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Keine Geheimnisse mit Dir vor meinem Spiegel

Deine Präsenz ist mächtig. Käfige, Halsbänder, Seile, Ketten, Manschetten sind das Eine, aber Dein Auftreten, die Grösse, die Du vor mir unabhängig von Deiner körperlichen Gestalt einnimmst, die Macht, die Du mit Deinem Wissen über mich besitzt und mit dem Du mich steuerst und immer wieder überwältigst, ist gross. Vor Dir bin ich weich, leise, schaue ich unwillkürlich zu Boden, bis Du es anders befielst. Es ist schön, das alles zu spüren und die Wirkung zu erfahren. Und sie bleibt um so grösser, wenn wir später einander umarmen und Du mir auch diese Sicherheit schenkst.

credit: Harmony Fetish – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich bin für Dich ein offenes Buch. Ich will vor Dir auch keine Geheimnisse haben. Manchmal, wenn Du mir Fragen stellst, weiss ich, dass Du die Antwort schon kennst. Und ich schäme mich, bin ich mir meiner nicht annähernd so bewusst, wie ich es sein sollte. Denn ich bin bei Dir geborgen, mit allen Stärken UND Schwächen, und so darf ich mich selbst auch offen ansehen und erkennen.

Was ich bin, ist von Dir erkannt und angenommen. Mein Charakter wird von Dir gelesen. Und dabei bist Du selbst für mich ein Wunder, ein Zauber, eine Erscheinung, während ich für Dich auch spannend bleibe, ein Mensch, den Du entdecken und fördern willst und dessen Talente Dir gefallen und Du für uns nutzen willst – in einem Kontext, der Deine Stellung als Herrin ehrt und damit Deiner Person Respekt erweist.

Meine Verwendbarkeit

Du staunst immer wieder ehrlich über meine Verwendbarkeit und meine unbedingte Lust im Dienen. Doch so unstet mein getriebenes Treiben war, so verwurzelt bin ich nun, und Du nimmst diese meine Eigenschaft auf, labst Dich daran, erfreust Dich, teilst und besitzt doch unmittelbar und ohne jede Relativierung.

Ich gehorche – sei es, dass Du mein Wesen teilst, sei es, dass Du es für Dich vereinnahmst. Ich bleibe und bin immer Dein Eigentum, werde von Dir erkannt und angenommen und erlebe, wie ich mit meinem Verlangen Teil Deiner Welt bin und Dir als Herrin sichtbarer Diener bin.

credit: Banana Jacks – Printscreen – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und während ich gehorche und darin aufgehe, bin ich euphorisiert, weil ich erlebe, fühle und sehe, wie sehr ich Deinen Stolz nähre und mit meiner Haltung zeigen kann, wie sehr ich unter Deinem Befehl stehe und damit Deinen Status ehre. Du bist meine Herrin, Du herrschst über mich und geniesst, wie Du es Dir und uns gönnst.

Von der Sehnsucht zur Gestaltung

credit: Men In Pain – Printscreen, Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du hast meine Sehnsucht erkannt, meine persönliche Not, die darin lag, und Du hast sie verstanden und mich darin abgeholt und mir eine Heimat geschenkt. Du hast sie aufgefangen und mit Deiner Präsenz gelöscht, und mir die Freude gemacht, Dein eigenes Verlangen zu zeigen und das Glück anzunehmen, das darin liegt, mein Dienen zu erfahren.

Doch damit ist nicht das Ende erreicht, sondern ein Anfang geschaffen: Ich bin für nichts ein armer Kerl und zu bedauern, und wenn jetzt etwas nicht stimmt, ein Verlangen nicht gestillt werden, ein Zusammensein nicht möglich sein kann, so gibt es keinen Grund, mich selbst zu bedauern. Ich habe es in der Hand, mit meiner Situation versöhnt zu sein, das Schöne zu sehen und mit Dankbarkeit mein Glück zu sehen. Dabei hilft mir Dein strahlendes Beispiel, Deine Fähigkeit im Jetzt zu leben und die Eigenverantwortung zu sehen.

Was wir sind und erleben ist auch das Resultat unserer Haltung, und mit ihr lässt sich in jedem Fall alles Bestehende so erkennen, dass wir es positiv besetzen oder optimistisch daran gehen, es zu ändern. Es darf dauerd darum gehen, uns zu entwickeln und damit das Glück weiter zu äufnen, das darin besteht, Dir zu folgen und zu gehorchen.

