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Die Schönheit unserer Botschaft

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Herrin und sklave… können wir uns Beide mit unseren Wesen begegnen, so liegt darin immer eine Schönheit. Und sie wird uns immer bleiben, denn die Schaffung der Konstellation aus Herrschaft und Hingabe erlaubt eine so tiefe Botschaft an den Partner, die uns einfach immer wieder sofort für einander einnimmt. Und so siehst Du in meinen Augen so deutlich, wie ich mich nach Deiner Berührung sehne, bevor Du das Licht dämmst, die Kerzen anzündest und nach mir fühlst… Da ist noch eine zweite Arretierung, Fesselung, Bindung, Auslieferung, welche die Fixierung an der Wand toppt… Du tastest nach Deinem sklavenSchwanz, der schon lange nicht mehr der meine ist und fühlst den Stahl, welcher Dein Eigentum deutlich macht, und Du fragst Dich, was ich gerade davon überhaupt spüren mag, während Dir jede Nervenzelle meines Körpers verrät, was ich auf jeden Fall fühlen möchte…

Niemand hat mich je so berührt wie Du, so wissend, so lüstern, so überlegen. Niemand spielte je mit mir wie Du und meinte dabei alles ernst und persönlich. Und so, wie wir in diesen Raum gelangt sind, wie er sich füllt mit meiner Hingabe und Anbetung, so werden wir ihn wieder verlassen, so Du es willst – mit weiteren Erfahrungen und neuen Botschaften, die sich in meine sklavenSeele brennen und mich lebendig halten in meinem Selbstverständnis als Dein ewiges Eigentum.

Von der Bühne ins Leben

Wenn Frauen um deine Neigung wissen, sie kitzeln und freilegen und sie dann benutzen, um dich zu unterwerfen und zu erniedrigen und dabei eine Grösse ausstrahlen, eine Souveränität, eine Erfahrung auch, die sie lehrt, wie sie perfekt deine Sehnsüchte freilegen können, dann legst du die ersten Male deine Seele offen und wirst lesbar wie ein Buch. Und die Leserin darin zieht ihren Nutzen daraus und spielt vergnügt mit ihrer Entdeckung, und es ist durchaus so, dass alle mit Erlebenden es geniessen können. Macht und Unterwerfung sind ein Aphrodisiakum für alle BDSM-Liebhabenden.

credit: Bearbeitung vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Und dann gehst Du nach Hause, erfüllt vom wohl ähnlichen Gefühl wie ein Schauspieler, der eine Rolle verkörpert hat und ein Leben dargestellt, das er versteht, mit Gleichgesinnten oder zumindest Wissenden, und Du bist Dir ein Stück näher gekommen. Davon bleibt etwas haften, aber es ist wichtig, dass Du unterscheiden kannst zwischen dem Bühnenstück und dem Leben.

Und nun kriege ich selbst mein Bühnenstück geschrieben. Nein, mein Leben selbst schreibt sich getreu meinem Wesen und so Vieles, dem ich mehr nachfühlen konnte als es wirklich zu verkörpern, ist nun nicht ein positives Theater, sondern ein sich erfüllendes Leben, und darin bin ich, natürlich, ganz viel mehr als ein Spielzeug, und meine Partnerin ist keine Projektion. Reduzierungen sind Hilfen für die Freischälung von Essentiellem, aber sie alle gehen auf in einer Ganzheit, in welcher wir uns begreifen – und dabei ist alles persönlich von Belang und entsprechend kostbar. Es ist grossartig, die Göttin in der Frau als ganzheitliche Person erfassen zu lernen und ihr wahrhaftig zu dienen.

