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Respekt und Demut

Wenn ich dieses Bild ansehe, wird mir bewusst, wie oft mir dieser Respekt abhanden kommt. Ich bin in meinem Alltag gegenüber Menschen oft rechthaberisch, habe einen dicken Kopf und einen Stolz, der sich auch mal beleidigt zeigen kann. Und das kann mir tatsächlich auch vor meiner Herrin passieren, zumindest online im Chat. Ich brauche mich bloss unverstanden fühlen, und schon neige ich dazu, auch mal ein bockiges Verhalten zu zeigen. Vielleicht mache ich mir etwas vor, aber tatsächlich wünsche ich mir in diesen Momenten erst recht, ich könnte mit Dir zusammenleben, denn ich bin sicher, dass ich mir das in Deiner physischen Gegenwart nicht herausnehmen würde – nur schon, aber nicht nur, weil Du ganz andere Einwirkungsmöglichkeiten hättest.

Nun weiss ich aber sehr genau, dass alle diese Sätze im Grunde schon eine Katastrophe sind. Denn natürlich muss ich mein Wesen und meine mir gebotene Heimat in meinem devoten Kern so fühlen und präsent haben, dass ich auch dann, wenn ich räumlich von Dir getrennt bin, stets kniefällig in der Demut bleibe und Dein Wort, Deinen Willen und Deine Wahrnehmung über jedes eigene Befinden, Besserwissen oder auch nur eine schlechte Stimmung stelle. Denn wir arbeiten täglich an meinem Werden, meinem Lernen, meiner Fähigkeit, im Bewusstsein meines Wesens zu leben.

Ich bin dankbar, dass Du mich immer wieder zurück in diese Mitte und Geborgenheit führst und ich dann die nächste Lektion angehen kann, denn natürlich ist mir im Licht bewusst, was ich alles durch Dich und meine Stellung gewonnen habe.

Deine angezogenen Bänder

credit: Divine Bitches – illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du bändigst mich, Du unterwirfst mich, Du disziplinierst mich, doch das Resultat ist nicht wirklich der Verschluss, die Wegsperrung, sondern die Kanalisierung all meiner Energien in Deinen Willensfluss. Du ziehst nicht nur die Bänder und den Knebel an, Du zerrst mich in die devote Haltung. Du weisst um mein Wesen und willst es freilegen, zeigst mir, wer ich bin und bist dabei nahbar, präsent. Je offener ich werde, je nachgiebiger, weicher, sehnsüchtiger, um so fester Dein Zugriff, näher Deine Gegenwart. Nicht nur mein Körper spannt sich im Kreuz, Du bist die Gegenkraft, die auffängt, hinein greift in meine Ergebung und mir zeigt, dass ich keine Wahl habe, Du aber unser Glück wählst und damit ein Lohn winkt, den ich so sehr ersehne:

Du willst mich. Wirklich. Jetzt. Und für immer. Diese Aussicht ist uns beiden süsse Verheissung. Was für eine Botschaft für mich, was für ein Segen!

Wie ich Dich sehen darf

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du bist eine schöne Frau. Eine wunderbare, strahlend schöne Frau. Wenn Du auf Deinen sklaven blickst und Deine Macht fühlst, über Dein Eigentum verfügen kannst, dann soll meine Anbetung wie ein warmes Licht Deine Seele fluten und meine Freude über Dich ein Lächeln in Dein Gesicht zaubern.

Ich möchte Dir gut tun, mit jeder Faser meines Wesens, möchte Dich zum Leuchten bringen und erfahre doch ständig, dass es umgekehrt ist, dass Dein wunderbares Wesen längst geformt ist und Du es in mein Leben gebracht, mich empfangen hast und wohnen lässt in Deinem Herzen.

Liebende sehen sich so, wie nur sie sich sehen können. Für Herrin und sklave gilt das erst recht. Ich danke unserem Schöpfer für die Begegnung mit Dir, für die Heimat, die ich in Deinen Armen und unter Deinen Händen gefunden habe, und ich bin demütig dankbar für die Gaben, die Du mir bereitest – und für die Dienste, die ich für Dich leisten darf, für das Leben, das ich Dir widme und Deine Güte, mit welcher Du mein Glück fühlst, bejahst und förderst.