Und nun drückst Du mich runter und geniesst meine Hingabe. Es gibt so viele, ja unzählige Möglichkeiten, meiner geliebten Herrin meine Verbundenheit zu zeigen, und ich danke Gott, dass Du jeden Tag vor erscheinst, so verlässlich, wie die Sonne aufgeht.

Spielfreudige Lust

Lustfreude ist Spielfreude. Mit echter, beinahe kindlicher Begeisterung kannst Du die Wirkung von Spielzeugen erproben, machst Du meinen Körper zur Spielwiese Deiner Entdeckungsreisen… Wie reagiert mein sklave auf welche Ansprache, was sind seine Reaktionen, wie bereitwillig öffnet er sich mir? Wie gross ist sein Vertrauen, wie reagiert er heute auf Arretierung?

credit: Printscreen, bearbeitet vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Das Joch wird von Ketten gehalten, aber die kannst Du jederzeit ausklinken, und dann spüre ich die absolute Schwere der Holzbalken, deren Eisenscharniere mich komplett fixiert halten… Aber nun willst Du, dass ich mich blind auf die Aufnahme der Schwänze konzentriere, die Du mir in den Mund schiebst. Und da festhältst. Tiefer, immer tiefer… ganz nah bist Du mir, um meinen Respekt zu fühlen, mein Schlucken, und Dich von der Weichheit berühren zu lassen, wenn ich mich wie ein Lamm ergebe und mein Maul weiter für Dich aufmache.

Ich rieche Dich. Ich fühle Dich.

Ich komme hier nicht weg. Doch meine Sorge ist nur, dass Du nicht weg gehst. Oder nicht wiederkommst. Ich gehöre Dir. Ich gebe mich Dir hin. Ich vertraue Dir. Ich bin offen für Dich, und Du allein entscheidest über die Schlösser und hast alle Schlüssel in der Hand.

Schön, dass es Dich gibt

credit: Men Are Slaves – printscreen, Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich mag Dir körperlich überlegen sein. Ich könnte Dich überwältigen. Nur schon der Gedanke daran ist absurd. Du stehst vor mir, und es braucht nur ein kleines Zeichen, und ich liege vor Dir. All meine Kraft gehört Dir. Meine breiten Schultern gehören zu einem Rücken, der sich vor Dir beugt. Ich will Dich beschützen. Die Talente, die ich habe, will ich zu Deiner Freude einsetzen. Deine Lebensleistung, Deine Bedeutung will ich stärken, ein Beispiel dafür sein, was ein Mann der Welt Gutes tun kann, wenn er seine Frau bedingungslos unterstützt.

Ich mag gerade Deine Füsse oder Schuhe küssen, dennoch sehe ich Dich lächeln. Ich spüre die erhabene, würdige, sichere Ruhe meiner Herrin – und dazu will ich beitragen. Dein Selbstvertrauen ist frei von Hochmut. Du strebst nicht nach Grösse und Bedeutung. Du lebst nach Deinen Überzeugungen, und wer Dir folgen darf wie ich, erlebt Deine Stärke. Du kennst Verantwortung und nimmst sie wahr.

Du kennst aber auch die Freude lustvoller Herrschaft und lebst sie aus. Begegnung ist Berührung, und Du wirst diesen Deinen sklavenMund so geniessen, wie Dir danach ist und uns Beiden damit glückliche Stunden schenken. Was hier gelebt wird, ist komplett natürlich und Teil dessen, was uns gemeinsam so stark macht.

Es ist schön, dass es Dich gibt, denke ich – und dann höre ich von Dir genau diesen Satz. Das ist Glück.

Die Schönheit erkennen

credit: Printscreen, vom diener der SHI bearbeitet – courtesy of kink.com

Wenn sich zwei Menschen in ihren Wesen erkennen und ihre Schönheit lieben und einander begegnen, dann haben nicht nur sie sondern auch ihr Schöpfer ein Lächeln im Gesicht. So sind wir gedacht und so wollen und dürfen wir erkannt werden, auf dass alle Talente, alle Fähigkeiten auch zur Empathie und Liebe Ausdruck finden können.