Wenn Anbetung wahre Freude ist

Wenn Du mir zeigst, wie wohl Du Dich in Deiner Haut fühlst, wenn meine Anbetung ihr Ziel erreicht, wenn Du mich ganz einfach und natürlich in die Knie zwingst, mich zu Dir befielst und meine Anbetung empfängst, fühle ich, wie jedes Wort über Deine Schönheit auf fruchtbaren Boden fällt, von Dir aufgenommen und geglaubt wird. Du sollst als meine Herrin Dein Leben lang erfahren, wie wunderbar Du bist, und jeder Kniefall vor Dir, der dazu dient, ist eine Jubelgeste!

credit: Lakeview Entertainement, MistressJennifer – Illustration: diener der SHI – courtesy of kink.com

Ja, schau Dich an, fühl Dich, spür Dich, schau auf mich, wie innig ich Dich anbete, wie ich nicht müde werde, Deine Herrlichkeit zu preisen und Dir zu huldigen, und spüre die Bewunderung, die ich für Dich hege und die Freude, zugegen sein zu dürfen bei Dir, vor Dir, unter Dir, und Dich erfreuen zu dürfen. Koste es aus, so lange und wie Du es willst, Du machst mich damit Stolz und erfreust meine sklavenSeele.

Du kommst tief zu mir

Die Einschliessung, die Abgabe jeglicher Kontrolle, die absolute Auslieferung führt mich in eine Art Kontemplation, in welcher ich auf mich allein zurück geworfen bin und gleichzeitig komplett offen für die Person, welche die Macht hat. Und diese Person ist nicht jemand Fremder, sondern der mir vertrauteste Mensch der alles über mich weiss – und der erfahren wird, was ich selbst weiter über mich herausfinde. Ich bin einerseits komplett auf mich hin geleitet und gleichzeitig abhängig von einer Betreuung – und in der Art, wie ich diese erfahre, liegt Durchsetzung und Hinwendung zugleich. Dass ich dabei auch in Dir eine Menge auslöse, dass Du selbst eine tiefe Ruhe empfindest, die von mir ausgeht und Dich erreicht, ist zusätzlich speziell und freut mich sehr.

credit: Torturetime– Illustration: Diener der SHI – courtesy of kink.com

Und wenn Du dann zu spielen beginnst, wenn Du prüfst, wie weit mein Vertrauen geht, dann vertiefen sich alle Eindrücke und Empfindungen, und tatsächlich kann ich mein Vertrauen immer häufiger und immer länger über plötzlich aufkommende Reflexe legen, während Du die Erfahrung machst, was diese Unbedingtheit meiner Aufgabe jeglicher Kontrolle in Dir auslöst. Das Lächeln in Deinem Gesicht wird immer mehr Deine Seele spiegeln.

Kontemplation hat keine Altersgrenzen

Wir haben uns wieder mal gegenseitig versichert, wie wahr für uns Beide unsere Bindung ist – und wie viel uns ihre Zeichen und Grundlagen bedeuten. Dazu gehört ganz feste, dass unsere Stellung in Stein gemeisselt ist. Oh, ich werde älter werden, natürlich, noch älter, und mein Körper wird nicht ewig jede Stellung über lange Zeit mitmachen. Aber das ist auch gar nicht nötig. Denn massgeblich ist, was in unseren Köpfen geschieht. Und wenn wir etwas nicht brauchen, dann ist es aufgeregte Action. Wir lieben die Setzung, die Vertiefung, das Verkörpern und die Besiegelung eines Zustandes, in welchem wir Beide unser Bewusstsein schärfen können. Und natürlich gehört dazu auch, absolut passend, dass Deine Bequemlichkeiten Dir erst recht viele Jahre Genuss garantieren sollen, während dem Du Dir überlegst und lüstern zurecht legst, wie Du mich weiter fordern kannst – und wie ich Dir zeigen darf, dass ich in meiner Unterwerfung zutiefst meine Herrin bejahend für Dich präsent sein darf und soll.

credit: Divine Bitches – Illustration: diener der SHI – courtesy of kink.com

Königlich sollst Du Dich fühlen, Deine Macht wollen wir zelebrieren, und Deine Lüsternheit wird immer auf meinen hörigen Geist treffen! Ich kann geradezu spirituelle Energie darin entwickeln, in einem Zustand, einer Stellung zu verharren und nichts anderes tun zu können, als in Deiner Gewalt zu sein, bei Dir, zu Deiner Erbauung. Und immer mit der Aufforderung, in mich zu gehen und es weiter und weiter zu vertiefen. Das bläust Du mir nicht nur ein, daran arbeite ich selbst, denn ich liebe es, auf den Menschen ausgerichtet zu werden, der mich ganzheitlich empfängt und meine Entwicklung immer weiter treibt.