Eine Art Tropf für meine Sinne

credit: Harmony Fetish – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du hast mich in die Box geschlossen… immer wieder schaust Du her und labst Dich an meinen brennenden Augen, die keinen Moment von Dir lassen. Du tränkst und fütterst mich im Laufe des Abends, indem Du mir erlaubst, Deinen Finger abzulutschen, und natürlich habe ich sofort meinen Mund zu öffnen, wenn Du Dich dem Loch näherst. Ich empfange und belecke Deine gnädigen Finger, die einmal sich scheinbar gleichgültig auf mein Zungenbett schieben, dann wieder fordernd werden, bis Du mir einen Fingernagel auf die Zunge drückst zur Bekräftigung. Und so empfange ich Trauben, Schweiss, Lustsaft… ich schmecke Dich ab, ich belecke und lutsche Deine Finger und bettle damit darum, dass Du mehr von mir willst…

Und wenn Du Dich entfernst, versuche ich, abzuspeichern, tief drinnen, im sklavenherzen, und fest verankert im sklavenHirn, was meine Sinne empfangen haben.

Das Gut, das uns nicht genommen werden kann

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Wir müssen überall und immer in der Wohnung Stellungen finden, Gelegenheiten, liegend, sitzend, stehend, lesend, schlafend, in denen ich so zwischen Deinen Beinen liegen kann, wie es meiner Bestimmung entspricht. Ich darf meine Wange an Deinem Schenkel ablegen, ich fühle Deine Wärme und glühe selbst, ich umfasse Dich, Du umschlingst mich, und wenn Du Dich zurücklehnst, verstehe ich, dass dieser Moment jetzt eine Versöhnung ist für Vermisstes, das Dir zur Entbehrung wurde. Aber Du bist der erste Mensch, der mir beibringt, dass es keinen Hader über die Vergangenheit geben soll, schon gar nicht, wenn frau das Jetzt gestalten kann. Vergangenes hat uns aber zu dieser Zeit an diesen Ort gebracht, und damit ist kein Schmerz über Verpasstes angesagt, sondern die Dankbarkeit für den Weg, auf dem wir zu einander gekommen sind.

Weisst Du, wie schön Du bist, und wie natürlich rein Deine Lust ist, genau so, wie sie uns geschenkt wurde, gebettet in Sinnlichkeit und Triebe, und aufgefangen von einem Partner, der versteht und wirbt, derjenige sein zu dürfen, welcher…?

Ich bin verrückt nach Dir, und gleichzeitig spüre ich einen Frieden in mir, der jedem Moment die Hetze nimmt. Ich habe keine Angst mehr, etwas so Wunderbares zu verlieren, weil ich sehe und fühle, wie alles in uns angelegt ist. Das Schöne, das wir einander zeigen, so dass wir uns selbst lieben können, ist ein Gut, das uns nicht mehr genommen werden kann – es liegt nur an uns, es einfach nicht zuzulassen.

So tief in meinem Mund

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du brauchst nur einen Finger zart an meine Lippen zu führen, und Du wirst immer erleben, wie sich mein Mund öffnet. Ich öffne meinen Körper für Dich, meinen Geist, meine Seele…

Deine Hand ist an meinem Hals, während Du mich küsst, sie greift zu, streicht übers Kinn, spannt sich um meinen Kieferknochen. Du lauschst meinem Atmen, siehst mich schlucken und weisst, bevor Du Dich davon überzeugst, dass meine Speichelsäfte fliessen… Wenn ich aufblicke, tauche ich direkt in die dunkle Tiefe Deiner Augen, die sich geheimnisvoll verschleiern, wenn nun mehrere Fingerkuppen über meine Lippen fahren, zwischen ihnen liegen bleiben und sich dann vorwärts schieben… Schliesslich bist Du so tief in meinem Mund, dass alles mich geifern lässt: Die gehaltene tiefe Position Deiner breiter gewordenen Hand genau so wie ihr schnelles Zurück- und Vorschieben….

Du bist die Frau, die mich besitzt und formt, und Deine Lust strömt durch meinen Körper, macht mich zum sklaven, der sich ergeben hat, und ich bin wie ein sich unterwerfender Hund, der sich auf den Rücken geworfen hat und die kraulenden Hände seines Frauchens in seinem Pelz fühlt, während er sich hin und her wälzt… Doch Wälzen ist nicht, sehr schnell nicht mehr… ich halte still, empfange, bejahe durch Vertrauen… wie tief Du auch vordringst, ich schlucke höchstens… und Deine sinnliche, lüsterne, gierig herrische Aktion leitet mich direkt in die Ergebung. Ich habe meinen Platz und nehme ihn ein…

Ich brenne für Dich.