Wie schön ist es, die Königin zu erkennen, den sklaven, und alles, was wir einander dazu sagen und zeigen können, wird verstanden – und, natürlich, angenommen. Denn auch dies will gelernt sein: Den Zuspruch eines Partners wirklich anzunehmen, ihm seine Bejahung zu glauben, ist für viele Menschen gar nicht so einfach, und mir kommt gerade der Gedanke, dass wir es da vielleicht ein wenig einfacher haben, weil das Glück für uns sklaven eh alles andere als gegeben ist? Die Gesellschaft hat zwar eine Domina-Szene geboren, aber submissive Männer gelten nach wie vor nicht gerade als besonders angesehen. Es ist nicht leicht, der zivilen Sozialisierung mit dem üblichen Rollenverständnis ein eigenes anderes Empfinden entgegen zu setzen und bei sich zu bleiben. Wenn es dann gelingen darf, sich die eigene Welt zu schaffen, in welcher genau das, was ich empfinde, auch einer anderen Seele neue Türen öffnet, dann ist das Glück gross – und ich erkenne es auch und bleibe in der Dankbarkeit. Auch Gewohnheit schleicht sich viel weniger ein als in normalen Beziehungen, nichts wird so schnell selbstverständlich.

Und so strahle ich Dich an wie am ersten Tag, und Du lächelst zurück – und Beide stehen wir auch unter dem Eindruck des Weges, den wir zusammen gehen – und der Ernsthaftigkeit, mit welcher wir gestalten, ich geformt und gefördert werde.

Alles ist klar

credit: The Refenge Of The Baroness – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wir lieben Geborgenheit, Sicherheit, Gewissheit. Und in der Verteilung unserer Rollen sind die Nuancen darin genau richtig angelegt. Denn während für Dich die Sicherheit ständig grösser wird, Du die absolute Herrin über die Zeit, Deinen Körper und Deinen Raum bist und damit auf Deine Bedürfnisse achtest, so bin ich durch meine Bestimmung geborgen, die ich in meinen Fesseln fühle. Sie stehen für Dein felsenfestes JA zu mir. Meine Sicherheit braucht keine andere Gewissheit – und in dem ich mich Deinem Willen ergebe, erlebe ich in diesem Vertrauen die tiefe Einlassung auf Dich und Deinen Willen.

Und so sitzen und liegen wir Beide in unserem Glück und lauschen in die Stille. Alles ist so klar und geordnet. Nichts muss erkämpft werden. Wir hören nach innen, lächeln unserem Wesen zu und wohnen in unserem Körper. Die Ruhe und Stille ist wie eine liturgische Feier, die nicht mal eine Handlung braucht. Wir atmen ganz leicht, tief und langsam. Nichts ist angestrengt, alles entschieden, erreicht, gewünscht, geschenkt.

Nichts muss geschehen. Alles ist in Ordnung. Wir sind uns gegenseitig gewiss – und gegenseitig Verheissung dafür, dass unsere Bindung Bestand hat. Sie ist gezimmert, gehämmert, vertieft, gebunden, verankert, gegossen, geschweisst, gekettet.

Mit den Gefühlen, die wir in diesem Moment Beide haben, wissen wir um die Dankbarkeit für einander und fühlen die Bestimmung und auch die Verantwortung für einander. Und so ist dieses eingangs erwähnte JA allgegenwärtig, im Raum greifbar, im Herzen verankert, in der Seele zu ihrer Stärkung geborgen.

Die erste Begegnung

Bei unserer ersten Begegnung bist Du wie ein Wirbelwind über mich hinweg gefegt und hast Dir mit Sinnlichkeit und Geilheit genommen, was Du gebraucht hast und mich damit komplett in Deinen Bann gezogen. Und das hat sich so was von gehalten! Meine sexuelle Hörigkeit ist ausgeprägt, aber längst sehe ich in Dir die ganzheitliche Persönlichkeit als strahlendes Leitbild in meinem Leben. Und meine Einleitung bedarf einer Korrektur:

credit: Men In Pain – Printscreen, illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Vor diesem ersten Treffen schon haben wir uns ausführlich geschrieben, uns über alle möglichen Themen ausgetauscht und wussten also schon, welcher Mensch da vor uns steht oder liegt. Wir waren uns da schon bekannt, und das hat die Begegnung dann erst recht so besonders gemacht. Die erste Gelegenheit realer Berührung hat uns einen – positiven – Tsunami an Empfindungen beschert. Mich hat es einfach fortgeschwemmt aus all meinen getrübten Geschichten hinein in unsere eigene, neue. Was für ein Wunder!