Mein Dein Werkzeug

credit: Illustration: diener der SHI – courtesy of kink.com

Meine Zunge ist mein wichtigstes Sinnesorgan und sklavenWerkzeug in einem. Unfassbar, was deren Geschmacksknospen schon schmecken durften und welche taktilen Sinnesgaben sie vermitteln kann! So empfängt und gibt sie in Einem, und ich bin sehr glücklich, bin ich mit ihr so gefragt! Auch wenn sie eigentlich immer Einsatzfreude zeigt, so ist es doch sehr erregend, zu erleben, mit wie viel Nachdruck Du sie fordern kannst. Und wenn Du mich so packst, bin ich völlig wehrlos, und ich erlebe einmal mehr, dass mein Körper Dir gehört – Du dringst in mich ein, Du machst mich fest, Du benutzt mich exakt so, wie es Dir gerade einfällt, einschiesst oder Du es von langer Hand Dir ausgemalt und geplant hast. Spielball Deiner Lust zu sein, ist so erregend, erfüllend und auf wunderbare Weise fordernd, dass ich einfach nicht genug davon bekommen kann, und so bemerkst Du sehr wohl, dass mein Körper unter Dir sich zwar anspannt, aber nicht verkrampft, und so spüren wir beide dem Druck Deines Daumens nach…

Die Macht der Öffnung

credit: Divine Bitches – Illustration: diener der SHI – courtesy of kink.com

Jede Penetration ist eine Machtausübung. Wenn ich in einen Körper eindringe, nehme ich ihn in Besitz. Ich fahre in ein Loch, ich stopfe, spreize es, ich stosse in den Körper hinein… Wie diene ich als sklavischer Mann einer Frau, erfülle ihre Bedürfnisse und bleibe dabei doch immer der ehrfürchtig ergebene?

Nun, erst einmal, indem ich dem Grundsatz treu nachlebe, dass mein Körper meiner Herrin gehört, und damit auch meine Löcher von ihr jederzeit und immer geöffnet und gestopft werden können. Dabei erleben wir Beide, was das mit uns macht und spüren dabei unserer Natur weiter nach, unterstützt durch die Partnerin. Das Bild ist bewusst gewählt, zeigt keinen Fick, und doch ist es einer. Denn die Macht des Vorgangs fängt viel früher an und geht viel weiter – und das wissen wir Beide, weshalb jede Öffnung meiner Lippen etwas ungeheuer Mächtiges und Tiefgehendes an sich hat. Ein einziger Finger genügt, dass ich erobert bin, in Besitz genommen…

Das Lustspektrum meiner Herrin soll durch nichts eingeschränkt, mit mir aber ganz stark erweitert werden. Du wirst begehrt. So sehr! Nur zeige ich Dir das nicht erst mit meiner Brunft, sondern zuerst und immer mit meiner Demut, meiner Unterwerfung und der Offenlegung meines Verlangens – in jeder gefühlten Weise. Oh ja, ich bin ein Mann. Du hast mich erst richtig zu einem gemacht, und ich begehre Dich und möchte Dich haben. Doch auch wenn es geschieht, wird einer Königin gedient, hofiert, ihr Verlangen erkannt und befriedigt.

Und die Tatsache, dass es nie nur um das Eine geht, macht jede Öffnung noch intensiver. Und die Penetration, der wirkliche Fick ist eine Lustfeier der begehrenswerten Begehrlichkeit meiner Herrin. Ich bin sehr glücklich, dass ich Dir auf unzählige Weisen zeigen darf, wie begehrenswert Du bist. Und wie sehr Du mich besitzt, wie absolut die Eroberung ist, mit welcher Du mich gefangen und zu Deinem Besitz gemacht hast.