Aufmerksam und dankbar will ich bleiben

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Täglich stehe ich wie ihr alle auch vor der Herausforderung, das Schöne zu sehen, an das Gute zu glauben und zu erkennen, dass meine Probleme so klein sind, dass meine Stimmung niemals so schlecht sein dürfte, dass ich den Tag in trüben Farben sehe. So viele Menschen, eigentlich fast alle, wenn wir an die theoretisch zusammengerückte Welt denken, haben es so viel schwerer als ich. Ich bin privilegiert, habe ganz viel von der Freiheit, von der Viele nur träumen können.

Auch ich habe Verletzungen, habe an manchen Tagen das Gefühl, getroffen zu sein, Verlust zu erleiden, Unrecht erfahren zu haben. Manchmal ersehnt man sich dort Wärme, wo man eher Kälte fühlt, und wartet auf das Licht, das doch bitte kommen möge. Aber ich habe das Licht in mir, ich habe so viel Liebe zu geben und darf so viel empfangen. Jetzt. Direkt heute. Wie kann ich auch nur einen Tag hadern und mich noch grossartig in meiner Trübsal fühlen, wenn ich mir die verquere Welt auf die Schultern lade? Du lebst mir das dankbare Leben vor, den klaren positiven Blick auf das Schöne in meinem Leben. Es liegt an mir, es einfach nicht zuzulassen, dass ein Schatten auf meine Seele fällt, denn sie ist bei Dir geborgen.

Wir sind alle Menschen, haben Bedürfnisse und Sehnsüchte und den Wunsch, geliebt zu werden. Also sollten wir einander zeigen, dass wir tatsächlich besonders sind, einzigartig, und dass wir im Eingehen auf einander für uns selbst ganz viel gewinnen.

Feucht und warm

credit: Filthy Femdom – Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Der Ort meiner grössten Geborgenheit. Und der Ursprung meiner Hörigkeit. Ich freue mich sehr, dass Du voller Genuss in Deiner Mitte Dein Mittel erkennst, mit dem Du mich völlig in Deinen Bann ziehen kannst. Es sind diese stillen, innigen Momente, in welchen sich die Lust in Deinem Körper ausbreitet und ich es direkt verfolgen und erleben, fühlen und schmecken kann, die uns ganz tief und intim und ohne Worte erkennen lassen, welches Glück wir einander sein können.

Fest und warm sind Deine Schenkel, meine Wangen beginnen zu glühen und ich fühle mich gleichzeitig leicht betäubt und extrem wach. Es ist die Lernstunde des eifrigsten Schülers in seinem absoluten Lieblingsfach bei seiner von ihm vergötterten Lehrerin, und wenn sie ihn lobt und weiter anleitet, ist er der glücklichste Mensch auf Erden und seine Wissbegierde scheint nie zu stillen zu sein.

Du bist mein Wunder, und ich werde immer darum betteln, zu Dir kommen zu dürfen. Und wenn Du mir die Tür aufmachst, dann will ich Frohsein und Glück in den Leben tragen und ein Gast für Dich sein, den Du nie mehr gehen lässt.

Du bist die schönste Frau der Welt und Deine Seele soll strahlen und leuchten. Nichts davon will ich für mich haben, Du sollst wirken und leben, Deinen Frieden mit Deinem Leben auch dank mir haben und mit aller Energie die Menschen so verzaubern, wie Du mich glücklich machst. Und das gelingt Dir mit all Deinen Gaben und mit Deiner Fähigkeit, Liebe zu schenken und das Gute in den Menschen zu sehen und gut zu ihnen zu sein. Und dabei sollst Du immer daran denken, dass Du daheim, in Deiner geheimsten, wärmsten und geborgenen Kammer einen sklaven hast, der allein Dir gehört.

Liebe leben

credit: Filthy Femdom – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Es sind ruppige Zeiten. So wie wir uns verhalten, scheinen wir, egal wie, Teil einer Gesinnung zu sein und uns bekennen zu müssen. Dabei sind wir doch alle erst einmal und vor allem Mensch. Und Menschen brauchen Wärme, Nähe, Zärtlichkeit, Geborgenheit. Und all das können sie auch geben, denn in der Erfahrung liegt auch eine Kraft, die davon erzählt, dass wir alles meistern können mit der Kraft der Liebe, mit Empathie und Achtung für unsere Nächsten – und die Übernächsten.