Und so ist es bis heute. Unsere Bindung kennt ganz viele Facetten, und in jeder einzelnen bist Du mir eine reale, lebendige, authentische Persönlichkeit mit Tiefe, die Du auch in der sexuellen Begegnung suchst und findest – und anbietest. Alles, was Du mir bist, trägt herrliche Natürlichkeit in sich. Und so bist Du mir realer Mensch und Engel zugleich, Tag für Tag.

Vor Deinem Thron

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich liebe dieses Bild!

Selten wurden meine Freuden und Gefühle besser übersetzt als mit dieser Szene!

Ich bin für Dich da. Für Deine Lust. Deine Löcher. Deine Strahlkraft.

Ich knie vor Dir. Jeder Stuhl, jedes Sitzkissen würde unter Dir zum Thron, doch wenn Du es ganz bewusst so einrichtest, dass ich in meinen Fesseln gleichwohl weich vor Dir knien kann, so wird Dein Körper zum Altar, vor dem ich bete, dem ich all meine Freiheit opfere, um Erlösung zu erlangen: Die Gunst, einer Frau so viel zu geben, dass sie ihre Beine für mich immer wieder öffnet, mich bei sich hält und geniesst, und mich nach und nach in eine Zucht nimmt, in der ich mir den Titel als persönlicher Fotzendiener meiner Herrin tatsächlich verdienen kann.

Du lehrst mich, wer Du bist, was Du brauchst, was Du liebst und begehrst. Du lässt mich erfahren und prüfst mich entsprechend, dass ich im Dienst für Dich und Deine Bedürfnisse alles bekomme, was ich selbst brauche. In diesem Raum, in diesem Moment, in diesem gemeinsamen Leben gibt es nur Gewinner, und dabei wird es bleiben, wenn ich nur genügend Energie darin zeige, nach Dir zu fragen, für Dich zu sorgen und in meiner Unterwerfung vor Dir immer noch mehr zu überzeugen und Dich spüren und erleben zu lassen, dass Du tatsächlich eine Königin bist. Meine Königin. Ich bin Dein Untertan, Dein Eigentum, Dein Diener, Dein Anbeter und Bewunderer, und mit allem, was ich erfahren darf, wächst meine Freude, hier sein zu dürfen – nicht nur geduldet, sondern erwartet, begehrt, geleitet und ausgebildet, für einen lebenslangen Dienst.

Wo meine Geborgenheit liegt

Deine persönliche Dunkelheit ist immer eine ganz besondere Nähe für mich. Meine Sinne werden reduziert, und um so deutlicher nehme ich Dich wahr. NICHTS mehr anderes nehme ich wahr. DAS ist der Zustand, den ich suche, und immer wieder ist es Dein Akt der Zuwendung, der mir dieses Gefühl beschert, und in dem Eindruck möchte ich dann ewig verweilen… .

credit: Femme Fatale Films – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du herrschst über meine Gefühle, spielst mit meiner Hingabe, schenkst mir Lust und nimmst sie mir. Dabei fühlst Du, wie ich alles daran setze, Dir zu gefallen, zu gehorchen, zu folgen und Du staunst immer wieder über meinen Eifer. Aber wenn Du Dich königlich fühlst, stolz in Deiner Weiblichkeit bist, selbstbewusst und sicher Deinen Bedürfnissen folgen kannst, dann bin ich glücklich, erfüllt, selig.

Ja, Du BIST eine Königin, und alles, was vor Dir liegt, gehört Dir. Spiel mit mir, bilde mich aus für Deine Lust und für meinen Dienst in Deinem Königreich. Ich gehe darin auf und fühle mich erkannt, abgeholt und angenom-men. Wie könnte es anders sein??? Nie habe ich so viel Aufmerksamkeit von einer Frau bekommen, egal, wie ich für sie geschwärmt habe. Jetzt habe ich was zu geben, bin ich gefragt und habe ich vor allem auch die Perspektive, dass das immer so sein darf. Ich gestalte unser Leben mit, und zaubere Dir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Und wenn dann Deine Schönheit wirkt, liegt darin auch die Ergebenheit Deines sklaven.

