Dein Fang

credit: divinebitches.com – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Das ist mein Lieblingsbild geworden, und ich habe es nun ein paar Tage bei mir behalten und es immer wieder angeschaut. Nun bin ich bereit, es zu teilen…

Warum mag ich das Bild so sehr? Weil es grundlegende Wirkungen in unserer Bindung zeigt.

Du beobachtest mich gelassen, strahlst eine unerschütterliche Ruhe aus. Du bist mir zugewandt, konzentriert, Dir entgeht nichts. Gleichzeitig gefällt Dir, was Du siehst, und jederzeit kannst Du aufstehen und aktiv werden. Die Zeit arbeitet für uns, und Du weisst das und lässt sie sich dehnen. Du willst Deine Entspannung an mich weiter geben. Dabei zeigt deine Schuhspitze ständig über einen leicht gespannten Rist nach unten auf mein Gesicht.

Erst sind meine Gedanken noch flatterhaft, wandern hierhin und dorthin und wünschen sich vor allem Deine Berührung, Ansprache, mehr von Deinen Zeichen… Dann höre ich auf meine Knochen und fluche innerlich über mein Gewicht. Und erst dann lasse ich allmählich meine Gedanken kommen und gehen, hänge keinem mehr nach und werde ruhig. Ich fühle den Druck der Fesseln, die Kunst meiner Fixierung, als würden mich acht Deiner Arme und Hände gleichzeitig festhalten und drücken. Du hast keine Eile, und auch ich spüre, dass rein gar nichts mehr geschehen „muss“, damit ich Glück fühlen kann. Du bist da, das Glück ist da, Deine Botschaft fühle ich, Deine Präsenz dominiert den Raum. Meine Gesichtszüge entspannen sich, ich schliesse zwischendurch die Augen und habe hinter den Lidern dennoch Deine Fussspitze als bleibenden Fixierungspunkt. Und an ihm richte ich mich allmählich vollständig auf Dich aus.

Mit der Zeit fühle ich Gewissheit: Du wirst irgendwann Deine Füsse über mich gleiten lassen oder mehr… Ich bin Dein Besitz, und nicht mehr zu sein als ein Fang, ein gebundenes Stück sklavenfleisch, eingefangene, gefesselte Hörigkeit, ist genau das, was ich nun fühlen darf und will. Glücksgefühle kribbeln in meinem ganzen Körper, und ich bin stolz, dass Du mich gefangen hast. Der Tag, an dem ich Dir meine Freiheit schenken durfte, ist der schönste, den es in diesem meinem Leben gab.

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