Gerade gibt es viele Seelen unter uns, denen die Orientierung abhanden kommt. Sie kennen sich nicht mehr aus in ihrer Welt. Es mag eine weiter kleine Welt sein, aber das macht es noch schwerer. Was alles so sicher schien, so vertraut, so verlässlich, ist manchen von uns weg gebrochen. Und das Internet ist Segen und Fluch zugleich. Es erlaubt uns, Kontakt zu halten, gegen das Vergessen und Vernachlässigen anzukämpfen und zwischen die Zeilen und Bilder so viel Empathie und Gefühl zu packen, dass wir hoffen können, dass es wirklich fühlbar ist. Doch die digitale Zeit lockt auch mit dem Irrtum, alles wäre online zu kompensieren, was an realen Begegnungen gerade fehlt. Aber was wir da alles vermissen und verlieren, ist nicht zu kompensieren. Die Herausforderung wird sich legen, doch was wir dann hinter uns lassen, ist kein Spuk. Albträume bleiben, Vereinsamungen sind real und lösen sich nicht in einem Nichts auf, das wir abstreifen können. Die Leere lässt uns frieren.

Es gibt ganz viele Gründe, zu einander Sorge zu tragen – und jeden Gedanken, der in dieser Sorge entsteht, zu hegen und dafür zu schauen, dass er auch wirklich gelesen oder gehört wird. Wir sind für die Liebe geboren. Leben wir sie!

Geschichten erleben und schreiben

Jedes Mal, wenn Menschen zusammenkommen, bringen sie ihre Geschichte mit. Die Geschichte des Tages, ihre Stimmung – doch gerade, wenn wir Berührung suchen, geben und empfangen, machen wir uns dafür auf – und offenbaren damit mehr als einen Moment. Wir sind die Frau, der Mann unseres ganzen Lebens, haben uns entwickelt oder nicht, haben ziemlich sicher unerfüllte Sehnsüchte, und natürlich entscheiden sie auch heute Abend selber, ob sie daran rühren lassen oder nicht. Frau beobachtet einander, das geschieht automatisch, und vielleicht lässt sie sich mitziehen, saugt die Erfahrung auf, welche gezeigt wird, oder wird angesteckt von der Spontanität und Natürlichkeit einer Person. Frauen, die sich in ihrem Verlangen nach sexueller Erfüllung bestärken, sind phantastisch, und als sklave zu erleben, wie eine Herrin sich öffnet und schliesslich treiben lässt, ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Es setzt aller Befürchtung, nicht zu genügen, die reale schöne Erfahrung entgegen, und Freiheit wird wirklich gelebt.

Frauen sind Wunder. Und da ist immer Dein waches Auge, das mich stetig beobachtet und steuert, was ich aushalten soll oder geniessen darf. Was sich mir und wem ich mich öffne, bestimmst Du, und in Deiner Führung liegt meine Sicherheit.

credit: Severe Sex Films – illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Immer noch schöner

Illustration: Diener der SHI

Der schönste Dienst der Welt.

Der wunderbarste Ort auf Erden.

Der atemlos herrlichste Genuss, den ich schenken darf.

Und weisst Du:

Ich bin überzeugt, es wird immer noch schöner.

Wir können immer noch mehr entdecken.

Vertiefen. Geniessen. Feiern. Staunen. Fliegen.

Deine Finger und Hände…

credit: Torture Time – Illustration vom diener der SHI – kink.com

Als Du damit begonnen hast, in mein Gesicht zu greifen und mir die Lippen zu öffnen – wie viele Stunden ist das scheinbar her? -, dachte ich, dass ich bald in den Liebesdienst befohlen würde… und nun liege ich noch immer da und bin aufgelöst… Deine Hände sind ganz nass und Du wischst sie immer wieder an mir ab, leckst sie ab, trocknest sie an meinem Haar… Du fickst mich immer wieder mit Deinen Fingern ins Maul… ich hätte nie gedacht, wie elektrisierend und zermürbend das gleichzeitig sein kann… Du hast absolute Kontrolle, fühlst immer genau, wo die Spitze der Hand ist, und Du hast absolute Macht über meine Atmung und meinen Speichelfluss… mittlerweile könntest Du mich an meinen eigenen Mundsekreten ersticken lassen… ich sabbere, ich laufe aus, mein Kiefer fühlt sich an, als trüge ich einen Mundspreizer, und immer wieder kommt Deine Hand, kommen Deine Hände… und Deine Zungenspitze leckt über Deine Lippen, bevor sie mein Gesicht bestreicht…