Dich von unten zu betrachten

Egal, wie hilflos ich gerade bin, wie ausgeliefert, wie tief am Boden: Ich schaue auf. Ich sehe Dich. Alles, was meine Situation bedingt, erhöht Dich. Dich von unten zu betrachten, lässt Dich noch stolzer, erhabener, göttlicher erscheinen. Und wenn Dein Blick dann ein Lächeln erkennen lässt, ist es reine Gnade, grosses Glück, Freude, Geschenk und riesige Motivation, folgsam zu sein, achtsam, zugeneigt zu zeigen, wie sehr ich mich Dir ergebe, immer wieder neu. Hier zu liegen und zu Dir aufzusehen, ist mir ganz natürlich. Es gehört zu meinem Leben, genau so, wie Dein Reich, das wir gestalten, Dein Leben ist.

credit: Printscreen, Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und jedes Mal, wenn Du Dich zu mir setzt und bei mir Zeit verbringst, berührt mich das, erkenne ich darin Deine Zuwendung und Achtsamkeit.

Wenn wir getrennt sind und ich am Morgen erwache, erwarten mich Deine Worte. Jeder Tag beginnt mit Deinen Botschaften, schenkt mir Sicherheit und die Gewissheit über meine Bedeutung als Dein sklave, der seinen Platz bei Dir und unter Dir gefunden hat.

Die göttliche Welt ist eine, in welcher Du Dich wohl fühlen sollst in der Anbetung, die Du von Deinem Eigentum erfährst. Du bist etwas ganz Besonderes, und in meinem Blick zu Dir hoch sollst Du das immer wieder ausgedrückt bekommen.

Auch meine Texte hier sind so ein Blick. Dir gebührt die Ehre und meine Dankbarkeit und Freude.

Kriechend durchs Spalier

Die Situationen, in denen ich zeigen kann, wer ich bin – und WEM ich das bin, liebe ich sehr. Das Kopfkino spielt sofort, wenn ich mich beobachtet weiss, erst recht, wenn ich es direkt fühlen kann. Aber meine erste und intensivste Wahrnehmung gehört meiner Herrin: Wie geht sie? Ist sie stolz? Wie klingt ihre Stimme? Wenn ich nichts sehen kann, lechze ich nach ihrer Ansprache, ihrer Leine, ihrem Finger. Dann fühle ich mich sofort sicher, ja, geborgen. Meine Herrin glücklich machen, Teil ihres Lebens sein, selbstverständlicher Besitz, der Zeugnis dafür abgibt, wie immer es gewünscht wird und meine Herrin erfreut.

credit: Printscreen, Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Ich krieche hinter Dir her, an Deiner Leine. Wenn Du stehen bleibst, suche ich sofort Deinen Finger. Die Leute stehen manchmal sehr eng, dann bilden sie wieder eine Gasse. Ich weiss nicht, wo Du hin willst, was Du vorhast, aber es ist völlig nebensächlich. Es zählt nur der Moment und die Erfüllung Deiner Erwartung, als Dein sklavenStück zu agieren und in jedem Fall Dir zu gehorchen.

Belustigte Menschen, Frauen, Männer, stille Beobachter, laute Kommentare, aber ich fühle auch Blicke, mit denen sich Menschen an meine Stelle wünschen. Ja, ich bin dankbar, stolz, platze vor Glück, dass ich meine Herrin gefunden habe und daraus eine Lebensbindung geworden ist. Aber gleichzeitig krieche ich hinter Dir her, durch das Spalier der Menschen, und wünsche mir, dass alle, die sich sehnen, eine genau so glückliche Erfüllung erfahren werden. Es ist nicht nur meine Bestimmung, und ganz viele Frauen sollten sich in Gegenwart ihres Mannes wie angebetete Königinnen fühlen können. Und das nicht nur an Festen, besonderen Anlässen, in Sessions und im Ausgang. Und egal wo und wann: Auch komplett offen und natürlich.

Verlustangst

credit: Severe Sex Films – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Du gibst mir keinen Anlass. Dennoch will ich, muss ich davon schreiben, und ich glaube, dass alle sklaven diese Regung kennen:

Manchmal habe ich Angst, Du könntest Dein Interesse verlieren.

Es ist mir unvorstellbar, plötzlich wieder allein zu sein.

