, eine lebendige Geschichte, eine Realität, eine Wahrheit.

Und so denke ich mich vor diese Bücherregale, danke nochmals so manchem Autor, dass er nicht nur dachte, sondern schrieb, was er oder sie empfand, und ich sitze auf dem Stuhl, den Du mir hin gestellt hast. Und Du bist mehr als die Summe aller Bücher, die je über Dominanz und Unterwerfung geschrieben wurden. Du bist vor allem mein Buch, meine Wahrheit, mein Segen, mein Glück. Weil Du genau so von mir sprichst; und genau so, wie ich submissive Energie für Deine Freude aufbringe, lebst Du Deine Herrschaft mit mir und an mir aus. Und ich erlebe Deinen Enthusiasmus, und was immer meine Fesseln hergeben, oh ja, ich will es erwidern. Ich kann gar nicht anders, als mich entlarven zu lassen in meinem Verlangen, und gerade, weil ich gerne so überbordend bin, sind die Fesseln ein zusätzlicher Segen. Sie sind wie das Gedeck, auf dem Dein Fleisch ausgebreitet wird – Dir zum Spiel und Genuss ausgeliefert, immer wieder neu.

Und nun fühle ich nicht nur wie meine Helden und Heldinnen – nun lebe ich wie sie. Und erkenne in Dir meine Göttin, Tag für Tag.