Du bist eine Löwin, die nicht das Fell ihres Jungen schleckt, sondern immer wieder über das Gesicht ihres sklaven schleckt, immer wieder prüfend, wie weich mittlerweile alle seine Regungen sind… Jaaah, da ist erst ein Ende, wenn Du es bestimmst, und dieses Ende wird ja nur ein Anfang sein – und nur Du weisst, was als nächstes kommen wird, aber ganz offensichtlich freust Du Dich bereits darauf. Und wieder einmal werde ich mitgerissen von Deinem Spiel- und Lusttrieb und verfalle Dir komplett… Ich bin Dir hörig, und daran wirst Du ganz sicher nichts ändern wollen… das nutzt Du aus, geniesst Du und gehört sich für einen Lustdiener seiner einzigen Herrin.

Sie wird doch nicht?

credit: Harmony Fetish – Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wer dem Partner die Macht über den eigenen Körper abtritt, begibt sich – grundsätzlich – in Gefahr. Und wird diese Macht angenommen und ausgeübt, wird immer wieder die ganze Spannbreite der Auslieferung erlebt. Die Sinnlichkeit der erzwungenen Einlassung beginnt bei einer ganz einfachen Fessel, einem Festhalten Der Hände, einem zweckentfremdeten Schal, das Wechselspiel von Abgabe und Zugriff zeugt vom gegenseitigen Wollen: Die Situation, das Spiel ist eine liebevolle Botschaft des Miteinanders, eine Verschmelzung eines zeitweiligen Oben und Unten. Doch in jeder Fessel ist bereits die Verbindlichkeit angelegt, welche Situationen schafft, in welchen Kontrolle tatsächlich für den oder die Sub nicht mehr möglich ist. Fluchtmöglichkeiten sind mit einem einzigen Klick einer Handschelle entschwunden. Tatsächlich gibst Du alle Kontrolle ab, die Partnerin verfügt buchstäblich über dein Leben.

Dieser Gedanke… sie wird doch nicht… ist in der Situation angelegt, und das kann bis zum Lebensentwurf gehen. Was fahrlässig erscheint, ist dabei der mächtige Ausdruck der Ernsthaftigkeit des Sub, und jede geborgene Erfahrung verstärkt gerade deswegen die Bindung.

Es ist ein ganz wunderbares Geschick, so einen Menschen zu treffen. Und das denken Beide. Die Herrin und der sklave. Ich bin gesegnet.

Wir sind ein Paar

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Manchmal stellst Du uns vor einen Spiegel. Und wenn ich keine Maske auf habe, wird mein Blick von Deinem gebannt und ich schaue tief in Deine dunklen, lebendig leuchtenden Augen. Ich sehe auf das Paar, das mir entgegen sieht, und es IST ein Paar. Die Bindung strahlt weit über das Sichtbare hinaus, und ich sehe, dass ich Dich stolz mache, dass mein Dasein die Herrin lebendig sein lässt. Und habe ich eine Blindmaske auf, so sehe ich Dich trotzdem, und ich fühle, dass ich Deine Schönheit strahlen lasse. Wenn ich Dir Kraft gebe, habe ich sie auch selbst, und die Art, wie ich Dich in Deinem Lebensgefühl unterstütze, wie ich Deine Talente erkenne, verehre und preise, wie ich mein Herz für Dich immer öffne und meine Seele mit der Deinen sich verbindet, macht meinen Sinn im Leben aus. Ich bin für mich ohne Dich nicht denkbar, und wenn in einem Spiegelbild alle Aufmerksamkeit auf Dir liegt und man erst auf den zweiten Blick erkennt, dass ich in meiner eigenen Haltung fest und sicher knie, dann bin ich nicht zurückgesetzt, sondern in meiner Bestimmung daheim. Und es wird noch viele Bilder von uns geben, und immer weiter wird es gehen mit der Freude, einander Nahrung zu geben für die Energie, die uns in unserer Haut Gutes tun lässt – für andere aber auch und vor allem für uns.