Ich schaue zu Dir auf, Du beugst Dich vor, unsere Gesichter berühren sich beinahe, Dein Haar fällt über mich wie ein schützender Vorhang und doch sehe ich das Leuchten in Deinen Augen.

Was, wenn ich diese Geborgenheit verlöre?

Der Gedanke – auch ohne jeden Bezug zu einer realen Andeutung – ist manchmal da, und er ist wie ein Stich eines unsichtbaren Angreifers.

Und gleichzeitig weiss ich, dass ich nie genug tun kann, um Deine grosse Aufmerksamkeit für mich zu verdienen, und ich spüre die Scham, Dir viel zu oft nicht zu geben, was Dir zusteht.

Jede Unachtsamkeit beleidigt Deine Güte.

Ich fühle eine grosse Dankbarkeit für das Geschenk, dass Du mir begegnet bist. Es bleibt unfassbar, und jeder Moment, in dem mir das bewusst ist und ich Dir das versichern kann und Dir entsprechende Zuneigung und Demut zeige, ist auch der Versuch, mich meinem Glück ein kleines bisschen würdig zu zeigen.

Du bist wie ein Engel für mich.

Die Gnade meiner Bestimmung

Wenn Du auf mich schaust, dann soll Dein Blick verweilen können, denn nichts an mir und in mir kann Dir verborgen bleiben oder will sich vor Dir verstecken. Du hast mich gebunden, in Ketten gelegt und gebietest über mich. Und während Deine Fesseln mich physisch gefangen halten, konditionierst Du mein lustgetriebenes sklavenHirn mit Deinem Körper. Du nimmst wahr, dass meine Eisen meine Zunge noch eifriger werden lassen, und gleichzeitig treibst Du Deine Dominanz tiefer in meine Seele… ich bin Dir hörig, und Deine Lüsternheit ist ein Treibgut, auf dem ich mich nicht verlieren werde, in dem ich nicht versinke, sondern die Gnade erfahren darf, dass ich eine Bestimmung habe.

credit: Printscreen, Illustration vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Und wenn Deine Lust gestillt ist, wenn Du meine Fesseln löst, so wird meine sklavenschaft bleiben, denn mein Wunsch, Dir zu dienen und für Dich da zu sein, ist davon unabhängig, wird aber von all diesen wunderbaren Momenten weiter gestärkt und vertieft, denn ich liege unter meiner Frau, in der ich alles habe, wonach meine Lust sich immer sehnte, UND jene Person, die mich ganzheitlich zu führen versteht, mit Prinzipien und einem Wertegerüst, das dem meinen entspricht.

Du geniesst? Ich freue mich!

Zusammen gefügt

dcredit: Illustration vom diener der SHI

Mit meiner Herrin so verschmelzen, dass kein Blatt Papier zwischen uns passt…
Erleben, wie unsere Körper und Charaktere, unsere Seelen und Wesen sich ineinander verschlingen, sich an einander halten, wärmen, einander Geborgenheit geben und Gewissheit.

Erleben, wie der Körper ins Fliessen kommt, wie er die Lust in sich angelegt hat und sich befreit, wie nichts anderes mehr wichtig sein muss als die Gemeinsamkeit… Wir fügen zusammen, was zusammen gehört, und herrlich ist Dein Körper geformt, um mich zu umspannen, zu umarmen, fest zu halten und sich zu nehmen, was ihm so sehr gebührt.

Ich fühle und schmecke Dein Ja, und Du erlebst die Hingabe Deines sklaven, und zusammen sind wir Geschöpfe der Fügung, dazu bestimmt, dem Leben Recht zu geben, es zu ehren und zu feiern.