Segen der Lust

credit: Illustration: diener der SHI – courtesy of kink.com

Es gibt nichts Schöneres als die sich befreiende Lust einer Frau – sie macht nicht nur die Frau als Person schön, sie steht für das Leben und verzaubert alles. Wenn Du Dich in der Lust ins Kreuz wirfst, sich Dein Körper spannt, Dein Kinn sich strafft und sich nach oben bewegt, wenn Dein Hals, Dein Rumpf, Deine Seite sich spannt und alle Energie in Deine Mitte fliesst, dann gibt es dafür keine Worte, aber ich vergesse das nie. Und die Erinnerung daran, das Wissen, dass ich Dich immer wieder so werde erleben dürfen, ist reine Inspiration und gibt mir eine Ahnung von der Grossartigkeit unserer Schöpfung und vom ewigen Geheimnis der Lust.

Hat die Lust ein Alter? Vielleicht wandelt sie sich, aber in ihrer Bedeutung, in ihrer Tiefe, in ihrem Segen ist sie zeitlos, ja, entwickelt sie sich weiter, und sie sollte für uns Menschen unser ganzes Leben lang wichtig bleiben. Wenn alte Menschen davon erzählen, dass die Sehnsucht danach niemals stirbt, sollte das nicht ihr letzter Satz zum Thema sein, sondern ein erster für das weitere Leben. Lust ist persönlich, und es gibt für sie keine Norm und nur die eine Moral, dass Verlangen und Berührung niemals ein Tabu werden sollten.

Wohl den Menschen, die sich die Zärtlichkeit erhalten, und darüber hinaus noch viel mehr.

Meine Strahlefrau

Ich nenne Dich „meine strahlende Herrin“, und ich weiss, warum. Wo auch immer ich mit Dir zusammen bin, ob in der Öffentlichkeit oder im persönlichen Miteinander, ich habe stets meine Sonne bei mir, meine Kraftquelle, meinen Fixstern. An Dir ist mein Firmament, meine Welt befestigt, und ich schäme mich nie, zu Dir aufzusehen und mich Dir unterlegen zu fühlen, denn es ist reine ehrliche Ergebung, die mich deshalb nach Deinem Willen fragen lässt. Ich bin Dir in der Kunst unterlegen, die Liebe über alles zu stellen und entsprechend zu leben, aber ich werde von Deinem Beispiel nicht erschlagen, sondern ermutigt und inspiriert, und ich gebe Deine Liebe zurück und ich gebe sie weiter.

Und im direkten Gespräch und Austausch knie ich ganz selbstverständlich vor Dir und feiere damit Deine Herrlichkeit. Und wenn Du dann auch noch SO vor mir stehst, mich in Deine Lustwelt führst, mich hin befielst und auf meinen Schultern und meiner Zunge reiten willst, dann kann mein Kreuz nichts anderes wollen, als Dich zu stützen, während mein Gesicht sich vor Dich und unter Dich schiebt… Und gerade noch sehe ich, wie sich Dein Kinn ein bisschen nach vorn schiebt und Deine Augen blitzen…

credit: Men In Pain – Illustration: Diener der SHI – courtesy of kink.com

Es regiere die weibliche Lust!

credit: Captive Male – illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Sex hat sehr oft mit dem Spiel der Macht zu tun – und jede Penetration ist ein Beispiel dafür. Und leider ist es sehr oft so, dass der weibliche Wunsch, die Stärke und das Verlangen des Mannes zu spüren, dazu führt, dass sie sich dem Vorgang oberflächlich entsprechend ein Stück weit unterordnet. Geschieht das in einer Weise, die sie glücklich macht, finde ich alles wunderbar. Führt es dazu, dass sie in ihren tieferen Bedürfnissen übergangen wird, so macht mich das traurig:

Kein Mann kann wirklich ein erfülltes Leben führen, wenn er nicht das Glück seiner Frau ist. Auch darum macht mich die Konstellation in unserer Femdom-Beziehung so sicher: Ich erlebe tagtäglich, dass Dein Leitsatz:

