Deine Finger in mir…

Als geöffneter, aufgeschlossener Mensch im wörtlichen Sinn des Wortes, als gelesener, erkannter, im befreienden Sinn aufgebrochener Mann, als geformter, ausgelieferter, in Besitz genommener sklave, liegt darin eine ganze Kaskade von Gedanken und Gefühlen:

Wenn Du Deine Finger zwischen meine Lippen und in mich drängst, kommen alle meine Gefühle hoch, weil Du den symbolischen Akt Deiner Besitznahme vollziehst – und nicht nur in Deinen Augen lese ich Deine Bekräftigung! Vielleicht kann ich sie gerade auch nur fühlen, indem ich mich erneut ausliefere und jede Bewegung, jeden Druck, jede Tiefe annehme, mein unbegrenztes Vertrauen lebend.

Diese Finger haben mich erkundet, erforscht, ausgemessen, genommen, massiert, gedrückt, gekniffen, geschlagen, gestreichelt, gefühlt… und sie tun es weiter, immer wieder.

Du prüfst meine Schluckreflexe, Du verweilst auf meinem Zungenbett, Deine Nägel schaben drüber, drücken sich ein, gehen tiefer, bewegen sich dann wie Schmetterlingsflügelschläge leicht und flüchtig über meine ausgestreckte Zunge, prüfen die Feuchtigkeit meiner Lippen. Alle Sinnlichkeit, die ich je empfand, will sich nun mitteilen und darum werben, dass diese Finger, diese Hände, diese Frau nie mehr von mir lassen… und ich möchte genommen werden, penetriert, besessen… Hörigkeit ist entlarvend, und Du lächelst sie an.

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