Die Kette in der Lust und im Leben

credit: Printscreen – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

In der täglichen Arbeit – am Arbeitsplatz, im Umgang mit Freunden – kann sich eine submissive Neigung auf verschiedenste Weise ein wenig Luft verschaffen, ein wenig gelebt werden… Hilfsbereitschaft, Wertschätzungs-zeichen „allgemeiner Art“ für Frauen können erfolgen, ohne jemanden zu brüskieren oder in Verlegenheit zu bringen. Zuvorkommenheit wird auch heute noch da und dort geschätzt, und ich bin noch nie geohrfeigt worden, wenn ich einer Frau die Tür aufgehalten habe. Aber heute werde ich gerügt, wenn ich es vergesse. Von der EINEN Frau, die das von mir erwartet – zusammen mit dem generellen Respekt für die Weiblichkeit (und die Menschen allgemein). Mit meiner Herrin lebe ich die Unterwerfung und unbedingte Zuwendung in möglichst vielen Bereichen des Lebensalltags, und dabei zeigt sich immer wieder, dass es noch nicht in mein Fleisch und Blut übergegangen ist. Zu wenig Zeit ist uns jeweils geschenkt, um tief einzutauchen, zu sprunghaft oder selbst-vergessen lassen mich meine Gefühle manchmal sein… so dass ich die führende Kette manchmal nicht spüre.

Doch in der körperlichen Begegnung, in meinem Dienst als Dein Lustsklave, ist die Kette, ob real gerade an- oder abgelegt, immer vorhanden, ist das Bewusstsein ausgeprägt und längst verfestigt. Zu lange habe ich zu viel entbehrt, um mich nun nicht mit aller Verve meines intrinsischen Wollens in meine Sinngebung zu stürzen, die darin liegt, Dir ein submissiver, sklavisch-devoter Diener Deiner Lust zu sein. Und es ist wunderbar, zu fühlen, dass die besagte Kette auch Dich gewissermassen bindet: Du willst es, verlangst es, setzt mit meinem Dienen Botschaften gleich, die Dir ganz viel bedeuten, und Du bist so lieb, mir das auch immer wieder zu zeigen. Und so ist unsere Lust uns immer wieder wie ein Energieriegel für den ganzen Organismus, der für die Vielfalt unserer Femdom-Bindung steht.

Auf die Knie gehen, das ganze Leben lang

Jede Unterwerfungsgeste ist nicht nur Unterordnung, sondern gleichzeitig Ausdruck für meine Dankbarkeit, von Dir angenommen zu sein. Du duldest mein Knien nicht, weil es schon besonders wäre, dass Du meiner nicht überdrüssig wirst. Du gewährst es, weil Du siehst, dass es mir hilft, den Weg zu gehen. Zehntausendmal vor Dir auf die Knie zu fallen MUSS ja etwas bewirken, Teil einer Entwicklung sein.

credit: Divine Bitches – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und niemand fällt vor jemandem zehntausendmal zu Boden, wenn er nicht eine tiefe submissive innere Motivation besitzt. Natürlich wird diese auch und gerade durch die Person genährt, die all das verkörpert, was zum Traum eines sklaven gehört.

All die Regeln, die Zeichen werden wahrhaftig und erfüllen ihren Zweck, wenn daraus ein „natürliches“ Verhalten wird, ein Handeln aus dem Bauch heraus, ohne Überlegung, und schon gar nicht mit Überwindung.

Wenn ich Deine Füsse küsse, WEISS ich und fühle ich immer wieder neu, wie viel Gefallen Du daran findest, und wie sehr Du die Aussage auf Dich beziehst. Und das ist sie auch: Eine Bekundung tiefster Dankbarkeit und Wertschätzung, nicht, weil mein Fetisch bedient wird, sondern weil da eine strahlende, schöne Frau ist, die genau mich auserkoren hat, ihre Bedürfnisse zu stillen. Und so schaust Du voraus und horchst nach innen, was es mit Dir macht, wenn Du auf auf mich blickst und weisst: Dieser Mann wird auch in zwanzig Jahren noch immer vor mir knien wollen – ja, er wird es dann vielleicht nicht mehr so behende tun, aber mit unveränderter Inbrunst und einer weiter gewonnenen Sicherheit, das zu tun, was ihm in seinem Leben bestimmt ist – und für die Frau, der er gezeigt wurde und die ihn an die Kette genommen hat.