Es lebe die Lust!

von Deiner natürlichen Anmeldung Deiner Bedürfnisse begleitet wird. Und dass in jeder Situation unserer Vereinigung unser Erleben immer darin gipfelt, dass Du die Königin bist und alles Deiner Lust dient. Mich Dir zu unterwerfen, bedeutet, Dir auch in jedem Fall das Hochgefühl zu bescheren, über mich zu verfügen und Dir nehmen zu können, wonach Dich gelüstet. Denn ich bin Dein Eigentum und Dir hörig ergeben – auch und gerade mit all meinen eigenen Gelüsten und meinem Verlangen danach, mich mit Dir zu vereinigen.

Meine erste, meine ewige Lehrerin

Es ist einfach eine Feier. Jedes Austausch, jeder Blick, jedes Zusammensein, in welcher Form auch immer ist wie Kindergeburtstag. Du bist meine Lehrerin. Manchmal bin ich in einer Art und Weise närrisch auf Dich, verliebt, träumend, schwärmerisch, die der kleine Junge das gegenüber seiner ersten Lehrerin manchmal empfindet. Und Du lächelst zurück, geniesst, fühlst, dass hinter der Schwärmerei die Bindung eine echte Tiefe hat. Was Du mir gibst, was Du mich lehrst, ist nicht vergebens. Es trägt Früchte, es bereichert hoffentlich niemals nur mein Leben. Du wirkst in mir, für Dich, aber auch für ganz viele andere Menschen in meinem Umfeld, weil Du mich zu einem besseren Menschen machst. Einem, der seine Natur kennt, seine Stärken und Schwächen, und sich als Person annehmen kann.

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und so strahle ich Dich an und zaubere Dir ein Lächeln aufs Gesicht. Dass ich Dir auch ein Glück bin, Du mir das auch immer wieder sagst, ist mein Segen. Das zu hören, zu sehen, zu erleben bedeutet mir ganz viel, denn ich weiss, welche Kraft Du für andere aufbringen kannst, und wenn Du schon ein so leuchtender Stern in unserer Welt bist, so sollst Du Deine Energie auch immer wieder neu bekommen und einen Rückzugsort und einen Menschen haben, bei dem Du empfangen kannst um zu geniessen. Du hilfst mir damit. Bei mir ist Geben auch ein Nehmen. Indem Du mich nimmst, gibst Du mir meine Bedeutung. Ich danke Dir so sehr.

Immer Oben und Unten

credit: Illustration: diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Lederjacke, Handschuh, Maske, Halsband – alles wunderbare Accessoires, die uns in unseren Wesen strahlen lassen – aber wenn wir sie anziehen, geschieht keine Verwandlung, sondern nur eine Verdeutlichung. Wir legen frei, was wir sind und feiern die Schönheit, die darin liegt – genau so, wie das Brautkleid die Feierlichkeit der Hochzeit und die Botschaft festhält, wer der Mittelpunkt allen Handelns ist… Doch alles, was unseren Umgang ausmacht, ist in uns angelegt, ist Teil unseres Wesens und braucht für sich keine Uniform, keinen Fetisch, keine Utensilie. Wir könnten nackt auf einer einsamen Insel wohnen und würden doch unser Oben und Unten zelebrieren und leben – schlicht weil es Teil unserer Natur ist und uns Entfaltung unserer Charaktere schenkt und das Eintauchen in unsere Gefühle. Die Kette, mit der Du mich angebunden hast, ist real, ganz egal, ob sie angelegt ist oder nur gedacht. Die mächtigen Zeichen Deiner Ansprüche an mich liegen in Deinen Augen und glühen im Herzen. Ich kenne sie, fühle und erlebe sie, bin stolzer sklave und glücklicher Diener.

