Zeichen um Zeichen

Auch in der FemDom-Liebe gilt: Es ist nie genug, kann nie genug sein: Jedes Zeichen der Bekräftigung, jede Art der Zuwendung, der Aufmerksamkeit sauge ich auf. Und Du zelebrierst es mit mir. Erst hast Du mir den besonders schweren eisernen Schwanzkäfig angelegt und die Fussschellen damit verbunden, dass ich gerade mal so stehen kann. Dann bist Du einfach ins Haus gegangen. Ich hätte weglaufen können… aber wie? Nackt, in Trippelschritten, welche die Kette gerade mal so hergibt? Du hast mich sicher auch beobachtet… dann bist Du wieder gekommen, ich hab Dich den langen Weg vom Haus her beobachten können, wie Du Stiefelspitze vor Stiefelspitze gesetzt hast… Ich hab mich in der Zwischenzeit nicht vom Loch weg bewegt, das ich jedes Jahr im Frühling selbst wieder neu ausheben bzw. ausbessern muss. Nun hast Du mich hinunter befohlen und mich am Führungsseil herab gleiten lassen, bevor Du dieses entfernt hast. Wieder gehst Du weg. Ich kann Dir nachsehen, mein Blick ruht auf Deinen sich wiegenden Hüften… Dann kommst Du wieder, den gleichen Weg, der gleiche Gang… Du legst mir das Halseisen an. Es sitzt perfekt, ist so eng, dass ich atmen kann, aber wenn ich schlucke oder die Luft anhalte, spüre ich bereits seine kühle Enge. Wieder lässt Du mich allein. Jedes Mal, wenn Du kommst, fügst Du etwas hinzu, ein zusätzliches, fühlbares Argument für die Aussage:

Du gehörst mir.

credit: Printscreen, bearbeitet vom diener der SHI – courtesy of The English Mansion

Nun befestigst Du die Kette am Halsring, lässt sie auf dem Boden am Loch liegen, gehst wieder weg, ich verzehre mich nach Dir, spüre Deine Botschaften und hänge ihnen nach, fühle mich erniedrigt und habe Respekt davor, was Dir noch alles einfallen wird, was kommt, und gleichzeitig möchte ich nicht warten… dann schliesst Du den Metalldeckel und hängst die Vorhängeschlösser ein. Als Du wiederkommst, stellst Du eine Wasserflasche auf die Platte und gehst wieder weg. Von hinten folgen Schritte… Deine beste Freundin steht plötzlich vor mir. Sie nimmt die Flasche, gibt mir zu trinken, sagt keinen Ton. Tut so, als wäre das alles die natürlichste Sache der Welt, dann geht sie wieder weg, aus meinem Blickfeld, bis ihr, plaudernd wiederkommt. Nun erst darf ich Deine dreckigen Stiefel säubern. Deine Freundin sehe ich nicht, ich höre sie nur. Von mir ist nicht die Rede. Ich bin einfach da, wo ich hingehöre. Aber Du wendest Dich mir immer wieder zu, und Deine Botschaft ist: Es ist Gnade. Zuwendung ist Gnade. Aber Du gibst sie mir, weil es Dir selbst Bedürfnis ist. Du liebst es. Wir lieben Beide unseren Platz, und wir freuen uns, können wir unsere Verbindung so auskosten, dass es uns bis in die Seele fährt und sich in uns ausbreitet.

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