Du gewinnst immer

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Keine Lust? Nicht gut drauf? Indisponiert? Wir kennen es alle. Ein Partner ist gerade lebendiger als der oder die andere. Doch wunderbar, ich habe gar keine Chance. Du stellst mich, fesselst mich, nimmst Dir mich vor, umschleichst mich wie eine Raubkatze, die ihr auserwähltes Männchen vor sich hat. Ich sehe Dich, ich wittere Dich, ich stelle mich in meine Fesseln hinein. Du kennst nur einen Stolz: Dir zu holen, was Dir gehört, und übersiehst gnädig das Unding, dass ich mich überhaupt „bitten lasse“. Aber Du hast Zeit. Du wartest, beobachtest, triezt, bis ich zu Keuchen beginne, mein Atem schwerer geht und sich mein Körper spannt, in den Fesseln nicht länger hängt, sondern sich aufbäumt und Dir entgegen streckt. Aber eben, Du hast Zeit, jetzt erst recht, und geniesst Deinen Triumph und nimmst Dir vor, Dich schadlos zu halten, indem Du mich bis zum Letzten fordern wirst. Du gewinnst immer. Und Du weisst, wenn Du mich danach losbindest, werde ich nieder sinken, Dir Deine Füsse küssen und hinter Dir her kriechen, darum bettelnd, die Lust aus Dir trinken und schlürfen und saugen zu dürfen…

Wir haben eine animalische Gier der Geilheit in uns, die wir für einander freilegen können, und Du sorgst dafür, dass Dir diese Erfahrung immer wieder gegönnt ist. Schlussendlich bin ich der Bettler, der sich zwischen Deine Beine wünscht, immer und immer wieder, und Du bist die Herrin meiner Lust und meiner Zeit, meines Atmens und Pochens und meines Verlangens. Und so lerne ich erneut, dass Deine Befriedigung meine Bestimmung ist, mein Sinn und mein ewiges Ziel.

Das Lustreich den Frauen!

Wann immer ich Frauen um mich habe, fühle ich ihren Zauber. Frauen sind wunderbar. Sie sind so empfindsam, scheinbar verletzlich, doch Ihr habt so unfassbar viel Sinnlichkeit in Euch, und Eure Lust ist Teil der Quelle des Lebens. Mann muss Euch verehren, huldigen und alles dafür tun, dass nicht nur eine Atmosphäre, sondern eine Vertrautheit entsteht, die Euch Freiheit fühlen lässt – und die Freude, in Eurer Lust verehrt zu werden und schlicht alles von Euren Männern zu bekommen. Und können wir das nicht, so soll da wenigstens für Euch der Wunsch, der Wille erkennbar sein, dass wir Euch alles gönnen, Euer Glück wollen, denn wenn Ihr es fühlt und bekommt, dann strahlt dieses Geschenk zurück.

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Menschen sind unterschiedlich, Frauen sind auf verschiedenste Weise faszinierend, besonders, und die Königin in Euch soll gefeiert werden, sich entfalten können, so dass jeder Raum Eure Sinnlichkeit atmen kann. Es gibt nichts Grossartigeres als eine natürlich selbstbewusste Frau, die fühlt, dass sie geliebt, absolut respektiert und verehrt wird. Und das vor allem: Ersehnt, begehrt, mit höriger Inbrunst.

Das Glück unserer Frauen

credit: Severe Sex Films – illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wo Frau und Mann wirklich zusammenkommen, wohnt das Glück der Menschen. Nichts Schöneres gibt es in den Augen eines sklaven, als ein Strahlen im Gesicht seiner Angebeteten. Und, liebe Frauen und Männer mit anderen Wesensmerkmalen: Das gilt natürlich für uns Alle, und ich bin mit jedem Mann verbündet, der eine Frau glücklich machen will und kann – mit welchem persönlichen Wesen auch immer. Verständigen müssen und sollen wir uns, die Frauen hochleben lassen und uns daran laben, wenn sie ihr Glück mit uns und ihren Freunden teilen.

Das Glück unserer Frauen ist unser Glück, unsere Freude, unsere Inspiration für das eigene positiv gestimmte und gefühlte Dasein. Wenn Frauen geniessen können, geniessen wir mit. Wir können so viel von Euch Frauen lernen! Und wie viel Mut, Du, meine Herrin hast, wie viel aus der Ruhe kommende Kraft – und eine Liebe, die immer bereit ist zu geben. Also will ich Dir Energie geben, jeden Tag, so dass Deine Überzeugung, dass alles zu Dir zurück kehrt, Beweise bekommt. Und es ist toll, das hier teilen zu dürfen!