Im Kriechgang hellsichtig werden

credit: Illustration: diener der SHI – courtesy of kink.com

Eine faszinierende psychische Erfahrung – sogar nur schon in der Vorstellung, aber für noch viel mehr sklaven in der praktischen Umsetzung: Ein Tag, an dem sich der sklave nur kriechend fortbewegt und nur die Beine seiner Herrin im Blickfeld hat, hat eine tiefe Wirkung. Und alles, was mich im Bewusstsein, sklave und Eigentum meiner Herrin zu sein, weiter bringt, vertieft meine Sicherheit, eine wahrhaftige sklavische Identität zu haben.

Du krabbelst mir nach. Immer. Du suchst den Kontakt zu mir, indem Du, wenn Du mich erreichst, deine Wange an meine Wade schmiegst. Und wenn du Staub liegen siehst, frisst du ihn. Und ist da ein Fleck, so leckst du ihn weg.

Die Selbstverständlichkeit, mit der Du mich erniedrigst, die Sorgfältigkeit und Tiefe, die Du damit selbst anstrebst – alles beeinflusst meine Wahrnehmung und dringt direkt in meine Gefühlswelt ein und verankert sich in mir. Ich werde wie hellsichtig für meine Bestimmung.

Ketten und Zärtlichkeit

Mit meinen schweren Ketten gleichzeitig Deinen warmen Körper spüren zu dürfen, ist mir ein ganz süsses Glück! Meine Fesseln und meine Unterwerfung mit zärtlicher Anbetung zu beantworten, ist mir ganz natürlich – geradezu ein Betteln, dass meine Verwendbarkeit für Dich nie ein Ende haben möge! Alles ist Sprache, ist Dialog, und ich bin verrückt nach Deinem Hals, seinem Ansatz, der geschwungenen Linie des Schlüsselbeins… ich habe Deine Stimme im Ohr und Dein Lächeln liegt auf Deinem Gesicht und in meinem Kopf, der gerade verarbeitet, was mir widerfährt. Doch wirklich wahrnehmen, fühlen, wertschätzen tue ich es mit meinem Herzen und meiner Seele, die gerade umarmt wird von Deinen Armen UND Deinen Ketten.

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wir stehen in einem Zauber zu einander, und Deine ganz natürliche Ausübung Deiner Autorität und Deines Führunsanspruchs erdet diesen Zauber, gibt ihm Boden, lässt mich fest und geborgen vor Dir stehen, unter Dir knien, bei Dir liegen.

Deine Präsenz in meinem Leben hat mein Bewusstsein nicht nur weiter frei gelegt, sondern diesem Erkennen ein konkretes Erleben geschenkt, begleitet von der Erfahrung, dass ich meinerseits Gutes auslösen und ein Herz erwärmen kann.

Ich bin Dein.

Zeit ist kostbar

Zeit ist kostbar, das gilt so oft für uns alle. Wir wollen und müssen so viel erledigen. Wir sind an einer Arbeit und denken schon an die nächste, wir schieben etwas dazwischen, bevor das Bisherige erledigt ist. Wir gestalten und freizeiten, wir wissen um Erwartungen oder haben sie selbst. Das ist eines der Dinge, die ich am meisten vermisse, die ich entsprechend intensiv mit einer Vorstellung verbinde:

Wenn die kostbare Zeit ausserhalb meiner Kontrolle liegt. Nicht ich gestalte sie. Über meine Zeit wird verfügt. Aber da wird ganz viel Raum sein für Gedanken, Empfindungen, Bewusstsein…

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Gerade schaust Du mich an und verrätst mir, dass Du gerade schon sehr viel Lust hättest, mich zu benutzen. Aber Du kostest es aus. Du zelebrierst immer wieder die Erfahrung, dass Dir Dein Besitz nicht genommen werden kann, und dass dieser Ort hier, an dem wir uns gerade befinden, der beste Ort überhaupt ist. Ich bin Dir sicher, und Du schaust mir in die Augen und siehst keine Angst, sondern ein Stück Verwegenheit, wie sie ein sklave empfinden mag, der glaubt, schon so viele Prüfungen bestanden zu haben. Es wird neue geben. Und Feste. Feiern, die hochhalten, was wir haben, die wie Erntedankfeste sind. Es heisst, der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen. Wir werden nie vergessen, dass das Gegebene eine Gnade ist, und wir machen etwas daraus. Jeden Tag genau so, wie es der Tag möglich macht. Für Dich. Und Dein Strahlen.