Geborgen in Deiner Güte lerne ich für uns

Du bist mir ein riesiges Vorbild in Deiner Konsequenz, mit welcher Du Deine Prinzipien in Deinem Leben anwendest, mit der unbedingten Einlassung, mit welcher Du für Deine Menschen da bist. Du folgst Deinen Überzeugungen und machst Dir Deine innerste Motivation immer wieder bewusst. Sie bestimmt Deine Haltung und lässt Dich danach handeln, und alle Deine Menschen ziehen Kraft aus der absoluten Verlässlichkeit, die Du ihnen, die Du uns in Deinen Beziehungen mit uns schenkst. Ganz besonders gilt das erst für mich, denn an jedem neuen Tag stehst Du genau so nah und unbedingt zu mir wie immer, gestern, heute und morgen.

credit: Printscreen, Illustriert vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Wenn ich wieder mal an meinen Vorsätzen scheitere, mich meine Alltagsproblemchen in den Griff nehmen, ich im Dienen die unbedingte Fokussierung vermissen lasse und an mir selbst verzweifle, so ist einerseits meine Gefühlswallung übertrieben, anderseits aber siehst Du meinen Hader über mich selbst, der in meinem Wollen, das viel grösser ist als meine Umsetzungen, begründet ist. Auch in diesen Momenten bist Du ganz nah bei mir, beruhigst mich, zeigst mir, wie ich mit meinen Schwächen umgehen kann und wie meine Stärken Dich immer erreichen. Du siehst meinen Lernwillen und ich fühle Deine Freude, die mich genau dann so sehr berührt, wenn ich wieder mal feststelle, dass Du so viel Grund hättest, länger enttäuscht zu sein als nur für einen Moment irritiert. Aber Du willst unser Fortkommen und den gemeinsamen Weg und führst mich behutsam, und so führt jedes Lernergebnis als wirklich von mir gewollt und erarbeitet erst recht zu Dir.

Wo die Macht der Gunst sitzt

Weibliche Anziehungskraft ist gewaltig. Sie zieht uns Männer in den Bann. Das scheinbar starke Geschlecht kann rasend verlangend danach sein, ein Weib zu erobern, es vermeintlich zu besitzen… Doch – sofern die menschliche Grösse, die wir in uns tragen, obsiegt, wird Mann immer in sich selbst erkennen, dass Frau entsprechende Macht über ihn besitzt – und dem Zauber erliegen, der darin liegt, um IHRE Gunst zu werben.

credit: Men In Pain – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Und wenn die eigene Traumfrau nicht nur einfach ihren Mann, sondern ihren sklaven mit dessen unterwürfigem Wesen angenommen hat und die Gunst der Herrin als Lob für sein Verhalten, seine Bezeugungen, seine Hingabe ihn erreicht, so ist seine Fesselung, seine Ausrichtung auf die Lustfreude seiner Herrin wie ein Ritterschlag… und während Du meine nächste Unterwerfung arrangierst, meine Hörigkeit in Deinen Fesseln zum Glühen bringst, fühle ich Deine eigenen Vibrationen aufsteigender Lust, und entsprechend knistert es zwischen uns, wenn Du Berührung gestattest, Du enger um mich herum streichst und Dich schliesslich vor mir hinsetzt…

Wir definieren zwischen uns Besitz und Verfügungsmacht so, wie es für uns natürlich ist, erobert haben wir uns dadurch gegenseitig.

Fingerzeig und Fingerdrang

Jaaaaa! Es ist das Zeichen, das ich unter allen Unterwerfungsbezeugnissen mit am meisten liebe! Wenn Du mir Deinen Finger reichst, damit ich ihn küssen, sogar lutschen darf. Eine schlichte Beschreibung, aber der Vorgang hat so viele mögliche Botschaften, reicht von der zärtlichen leisen Bestätigung unserer Verbindung bis zum tiefen, groben Eindringen in eine meiner höchst empfindlichen Körperöffnungen… Dein Finger kann auf meinem Zungenbett liegen bleiben oder seinen Nagel in mein Fleisch drücken.. Du kannst mich mit Deinen Fingern ficken oder schlicht meine Hingabe über mein inniges Lutschen körperlich fühlen und geniessen…. Du kannst Deine Finger bewegen, krümmen, strecken, einen zweiten, dritten, alle nachschieben…

credit: Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Faszinierend, für uns Beide körperlich höchst sinnlich direkt fühlbar wird meine unbedingte Anbindung, wenn ich Dir mit Deinem Finger im Mund zu folgen habe oder bei Dir knien darf, während Du liest oder fern siehst.

Und jederzeit und überall kann Dein Zeichen mir befehlen, sofort zu Dir zu eilen und diese Andockung erneut herzustellen oder zu empfangen… es ist ja Beides, immer…:

Deine Gunst und Dein Zugriff… ich liebe es!