Wohlwollen

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Ich bin Dir ausgeliefert. Das bedeutet auch, dass ich weiss, dass Deine Gunst nicht gekauft noch verdient werden kann. Es braucht immer Deine Güte, um Dir genügen zu können. Diese Grundkonstellation macht etwas mit einem. Ein sklave weiss, dass er dient aus seinem inneren Antrieb, und stösst das auf Wohlwollen, so empfindet er Dankbarkeit. Nur schon deshalb zeige ich sie immer und bringe sie zum Ausdruck, wenn ich sie fühle, denn was könnte als Gabe einer Herrin schon selbstverständlich sein?

Beziehungen schleifen sich ab. Viele Menschen werden sich überdrüssig. In einer Femdom-Bindung ist die konstante Anbetung des sklaven selbstverständliche Voraussetzung. Aber es braucht ganz zentral die Bindungsarbeit der Herrin, die vor sich selbst klare Ausrichtung, wo sie mit ihrem Besitz hin will, und die Beziehung kann sich nur entwickeln, wenn sie beharrlich bleibt, im Blick hat, was ist und werden soll, aber mit der Empathie, die ihr Stück dort weiss, wo es sich wirklich befindet, und wo sie es sich immer wieder greift. Es ist wunderbar, darf ich eine solche Frau haben und in meiner Verehrung erleben, dass ich Freude mache. Nach wie vor. Jeden Tag neu.

Der Moment der Klarheit

credit: Men Are Slaves – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Dieser Moment steht für alles, was sich eine devote männliche Seele durch das von ihr gemachte Angebot wünscht:

Es ist der Augenblick, in welchem frau begreift, dass mein Unterwerfungswille echt ist, meine Bereitschaft zur Unterordnung nicht gespielt, sondern ein Bedürfnis. Wenn die Frau mir dann ins Haar greift, bemerke ich in ihrer ganzen Haltung eine Veränderung. Die Freude, dass „es“ wahr ist, trifft auf die Freude, dass meine Gabe angenommen wird. Von nun an regiert Frau und alles geschieht mit ihrem Willen.

Immer wieder denke ich, welch riesiges Glück es bedeutet, diesen Moment zwar immer wieder zu zelebrieren, um ihn aber schon zu wissen, die Basis dahinter zu kennen, längst in einem ständigen Bewusstsein dieser Ordnung zu leben. Und es ist eine herrliche Ordnung, eine Regel und ein Naturgesetz, das meine Welt entschleunigt und vertieft, mich in die Ruhe führt und in die Sinnlichkeit. Ich habe die Gewissheit, mit meiner Art genau der richtige zu sein für die speziellen Bedürfnisse meiner Frau und Herrin. Das Lächeln, das Du, meine Herrin zeigst, begleitet uns durch alle Tage, und wenn ich es wahrnehme, ist dieser mein Tag so schön wie der gestrige – und der morgige soll genau so werden.

Es ist so. Es ist richtig. Es ist wahr. Es ist schön, erhebend, grossartig, besonders. Es ist unser Ding, unser Leben, unsere Bindung, unser Empfinden, unser Glück.

Es lebe die Lust

Du hast immer einen Plan mit mir. Du schaust mich an und entwickelst Lust darauf, mich zu benutzen, zu triezen, anzuheizen, zu fordern, zu geniessen. Und ich kann nichts weiter tun, als mich zu fügen, einzulassen. Dabei aber empfinde ich unbeschreibliche Dankbarkeit und immer wieder neu staune ich über Deine Energie und die Art, wie Du mich Deiner Lust zuführst…

credit: submissed.com – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Es lebe die Lust. Du lebst sie wirklich. Du teilst sie. Suchst sie. Zeigst sie. Ich bin gesegnet. Ich habe meine Sinnlichkeit entdeckt und vertraue meinem Körper. Nicht vorausgesetzt dass. Sondern „einfach so“. Ich bin wie ich bin, und genau so gehöre ich Dir und erlebe, dass Du mich geniessen kannst. Etwas Schöneres habe ich nie erzählt und vorgelebt bekommen.

Es lebe die Lust. Es lebe meine Herrin!