Vertrauen und Liebe, oben und unten

Mich komplett auszuliefern, bedingt Vertrauen – und tatsächlich sollte keine Sehnsucht so gross sein, dass man sich in eine hilflose Situation begibt, wenn man dieses Vertrauen nicht spürt oder irgendwo Zweifel nur scheinbar weg gewischt sind. Eine professionelle Domina sieht bei dem Vorgang sehr deutlich, wie weit ihr Kunde ist, sieht sich in ihrer Wirkung bestätigt und baut darauf die Session auf. Das ist im notwendigen und seriösen Sinn die erfüllte Erwartung, auf die jeder Gast zählen können muss. Doch wenn die Herrin die eigene Partnerin ist, dann ist dieses Vertrauen noch ganz anders möglich und muss doch leichter fallen, schneller gezeigt werden können? Erst mal liegt darin auch eine Gefahr. Selbst eine Liebe kann sich überschätzen, und sie soll nicht überfordert werden, und zwar beidseitig. Es ist ganz wichtig, dass der Respekt bei Beiden ganz stark ist. Dann dringt dieses beschriebene Vertrauen in jeden erlebten Moment, erfüllt alle Sinne und macht das Erlebte zu einer wahrhaftigen Liebesbotschaft, die enormes Wachstum in sich trägt.

Ich sehe, dass Du gerne nimmst, dabei aber auch immer „nachschaust“, ob ich und wie ich wirklich dabei bin, und dann ist Deine Macht ein Triumph, der auch das Staunen in sich trägt, dass da ein vertrauter Mensch ein so sehr Vertrauender ist, und sich auf Dinge einlässt, die Dir niemals abverlangt werden könnten.

credit: Captive Male – illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und ich kann bei Dir und mit Dir Einlassung noch auf ganz andere Weise erleben und darin aufgehen – und vor allem bekomme ich etwas zurück, das weit über Respekt und Sympathie hinaus geht. Die Beute, die ich darstelle, ist Dir ein wirklicher Schatz. Phantastisch.

Meine Dankbarkeit weiss um Deine Einmaligkeit

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Es ist, wie wenn ein Erwachsener Kindergeburtstag erlebt: Ich sehe zu Dir auf, ich staune, ich verehre, ich bewundere, und ich kann nicht wirklich fassen, dass Du mich willst, dass Du Dich auf mir niederlässt und MICH geniessen willst. Doch ich bin nicht wie ein Kind. Ich lebe es nicht einfach nur aus, obwohl es ganz wichtig ist, die Emotionen und das Erleben ganz unmittelbar aus vollem Herzen mitzunehmen, doch ich bin nicht selbstvergessen… denn dafür bin ich viel zu dankbar, immer wieder voller Staunen, dass Du mir widerfährst, mir geschenkt wirst, dass unsere Führung uns zusammengebracht hat und wir uns erkennen dürfen. Und entdecken. Immer weiter entdecken!

Königin, sklave und Beschützer

Femdom-Beziehungen sind die Art von Relationen, in denen sich zarte, scheinbar zerbrechliche Weiblichkeit entfalten, ihre Schönheit blühen lassen kann, während die männliche Kraft lernt, sich genau darauf zu fokussieren: Mit aller Verve sich dem Schutz und der Nährung dieses Blühens zu verschreiben. Es gibt für mich keine schönere Lebensaufgabe, als einem geliebten und angebeteten Menschen (für mich ist das DIE Frau) zu noch mehr Strahlen zu verhelfen.

credit: Divine Bitches – illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und seidene, sich schmiegende und sanft fallende Stoffe sind wie stählerne Ketten genau dafür geschaffen worden. Alle unsere Insignien schenken uns Bekräftigung und Intensivierung unserer Bewusstwerdung von Identität und Bestimmung.

Ja, tatsächlich, ich habe auch vom Beschützen meiner Herrin gesprochen, und ich meine das auch so: Einerseits soll die Bündelung all meiner Energie unter Deiner Herrschaft zur weiteren Entwicklung und Stärkung Deiner Person beitragen, und anderseits weisst Du, dass ich meinen Beschützerinstinkt immer in mir trage. Solltest Du je bedroht sein, so will und werde ich Mittel finden, Dich zu beschützen. Auch das ist mein Anspruch und soll Deiner Sicherheit dienen. Und nur, wenn Du Dich sicher, geborgen und in der Herrschaft über Dein Reich weisst, können wir Beide in unseren Bestimmungen aufgehen.

Unser unbedingtes Ja zu einander ist unsere grösste Stärke, und jede Feier unseres Zusammenseins macht dies noch mächtiger.

du bist toll

credit: courtesy ot The English Mansion, illustriert vom diener der SHI

Meine sklavische Sicht auf Dich, meine Herrin, ist, natürlich eine nicht nur schwärmerische, aber in jedem Fall enthusiastische Freude an Dir, Deinem Wesen und Deiner Erscheinung, und es ist meine Intention, Dir dies jederzeit zu zeigen und Dich entsprechend anzubeten. Aber es gibt eben von Deiner Seite aus nicht nur die ganz selbstverständliche Entgegennahme meiner Zeichen und Bezeugungen! Wie Du meine Unterwerfung auch vorantreibst, oder gerade, WIE Du das erreichst, lässt Dich mich nicht nur als niederes Wesen sehen – Du kannst mir geradeaus auch sagen, dass Du mich in all meinen sklavischen Haltungen toll findest. Ja, Du geniesst es in vollen Zügen und empfindest es als Geschenk, und das ist einfach phantastisch für mich. Ich fühle mich bis in die Tiefen meiner Seele in Deiner Gegenwart geborgen und beschützt.

Wie also könnte ich mir nicht zutiefst ersehnen, viel mehr und viel öfter vor Dir zu knien und exakt diese Gefühle zu erleben und zu vertiefen. Ja, es ist richtig: Ich bin jeden Tag dafür verantwortlich, Dich hier und in meinem Alltag zu zeigen, wie bewusst Du mir als meine Herrin ganz real hier in meinen Räumen bist. Und ich erhalte den Lohn unmittelbar durch Deine Reaktionen, und so tun wir alles dafür, dass sich diese unsere Verbindung über alle Distanzen und durch alle Zeiten hält, nein, weiter vertieft, und Dein Strahlen wird um so heller sein, wenn wir uns wiedersehen!

Dem Himmel nah

credit: amator org – illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du gibst mir Heimat, Du gibst mir Bestimmung, Du schenkst mir Aufgaben – Du machst mich mit Deiner Erwartung, befriedigt zu werden, zu einem stolzen Mann. Da ist es nur recht, nur gut, nur schön, nur folgerichtig, dass Du Deinen Genuss zelebrierst und ihn exzessiv lebst. Und in dem Du das machst, ehrst Du mich schon wieder, machst Du mich glücklich und lässt Du mich staunen, dass es möglich sein darf, dass mein Wesen, meine devote Natur und meine Hörigkeit auf so fruchtbaren Boden, auf eine lebensfrohe Seele und einen sinnlichen Körper treffen. Und während Du auf mir reitest und Deinen Kopf zurück wirfst und den Himmel berührst, schmecke ich Deine Lust und fühle mich in Deiner Wärme geborgen, fühle Deinen tanzenden Sinnen nach, weil Du mir geschickt und durchaus selbstverliebt so viel Luft lässt, dass ich nach Deinem Rhythmus suchen und ihn mitgehen kann.

Es sind Augenblicke, Stunden, in denen wir im Glück, dass sich unsere Wesen gefunden haben, aufgehen wie Blumen, die ihren Blütenkelch der Sonne entgegen strecken.